Wie geht Ihr mit diesen Emotionen um?

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Forum: Baby

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Beitrag von schlumpfine113 28.03.06 - 22:32 Uhr

Hallo #liebe Urbianerinnen!

Seit 3 Wochen sind wir stolze Eltern vom kleinen Felix; darüber sind wir mächtig glücklich und wir lieben ihn über alles. #huepf
Jedoch seit wir vom KH zurück sind, haben wir kaum eine ruhige Minute. Der Kleine kann überhaupt nicht alleine schlafen; nicht mal für 5 Minuten können wir ihn in sein Bettchen legen weder in der Nacht, noch am Tag.
Das kann mitunter sehr mühsam sein - zumal schon 5 Minuten Duschen gehen ein echtes Problem darstellt - daran, etwas im Haushalt zu machen ist im Moment schon gar nicht zu denken :-(
Der Kleine beruhigt sich nur an Mamas Brust, möchte alle 1.5h gestillt werden und schläft dann auf Mamas oder Papas Bauch ein. Natürlich möchten wir unserem Schatz alle Wärme und Geborgenheit geben, jedoch schränkt das schon ganz arg ein #heul

Auf Anraten unserer Mütterberatung haben wir nun begonnen, ihn jedesmal, wenn er auf unserem Bauch einschläft in sein Bettchen zu tragen. Dort liegt er dann höchstens 5 Minuten und fängt danach jämmerlich an zu weinen und lässt sich kaum mehr beruhigen. Oder eben nur aufm Bauch, von wo wir ihn dann später wieder ins Bettchen bringen. Wir sollen ihn beim einschlafen begleiten und ihm helfen, damit es ihm leichter fällt #liebdrueck

Wenn der Kleine dann jeweils so fürchterlich weint, zerreisst es mir fast das Herz. Ich könnte dann selber jeweils nur noch #heul und komme mir vor, als würde ich mein #baby misshandeln. Mit diesen Emotionen komme ich manchmal fast nicht klar und das geht doch sehr an die Substanz. #heul
Wenn ich ihn dann in der Nacht zum Stillen in mein Bett nehme, schläft er meistens ganz geborgen ein und ich lasse ihn auch die ganze Nacht über bei mir schlafen. (Mein Mann schläft in unserem Ehebett im oberen Stockwerk; dort oben ist, weil es eine Dachwohnung ist, viel zu heiss für ein Baby zum schlafen) Natürlich ist unser Ziel, dass Felix lernt, auch nachts in seinem Bettchen zu schlafen und ich möchte auch gerne wieder mit meinem Schatz in einem Bett schlafen #heul

Kennt Ihr solche Gefühle auch? Und wie geht Ihr damit um? Ich finde diese Emotionen etwas vom Schwierigsten womit man als frisch gebackene Mama zu kämpfen hat und ich bin manchmal echt am Ende mit meinen Kräften #schwitz

Vielleicht könnt Ihr mir einige Tipps geben, wie ich besser damit klar kommen kann - ich möchte nur das Beste für mein Kind - aber es soll mir doch dabei auch gut gehen, oder? #gruebel

Liebe Grüsse #stern
Schlumpfine (die sich sehr über Eure Antworten freut)

Beitrag von kirschcola 28.03.06 - 22:40 Uhr

Hallo,

erst mal herzlichen Glückwunsch!
Also ich wollte nur kurz bemerken, daß es nicht umsonst 6-8 Wochen Wochenbett heißt. Die Zeit braucht ihr (Mama&Kind) um euch aneinander zu gewöhnen und um sich zu erholen. Deshalb vergiß erst mal den blöden Haushalt. Dein Baby ist momentan das Wichtigste!
Die Anfangszeit ist schon schwer und mit der Zeit wirst du dein Kind immer besser verstehen und relaxter mit der neuen Situation umgehen können. Ihr steht noch ganz am Anfang und dein Kleiner will halt bei dir sein, kann man ihm ja auch nicht verübeln. Vielleicht kann auch der Papa mal das Baby auf dem Bauch schlafen lassen, damit du ein wenig Ruhe hast?

Liebe Grüße
kirschcola

Beitrag von watschelente 28.03.06 - 22:44 Uhr

Hallo schlumpfine,

mein Sohn ist zwei Wochen alt und er schläft auch nicht gerne in seinem Bettchen.

Ich lasse ihn auch bei mir die ganze Nacht. Meine Hebamme meint, dass es für mich auch erholsammer ist, wenn er neben mir liegt und ich nicht ständig aufstehen muß.
Womit sie Recht hat.

Allerdings schreit mein Kind nicht die ganze Zeit. Er hat auch seine Ruhephasen.

Natürllich kann ich verstehen, dass Du auch mal wieder bei Deinem Mann schlafen willst. Ich denke aber auch, dass Dein Kind Dich jetzt mehr braucht. Gerade dann, wenn es sehr unruhig ist.

Mein Neffe war vier Monate ein Schreikind. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, dann melde Dich.

LG#liebdrueck watschelente + Luis 2 1/2 + Fabian 12.03.06

Beitrag von tomine 28.03.06 - 22:52 Uhr

Hallo,

lass ihn bei dir schlafen!! Und die Emotionen sind doch normal. Es ist alles neu. Aber du machst alles richtig!! Ich hab anfangs auch immer mitgeheult, weil ich nicht wusste, wie ich ihr noch helfen kann, wenn sie so geschrien hat.
Klar, soll es dir auch gut gehen. Und nach einiger Zeit geht es dir auch besser und du kannst wieder mit deinem Schatz zusammen schlafen.

Kopf hoch!! Ihr schafft das!!

Tomine mit #baby, 6 Monate, die mittlerweile alleine in ihrem Babybalkon schlafen kann!!

Beitrag von miel 29.03.06 - 01:33 Uhr

Hallo Schlumpfine,

ich kann sehr gut verstehen, was Du meinst. Ich fand die ersten Wochen emotional auch schwierig.
Einerseits freute ich mich, dass unser kleines Baby endlich da war, andererseits war ich noch ziemlich mit mir selber beschäftigt, mit der ganzen körperlichen Umstellung nach der Geburt. Da wurde mir immer wieder einfach alles zu viel, wenn der Kleine so viel schrie und zum Teil stündlich gestillt werden wollte. Ich konnte gar nicht verstehen, warum alle Welt immer von der süßen Babyzeit schwärmt, wo es doch so anstrengend war! #gruebel An Haushalt war auch überhaupt nicht zu denken, und Duschen, Anziehen und Frühstücken war quasi ein Tagesprojekt.

Woran ich dabei aber zu wenig dachte: ES WIRD BESSER! Unser Sohn ist jetzt 4 Monate alt und schreit inzwischen wesentlich weniger. Er beschäftigt sich auch schon mal eine halbe Stunde allein und schläft nachts manchmal sogar 5 Stunden am Stück in seinem Babybalkon. Zu sehr viel anderen Dingen komme ich dabei zwar immer noch nicht, aber alles läuft schon sehr viel entspannter. Und ich nehme mir einfach auch nicht mehr so viel vor, dann nerve ich mich selber nicht den ganzen Tag. ;-)

Mein Tipp: Wenn Du Dich ganz elend fühlst, heul einfach mit dem Baby mit und denk dran, dass es am Anfang ganz vielen so geht. Vertrau drauf, dass sich mit der Zeit alles einspielen wird, auch das Stillen und das Schlafen, und versuche die schönen Momente besonders zu genießen.
Bergauf ging es mit meinen Emotionen nach fünf Wochen, als der Kleine anfing zu lächeln. Da hatte ich den Eindruck, jetzt sind wir richtig in Kontakt und alle Anstrengung hat sich gelohnt. Das dauert bei Euch sicher auch nicht mehr lange! #freu

Liebe Grüße, miel

Beitrag von kris2008 29.03.06 - 07:15 Uhr

Hallo!
Uns geht es wie Dir: Ich bin abends oft so fertig, dass ich meinem Mann heulend in die Arme falle, wenn er nach hause kommt.

Wir bestellen an solchen Heul-Tagen Pizza und ich bekomme eine wunderschöne Fußmassage!

LG Kris

Beitrag von camille04 29.03.06 - 09:17 Uhr

Hallo Schlumpfine,

das kommt mir sehr bekannt vor, was du schreibst.

Marie wollte auch nie alleine schlafen. Sie brauchte auch sehr viel Nähe und hat sehr viel geweint. Mein Mann und ich haben sie dann irgendwann einfach immer im Tragetuch getragen. Sie hat darin aufgehört zu weinen und geschlafen und wir hatten die Hände frei. So konnten wir auch mal wieder einen Abend gemütlich vorm TV verbringen oder in Ruhe zu Abend essen.

Nachts schläft Marie in unserer Mitte in ihrem eigenen Schlafsack und ich wickel sie außerdem fest in eine dünne Decke. Wir nehmen sie immer mit ins Bett, wenn wir auch ins Bett gehen. Vorher schläft sie im Tragetuch.

Das ist zwar anstrengend, aber man gewöhnt sich dran und das ständige Gebrüll ist weg. Das hat mich nämlich auch total fertig gemacht.

Jetzt ist Marie 13 Wochen alt und ich gewöhne sie langsam daran, nicht mehr im Tuch, sondern im Bett zu schlafen. Gestern schlief sie von 12 - 16 Uhr und ich konnte mal in Ruhe lesen #freu

Lasst euch Zeit und gebt eurem Sohn die Nähe, die er braucht. Ihr werdet es nicht bereuen. Nach 12 Wochen wird alles viel einfacher.

LG, Camille und Marie *28.12.05