Meerschweinchen gestorben - Tot erklärt - Tränen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ellen2211 30.03.06 - 14:23 Uhr

Hallo!

Jonas (3) hat gerade geheult wie ein Schloßhund. Ich mußte ihm erzählen, daß eines unserer beiden Meerschweinchen gestorben ist. :-( Zuerst hat er das natürlich nicht verstanden, er meinte, er würde es gleich mal aufwecken gehen, da müßte man eben nur laut genug schreien. Als ich ihm dann erklärt habe, dass das auch nichts bringt und er es kapiert hatte, fing er an bitterlich zu weinen. Ich dann auch, ist ja auch traurig, wenn ein Tier von einem geht.

Naja, wollte ich nur mal erzählen. Mal gucken, wie es nach der Mittagsruhe hier weiter geht.

Liebe Grüße, Ellen.

Beitrag von waldfrau1972 30.03.06 - 14:35 Uhr

Hi Ellen,

ich habe als Kind immer furchtbar gelitten wenn eines meiner Tiere starb (Meerschweine, Hamster#schmoll)..ganz schöner Verschleiß#kratz, nee im ernst:ich würde dem kleinen Meerschwein noch ein letztes Bettchen bauen,Schuhkarton mit Watte o.ä. und dein Kleiner darf noch was Schönes mit rein tuen evtl noch was zu fressen oder so und dann entweder iim Garten vergraben oder vor die Tür stellen (dann kannst du es ja später "entsorgen")je nachdem und dem Kind vllt eine schöne Geschichte erzählen...zB dass das Meeri jetzt ein Sternchen wird, der am Himmel steht#kratz#gruebel oder so......
...ach ich weiß auch nicht...aber wie gesagt, für mich war das auch immer ganz schlimm#heul

lg waldfrau

Beitrag von ellen2211 30.03.06 - 14:51 Uhr

Ja, für mich war´s als Kind auch immer schlimm. Vorhin mußte ich dann allerdings auch mitheulen. Ich weiß bloß nicht, ob es so gut ist, wenn Jonas das tote Tier nochmal sieht? Beerdigen werden wir es im Garten.

Beitrag von flocke123 30.03.06 - 17:40 Uhr

Hallo,

wir mußten vorletztes Jahr unseren Hund einschläfern lassen, was für uns alle ein großer Verlust war. Allerdings war das Ende absehbar und ich habe meine Tochter darauf vorbereiten können, daß unsere Bine alt und krank ist und bald in den Himmel muß. Es kam also nicht ganz so plötzlich für sie.

Den Hund haben wir mit Kiste im Garten beerdigt und ein kleines Grab angelegt, das wir mit Blümchen bepflanzen. Gesehe hat sie ihn nicht mehr, aber vorletztes Jahr war sie ja auch erst 1 1/2 Jahre alt.

Sie weiß mittlerweile, was der Tod bedeutet, daß er endgültig ist und daß auch mein Vater vor ihrer Geburt gestorben ist, weil er sehr krank war und deshalb nicht mehr bei uns ist. Ich habe ihr gesagt, daß im Himmel alle wieder jung und gesund werden und keine Schmerzen mehr haben; sie stellt sich jetzt vor, daß ihr Opa mit unserem Hund da oben spazieren geht. Ich habe ihr auch erzählt,daß wir alle irgendwann einmal sterben und dann aber dafür im Himmel all die wiedersehen, die vor uns gegangen sind.

Wir hatten mal ein sehr schönes Buch aus der Bücherei ausgeliehen, "der alte Bär muß Abschied nehmen". Es geht um einen alten Bären, der merkt, daß seine Zeit gekommen ist und sich von all seinen Freunden verabschieden will. Diese sind ratlos, denn sie können sich nicht vorstellen, wie es ohne den Bären werden soll, denn er war ja schon immer da. Der Bär beruhigt sie, daß er ein langes und erfülltes Leben hatte und jetzt müde ist und dahin geht, wohin jeder irgendwann einmal gehen muß, wenn seine Zeit gekommen ist. Die Kinder finden sich wieder in der Figur des kleinen Fuchses, der den Tod zunächst nicht akzeptieren will, sich aber nach den Worten des alten Bären doch fügt. Als Sinnbild für den ewigen Kreislauf des Lebens taucht am Ende der Geschichte ein neuer, junger Bär im Wald auf.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und liebevoll illustriert. Vielleicht kannst Du ihm mit so etwas ein bißchen darüber hinweghelfen, es gibt ja einige Bücher zu dem Thema.

VG
Susi

Beitrag von ellen2211 30.03.06 - 20:16 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Wir haben das Schweinchen also vorhin in einen Schuhkarton gelegt, Jonas hat noch mal eine Mohrrübe und ein Stück Salatgurke dazugelegt und dann haben wir es im Garten unter dem Pflaumenbaum beerdigt. Wir haben ihm auch erzählt, daß es jetzt in den Himmel kommt. Daraufhin wollte er wissen, wie es denn wohl da hinkommt...

Naja, auf jeden Fall ist mir bewußt geworden, wie hart es eines Tages werden wird, wenn eine Oma oder der Opa oder sonst jemand, den er gut kennt, stirbt. Ich habe ihm zwar auch erklärt, daß Tiere und Menschen irgendwann alle sterben, aber ich denke nicht, daß es ihm bewußt ist, daß das auch Menschen treffen kann, die er ganz doll lieb hat.

Aber ich deke, ich werde wirklich bei Gelegenheit mal solch ein Buch zu Hilfe nehmen. Da muß ich mich wohl tatsächlich auch mal wieder in der Bücherei blicken lassen, wo ich schon soooo lange nicht mehr war. Seit unser Kleinster da ist, komme ich nicht mehr zum lesen, aber auch das kommt ja eines Tages wieder....

Liebe Grüße, Ellen.

Beitrag von risala 03.04.06 - 15:01 Uhr

Hallo!

Erst einmal... tut mir leid wegen eurem Meeri...
Wir haben selbst 2 Meeris (ca. 3 Jahre), 2 Hasen (ca. 2 Jahre) und 3 Hunde (18Mon / 9 Jahre / 13 Jahre) sowie ein Pferd (12 Jahre)... und einen Jungen von 3 Jahren. Da steht uns auch irgendwann so ein Problem bevor.

Was mir persönlich und auch meinem Mann Sehr geholfen hat, wenn wir eins unserer Tiere gehen lassen mussten, ist "Das Märchen von der Regenbogenbrücke":

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die "Brücke des Regenbogens". Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu Fressen und zu Trinken und es ist warmes schönes Frühlingswetter.

Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so sehr geliebt haben.

So rennen und spielen sie den ganzen Tag zusammen,
bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!

Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller.

Es hat Dich gesehen !!

Und wenn Du und Dein Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn ganz fest.

Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines über alles geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und Ihr werdet nie wieder getrennt sein .........

Vielleicht hilft es auch Deinem Sohn!

Viele Grüße
Kim