Thema schlafen... was kann ich nur tun?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schnullerbacke3003 29.03.06 - 21:46 Uhr

Hallo,

wir haben das Problem, dass unsere Maus seit langem - eigentlich nie wirklich durchschläft. Sie schläft ohne Probleme um 8.00 Uhr in ihrem Bett ein, wird gegen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr wach - meist reicht Schnuller geben. Um 3.00 Uhr ist es dann vorbei - sie schreit alles zusammen - wie am Spieß (Krankheit ist ausgeschlossen) ich nehme Sie dann natürlich mit in unserem Bett und sie trinkt meistens Wasser und schläft evtl. bis um 5.30 h bekommt 200 ml Milch und schläft dann nochmals bis um 8.30 h. Zwischendurch muss ich noch öfters den Schnuller suchen, was wieder für Unterbrechungen sorgt. Der kann auch ruhig vor Ihrer Nase liegen - sie schreit los... Suchen Eure von alleine dannach?

Anfangs dachte ich es sind die Zähne... eine Phase... etc., wie man das so kennt aber es wird und wird nicht besser. Wir erwarten im Juni unser 2. Mäuschen - ich habe dann sicherlich nicht mehr so viel Zeit und noch weniger Schlaf #gaehn#kratz. Ich brauche jetzt schon immer eine Stunde bis ich wieder eingeschlafen bin, da bleibt nicht viel übrig.

Ich habe mir nun das Buch "So lernen alles Kinder schlafen" gekauft und dies den 1. Abend ausprobiert. Sie hat nach dieser Methode geschrien wie am Spieß - ich kann ihr das nicht antun - es tut mir so leid. Sie hat noch im Schlaf geschlutzt....

Meint Ihr es nützt was, wenn ich ein großes Bett hole, so dass ich mich damit erst einmal reinlege, dass sie dort "lernt" zu schlafen - in Ihrem eigenen Bett?

Freue mich über jeden noch so kleinen Tip#danke.

Lieben Gruß

Sandy & Antonia (17 Mo.) & Melissa (31 SSW)

Beitrag von kerstinmitlea 29.03.06 - 22:02 Uhr

Hi Du,

also Lea hat seit drei Wochen auch eine ganz blöde Phase... sie wird um 24.00 wach, meistens um drei oder vier nachts auch nochmal.... ab und an auch öfter. Keine AHnung wieso... manchmal reicht der Schnuller, macnhmal trösten, ab und zu schimpfen. Und ich lass sie dann auch mal 10 Minuten bocken, dann schläft sie meistens wieder ein. Sie hat nix (alles geprüft), vielleicht will sie mich testen, oder gucken ob mama auch kommt wenn sie schreit. Nun ja, das geht seit drei Wochen so. Und seit 2 Tagen wirds wieder besser. Ich denke das sind halt mal so Phasen.
Lea hat von Anfang an in ihrem eigenen Bett geschlafen, und ich hole sie auch nicht in mein Bett wenn sie brüllt. Hab ich zweimal ausprobiert als sie kleiner war, war die Hölle. Ausserdem kann ich dan auch nicht schlafen und mein Freund erst recht nicht. Ich wälz mich im Schlaf auch viel hin und her, und mit der Kleinen im Bett hätte ich keine Ruhe.
Ich mach ihr den Schnuller immer mit der Schnullerkette an ihrem Schlafsack oder dem Schlafi fest, den findet sie alleine.

Also ich persönlich halte nix davon mit dem Kind ins Bett zu gehen. Du sagst doch sie schläft allein un gut in ihrem Bettchen ein... also kanns daran ja nicht liegen... oder willst Du dann die ganze Nacht da schlafen?

Ich würde da einfach auch mal konsequent sein, also ich schimpfe schon mal mit Lea wenn sie Theater macht, und es hilft. Es reicht aber auch oft wenn ich sie streichel, ihr den Schnulli gebe und das Schmustier (gaaaaanz wichtig) und ihr sage das es Nacht ist, sie schlafen muss, die Mama da ist usw. Aber wenn nicht und sie anfängt zu bocken schimpfe ich auch.

Ich fand die letzten Wochen auch nicht so lustig, aber ich denke wenn man da konsequent bleibt gibt sich das auch wieder.

Ich kenne das Buch übrigens nicht, was steht denn da drin??

LG kerstin

Beitrag von schnullerbacke3003 29.03.06 - 22:21 Uhr

Hallo Kerstin,

wenn ich Antonia anspreche, bekommt sie das gar nicht mit - ist noch im Halbschlaf anscheinend#kratz aber sie schreit wie am Spieß und wird von alleine nicht wieder ruhig.

Ich habe ihr auch schon ganz viele Schnuller ins Bettchen gelegt, aber sie sucht gar nicht dannach...#kratz

Im Buch steht, mann soll sich kurz "verabschieden" ohne streicheln, wiegen etc. und das Zimmer verlassen - dies, wenn das Kind schreit, alle 3, 5 Minuten wiederholen.

Danke für Deine Antwort
LG Sandy

Beitrag von kerstinmitlea 30.03.06 - 14:36 Uhr

Hi nochmal,

also streicheln tu ich sie eigentlich immer, das sie merkt das ich da bin. Sie ist meistens auch so im Halbschlaf und kriegt kaum was mit ;)
Ich höre ja meistens auch an ihrem Weinen was sie hat. Wenn sie sich erschreckt hat oder schlecht geträumt hört sich das nämlich ganz anders an, da nehm ich sie auch mal raus und wiege sie. Aber das kommt auch nur gaaanaz selten vor. Im Moment scheints mir einfach nur so eine Phase zu sein.

Hast Du es vielleicht schonmal mit so einem Nachtlicht versucht? Habe gehört das soll den kleinen helfen, vielleicht probiere ich das selber auch mal aus. Denn einschlafen tut Lea auch immer ratzfatz, ohen viel Trara... aber halt öfter mal wach werden nachts.
Wäre ja vielleicht ein Versuc wert, oder?

Warum sie die Schnuller nicht findet weiss ich allerdings auchnicht... Lea macht das halt, meistens zumindest...

Also, ich kann Dir einmal nur den Tipmit dem Licht geben, und ansonsten würde ich immer erstmal mit Ruhe und streicheln und eventuell kurz leise flüstern versuchen... bei uns hilft es meistens. Und wegen dem Schreien lassen... die Kleinen verarbeiten ja nachts auch eine Menge, vielleicht muss das auh mal raus, udn 3 Minuten sind nicht allzu lange in dem ALter wie ich finde.

Wünsch euch alles Gute!

LG Kerstin

Beitrag von orcababy 30.03.06 - 01:04 Uhr

Hallo Sandy

Schlaf ist wichtig - für euch alle. Mir scheint, du hast schon einiges ausprobiert - eventuell aber mit zuwenig Durchhaltevermögen. Ich kann dir nicht sagen, welche Methode hilft, aber ich kann dir ein paar Tips geben, worauf du ebenfalls achten solltest:

Es hilft ganz ungemein, wenn du nicht lossaust, sobald das Kind angefangen hat, zu schreien. Schau als erstes auf die Uhr - dann warte...mindestens 1 Minute...und in dieser Minute: achte auf dich selbst - frage dich: bin ich ruhig, bin ich bereits leicht "aufgekratzt"... und jetzt kommt nämlich die Haupt-Aufgabe für dich: Beruhige dich!!!! Alle Kinder haben Schlafprobleme - nicht nur deines!!! Also ruhig bleiben - dein Kind lernt genauso wie alle anderen Kinder das "Durchschlafen" - vertrau darauf - ganz fest! So, das ist doch schon sehr beruhigend, nicht? Und jetzt stehst du auf und gehst LANGSAM UND LEISE zu deinem Kind. Schau nach, ob der Nuckel fehlt - wenn ja, LANGSAM danach suchen - wenn möglich, nichts reden - den Nuckel wieder geben... zudecken, streicheln, einen Moment warten, dein Kind vielleicht nur noch berühren, Hand auflegen und einfach warten - bis du merkst, es wird wieder ruhig...vielleicht noch ein wenig länger warten, bis du merkst, dass es sich entspannt... wenn nötig ganz leise flüstern: es ist alles gut, schlaf ruhig weiter, es ist noch Nacht - wenig reden und leise. Langsam das Kind loslassen, prüfen, ob es immer noch ruhig ist, sonst wieder berühren...so lange, bis du es loslassen kannst und es ruhig bleibt - dann langsam und leise hinausgehen.

Wenn du das jedes Mal machst, kannst du mit der Zeit feststellen, dass dein Kind schneller ruhig wird, die Wartezeit sich verkürzt, das Loslassen rascher möglich ist, du alles viel, viel ruhiger nimmst, immer weniger schnell losrennst...und irgendwann nicht mehr 3x die Nacht losrennst - irgendwann nur noch in Vollmond-Nächten...

Ich hab's so hingebracht - keine Schreikonzerte durchhalten, wenn dir das sowieso nicht gefällt und es dir fast das Herz zerreisst - viel mehr hilft dir, wenn du dich zuerst selbst bestmöglichst beruhigst - so ruhig wie möglich die Sache angehst - denk daran, dein Kind spürt dich - es hat noch ganz viel "Urinstinkt" - und es wird lernen durchzuschlafen - ganz, ganz sicher - alle Kinder müssen schlafen lernen - das heisst nämlich, dass sie ihre eigene Beruhigungsmethode finden müssen, wenn sie aufwachen. Wir Erwachsenen schlafen ja auch nicht immer gleich gut, erwachen ab und zu - und müssen dann den Schlaf wieder finden - und da hat jeder seine eigene "Taktik" - die muss dein Kind auch finden - gib ihm diese Chance - indem du ihm ohne viele Worte "beistehst" - und ihm ganz einfach sagst: es ist alles gut - alles in Ordnung... je ruhiger du bist, desto ruhiger wirkst du - und das, meine Liebe, wirkt...Wunder!

Ganz liebe Grüsse
Mela

Beitrag von tekelek 30.03.06 - 07:57 Uhr

Hallo Sandy !
Wir hatten mit Emilia ab und zu ähnliche Probleme, sie bekommt aber nachts nie etwas zu trinken oder zu essen, ich mache auch kein Licht an, rede nicht mit ihr, sondern lege mich einfach zu ihr, nehme sie in den Arm, warte bis sie sich wieder beruhigt hat, dann setze ich mich auf den Bettrand, streichle ihr noch ein wenig den Rücken, anschließend sage ich, daß ich jetzt auch wieder schlafen gehe und verlasse das Zimmer.
Sie schläft seit ihrem ersten Geburtstag in einem ganz normalen großen Bett, als Herausfallschutz habe ich ein Stillkissen ans Kopfende gelegt, bisher ist sie nur 4 Mal herausgefallen, meist wenn sie krank war oder Zähne bekommen hat. Vor dem Bett liegt die ehemalige Gitterbettmatratze, dort schläft sie dann meist weiter bis zum Morgen ;-)
Da ich auch wieder schwanger bin, ist es für mich herrlich, daß ich mich einfach dazukuscheln kann, bis jetzt mußte ich noch nie bei ihr übernachten, das längste war mal eine Stunde bis sie sich richtig beruhigt hatte, meist dauert es nur 10 Minuten !
Die Kleinen brauchen im zweiten Lebensjahr extrem viel Nähe, da ihnen die immer mehr eroberte Selbstständigkeit einerseits gefällt, andererseits macht sie Angst und sie brauchen gerade nachts die Nähe der engsten Bezugsperson - meist Mama ...
Emilia schläft nun meist die ganze Nacht durch (von 19 Uhr bis 6:30 Uhr), sie weiß, daß ich komme und mit ihr kuschle, wenn sie Angst hat oder krank ist, somit ruft sie nachts nur nach mir, wenn wirklich etwas ist.
Ich finde schon, daß es sehr hilft, wenn man ein großes Bett hat und sich zu dem Kind dazulegt, dann fühlt es sich auch wohl und empfindet das im eigenen Bett liegen als etwas schönes :-)
Irgendwann kommt sicher der Tag, da möchte sie Dich nicht mal mehr am Bettrand haben ;-)
Mein Vater saß abends noch an unserem Bett, als wir bereits 14 Jahre alt waren, ich erinnere mich noch gerne daran zurück, das war immer die schönste Zeit des Tages :-)
Liebe Grüße und handle ganz nach Deinem Gefühl, nicht nach irgendwelchen Büchern !!

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05), die richtig gerne ins Bett geht, da dann eine Runde Kuscheln ansteht :-), und #ei (ET 02.09.06)