Laut werden gegenüber Kind ... Meinungsverschiedenheiten

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von cracker 29.03.06 - 12:24 Uhr

Hallo
Obwohl ich nicht mehr in dieser Situation stecke, interessiert mich eure Meinung trotzdem. Ausgangslage ist meine damalige Situation: gemeinsame Wohnung mit Freundin. Sie hat einen Jungen, knapp 5 Jahre alt. Sie war ab der ersten Schwangerschaftsminute alleine. Der Junge verlangt nach dem Nachtessen, nachdem alles schon verräumt war, einen Yoghur. Aufgegessen hatte er nicht, weil es ihm -wie praktisch immer- nicht schmeckte. Er bekam den Yoghurt von der Mutter. Aus einer Diskussion wir er frech zur Mutter. Er hebt seinen Arm gegen die Mutter und er gibt ihr einen Klapps. Mutter sagt mit ruhiger Stimme, er solle damit aufhören und, wenn er dies nochmals tue, ihm das Yoghurt weggenommen werde. Er gestikuliert wild gegen die Mutter, hebt wieder den Arm, schreit und gibt ihr abermals einen Klapps. Mutter steht auf und nimmt dem Jungen den Yoghurt weg. Jetzt startet er vollends durch, schreit und wütet, zieht jetzt wieder mit dem Arm auf, doch diesmal mit dem Löffel in der Hand, setzt zum Schlag an und dann ....... fahre ich mit lauter Stimme dazwischen ...... rufe nur seinen Namen. Meine Stimme war laut, aber ich schrie nicht. Sie war einfach laut. Der Kleine und die Mutter zucken zusammen; der Junge bricht sein Vorhaben ab. Dann aber: sofort beschwert sich die Mutter, dass ich den Kleinen nicht so anschreien solle. Der Kleine schimpft im gleichen Ton gegen mich. Ich stehe auf und entferne mich vom Tisch, weil es mich sonst "verbläst". Der Kleine kreischt weiter, benimmt sich unter aller Würde. 2 Minuten später hat er seinen Yoghurt von der Mutter wieder. Meine Fragen:
1) darf ich als Nichtvater, aber Lebenspartner, der im gleichen Haushalt lebt, nicht in so eine Situation eingreifen?
2) was haltet ihr vom "Laut werden"?
3) fandet ihr es korrekt, dass nach diesem Theater der Junge trotzdem zu seinem Yoghurt kommt?
Aus meiner Sicht war das Laut werden klar angebracht. Er hätte wieder zugeschlagen. Ebenso hätte mein Kind nach so einem Theater, auch bei tausendfachem Entschuldigen, keinen Yoghurt gekriegt an diesem Abend. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht einfach mit einem Entschuldigung wieder korrigieren. Obwohl ja alles vorbei ist, beschäftigt mich das schon noch, ob ich da völlig daneben reagierte. Der Kleine erhob übrigens auch gegen mich regelmässig die Hand, wenn ich nicht nach seinem Wunsch funktionierte. Danke für die Inputs.
C

Beitrag von cephir 29.03.06 - 12:59 Uhr

Ich fand deine Reaktion von A-Z richtig solang du nicht *geschrien hast.....

Ich würde der Dame mal empfehlen, sich mal bei Fremden darüber schlau zu machen!
Denn ich denkel mal ob du es ihr sagst oder ein fremder sind 2paar Schühchen....

#gruebel
Aber das ein Kind die Hand.... so ein Muff hab ich nie gemacht.....
Das Kinder schon mal rumkaspern ist klar dafür sind es Kinder#freu

Und sie gucken wie weit sie gehen können...
Grenzen testen......

Aber ich sag ja-dafür sind es Kinder#gruebel

Beitrag von cracker 29.03.06 - 13:10 Uhr

Danke für deine Antwort. Das mit dem "Schreien" war so eine Sache. Die Freundin behauptete, ich hätte geschrien. Ich meine nach wie vor, ich war laut, aber es war nicht Schreien. Dürfte auch Ansichtssache sein. Wie auch immer .... danke nochmals ;-)

Beitrag von kathrincat 29.03.06 - 13:56 Uhr

voll in ordnung und den yo hätte er nicht wieder gesehen .

Beitrag von kleene0106 29.03.06 - 16:56 Uhr

Hi,

zu 1: Ich denken es spiele mehrere Faktoren eine Rolle, nämlich: Wie lange kennt ihr euch schon? Kümmerst du dich ansonsten auch mit um die Erziehung oder hälst du dich eher im Hintergrund? Ich denke es ist schon schwierig, ich wüsste nicht ob ich damit umgehen könnte wenn jemand anderes sich in einen Streit oder ähnlichem einmischen würde, allerdings denke ich, ich bin so konsequent soweit wäre es bei mir nicht gekommen.

zu 2: Für einen Moment laut werden oder permanent brüllen sind zwei verschiedenen Sachen. In der Situation hat es den beiden oder zumindest dem Kleinen erstmal den Wind aus den Segeln genommen, was in der Regel immer gut ist.

zu 3: Mein Kind hätte keinen Joghurt mehr bekommen und hätte nach solch einem verhalten auch nicht mehr mit mir an einem Tisch sitzen dürfen sondern wäre auf direktem Weg ins Bett marschiert!

Mach dir nicht so viele Gedanken, es war auf jeden Fall besser so wie du es gemacht hast, als einfach nur daneben zu sitzen und abzuwarten was passiert.#pro


Entschuldige die persönliche Frage: Ist die Beziehung aus solchen Gründen in die Brüche gegangen?


LG
Kleene

Beitrag von schnuffelschnute 30.03.06 - 08:43 Uhr

Hallo Cracker,

ich finde deine Reaktion absolut in Ordnung und kein bisschen übertrieben oder unpassend.

zu Punkt 1 deiner Fragen: Natürlich darfst du das. Du lebst genauso in diesem Haushalt und du hast dem Kind ggü eine Vorbild- und Erziehungsfunktion.

zu Punkt 2: Kann ich auch ganz gut, wenn nicht gehört wird. Ich schreie nicht, ich werde nur sehr "nachdrücklich"

zu Punkt 3: Den Joghurt hätte der Knirps nicht mehr bekommen.

Was mich allerdings bei den ganzen Antworten wundert und jetzt nicht auf dich bezogen ist:

Das Kind meines LG kommt "nur" am WE vorbei. Ich hatte hier auch schon mal ähnliche Probleme geschildert. Da hieß es nur, ich sei die böse Stiefmutter, die dem Kind den Vater nicht gönnt....
Na ja, es scheint wohl doch so zu sein, dass Männer und Frauen in ihren Verhaltensweisen verschieden bewertet werden.

Alles Liebe,

Ariane + Natascha (8) + Maya 33.SSW