DDR Impfkalender

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von kla_bauter 29.03.06 - 22:25 Uhr

Wer weiß, was wann in der DDR geimpft wurde? #kratz Möchte hier bitte keine Impfdiskussion lostreten!

Danke für jeden Hinweis!
Klabauter

Beitrag von yamie 29.03.06 - 23:23 Uhr

soviel ich weiß wurde in der ddr gegen tetanus, diphterie, polio, masern, mumps röteln geimpft.

Beitrag von kla_bauter 29.03.06 - 23:27 Uhr

Danke! Weißt du auch noch was über die Zeitpunkte? Also konkret ab welchem Alter geimpft wurde?

Beitrag von yamie 29.03.06 - 23:57 Uhr

dazu wirds zur heutigen zeit keine unterschiede geben. würde aber meine hand dafür nicht ins feuer legen, nur den kleinen finger...

Beitrag von jana123 30.03.06 - 08:02 Uhr

Hallo, ich schaue gerade im Impass meiner Tochter nach (geb. 1986)die erste 3-fach-Impfung wurde im 3. Lebensmonat gemacht, dan im Abstand von ca. 4 Wochen noch 2 weitere Impfungen, Aufrischung dann ca. mit 1 Jahrund in der ersten Klasse.
Mit der Polio (damals noch leckere Schluckimpfung) ging es mit 8 Monaten los, die nächste 4 Wochen später, nach einem weiteren Jahr und wieder in der 1. Klasse.
Die Masernimpfung bekam sie mit 11 Monaten (kurz bevor sie in die Kinderkrippe kam (es war Pflicht vorher geimpft zu sein)und 9 Monate später noch einmal.
Ach ja, am 3. Lebenstag erfolgte die BCG- Impfung (Tuberkulose) außerdem erhielten die Kinder 6 mal Dekristol bis spätestens zum 20 LM.
Gegen Mumps, Röteln etc. wurde nicht geimpft (es bestand dafür zumindest keine Impfpflicht).
Ich hoffe dir etwas geholfen zu haben. Kleine Nebenfrage, warum interessiert dich das?
Alles Liebe Jana

Beitrag von kla_bauter 30.03.06 - 11:18 Uhr

Oh Klasse, das ist endlich die gesuchte Info. Wir haben heute U4 und dann steht ja auch demnächst die erste Impfung an. Deswegen habe ich mich grundsätzlich über die empfohlenen Impfungen informiert und bin dabei immer wieder auf die Argumentation gestoßen "geringe Allergikerrate in der DDR bei bestehender Impfpflicht". Das halte ich für ein ganz wichtiges Argument gegen den Allergieverdacht, der von Impfgegnern geäußert wird. Allerdings stand nirgends, ab wann die Kinder geimpft wurden. Und irgendwie finde ich 3 Monate doch sehr jung. Aber wenn auch in der DDR so früh eingesetzt wurde, kann ich diese Bedenken einfach in den Wind schreiben. Interessant ist doch auch, dass es eine dreifach und keine fünf- oder sechsfach Impfung war. Nun denn, jetzt kann ich den Rest mit der Kinderärztin klären!

Herzlichen Dank!

Beitrag von jana123 30.03.06 - 12:20 Uhr

Hallo, ja die Allergierate hat sich nach dem Wegfall der Mauer recht schnell angepasst! Woran das wohl lag, waren wir doch ganz gut abgeschirmt;-)
Ich habe bei meinem Sohn (geb 1990) bewußt auf die vielen anderen Impfungen verzichtet, da ich die Notwendigkeit nicht einsah/ nicht einsehe.
Ich komme selber aus dem medizinischen Bereich (20 Jahre Berufserfahrung) und denke durch einige Krankheiten muß man einfach durch. Meine Kinder haben Mumps, Röteln Windpocken gehabt und---- keine bleibenden Schäden davon zurückbehalten.;-)
Ich war nur sehr erschrocken als ich 1993 nach Hessen zog und bemerkte wie viele Kinder ständig krank waren.
So viele Kinder mit Allergien, Unverträglichkeiten, chronischen Erkrankungen (vorallem der Atemwege), das war mir neu.
Die zum Teil völlig übertriebene Hygiene (ich habe einmal Sagrotan benutzt als mein Sohn Scharlach hatte)
mache ich dafür auch mitverantwortlich und das relativ unstrukturierte, unruhige Familienleben (Kinder werden überall mit hingeschleift, alles was ja sooooo wichtig ist wird mitgemacht, wie Babymassage, Babyschwimmen, PEKIP und wie es alles heißt). Dabei wollen unsere Kinder doch nur ihre kleine Welt Schritt für Schritt sich selbst erarbeiten-- von klein nach groß.
Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema, für diese Meinung/ Einstellung mußte ich mir ja eigentlich schon oft so einiges hier anhören.;-)
Alles Liebe Jana

Beitrag von pusteblume41 30.03.06 - 13:45 Uhr

Hallo,

ich habe neulich eine Studie bezüglich der Allergien in der DDR gelesen.

Darin hieß es, dass das Immunsystem der Ost-Kinder beschäftigter und geübter war als das der West-Kinder. In der ehemaligen DDR wurden Kinder schon früh in Kinderkrippen und Kindergärten betreut, denn die meisten Mütter arbeiteten außer Haus. In der Krippe mussten sich bereits die Babys mit einer Vielzahl an Krankheitserregern auseinandersetzen. Das Immunsystem war beschäftigt - und hatte somit keinen Spielraum, überschießende Reaktionen auf eigentlich harmlose Stoffe zu entwickeln.

Der frühe Besuch der Kinderkrippen hat auch verhindert, dass die Kinder zu "hygienisch" aufgewachsen sind, wie das heute oft der Fall ist. Da werden sogar Stofftiere vor dem Gebrauch erst mal in die Waschmaschine gesteckt, etc.

Sicherlich zählt auch die Ernährung zu den Ursachen der Allergien. Denn obwohl in der DDR sicher nicht so viele Kinder gestillt wurden wie heute, gab es weniger Allergien. Ich denke, die Nahrungsmittel waren einfach natürlicher. Joghurt, wenn es den denn mal gab, war z.B. nur einige Tage haltbar. (Allerdings hat der auch eklig geschmeckt!) Heute sind es Wochen oder Monate. Obst und Gemüse wurde das der Saison gegessen, sicher waren nicht so viele Zusatzstoffe in den Lebensmitteln enthalten usw. usw.

LG

Pusteblume

Beitrag von jana123 30.03.06 - 15:07 Uhr

#freu
Ja den Joghurt habe ich auch nicht gegessen, der sah so--- natürlich aus, eigentlich so eklig von der Konsistenz her.
Ich versuche auch jetzt noch Obst und Gemüse der Saison zu verwenden.Und ganz ehrlich, die vielgenannten Bananen esse ich heute auch nicht häufiger als damals ;-)
Das mit den Keimen und sich damit frühzeitig (meine Kinder gingen ab dem 1. Geburtstag in die Krippe) auseinandersetzen zu müssen ist wohl war. Es kam keine Langeweile beim Immunsystem auf.
Liebe Grüße Jana
P.S.: ist ja schon etwas am eigentlichen Thema vorbei, aber was soll's!;-)

Beitrag von milka700 30.03.06 - 14:29 Uhr

TBC mit 3 Tagen und 15 Jahren
Pocken mit 2 Jahren
Masern mit 1 Jahr und 14 Jahren

Diphterie, Keuchhusten, Tetanus
mit 4, 5, 6 Monaten, 4, 6, 14 Jahren

Kinderlähmung
9 Monate, 10 Monate, 11 Monate, knapp 2 Jahre, knapp 7 Jahre

Ich war Lagertauglich!!! ;)