Fördern oder einfach bleiben lassen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mami2408 29.03.06 - 15:15 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage, es geht um meinen Sohn (wird im Juni 5 Jahre alt)!
Meine Bekannte ist Erzieherin und macht mich immer ganz verrückt, dass ich ihn "fördern" lassen soll. Sie meint es wegen folgendem:
er kann im 10er Bereich rechnen
ca. 30 Wörter schreiben
und er interessiert sich sehr für Indianer und Wikinger und kann einem zu diesen Themen wirklich viel erzählen

Meiner Meinung nach ist er ein ganz normal entwickelter Junge, im Kindergarten wurde auch noch nie was angesprochen und ich hab mir im Großen und Ganzen noch nie Gedanken über seine Entwicklung gemacht. Wie gesagt, ich finde, er entwickelt sich ganz normal. Meine Bekannte meint allerdings, dass er weit ist für sein Alter und ich ihn mal testen lassen sollte. Irgendwie find ich das für einen ganz großen Quatsch.
Denn z. B. das Radfahren ohne Stützen hat er erst vor 2 Wochen gelernt, und da sind andere Kinder eher dran. Auch mit dem Malen hat er es nicht so, man kann zwar was erkennen, aber halt einfach ganz normal meiner Meinung nach.
Was meint ihr dazu? Alles ganz normal oder?
Lg
Christina

Beitrag von lucylou 29.03.06 - 15:42 Uhr

hallo,
bei uns im kiga sind einige kids die mit 4 jahren schon rechenaufgaben machen können,oder schon einiges schreiben.ich bin kein freund von frühförderung.ich denke,die kleinen können ruhig noch kinder bleiben.und ein kind ist bei der förderungsgruppe der hochschule und geht nun 2 mal die woche zum lernen.und hat nicht mal spass dabei.
jeder wie er meint,aber ich denke in der schule kann man eventuell weiterfördern wegen unterforderung.
liebe grüsse.

Beitrag von max_guevera 30.03.06 - 09:34 Uhr

Meine Kleinste ist auch recht clever. Wir fördern sie in den Bereichen, in denen sie Spaß hat, wie beispielsweise kleine Rechenaufgaben.
Trotzdem bin ich der Meinung, sie sollten nicht schon alles bzw. zu viel können, wenn sie eingeschult werden. Zum einen müssen sie u.U. wieder umlernen (z.B. von Druck- auf Schreibschrift) und zum anderen wird ihnen schnell langweilig.
Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen und ist in Teilbereichen ggfs. überdurchschnittlich. Auch als Eltern kann man fördern und sollte man an seine Grenzen gelangen, kann man immer noch professionelle Unterstützung hinzuziehen.
Gruß
Max

Beitrag von silberlocke 31.03.06 - 20:42 Uhr

Hi Christina,

also einfach die Dinge fördern, die DEIN SOHN EINFORDERT.
Er zeigt Dir doch deutlich, was er möchte! Ach ja, wer schon so weit in der Feinmotorik ist, der kommt mit der Grobmotorik (radeln, rollerfahren) eben etwas später raus. Also lass ihn Kind sein, gib ihm die Infos und Förderung, die er verlangt und wenn er in der Schule dann Überflieger spielt (aus eigenem Antrieb), braucht er DANN gezielt Förderung, aber net jetzt.

LG Nita