Unzufrieden mit dem KiGa, was tun??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von babyalarm2006 27.03.06 - 14:55 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht erst seit Anfang März in den Kiga, deshalb weiß ich nicht ob ich mir schon so früh ein Urteil bilden darf.

Im Vorfeld habe ich nichts gutes über den Kiga gehört, aber ich dachte, versuchen kann man es ja mal. Bei dem Vorgespräch mit der Leiterin war mir irgendwie unwohl meinen Sohn dahin zu schicken. Sie sagte mir, dass sie große Probleme mit der Mitarbeiterbesetzung haben. Oft müßen Eltern aushelfen, damit der Kiga-Alltag überhaupt stattfinden kann.

Jetzt könnt ihr euch auch vorstellen, wie die Kinder dann dort betreut werden. Mein Sohn ist erkältet, klar das man bei vielen Kindern nicht ständig die Nase putzen kann, aber als ich ihn abholte war das GANZE Gesicht voll mit vertrockneter Schnudel:-( war einfach nur eklig). Es wird nicht darauf geachtet was die Kinder draußen zum spielen anziehen, ich frage mich immer warum ich ihm die Gummistiefel gekauft habe #kratz, die schicken ihn immer mit den normalen Straßenschuhen in den Matsch.

Heute, als ich Flo abholte, suchte ich ihn. Da war Flo ganz alleine im Bad, stand vor dem Klo und wollte Pippi machen, aber keiner guckt da nach den Kindern, wo die gerade sind.

Ich will euch nicht noch weiter zu #bla#bla#bla, aber ich würde ihn am liebsten woanders hingeben. Leider macht der andere städtische Kiga in 2 Jahren zu und ob er in eine andere Gemeinde gehen darf, weiß ich nicht.

Was soll ich tun?? Bitte helft mir.

#danke

LG von Susanne mit Florian (3) und #ei 27. SSW

Beitrag von caro300 27.03.06 - 15:09 Uhr

Hallo Susanne,

an deiner Stelle würde ich mich gleich um einen anderen Kindergarten bemühen. Es gibt oft auch die Möglichkeit, dass Kind in einen Nachbarort zu geben, da würde ich mich mal bei der örtlich zuständigen Stelle erkundigen. Bei uns würde es jedenfalls gehen. Ansonsten gibt es vielleicht noch freie Träger z. B. kirchliche Kindergärten, in denen du deinen Sohn anmelden kannst.

Ich bin mit unserem Kindergarten auch in manchen Punkten nicht so zufrieden aber mindestens weiß ich, dass mein Sohn (fast 4) dort gut betreut wird. Es wird geguckt, wenn sie auf Toilette gehen. Und er sieht immer sauber und ordentlich aus. Ich finde, es spricht wirklich nicht viel dafür, deinen Sohn dort weiter hin zu schicken, dass ist irgendwie das Mindeste, dass dein Sohn gut betreut ist.

Viele liebe Grüße
Carola

Beitrag von bambolina 27.03.06 - 21:58 Uhr

Hallo Susanne,

die Unterbesetzung von vielen KiGa´s (bevorzugt kirchliche) sind leider heute fast schon Regel :-( Wir hatten diesbezüglich auch schon Probleme. Bei euch werden immerhin Mütter "eingesetzt" ob das sinnvoll ist wer weiß. Uns wurde mitgeteilt, dass auch Gruppen zwecks Unterbesetzung für kurze Zeit geschlossen werden können. Und was wird dann aus den berufstätigen Müttern, die auf den KiGa-Platz angewiesen sind?

Was findest du besser, schließen oder zur Überbrückung von Müttern aushelfen lassen.

Bei einer Gruppe bis zu 25 Kindern ist es legal, dass EINE Erzieherin die Kinder alleine betreuen darf, bis zu sechs Werktagen. Es ist schlicht und einfach unmöglich, neben dem Spielen und Basteln den Kids noch ständig die Nase zu putzen

Die angetrocknete Rotze im Gesicht ist zwar nicht toll, läßt sich aber daheim wegwischen. Also das finde ich jetzt nicht so schlimm. Du hast es ja schon geschrieben.... die Erzieherinnen können den Kindern nicht andauernd mit dem Taschentuch hinterher rennen und die Dinger trocknen auch ruck zuck fest.

Du hast selber geschrieben, dass du im Vorfeld noch nichts gutes gehört hast, mal ehrlich da geht man doch mit einem ganz unguten Gefühl dahin und sieht in jedem "Verstoss" gleich ein "ja stimmt"...

Bei uns gehen die Kinder alleine auf die Toilette, lediglich die ganz Kleinen werden bei Bedarf begleitet.

Das mit dem draussen anziehen ist natürlich nicht okay. Es kann nicht sein, dass nicht darauf geachtet wird, ob Gummistiefel, die extra da stehen, angezogen werden. Irgendwann bleibt auch die Schneehose, Mütze oder Schal liegen.

An deiner Stelle würde ich nicht gleich über einen Wechsel nachdenken. Rede erst einmal mit den Erzieherinnen. Viele Probleme lassen sich mitunter im Gespräch beseitigen.

Solltest du damit keinen Erfolg haben kannst du immer noch über einen Wechsel nachdenken. Ich kommen aus B-W und bei uns spielt die Gemeinde keine Rolle.

lg bambolina

Beitrag von babyalarm2006 28.03.06 - 10:23 Uhr

Hallo bambolina,

du hast schon irgendwo Recht mit dem was du schreibst. Aber ich selber habe mal in einer Kita gearbeitet und ich weiß wie es ist mit so vielen Kindern.

Ich möchte gerne das Florian vernüftig gefördert wird, wie soll das denn eine Erzieherin schaffen, die mit 25 Kindern in einer Gruppe hockt und nicht weiß wo vorne und hinten ist. Wir hatten damals in der Kita jeden Tag Angebote für die Kinder in verschiedenen Sinnesbereichen, gut das muß nicht genauso sein, aber ich habe nicht das Gefühl das die Kids besonders gefördert werden. Die werden in eine Gruppe gestopft und man schaut wie der Tag rum geht und wenns hoch kommt wird einmal die Woche gekocht.

Anscheinend scheint es auch keinen zu interessieren das Flo nicht richtig frühstückt. Er bringt fast sein ganzes Essen mit nach Hause.

Ich habe extra gestern mit einer Freundin gesprochen. Deren Mutter hat in Florians Kindergarten ihre Ausbildung gemacht (wußte ich leider vorher nicht) und selbst die sagte, das sie ihr Kind niemals dahin geben würde. Was soll ich denn davon halten?

Florian geht noch nicht alleine auf Toilette, deshalb regt es mich ja auf das er da alleine vor dem Klo steht. Überhaupt wenn man die Kinder mittags abholt, sind sie teilweise alleine in der Gruppe, und das 2-3 Jährige. Das darf alles nicht sein, aber bei dem Personalmangel, gehts ja nicht anders.

Sorry, ich wollte nicht so forsch rüber kommen, aber es regt mich einfach auf das Ganze.

Danke für deine Meinung.

LG Susanne

Beitrag von bambolina 28.03.06 - 21:40 Uhr

Hallo Susanne,

ich verstehe dich schon. Wir haben/hatten das gleiche Problem ja auch in unserem KiGa. Zuwenig Erzieherinnen für zuviele Kinder...

Ich hatte sogar schon einmal das Problem, dass mein Sohn weggelaufen ist, ein anderes Mal wurde er von der Oma abgeholt ohne dass sie jemand kannte :-( Keiner fragte "wer sind sie denn". Es hätte auch jemand Fremdes sein können. Das passierte vom einen Tag auf den anderen.

Es gibt viele gute und schlechte Dinge in einem Kiga, im einen wird dies besser gemacht und basteln viel, im anderen eben etwas anderes, machen viele Ausflüge. Aber die Sicherheit der Kinder MUSS gewährt sein, da gibt es für mich keine Kompromisse.
Wir hatten ein langes Gespräch...
Seither wurden die "Kontrollen" verschärft und es kam auch mehr Entgegenkommen von den Erzieherinnen. Mein Sohn (untergewichtig) ich lege auch immer darauf Wert, dass sein Frühstück gegessen wird und nicht vor lauter "ich spiele lieber" darauf verzichtet wird. Also habe ich die Erzieherin darum gebeten, bitte etwas darauf zu achten und es funktioniert.

Ich habe dein anderes Posting, bezüglich dem KiGa Wechsel gelesen. Wenn du wirklich absolut unzufrieden bist und es sich auch nicht regeln läßt sollst du natürlich wechseln. Aber ich würde trotzdem an deiner Stelle erst einmal das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen.

Meine Freundin hat mir letztens erzählt, dass dort ein Kind ist, das die anderen Kindern immer grundlos beißt. Von den Eltern des Kindes kommt absolut kein Entgegenkommen, der Vater scheint kein deutsch zu verstehen und die Mutter verweigert jegliche Gespräche. Also beißt das Kind weiter und die Erzieherinnen kriegen es nicht in den Griff. Der Sohn meiner Freundin wurde schon ziemlich schlimm in die Brustwarze gebissen.
Weiterhin ist dort seit neustem nicht mehr erlaubt, die Kinder mit Schnürschuhen in den KiGa zu schicken, weil es die Kleinen ja noch nicht können, die Schuhe binden und die Erzieherinnen das ablehnen.

Ich will dir sagen, dass es in jedem Kindergarten Probleme geben kann. Vielleicht mehr, vielleicht weniger... das weißt du nicht im Voraus. Es ist nicht immer die beste Lösung, gleich zu wechseln, zumal dein Sohn ja sicher im jetzigen KiGa seine Freunde hat. Spätestens wenn dein Kind mal zur Schule geht wird es nicht mehr so einfach sein (sorry, wenn das vielleicht etwas hart klingt) gleich bei den ersten kleinen Problemen davon zulaufen. Ich bin nunmal der Meinung, erst um dein Kind kämpfen und wenn alle Stricke reißen, dann wechseln.

Mein Sohn geht nächstes Jahr wohl schon zur Schule, mit gerade mal 6 Jahren... dank der neuen Stichtagregelung. In der Nähe der Schule wird in einem KiGa bzw. Hort Kernzeitbetreuung angeboten. Da ich Teilzeit berufstätig bin, ist das sehr praktisch für mich. Meine Kleine wird da wohl auch in den KiGa gehen. Wie es dort wird weiß ich nicht, aber ich werde bei allen Problemen für meine Kinder da sein.

Ich wünsche dir echt alles Gute für deinen Florian :-) und natürlich auch für den Mini. Weißt du schon ob es ein Bub oder Mädel wird?
Als ich meinen Sohn einmal fragte, was er denn gerne lieber hätte, ein Brüderchen oder Schwesterchen, meinte er ein Gummibärchen #freu

liebe Grüße
bambolina