Ángst vorm Wiedereinstieg durch schlechtere Arbeitszeitbedingungen

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von spinat76 30.03.06 - 11:29 Uhr

Hallo Mamas und Papas,

ich bin grad etwas verzweifelt und hoffe auf ein wenig Zuspruch. Meine Tochter ist jetzt knapp über ein Jahr alt. Ich bleibe 2 Jahre mit ihr zu Hause und fange Anfang 2007 wieder in meinem Job an. Im letzten Jahr hat sich dort einiges geändert. Aus ursprünglich 6 Kollegen sind dann mit mir nur noch 3 da. Wir arbeiten in Schichten. Mit 6 Leuten war das kein Problem und man hatte regelmäßig früh oder spätdienst.

Spät heißt bis 19:30. Nun wurde mir gesagt das ich wenn ich wieder komme immer 2Wochen spät und 1 Woche früh haben werde. Wenn jemand krank ist oder im Urlaub dann auch mehr spätdienst. Mein Problem ist, die Krippe macht 17:15 zu. Mein Mann ist Ingeneur und ihm wurde auf Arbeit auch schon gesagt das auf das Kind keine Rücksicht genohmen wird. Im Ausnahmefall kann er mal vor 18:00 Schluß machen, aber nicht regelmäßig.

Großeltern und Geschwister können uns auch nicht unterstützen. Mein Chef sagte aber auch, das ihn mein Privatleben nicht interessiert.

Ich komm mit dem Gedanken nicht klar nur einmal in 3 Wochen für meine Kleine da sein zu können.
Ich hab nen recht langen Arbeitsweg und wäre nicht vor 20:00 zu Hause. Da wär sie längst im Bett.
Ich weiß echt nicht wie das werden soll. Die Arbeit aufgeben kann ich aus finanziellen Gründen aber auch nicht. Soviel verdient mein Mann auch nicht und es gibt noch Kredite die abgezahlt werden müssen.

Außerdem hab ich Angst dann nie mehr was anderes zu finden. Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind eh mit Kleinem Kind (und dem Wunsch nach einem Geschwisterchen irgendwann) minimal. Zumal im Gastgewerbe die Arbeitszeiten woanders nicht besser sind. Im Gegenteil.
Wie macht ihr das denn? Ich bin doch nicht die einzige mit sonem Job.

LG Anja

Beitrag von kedii 30.03.06 - 12:30 Uhr

Hi Anja,
kann Dich gut verstehen, ging mir ähnlich. Ich habe auch angefangen zu arbeiten und war klar, dass ich aauch mal alle 2 Wochen 1-2 Tage (auch über Nacht) wegbleiben musss. Mein Mann muss reisen, ich auch.Ich dachte vor 1,5 Jahren, dass packe ich nie! Aber es geht gut. Irgendwie findet man immer eine Lösung. Die Arbeitgeber machen am Anfang mehr Angst, als es dannw riklich so ist. Sicher ist es manchmal oranganisatorisch schwierig und nervenaufreibend, bin aber froh,d ass ich arbeite. Wir haben keine Großeltern in der Nähe.

Ich würde Dir ein Tipp geben. Suche Dir in der Kinderkrippe eine Erzieherin, die Notfalls Dein Kind mit nach Hause nehmen kann. So eine Person braucht man unbedingt, die immer einspringt, wenn man nicht alles so klappt. Klar bezahlt man bissle mehr, aber es lohnt sich.
Aueßrdem kenne ich viele Mütter die Teilzeit arbeiten, irgendwie klappt es immer :-)))

Ich wünsche Dir viel Glück und es wird bestimmt alles gut!!!!
viele Grüße
kedii mit Aylin (fast 3 jahre)

Beitrag von spinat76 30.03.06 - 12:44 Uhr

hm, leider geht das mit der Teilzeitarbeit bei mir nicht. Die haben die Stundenzahl schon auf 36 reduziert. Aus Sparmaßnahmen. Aber das nutzt mir nichts. Dazu kommt das ich wenn ich zurück komme 16 % weniger Gehalt bekomme und im Moment sieht es sogar aus als würden wir von einer Cateringfirma übernohmen und dann bekommen wir noch weniger. Ich bekomme also im besten Fall nur 180 im schlimmsten 280 Euro weniger für mehr Arbeit(da ja die Arbeit von 6 Leuten auf 3 Aufgeteilt wird). Das sind irgendwie keine lockenden Aussichten. Obwohl ich dann nie für die Kleine da wäre, hab ich nach der Zahlung für die Krippe 200 Euro mehr in der Tasche als wenn ich nicht arbeiten würde. Da fragt man sich echt was das wert ist. Es stinkt zum Himmel.