Ich kann es einfach nicht, es ist soviel passiert....

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kaffetante 30.03.06 - 09:32 Uhr

Alles hier aufzuschreiben, was in meinem Leben alles so vorgefallen ist, würde das Forum sprengen, abgesehen davon macht mein Kleiner nicht mehr stundenlang Nickerchen....;-)

Ausnahmsweise geht es hier mal um meine eigenen Eltern, mit denen ich schon ewig Probleme habe, eigentlich habe ich die Probleme nur mit meinem Vater, aber meine Mutter schaut nur zu und freut sich, wenn die Fetzen fliegen.

Mein Vater war schon immer sehr besitzergreifend und ist sagen wir mal, nicht der Hellste,....Er kann nur so weit denken, was er momentan sieht, nicht weiter....

Ich war früher Leistungssportlerin und habe ausreichend verdient (mit 15 dazugemerkt), mein Vater hat ganz gut davon gelebt, hat mich aber ständig erpresst und mich alles bezahlen lassen. War ja ein schönes Leben. Ich hab irgendwann die Schule abgebrochen, weil ich dem Druck nicht mehr standhalten konnte....Da war ich noch ne bessere Miclhkuh....

Irgendwann hat es gesundheitlich nicht mehr gepasst und ich habe auch meinen jetzigen Mann kennengelernt. Es gab nur Theater, ich bin dann irgendwann ausgezogen und habe lt meinem Vater "die Familie finanziell ruiniert." Bitte was???? Es ging acht Jahre so hin und her, meiner Oma zuliebe habe ich mich hin und wieder klein gemacht und bin angekrochen gekommen, aber leider ist sie nun verstorben.....

Durch den Sport habe ich einen sehr großen Bekanntenkreis und mein Vater hat mich überall schlecht gemacht....Er hätte mich gefördert und ich wäre undankbar und arrogant....Ich habe mit der Schule wieder angefangen und er hat mir jede Unterschrift, die ich benötigte, verweigert....Ich habe es trotzdem gepackt und habe angefangen zu studieren....Ich musste arbeiten gehen, weil ich ja leider keine Rücklagen mehr hatte, die sind alle bei meinem Vater....Habe es trotzdem durchgezogen und er erzählt nur überall rum, was er uns alles ermöglicht.....Nichts macht er, setzt Lügengeschichten in die Welt.

Meine Mutter ist behindert (anderes Thema) und er erzählt bei allen Bekannt und Verwandten, dass ich keinen Konatkt zu ihnen hätte, weil ich mich meiner Mutter schämen würde.....Mal abgesehen davon, dass er sie misshandelt....

Schließlich haben mein Mann und ich geheiratet und uns durchgerungen ihn einzuladen. Das war das nächste Drama, er stand nicht im Mittelpunkt.....Hochzeit ruiniert....Und keinen Cent dazu gegeben, es geht mir ja nicht dadrum, nur ums Prinzip....

Jetzt haben wir einen kleinen Sonneschein bekommen, den sowohl mein Vater, als auch meine Mutter noch nicht gesehen haben.....Mein Vater bekommt den nicht zu Gesicht und bei meiner Mutter reist mir so langsam auch der Geduldsfaden.

Sie macht einen auf Mitlleidstour, sie wollte Ihren Enkel sehen, aber kitten tut sie nichts. Wenn bei meinem Vater und mir die Fetzen fliegen sitzt sie daneben und grinst. Sie zeigt ihm auch sehr, dass sie die Gute ist und er nicht....

Der Kleine ist nun schon drei Monate alt, meine Mutter wollte schon dreimal kommen, ich habe es immer wieder abgesagt, ich kann es einfach nicht. Ich wache nachts schweißgebadet auf, heule nur noch und alles kommt wieder hoch....

Ich habe dieses Affentheater so satt.

Sorry, ist sehr lang geworden, aber nur ein Bruchteil von dem, was sonst noch vorgefallen ist.....

Was würdet Ihr tun?

Liebe Grüße

Kaffeetante

P.S. Meine Schwiegis sind übrigens super #pro

Beitrag von max_guevera 30.03.06 - 09:50 Uhr

>Was würdet Ihr tun? <

Auf Distanz gehen. Lerne zu akzeptieren, dass du nicht für das Leben deiner Eltern verantwortlich bist. Ich weiss, das ist schwer, aber nötig, wenn du deinen Frieden finden willst.
Vllt. habt ihr irgendwann wieder die Chance auf einander zu zugehen, im Moment steht aber zu viel dazwischen, als das ein halbwegs harmonisches Familienleben funktionieren könnte.
Ich gebe dir den Rat, dich erst einmal auf das zu konzentrieren, was dir Kraft gibt und das ist deine eigene kleine Familie und die Menschen die dich unterstützen und denen du vertraust.
Gruß
Max

Beitrag von jana123 30.03.06 - 10:42 Uhr

Hallo Natascha, ich denke auch, du solltest die Distanz (räumlich und emotional) aufbauen die du benötigst, um dein Leben so gestalten zu können, wie du es möchtest.
Werde dir klar, was du im Leben erreichen willst, wie willst und kannst du dies erreichen? Auf wen oder was kannst du zurückgreifen? Wer wird dir beistehen? Auf was sollst/mußt/ kannst du verzichten um dein eigenes Lebensziel zu erreichen? Was mußt du tun, um dein Ziel zu erreichen? Und vorallem: denke mal darüber nach, wie du dich wohl fühlen würdest, wenn du dieses Ziel erreicht hast!
Wenn du möchtest darfst du mich gern kontaktieren (ist nicht ganz uneigennützig von mir, siehe VK;-))
Alles Liebe Jana

Beitrag von mareliru 30.03.06 - 11:10 Uhr

Hallo Kaffeetante -
bei mir war es auch so, dass mit meinem Sohn sehr viele alte Dinge wieder hoch gekommen sind und in meinem neuen Leben ihren (kleinen) Platz finden wollten.
Ein Kind ist ein Anfang und damit zwangsläufig ein Abschied: Deine eigene kleine Familie.
Tu, was Dir gut tut. Den Rest wird die Zeit bringen.
Alles Gute,
Mare

Beitrag von kati543 30.03.06 - 14:06 Uhr

Hallo Kaffeetante,
meine Schwiegerfamilie ist auch super. Wohnt ca. 6000 km weit weg :-( und mischt sich nie ein, freut sich, wenn wir uns freuen - kurz gesagt: die Traumschwiegerfamilie.
Meine Eltern wohnen 400 km weit weg - mischen sich ständig ein, rufen täglich an, machen Vorwürfe,....
Ständig kann ich mir anhören, dass unsere (meines Mannes und meine) Entscheidungen falsch sind, hinterwäldlerisch, wir ja im Urwald leben,... Naja, irgendwann hat mich das so sehr gestört - meine Mutter war mal wieder nicht mit einer unserer Entscheidungen zufrieden und legt einfach den Hörer auf (was sind das denn für Methoden???) - ich habe sie zurückgerufen (worauf sie ja gewartet hatte) und sie direkt gefragt, ob das jetzt das allgemeine Vorgehen ist, wenn man mit einer Entscheidung nicht einverstanden ist. Seitdem blocke ich jedes Thema ab. Also mehr als "hallo", "wie gehts" ist nicht mehr. Jedenfalls bin ich froh, dass ich so weit weg wohne. Da gibt es wenigstens keine Spontanbesuche. Meine Mom kommt jetzt zwar 2 Wochen zur Geburt und übernachtet dann bei uns, aber danach ist sie wieder weg. Vielleicht klappt es ja ganz gut. Mal sehen.
Kappe auf alle Fälle den Kontakt zu deinen Ellis. Das ist zwar immer hart - irgendwie sind es ja die eigenen Eltern, aber immer noch besser, als ständig irgendwelchen Streß ausgesetzt zu sein.