Er mag seine Mutter nicht

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von leonard01 27.03.06 - 14:59 Uhr

Wenn ich meinen Sohn mittags von der Tagesmutter abhole, freut er sich überhaupt nicht, im Gegenteil er läuft weg, ruft nach seinem Vater und will dort bleiben. Igrendwann kommt er dann doch und alles ist gut.
Zu Hause schlägt er mich auch manchmal, ich soll weggehen, er will seinen Vater etc., nach einigen Minuten kommt er dann wieder auf meinen Arm und will kuscheln. Ich weiss gar nicht, was ich falsch mache und kann mir nicht erklären, warum er sich mir gegenüber so ablehnend verhält. Hat jemand ähnliche Erahungen?
Gruss

Beitrag von mili21 27.03.06 - 15:16 Uhr

Hi!
Wie alt ist denn der Kleine?
Ich würde es an Deiner Stelle nicht persönlich nehmen, das sind so Phasen, irgendwann hat er es mehr mit Dir und der Papa ist nicht so interessant. Hatten wir auch alles, das legt sich wieder.
Da kommt noch Schlimmeres auf uns zu;-)
LG! Mili21

Beitrag von leonard01 27.03.06 - 16:02 Uhr

Er ist 2 1/2 Jahre!!!
Vielen Dank für die aufmunternden Worte!!
LG

Beitrag von mili21 27.03.06 - 16:22 Uhr

Na guck, meiner auch und ist immer abwechselnd zickig, lieb, zickig…völlig normal! Kleine Monster eben (aber sooooo süß)!!
Einen schönen Tag noch!
Mili21

Beitrag von ladytron 27.03.06 - 18:55 Uhr

oft ist es auch einfach nur..."ich musste warten...jetzt kannst du warten "

er wird dich unzweifelhaft lieben ;-)

Beitrag von hen71 27.03.06 - 20:09 Uhr

Hallo,
interessant wäre schon das Alter Deines Sohnes zu wissen.
Mein ältester Sohn hatte diese "Ich-bin-insbesondere-zu-Mama-abweisend-bis-aggressiv"-Phase so mit 1 1/2 Jahren.
Damals war ich auch zuerst geschockt und habs persönlich genommen- "Hilfe! Mein Sohn liebt mich nicht mehr!"#schock
Bis mir eine nette, kluge Freundin gesagt hat, dass Kinder sich BESONDERS bei Mama trauen, "die Sau rauszulassen", weil sie dort das größte Vertrauen haben (vielleicht a la: Sie liebt mich ja, egal, wie ich bin??? Nur eine Vermutung) und sich der weiterhin liebevollen Reaktion sicher sind- oder überhaupt der Reaktion sichersind.

Und da man/frau ja generell den Theorien und Erklärungen glaubt, die einen beruhigen können oder der eigenen Lebensphilosophie entgegenkommen, habe ich mich darauf verlassen und es nicht mehr persönlich genommen- so schwer das auch fällt/fiel- und siehe da, es war wirklich nur eine Phase.
Inzwischen traut er sich "nur" noch, abundzu seinen kleineren Bruder zu hauen- was ich davon halten soll, außer, dass er genau spürt, dass hier ein etwas Wehrloserer als er selbst ist, weiß ich allerdings noch nicht. Da hilft nur, was ich damals, als er mich gehauen hat und abundzu auch meinen Mann, getan habe: Konsequent bleiben, ermahnen, erklären, Privilegien entziehen, Aufmerksamkeit entziehen, notfalls auch mal auf den "Auszeit"-Stuhl setzen für 2 Minuten, falls er nach wiederholter Ermahnung immer noch schlägt. (Was auch hilft: Er darf notfalls auf sein Kissen "schlagen", wenn er aggressiv ist, aber auf nichts und vor allem niemanden sonst. Aber ich habe schon den Eindruck, dass er inzwischen sehr gut weiß- und deshalb das "Kissen" auch nicht mehr braucht-, dass "man einfach nicht schlägt" und dass es vor allem nie zu dem gewünschten Erfolg- mehr Aufmerksamkeit- führt).
Das scheint er zu verstehen- zum Glück kommt es auch nicht oft vor.

Ich hoffe, ich konnte Dich ein bisschen beruhigen, so, wie meine Freundin mich auch damals beruhigt hat,

liebe Grüße,
Caroline

Beitrag von babybaer4 27.03.06 - 23:05 Uhr

Hallo,

ich glaube das haben alle Mütter und auch Väter mitgemacht.Meine Tochter hat auch eine Zeitlang nur nach ihrem Papa geschrien.Ich durfte nichts mehr machen.Wollte ich mit ihr spielen.Ne bloß nicht nur Papa.
Es hat sehr an meinem Ego gekratzt.Manchmal mußte mein Mann unserer Tochter sogar sagen:Nein,das macht jetzt die Mama,weil es echt heftig wurde.War mein Mann auf der Arbeit hat sie bitterlich geweint.
Mensch das hatte ich völlig verdrängt diese Zeit.
Aber irgendwann hhat dies auch aufgehört.
Aber was soll ich sagen sie ist jetzt 5 Jahre und es fängt wieder an.Zwar nicht so heftig,aber es reicht.
Sage ich meinem Mann z.B er soll seine Hosen wegräumen dann kommt von unserer Tochter"Laß meinen Papa".Ich könnte noch duzende Beispiele bringen,aber ich weiß es kommen auch wieder andere Zeiten.Ich weiß das meine Tochter mich liebt auch wenn ihr Papa immoment die Nr 1 ist.

Lg Sabine,die zur Zeit Nr 2 ist

Beitrag von wuschelara 28.03.06 - 10:11 Uhr

Hallo Leonard01

Es beruhigt mich immer, dass es anderen Müttern genau so geht. Auch mein Sohn wollte eine zeitlang von der Tagesmutter nicht mit mir nach Hause kommen. Zuhause durfte dann nur der Papa alles und Mama konnte bleiben wo sie wollte.
Unterdessen ist es jedoch oft umgekehrt. Mama darf und soll alles und der Papa darf nicht's.
Wir haben festgestellt das es sich jeweils einfach um Fasen handelt.
Ich denke auch bei Dir wird sich das legen. Meine Tagesmutter hat mir erzählt, dass es früher bei ihren Kindern auch so wahr.
Probier dich doch daran zu freuen, dass du im Moment nicht die einzige Ansprechperson für deinen Sohn bist. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen.

Liebe Grüsse

wuschelara mit Elia 3 j und Sarah 1 1/2 j