Weiß nicht, ob ich weiter kämpfen soll... Sorry, lang!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von tina5733 28.03.06 - 13:17 Uhr

Hallo,

ich weiß gar nicht wo und wie ich anfangen soll. Ich versuchs mal:

Also anfang Januar teilte mir mein Mann mit, das er mich nicht mehr lieben würde! Ich war erstmal geschockt! 2 Wochen zuvor war noch alles so super, dachte ich! Naja, nach viel gerede, einigten wir uns darauf, das er erstmal hier im gemeinsamen Haus bleibt und wir schauen, ob wir gemeinsam hier leben können! War natürlich nur ein Traum!!! Es gab und gibt immer wieder Tage, wo wir uns anfangen zu streiten. Beim vorletzten Mal war es so heftig, das ich vor lauter Frust und Wut vor die Wand schlug und dementsprechend die Hand schwer verstaucht hatte und einen dicken Bluterguss hatte.

Seitdem kam nur noch ein kleiner Zusammenbruch, an dem Tag wo ich seinen neuen Mietvertrag sah!!! Aber die Tränen kommen jeden Abend. Ich kann es noch immer nicht glauben, das er nächste Woche ausziehen wird! Er hat letzte Woche den Vertrag unterschrieben! Ich werde Ostern alleine mit unserem Sohn verbringen, bzw. am Montag mit ihm bei seinen Eltern sein, wo er auch ist. Aber die anderen Tage...... Er wird ihn über Nacht haben wollen, wenn er in der neuen Wohnung ist............ Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll!!! Hatte immer wieder die Hoffnung, das er merkt, das dort doch noch Liebe für mich ist, vor allem, da er in der Zwischenzeit nochmal mit mir geschlafen hat!!! Aber er ist wohl doch nur ein "Mann"!!!

Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, das unsere Ehe noch nicht ganz vorbei ist, er sagt auch immer, wer weiß was die Zukunft bringt!!! Aber dafür jetzt die ganzen Änderungen??? Das Leid usw............... Werde Ende April mit unserem Sohn in Mutter-Kind-Kur fahren. Er würde gerne so in der Mitte der Zeit mal kommen und seinen Sohn sehen, ich hab dieses voll abgeblockt, da ich es nicht verkraften würde, ich fahre dorthin, um mit der Trennung umgehen zu lernen!

Ich weiß nicht, was ich machen soll........... Ich liebe ich doch noch so! Er ist genau der Mann, den ich so liebe und akzeptiere wie er ist......... Möchte so gerne weiter um seine Liebe kämpfen, glaube aber das es eher hoffnungslos ist, aber möchte es nicht wahr haben!!! Kann mir einer sagen, ob dieses Leiden noch lange anhalten wird und wie ich mich jetzt am besten verhalte! Ob es vielleicht doch noch eine Hoffnung für uns gibt, wenn er erstmal ausgezogen ist??? Er redet immer so zweideutig, auf der einen Seite sagt er, es ist der richtige Weg und es ist dort keine Liebe mehr, aber auf der anderen Seite, hätten wir vielleicht die Chance uns wieder anzunähern, wenn er weg ist!!! Aber dann müssen doch noch Gefühle da sein, oder????? Wir werden ja immer Kontakt haben, 1. wegen unserem Sohn und 2. haben wir ein gemeinsames Haus, das wir beide gemeinsam halten möchten. Ich würde alles dafür tun, meine Ehe zu retten.....................

Sorry, das es so lang geworden ist, aber ich bin wirklich so verzweifelt......................

Danke für euer zuhören bzw. lesen!!!

Liebe Grüße
Tina #schmoll

Beitrag von cracker 28.03.06 - 13:33 Uhr

Hallo tina
Ich glaube ich kann in etwa fühlen, wie es in dir aussehen muss. Es ist grausam hart und dieser Schmerz bringt einem fast um. Du bist jetzt in der Phase des "nicht wahrhaben wollens". Das ist meiner Meinung nach die heftigste und schmerzhafteste Phase. Es gibt glaub kein Rezept, wie man diese Phase verkürzen kann. Mir half Ablenkung und vor allem ganz viel Reden mit Freunden und Bekannten. Es machte sich dann auch Wut breit in mir und mit diesem Umstand gings dann weiter in die Phase des "akzeptieren könnens".
Du hängst sehr an deinem Ehemann und die Frage, ob wirklich alles verloren sei, ob es noch eine Chance gibt, die ist derzeit im Zentrum. Ich will es dir auch gar nicht ausreden, dir darüber Gedanken zu machen. Sei dir einfach bewusst, dass dir aktuell niemand eine verbindliche Antwort geben kann. Versuche dich nicht, an irgendwelche Aussagen zu klammern, die nach "Hoffnung" sich anhören. Aussagen wie "mal schauen, was die Zukunft bringt" sind oft Aussagen von Leuten, die nicht genügend Mum haben, das zu sagen, was sie heute schon wissen. Wie auch immer, ganz viel Glück in dieser schwierigen und schmerzhaften Zeit.
C

Beitrag von lele1863 28.03.06 - 18:06 Uhr

Hallo Tina,
sei feste umarmt von mir!#liebdrueck
Ich mache das gleiche wie Du durch mit 2 Kindern.
Mein Mann hat allerdings eine andere Frau.
Ich ziehe bald mit meinen Töchtern aus. Wir hoffen, dann zur Ruhe zu kommen.
Zwischendurch hoffe ich auch noch auf ein Wunder, aber ich werde immer schnell wieder heruntergeholt!
Wenn er Probleme mit seiner Freundin hat, redet er , dass er fehler gemacht hat usw., die nächste Nacht schläft er wieder bei ihr.
Die räumliche Trennung wird auch dich zur Ruhe kommen lassen. Aber ich glaube eine schwere Zeit liegt noch vor uns.
Ich wünsche Dir und Deinem Sohn viel Kraft für die nächste Zeit!
Gerne kannst du mich auch über die VK anmailen.
einen lieben Gruß
Gabi

Beitrag von jana123 30.03.06 - 12:03 Uhr

Hallo Tina, ich kann deine Verzweiflung ganz gut verstehen, eine Trennung ist immer für alle (!) Beteiligten eine schlimme Angelegenheit.
Im Moment kannst du nur das Negative erkennen, aber es gibt wenigstens einen positiven Aspekt an dieser Trennung, wenn du mal ganz genau nachdenkst, wirst du darauf kommen!Ich werde dir diesen positiven Aspekt nicht nennen, aber wenn du ihn gefunden hast, wird es dir nach und nach wieder besser gehen, denn du kannst dann auch wieder ruhiger werden.
Bleibe bitte bei dir selber, mache dir nicht so viele Gedanken über "wenn" und "aber", setze aber auch die für dich wichtigen Grenzen (räumliche Distanz zu deinen Mann).
Versuche das, was gerade passiert zu akzeptieren.
Deine Wut, Enttäuschung, Trauer, Verzweiflung ist berechtigt und völlig normal, aber du mußt jetzt lernen damit umzugehen.
Ob und wann dein Mann zu dir zurückfindet, sollte jetzt nicht deine größte Sorge sein. Er hat seine Entscheidung gefällt, akzeptiere das, laß dich aber nicht auf ein ewiges hin und her ein( er kommt zu dir, wann es ihm passt, schläft dann mit dir, du schöpfst wieder Hoffnung, er geht wieder, weil er sich ja getrennt hat)!

Ich wünsche dir die Kraft, die du benötigst um dein Leben so gestalten zu können, wie du es braucst und es dir gut tut!
Alles Liebe Jana

Beitrag von gansstark 31.03.06 - 14:09 Uhr

Liebe Tina, ich denke ganz fest an dich!
Mein ehemaliger Mann hat mich nach 30 Jahren Ehe und 5 Kindern wegen einer Kollegin verlassen!
Er hatte seit dem 40. LJ die ärgste Midlifecrise, hat abgewartet, bis er fast keine Alimente mehr bezahlen muss.

Heute, nach 3 Jahren kann ich behaupten, dass es mir nicht mehr weh tut und dass ich froh bin, dass es so gekommen ist. Leider muss man durch verschiedene "Phasen" durch, bis diese befreiende Erkenntnis kommt!

Mach dir auch nicht zuviele Hoffnungen, den Kontakt wegen dem Kind zu halten.

Er meidet alle seine Kinder, seinem außerehelichen Kind, das ich aufgezogen habe, hat er sogar die Vaterschaft offiziell gekündigt. Er pflegt weder zu seinen Kindern noch Enkelkinder den Kontakt, obwohl er 2 Häuser mit seiner Freundin wohnt!

Männer wollen alles vergessen und hinter sich alle Brücken abbrechen, weil sie zu schwach sind!

Als Trost will ich dir sagen:
Ich habe nach wie vor einen tollen Kontakt zu meinen Kindern und habe einen Mann kennengelernt, der mich seit 2 1/2 Jahren auf Händen trägt, mir all das gibt, was ich die 30 Jahre Ehe nie erlebt und auch empfunden habe!
Blicke zuversichtlich in die Zukunft, entwickle dich weiter und mache endlich das, was DIR gefällt!!!
Alles, alles Liebe

P.S. "Gansstark", diesen Namen habe ich mir zugelegt, als ich verlassen wurde und er begleitet mich ein Leben lang!