Wie soll ich mit dem Bischen Geld hinkommen??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von ollara 29.03.06 - 09:11 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Ich habe am 22.10 Et ,es ist unser erstes Baby.Jetzt mache ich mir große Sorgen,dass wir mit dem geld nicht hinkommen.
Ich arbeite als Einzelhandelskauffrau und bekommen ja dann par Wochen vor u. nach der Geburt Mutterschaftgeld.
Wie viel sind denn das überhaupt?Dazu kommt ja das Kindergeld von 154€ und das Erziehungsgeld.Bekomme ich den auch 300€?
Wie soll ich denn dann später nur mit 454€ hinkommen??????
Das blöde ist auch noch,das ich keinen Mietvertrag habe. Wohne in dem Haus meiner verstorbenen Oma,welches meinen Eltern gehört,es muss 8 jahre mietfrei stehen.Zahle aber Umkosten vom fast 250€. Wie soll ich das denn dann nachweisen?Steht mir nicht noch irgendwas zu ? das reicht doch vorne und hinten nicht!
Der Arbeitsvertrag meines Freundes ist jetzt im März abgelaufen. Davor hat er auch immer nur halb Jahres Verträge gehabt und war zwischendurch arbeitslos. bekommt er jetzt erstmal richtiges Arbeitslosengeld,weil er ja insgesammt über ein jahr gearbeitet hat? Oder muss er die am ganzen Stück gearbeitet haben?
Wenn er dann später in hartz 4 fällt,haben wir ja garnichts mehr...ich weiss nicht wie wir das schaffen sollen!#heul

Beitrag von kinderwunsch_hh 29.03.06 - 09:19 Uhr

Hallo,

mal ganz ehrlich, das überlegt man sich vorher, ob es reicht; gerade wenn der Partner schon oft arbeitslos war und immer nur Zeitverträge hatte. Und von Hartz IV müssen Millionen leben und schaffen es. Da brauchst du nicht gleich #heul

Du hast doch einen Job, also gehst du nach dem Mutterschutz wieder arbeiten und dein Freund betreut das Baby. Dann habt ihr Geld und alles klappt.

log

Beitrag von ollara 29.03.06 - 09:38 Uhr

Hallo Kinderwunsch,

Sei doch bitte nicht gleich so aufgebracht.
Ich bin ungeplant schwanger geworden und habe halt soo viele Fragen.
Natürlich freue ich mich auf das Kind,mache mir aber auch viele Gedanken darüber wie es weiterläuft.
ich möchte für mein Kind ja auch dasein und nicht nach der Geburt sofort wieder von morgens bis Abends arbeiten. Schließlich will ich das Baby auch stillen.


Jetz nochmal an alle:


Meine Freundin hat im Oktober ihr baby bekommen. Sie erhält jetzt Erziehungsgeld,Kindergeld u. hartz4. Ihr Freund ist arbeitslos geworden (Maler) und bekommt Arbeitslosengeld und Hartz4 . (Sie sagt ,das kommt ,weil sie es beantragt hat und die beiden zusammen wohnen) .Also irgendwas haut da doch nicht hin. Beide arbeitslos und ein Nettoeinkommen von 1800€???

Bekomme ich also im Erziehungsurlaub also auch Hartz4 oder irgendwas extra??
Ich kenn mich damit nicht aus.

Beitrag von lexika 29.03.06 - 22:46 Uhr

Hallo!

Warum soll das nicht klappen, stillen und arbeiten?
Ich habe das gemacht und bin bestimmt nicht die Einzige. (Und meine Kinder wurden 11 bzw 15 Monate gestillt).

Und man darf auch in der Erziehungszeit arbeiten - im Normalfall bis zu 30 Stunden in Ausnahmefällen auch länger.

Kann das sein das Du grad ein bisschen planlos durch die Gegend läufst? Die meisten Deiner Fragen könntest Du Dir problemlos selbst beantworten (zB auch bei Urbia selber) ohne hier im Forum fragen zu müssen.

Ich habe den Eindruck Du träumst von "Mutti zu Haus mit Kind, Vati den ganzen Tag auf Arbeit" ohne dieses Bild auf die Realität hin abzuklopfen.
Die Fragen die Ihr Euch stellen solltet sind erst mal, wie finanziert ihr sowas (zB Rücklagen aufbrauchen - müsstet ihr bei ALG2 sowieso erstmal) und noch wichtiger wollt ihr das überhaupt? Drei Jahre keine Konversation die mehr als 3 Worte umfasst? Und noch schlimmer - ihr seid beide 3 Jahre zu Hause und stellt fest dass ihr Euch nichts mehr zusagen habt sondern nur noch ums Geld streitet und wer den Abwasch macht.
Zugegebener Maßen zwei etwas überspitzte Szenarios aber leider nicht unrealistisch.

Schalt die Panik ab, mach gezielte Bestandsaufnahme und informier Dich!

Christine

Beitrag von junimond.1969 29.03.06 - 09:31 Uhr

Nu' pack mal die Schwangerschaftshormone kurz beiseite und hör auf, kopflos rumzujammern! (Sorry, muss manchmal sein und wenn ich diesen Plärreurbini sehe, dann denke ich immer an sinnfrei herumplärrende Kinder und nicht erwachsene Menschen mit einem Problem).

Wenn Dein Freund "in Hartz IV fällt", also Arbeitslosengeld II bekommt, wie es richtigerweise heißt, dann zählen Du und das Kind selbstverständlich mit! Nichts von wegen "dann bekommen wir gar nichts mehr", was ist dann denn für ein Unsinn?! Hier ist ein Rechner, da kannst Du schon mal ungefähr ausrechnen, was auf Euch zukommt:

http://www.geldsparen.de/content/finanzen/Soziales/ALG2rechner.php?openmenue=26&opensub=960

Auch wenn Dein Freund ALG I bekommt, kann es sein, dass Ihr schon Anspruch auf ergänzendes ALG II habt. Kindergeld, Mutterschaftsgeld und Arbeitslosengeld I ist Einkommen und wird angerechnet, Erziehungsgeld nicht. Ach so: das Mutterschaftsgeld ist insgesamt so hoch wie Dein Nettogehalt.

Also: Pack das Selbstmitleid mal weg, informiere Dich und Du wirst sehen, soooo schlecht sieht es mit Hilfe des Staates gar nicht aus!

Gruß
Christine

P.S. Und selbstverständlich besteht, wie meine Vorschreiberin ganz richtig vorschlägt, immer noch die Möglichkeit, nach dem Mutterschutz wieder zu arbeiten. Solange Erziehungsgeld fließt, habt Ihr die Wahl und selbst wenn Du eigentlich einen Job hast, darfst Du trotz ALG II zuhause bleiben (Bescheuerte Regel, wie ich finde! Es war mal anders gedacht und ist teils auch schon anders entschieden worden, aber nein, man hängt am Bild "Mami muss beim Baby bleiben… #augen).

Oder was würdest Du von einem Mann halten, dessen Frau arbeitslos wäre, wenn dieser Mann nach der Geburt in Elternzeit ginge, obwohl die Frau doch eh arbeitslos zuhause sitzt....?!

Beitrag von flocke123 29.03.06 - 10:56 Uhr

Hallo,

wenn Euer Einkommen nicht ausreicht, könnt ihr ALG 2 beantragen.

Daß Du keinen Mietvertrag hast, dürfte unschädlich sein, denn das kann man ja immer noch nachholen bzw. Deine Eltern können Dir bestätigen, was Du monatlich an Umlagen zahlst.

Wenn ich Du wäre, würde ich allerdings mal sehr stark darüber nachdenken, nach ein paar Monaten wieder arbeiten zu gehen, wenn mein Mann ohnehin zu Hause sitzt.

Sicher ist es netter, erst mal mit dem Baby zu Hause zu bleiben, aber warum müßt ihr zu zweit zu Hause rumsitzen? Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Drei Jahre Elternzeit ist auch eine Form von Luxus, die man sich nur erlauben kann, wenn man das Geld dafür hat. Viele gehen schon früher wieder arbeiten, weil sie das Geld benötigen und ich kann nicht nachvollziehen, weshalb die Allgemeinheit den Müttern ihre Elternzeit finanzieren soll.

VG
Susi

Beitrag von nachtelf 29.03.06 - 11:10 Uhr

Also, das sieht so aus:

- 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt bekommt man Mutterschaftsgeld. Die Differenz von Mutterschaftsgeld und Gehalt muss der Arbeitgeber ausgleichen. Sprich: Du hast für mind. 14 Wochen deinen gesamten Lohn zur Verfügung +Kindergeld + evtl. Erziehungsgeld (abhängig vom Einkommen)

- für die Zeit nach der Geburt kannst du Hartz iV beantragen. Soll heißen, ein Erwachsener hat Anspruch auf 345 €, ein Kind bis 13 Jahre 207 €. Dazu kommt dann noch die Miete. Das Kindergeld wird angerechnet, Erziehungsgeld nicht. Soll heißen, die 300 € Erziehungsgeld sind extra. Auch bekommt man mehr, wenn man Alleinerziehend ist.

- Zur Miete: Für was werden die 250 € verwendet? Ist das für Heizung und Wasser? Da würde ich mich dann einfach mit den entsprechenden Stellen kurzschließen. Hast du denn keine Nachweise, dass du regelmäßig diese 250 € bezahlst?

Und vielleicht solltest du wirklich mal darüber nachdenken, ob nicht dein Freund den Erziehungsurlaub macht.

LG nachtelf

Beitrag von kati543 29.03.06 - 13:51 Uhr

Nur wegen dem Stillen musst du nicht gleich zu Hause bleiben. Es gibt auch dazu eine gesetzliche Regelung, dass dein AG dir längere Pausen geben muss, damit du ausreichend Zeit hast, dein Kind zu stillen. Ich kenne die Regelung nicht ganz genau, allerdings war meine Freundin auch nach dem MuSchu direkt wieder arbeiten gegangen und hat durch die "Stillregelung" 2 Stunden am Tag weniger gearbeitet - bei vollem Lohn.
Auch mit Hartz 4 kann man leben. Das beweisen sehr viele Menschen ständig in Deutschland. Natürlich kann man damit dann keine großen Sprünge mehr machen. Also Urlaub, neues Auto & Co. ist dann sicherlich einfach nicht drin.

Beitrag von annes_2701 30.03.06 - 16:39 Uhr

Uns ging es damals genauso, allerdings war es nicht hervorsehbar. Er wurde - als ich im 3. Monat war - ordentlich gekündigt. Anschließend haben wir das beste daraus gemacht.

Ich bin nach der Mutterschutzzeit noch 4 Monate für das Stillen (also insgesamt 6 Monate) zu Hause geblieben. Anschließend bin ich dann wieder arbeiten gegangen (7 Stunden) und er war mit dem Kind zu hause. Das hat super geklappt. Die beiden sind ein richtig gutes Team geworden und wir hatten wieder mehr Geld.


Ich würde es - wenn es nochmal so kommen würde - wieder tun.

Liebe Grüße

Anne

Beitrag von ollara 31.03.06 - 11:00 Uhr

Danke für die teilweise netten Antworten.

Natürlich werde ich nicht zu hause auf den Arsch sitzen bleiben,wenn mein Freund bis dahin keinen neuen Job hat. Ich werde natürlich dann sofort wieder arbeiten gehen,da ich ja einen festen Job habe.

Werde dann allerdings nicht stillen. Mein Arbeitsplatz liegt 180km entfernt und ich fahre eine Stunde Autobahn.

Fahre morgens um 8 aus dem Haus und komme Abend um 19.15Uhr wieder.

Glaube das wäre sonst nicht machbar.Aber das werde ich mal alles nachlesen.

Andere Kinder werden schließlich auch mit Flasche aufgezogen.;-)