Dokummentation im Kiga!!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bernadette2 29.03.06 - 23:03 Uhr

Hallo!
Wir hatten gestern einen Elternabend über Dokummentationen im Kiga!Es soll wohl insgesamt alle Kiga erreichen!Was wurde Euch erzählt?Mir wäre es wichtig die Ziele schriftlich niederzulegen...?Unterschreibt ihr das einfach so oder stellt ihr hintergründige Fragen?

Beitrag von lady_chainsaw 30.03.06 - 08:17 Uhr

Hallöchen,

was meinst Du damit genau? Ich kann mir da gerade nichts drunter vorstellen.

Meinst Du damit die Beobachtung der einzelnen Kinder über ihre Fähigkeiten, Schwächen und Stärken?

Gruß

Karen

Beitrag von vonrogall 30.03.06 - 09:11 Uhr

Hallo!

Meinst Du eine Bildungsdokumentation ???

Grüße
Caddy mit Mann, Sophie (*19.11.2002) & Yvette (*02.02.2006)

Beitrag von bernadette2 30.03.06 - 09:41 Uhr

Ja,genau!Eine Bildungsdokumentation#kratz!!!Wir sollen eine Einwilligung unterschreiben.Jedes Jahr bekommt dann das Kind eine Art Zeugnis!Weiß nicht genau wie ich das finden soll:-( und ob es wirklich im Kindergartenalter schon so sinnvoll ist...Beobachtet haben Erzieher ja schon immer,aber alles aufschreiben und mit Fotos belegen...Ich weiß nicht#kratz!
LG
Bernadette

Beitrag von kleene0106 30.03.06 - 10:11 Uhr

Hi,

ich habe zwei Erzieherinnen in meiner Familie und ich werde es bei meinen Kindern nicht unterschreiben.

Diese Bildungsdokumentation wird an die Schulen weitergeleitet und die machen sich dann schon im Vorfeld ein Bild von dem Kind und haben demnach schon ihre Vorurteile ohne das Kind jemals gesehen zu haben.
Zum Beispiel kann man ein sehr aufgewecktes Kind haben, das wird alles dokumentiert und dann könnte es gleich Startschwierigkeiten in der Schule bekommen, obwohl das Kind sich in der Schule ja anders verhalten kann als im Kindergarten.

Im Übrigen werden die Eltern über eventuelle Schwierigkeiten und Schwächen ohnehin bei den Elterngesprächen informiert.

Also ich tue es nicht und meine beiden Erzieherinnen raten auch davon ab.

LG
Mommy

Beitrag von bernadette2 30.03.06 - 10:20 Uhr

Hallo!
Also uns wurde versichert,dass es nicht an die Schule weitergegeben wird!Trotzdem finde ich das Ganze ziemlich bedenklich.Man setzt sich und die Kinder unter Druck(durch die jährlichen "Zeugnisse")!Sollte man Kindern nicht gerade in dem Alter genügend Zeit geben um sich zu entwickeln?Es reicht doch schon der Leistungsdruck,der in der Schulzeit auf Kind und Eltern zukommt...!Möchte natürlich auch nicht,dass meinem Kind Nachteile entstehen,wenn ich nicht unterschreibe#kratz.

Gruß
Bernadette

Beitrag von kleene0106 30.03.06 - 10:39 Uhr

Hm,
vielleicht macht das nicht jeder Kindergarten, das kann sein.
Aber Nachteile entstehen ihm sicher nicht, denn wie gesagt beobachten müssen sie dein Kind so oder so und sie müssen dich auch in Elterngesprächen auf Defizite etc. aufmerksam machen.

Beitrag von trulla1970 30.03.06 - 14:04 Uhr

Was heißt den hier Vorurteile?
In einer Bildungsdoku kommen keine negativen Sätze über das Kind drin vor.
Es steht lediglich die Beobachtung und evt. Fördermaßnahmen drin.
Und das kann ja wohl nicht verkehrt sein.

Und das deine beiden Erzieherinnen dir davon abraten kann ich mir gut vorstellen. Es bedeutet nämlich mehr Arbeit für sie.

LG Trulla

Beitrag von bernadette2 30.03.06 - 14:41 Uhr

Hallo!
Letztendlich ist es doch eine Art "Zeugnis",nur in schriftlicher Form.Die täglichen Beobachtungen werden Ende des Jahres ausgewertet!Die Erzieher sind aber leider nicht im ausreichendem Rahmen ausgebildet,um dies wirklich tun zu können!Es gibt spezielle Fortbildungen,wo aber natürlich nie alle Erzieherinnen einer Einrichtung teilnehmen können.So müssen sie sich bei ihren Besprechungen austauschen und das reicht in meinen Augen nicht wirklich.Wo ist denn dann der Sinn zu sehen?
Gruß
Bernadette

Beitrag von trulla1970 30.03.06 - 15:15 Uhr

Es ist keine Art "Zeugniss". Und da wird auch nichts ausgewertet.
Es ist nämlich keine Beurteilung, sondern eine Hilfestellung im täglichen Umgang mit den Kindern.

Man setzt sich auch nicht jeden Tag hin und schreibt seine Beoachtungen auf, dazu ist gar keine Zeit da.

Es wird einmal im Jahr gemacht und da wird halt verschriftlich ob das Kind z.B. Logopädie, o.ä. bekommen sollte.

Ich versteh nicht was daran verkehrt sein soll wenn mein Kind gefördert wird.

Natürlich beobachtet man das Kind sowieso und spricht mit den Eltern wenn eswas gravierendes ist.

Und dass es extra Fortbildungen für Basis Beobachtungsbögen gibt ist mir neu.
Hab ich noch nie gehört.

Trulla

Beitrag von bernadette2 30.03.06 - 15:32 Uhr

Hallo!
Dann sprechen wir hier von verschiedenen Dingen#kratz!Bei uns im Kiga wird täglich beobachtet und aufgeschrieben(natürlich nicht täglich bei den gleichen Kindern).Alles schriftliche,was gesammelt wird und zum Teil mit Fotos belegt ist,wird Ende des Jahres ausgewertet!Klar sagt man da nicht Zeugnis zu#freu!Den Zeitfaktor,den Du ja selbst angesprochen hast macht mir auch Sorgen...

Unsere Leiterin erzählte von einer Fortbildung zum Thema Bildungsdokumentationen auf der sie war,aber natürlich nicht alle Erzieher!

Ich sag ja nicht,dass dies alles schlecht ist,aber niemand konnte mir wirklich einen Vorteil nennen,der anders war als bei den normalen Elterngesprächen#kratz

Gruß
Bernadette

Beitrag von flocke123 30.03.06 - 17:59 Uhr

Hallo,

bist du sicher, daß es bei Euch an die Schulen weitergegeben wird? Das wäre ja ohne Einwilligung der Eltern wirklich ein Hammer. Wo ist da der Datenschutz und die Schweigepflicht?

In unserem Kiga bekam man mit dem Aufnahmevertrag ein Formular vorgelegt, wonach man sich mit allem möglichen einverstanden erklären sollte (u.a. auch Weitergabe von Informationen an Bildungs- und Förderinstitutionen). Ich habe meine Einwilligung hierzu nicht erteilt, weil ich eben auch nicht möchte, daß irgendwas an die Schule ohne mein Wissen weitergegeben wird.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Kiga ohne Einverständnis der Eltern irgendwelche Dokus über das Kind an Dritte herausgibt.

Ansonsten finde ich die Idee mit der Dokumentation nicht schlecht; es ist im Grunde ja nichts anderes wie beim Elterngespräch, nur eben fundierter.

VG
Susi

Beitrag von kleene0106 30.03.06 - 19:56 Uhr

Nein, sicher bin ich mir nicht, aber mir wurde es so gesagt. Wahrscheinlich ist es wirklich nur so, wenn man deinem Besagten Satz zustimmt.

Beitrag von susasummer 30.03.06 - 10:41 Uhr

Bei uns ist es so,das es nicht an andere weiter gegeben wird! Es bleibt im Kindergarten und ist auch nur für die Erzieher dort und uns Eltern.

Beitrag von trulla1970 30.03.06 - 14:00 Uhr

Eine Bildungsdokumentation ist eine freiwillige Sache die keiner unterschreiben muss der es nicht möchte.
Es ist auch kein Zeugniss, sondern eine Beobachtung, die verschriftlich wird.
In eine Bildungsdoku kommen auch keine negativen Punkte über das Kind rein, es wird lediglich einmal im Jahr aufgeschrieben was man für Beobachtungen beim Kind macht.

Beitrag von kleene0106 30.03.06 - 16:57 Uhr

Mag ja alles schön und gut sein, aber ich verstehe nicht das ihr sagt oder schreibt es kommen keine negativen Punkte drin vor. Es sind doch nicht alle Beobachtungen positiv. Ich kenne genügend "auffällige" Kinder.

Aber da fällt mir gerade ein, dass hier schon mal jemand gepostet hat, dessen Kind wohl extreme Wahrnehmungsstörungen hat laut Aussage der Erzieherin, allerdings konnte die Mutter es nicht wirklich verstehen, da zu Hause keinerlei Anzeichen dafür waren.
Alleine soetwas würde mich in der Entscheidung gegen eine Bildungsdokumentation bestärken.

Denn Kinder verhalten sich nicht immer gleich. Nicht ohne Grund stehen viele Eltern bei den Elterngesprächen mit offenem Mund der Erzieherin gegenüber und fragen sich ob diese tatsächlich von ihrem Kind redet, oder?

Beitrag von bernadette2 31.03.06 - 08:11 Uhr

Ganz genau!Und nicht alle Kinder haben Wahrnehmungsstörungen,wenn eine Erzieherin auch dies behauptet!In dem von Dir beschriebenen Fall,tippe ich nämlich eher darauf,dass die Erzieherin ne Abneigung gegen das Kind hat und umgekehrt...!

Beitrag von kleene0106 31.03.06 - 09:42 Uhr

Entweder das oder das Kind ist einfach unsicher oder fühlt sich nicht wohl. Meine Tochter ist sonst auch ziemlich aufgeschlossen, genauso kann sie aber ziemlich albern werden wenn sie unsicher ist, oder aber sie ist total schüchtern und kriegt die Zähne nicht auseinander. Jenachdem wer da nun mal vor ihr steht.
Deswegen halte ich von solchen Dokumentationen nicht viel. Davon mal ganz abgesehen, dass ich den Sinn noch nicht wirklich verstanden habe, denn wenn es nicht an Förder- und Bildungsstätten weitergegeben wird, was will der Kindergarten dann damit? Ich denke früher oder später wird es mit Sicherheit so sein dass es weitergegeben wird.
Naja, aber es kann ja Gott sei dank noch jeder für sich entscheiden ob er dem zustimmt oder nicht. Mein Fall ist es nicht, auch wenn ich denke mein Kind wird nicht unbedingt zu den "auffälligen" gehören. Mir reicht es, wenn die Erzieherinnen mir mitteilen wenn es Probleme gibt oder wie ich das Kind weiter oder mehr fordern und fördern muss. :)