Mein Mann und seine Familie

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ich bin genervt 28.03.06 - 13:20 Uhr

Hallo,

erst mal eines vorweg: ich mag meine Schwiegereltern und auch den Rest seiner Familie sehr.

Aber ich bin manchmal auch ziemlich genervt und ärger mich manchmal auch über meinen Mann weil er sobald seine Familie ins Spiel kommt seinen Mund nicht aufbekommt und wieder zum kleinen Jungen wird. Er meint dann immer das er keinen Streit will. Dabei geht es darum doch gar nicht. Aber man kann doch auch zu seinen Eltern sagen das man dieses und jenes vielleicht nicht will. Deswegen muss man doch nicht streiten. Ich kenn das so einfach nicht. Mein Vater ist da ganz anders. Immer für uns da aber ohne was zu bestimmen und man kann ihm auch sagen wenn man sich was anderes vorstellt als er meint.

Es sind ja auch keine gravierenden Sachen. Aber Kleinigkeiten können ja auch nerven.

Wir haben vor eine paar Wochen bei einem gespräch erwähnt das wir uns nach einer neuen Versicherung umsehen wollen, weil die jetzige einfach zu teuer ist. Sie hat dann gemeint wir können ja mal mit ihrem Bruder reden. Wir haben dann gesagt ja können wir ja irgendwann mal machen.

Und einen Tag später klingelt bei uns das Telefon und ihr Bruder (der auch bei einer Versicherung arbeitet) ruft bei uns an damit er mal mit uns die Unterlagen durchgehen kann. Also hat sie schon mit ihm geredet und uns nicht mal darüber informiert. Und sowas regt mich auf. Als ob wir zwei kleine dumme Kinder wären. Und mein lieber Mann sagt mal wieder nix zu ihr.

Das andere war das schon seit Wochen im Raum steht das sein Bruder und seine Frau uns mal wieder besuchen sollen. Kein Problem, freue mich darauf.

Aber er frägt mich seit Wochen ob mir Freitag oder Samstag lieber wäre. Ich sage seit Wochen Samstag. Also ruft er seinen Bruder letztens an und seit Bruder sagt Samstag können sie leider nicht aber Freitag würde gehen.
Ich sage okay dann müssen wir es halt auf nächste Woche verschieben. Darauf meint mein Mann, wieso geht doch auch am Freitag.

Versteht ihr um was es geht? Wir reden über was, einigen uns und kaum taucht jemand aus seiner Familie auf , ist alles hinfällig und ich bin am Ende die Spielverderberin.

Und ich sag Euch ganz ehrlich das ich dann aus Trotz am Freitag schon nicht mehr will.

Aber na gut, das sind jetzt zwei Situationen von vielen. Aber im Grunde läuft es eben immer so ab.

Wie würdet ihr damit umgehen? Ich meine ich will ja auch keinen Streit, denn wie gesagt mag ich meinen Schwieger#drache ja auch.

Aber ich will endlich das wir unser eigenes Leben führen können und das mein Mann da endlich mal anders wird.


Beitrag von angel1904 28.03.06 - 13:36 Uhr

Hallo,
ich kenne das nur zu gut. Nur leider ist unsere Ehe darüber zerbrochen. Nicht nur deswegen, aber das war u.a. einer der Gründe, weswegen ich meine Mann verlassen habe.

Ihr müsst reden und du musst ihm klar machen, wie wichtig es für dich ist, dass er zu dir steht und sich auch gegen seine Familie durchsetzt, dass das, was ihr besprecht Fakt ist und nicht dass das wieder über den Haufen geworfen wird, sobald eine dritte Meinung dazukommt. Mein EX war meist so drauf, dass er bei seinen Eltern nach deren Mund geredet hat und bei mir nach meinem. Eine eigene Meinung hatte er nicht wirklich und letztendlich haben sich seine Eltern und ich uns dann immer überworfen, weil er keine klare Linie gezogen hat, die für alle eindeutig ist.

Wir haben damals bei seinen Eltern mit im Haus gewohnt. Es war zwar unser Haus (umgebaut), aber sie bestimmten über alles udn wir sollten das Geld locker machen. Es kam zu ganz üblen Geschichten und irgendwann konnte ich nicht mehr und habe meine Koffer gepackt.

Wichtig ist, dass er sagt, was er will und dass das was ihr besprecht nicht ständig wieder in Frage gestellt wird. Ansonsten gibst Dauerstress.

LG
Angel1904

Beitrag von anonym 28.03.06 - 14:40 Uhr

Der Text könnte von mir sein...

In meiner damaligen Partnerschaft war es haargenauso..
Mein Mann hatte den Mund nie aufgebracht und wenn ich dann mal etwas sagte war ich bei den anderen der#drache.
Ein ewiges Streitthema.

Ehrlichkeit steht doch immer an erster Stelle..leider vertragen sie die meisten menschen nicht.

Beitrag von Mattie 28.03.06 - 15:14 Uhr

"Als ob wir zwei kleine dumme Kinder wären. "
Der Eindruck drängt sich mir auf.
Das waren nur zwei Beispiele von dir, ok.
ABER: Du beschwerst dich, dass dein Mann den Mund nicht aufmacht, du selber sagst aber auch nichts und regst dich nur auf.
Wenn du z.B. für die Termingestaltung zuständig bist, warum machst du den Bsuchstermin mit dem Schwager nicht selber aus, statt das über deinen Mann laufen zu lassen, der es sowieso nicht entscheiden kann (darf) ?
Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen.

Beitrag von ich wäre auch genervt 28.03.06 - 15:38 Uhr

"Wenn du z.B. für die Termingestaltung zuständig bist, warum machst du den Bsuchstermin mit dem Schwager nicht selber aus, statt das über deinen Mann laufen zu lassen, der es sowieso nicht entscheiden kann (darf) ? "

Ich lasse meinen Mann auch immer die "Besuchstermine" mit seiner Familie vereinbaren - weil es in meinen Augen SEINE Familie ist. Besuchstermine mit meiner Familie oder meinen Freunden mache selbstverständlich ich aus.

In beiden Fällen sprechen mein Mann und ich uns vorher ab, wann es paßt, und wir erwarten von uns gegenseitig, daß dann nicht stattdessen ein Termin vereinbart wird, der einem von uns beiden nicht paßt.

Insofern kann ich denn Ärger der Ausgangsposterin durchaus verstehen.

Und ich kann mir auch gut vorstellen, was die Ausgangsposterin meint, wenn sie schreibt, daß dies nur 2 Beispiele von vielen sind. Mein Mann ist zwar nicht so extrem, aber eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Verhalten des Mannes der Ausgangsposterin sehe ich bei meinem Mann auch.

Beitrag von ich bin genervt 28.03.06 - 16:01 Uhr

Ich sage nichts weil ich erstens meinem mann nicht in den rücken fallen und ich genau weiß wie unangehm ihm das wäre und zweitens eigentlich finde das es seine Aufgabe wäre. Denn ich verlange auch nicht das er mit meinen Eltern redet wenn ihm was nicht passt. Sondern das mache ich dann.

Genauso sieht es auch mit Terminvereinbarungen aus. Jeder macht das mit seiner Familie. Wir sprechen das vorher eben ab. Was mir aber stinkt das er dann einfach alles umschmeisst und sich nach seinem Bruder richtet obwohl er mich seit Wochen frägt wann es mir lieber wäre.

Dann soll er doch erst seinen Bruder fragen wann er Zeit hat und es dann mit mir absprechen. Das Ding dabei ist einfach, wir beide besprechen was und machen was aus und kaum kommt jemand anderes dazu ist das hinfällig. Da gelten unsere Absprachen nichts mehr. Und das kann es in einer Ehe ja wohl auch nicht sein oder???

Beitrag von anyca 28.03.06 - 16:33 Uhr

Hattest Du denn nur gesagt "Samstag paßt mir besser" oder hattest Du wirklich klar gesagt "Freitag geht aus Grund X überhaupt nicht"?