Sehr anstrengendes Kind - gehe auf dem Zahnfleisch!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 15:04 Uhr

hallo an alle,

weiß gar nicht so recht, ob ich das eigentlich schreiben kann...weil "man" das ja eigentlich gar nicht sagen darf. aber: bald ist es so weit, dass ich mein kind (mädchen, 14mon) nicht mehr ertragen kann.

nach schwieriger ss und schwieriger geburt kam (wen wunderts) ein schwieriges kind. von der std null an ist sie megaanstrengend. noch bis zu ihrem 1 geb hat sie keine nacht durchgeschlafen, in manchen nächten mal 6std am stück. tagsüber schlief und schläft sie kaum sie ist dadurch natürlich selten ausgeschlafen (von mir ganz zu schweigen) und schon von daher unausgeglichen. sie war nie wirklich ein schreibaby, aber sie hat ständig geschrien, weil ihr etwas nicht passte. schon im mini-baby-alter waren "fachleute" z.b. hebammen, pekip-meisterinnen, ostheopathinnen, cranio-sakral-tanten - ihr seht, ich habe wirklich JEDEN rat eingeholt) verwundert, was für einen starken willen dieses kind hat. ob kiss-syndrom, geburtsnachwirkungen und was nicht noch alles. wir haben es mit homöopathischen mitteln zu hauf probiert. (meine befürchtung adhs könnte die ursache für diese bis heute extreme unzufriedenheit sein, kann man in diesem alter nicht feststellen - so die kä.)

letztlich hat nichts wirklich geholfen und die kinderärztin sagte dann abschließend: gewöhnen sie sich daran, dass sie ein anstrengendes kind haben. alles was mit anderen kindern (habe schon einen älteren sohn) zumindest phasenweise einfach ist, ist von jeher ein grauen.

ich selbst bin seit der geburt noch nie richtig fit gewesen, sei es aus schlafmangel, oder weil mir dieses kleine wesen jeden nerv raubt. alle versuche etwas für mich zu tun z.b. sport, scheitern daran, dass sie ohne unterlass schreit, bis ich wiederkomme um sie abzuholen (alles versucht, mit gehen und kommen, etc.). einzig einmal 4std die woche kommt sie zu einer wirklich sehr lieben tagesmutter (betreut nur noch gleichzeitig 1 kind), wo sie immer noch - seit november eine halbe std schreit, nachdem ich weggegangen bin und wenn ich sie abhole, schreit sie wieder, krallt sich an mich und ich darf ohne sie den raum nicht mehr verlassen.

aber ich brauche diese 4std in der woche (mann arbeitet, keine verwandten in der nähe) um wenigstens mal zum arzt, friseur zu gehen oder auch nur um zu putzen, etc. immer noch komme ich zu nichts, wenn sie um mich ist, sie will seit jeher schon intensiv beschäftigt werden.

ich kann mit ihr nur in ausnahmefällen mal ins café oder irgendwohin gehen (das normale leben leben) gehen, wenn sie wirklich gut drauf ist, sonst ist ihr so schnell langweilig, dass sie sofort extrem-trara macht. auch sonst kann ich sie einfach nirgendwohin mitnehmen. außer natürlich zu babytreffs, wo sie oft gut drauf ist, weil um sie herum etwas passiert. die mütter kennen sie von ihren schlechten tagen und meinen erzählungen und "bewundern" mich dafür, dass ich das alles bislang so durchgehalten habe.

aber langsam geht mir echt die puste auf und ich frage mich auch, warum gerade "ich" und "dieses kind", etc. leider ist mein mann keine große stütze, weil er "das alles gar nicht so empfindet", da sich am woe eh alles um die kleine dreht - und ihr städnig programm geboten wird.

ich weiß dass ist alles sehr lang geschrieben - danke für eure geduld - und ich könnte ja noch viel mehr schreiben...wollte mir nur einfach mal alles von der seele schreiben.

wer hat auch solch ein geliebtes anstrengendes kleinkind und kann mir einen rat geben, wie das "akzeptieren dieses besens (kä)" wirklich funktioniert.


lieben dank, pippilotta

Beitrag von sabine1488 30.03.06 - 15:13 Uhr

Hi,

du schreibst genau über meinen Norman! Genau so verhält er sich auch, von anfang an.
Ich schreib dir nachher mehr, muss die kleine ins bett machen.

lg Bine

Beitrag von sabine1488 30.03.06 - 15:47 Uhr

So, Püppi schläft....

Also, mein Norman wird jetzt im Mai 2 Jahre alt....
Nach der Geburt, war er schon sehr anstrengend. Er schlief schon im Krankenhaus kaum, und in dem Bett schon mal gar nicht. Nachts musste ich ihm ne hand von mir geben oder in mit in mein bett nehmen, sonst hat er nicht geschlafen! Wenn ich ihn mal ins Schwesternzimmer gebracht habe um zu duschen o.ä. (ca. 20min), dann kam ich wieder und was sehe ich? Die Schwestern hatten ihn auf dem Arm und erledigten so ihre Arbeiten, weil er keine ruhe gegeben hat! Und das schon im Krankenhaus!

Meine Hebi zu Hause wusste auch nicht mehr weiter, er wollte einfach nicht schlafen! haben alles probiert, das kannste mir glauben, nichts half. Er schlief immer nur 10 min und dann war er wach. Nachts stündlich stillen, war die regel.

Naja, die ersten drei Monate hat er ständig abends 2 stunden geschrien (Koliken). Durchschlafen war ein Fremdwort, er fing an durchzuschlafen mit 14 Monaten, als seine Schwester da war! Vorher war er min. 1 mal die nacht wach.

Naja, er ist sehr lebhaft, und wenn ihm was nicht passt wird geschrien, klammern tut er sehr an mir. Momentan höre ich nur "Mami Arm"....#augen

Aber wenn ich jetzt so zurückdenke, hat er sich doch viel verändert! Er ist lebhaft und anstrengend, keine Frage! Aber im Vergleich zum ersten Jahr, hat er sich um 180 Grad gewendet! Ich denke mal es wird immer besser!

Vielleicht liegt es auch daran, dass er gelernt hat zurück zu stecken. jetzt wo die kleine da ist, spielt er nicht immer die erste Geige! Ich denke das liegt wohl daran.
Ansonsten ist er richtig knubbelig, schmust gerne, liebt seine schwester über alles und kann auch ganz brav sein, aber nur manchmal. Jetzt kann man ihn ertragen, wenn ich das so schreiben darf. Das erste Jahr war Horror pur!

Also glaub mir, dein Kind bleibt anstrengend, keine Frage, aber es wird immer besser und erträglicher!

LG Bine

Beitrag von sabine1488 30.03.06 - 16:32 Uhr

hab noch was vergessen...

das mit dem schlafen hat sich bei uns jeztt auch endlich eingependelt... er schlaft von 20 Uhr bis ca. 7 Uhr durch, fast immer (ausnahmen bestätigen die regel) und mittags schläft er so von 11 bis halb eins. Also das hat sich deutlich gebessert.

Er schläft noch immer bei uns im bett, wie sein schwesterchen auch.

Spielen kann er jetzt endlich auch mal alleine, zumindest kurz. Wenn ich ihn länger "loswerden" möchte, darf er den Hund füttern, dann ist er ne halbe stunde beschäftigt.

Hören kann er nicht so wirklich, manchmal ja, manchmal nein. Mir ist aufgefallen, je freundlicher ich um etwas bitte, desto größer ist die wahrscheinlichkeit das er das auch macht. Klappt fast immer! Damit meine ich jetzt sowas wie..... "Norman, leg es auf den Tisch" ...das würde er nicht tun, wenn ich aber sage "Norman, leg das bitte auf den tisch, damit macht man aua"...Oder "Wo gehört das hin Norman?" Dann macht er es.

Ach, ich hab jetzt so viele beispiele vergessen. Aber seit dem letzten halben jahr klappt es recht gut mit uns zwei.

lg Bine

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 19:44 Uhr

liebe bine,

na dann kann ich ja noch hoffen; unsere "leidensgeschichten" klingen wirklich sehr ähnlich. die frage nach einem dritten kind haben wir uns auch gestellt. eigentlich war immer klar, dass nach der kleinen noch ein baby nachkommen sollte. aber so? bewundere dich, dass du das offenbar recht gut hinbekommst - bei uns wird das sicherlich noch jahre (!) dauern. wenn überhaupt. deinen rat mit der netten bitte werd ich mal versuchen - denn verstehen tut sie (fast) alles! lieben dank!

Beitrag von sabine1488 30.03.06 - 20:29 Uhr

Ja, meiner versteht auch alles.

Ich wollte schon vorher immer 2 Kinder direkt nacheinander! Habe mich trotzdem dafür entschieden, obwohl ich mit norman echt gefortdert bin. Aber es hat sich gelohnt! Rike ist ein absoluter Sonnenschein, ruhig und ausgeglichen. ganz das gegenteil.

lg Bine

Beitrag von barbarella1971 30.03.06 - 15:27 Uhr

Hallo Pippilotta,
ich hatte auch ein mega-anstrengendes Babyjahr. Mit 13 Monaten habe ich meine Tochter drei halbe Tage in eine Kinderkrippe gegeben. Seitdem ist alles viel besser. Sie liebt auch Trubel und andere gleichaltrige Kinder um sich rum und ist nach dem Vormittag so richtig müde und schläft seitdem tagsüber geregelt und lang (1.5-3 Std.). Da sie so positiv auf die Krippenbetreuung reagiert hat, haben wir mit 16 Monaten auf fünf Vormittage erhöht, und ich arbeite wieder. Das Arbeiten tut mir sehr gut als Ausgleich zur Kinderbetreuung.
Aber sogar die Krippentante empfindet N. als anstrengend. Sie meinte, das Mädel müsse man aufteilen, das hält keiner allein durch. Dabei ist die Kleine sehr fröhlich, aber sie hat einfach einen Willen und eine Ausdauer und eine Vitalität, die alle schafft.

Wenn Deine Kleine so gerne Babytreffs und Trubel hat, würde ich es mit einem Krippenplatz probieren. So kannst Du Dich mal endlich erholen und sie kann sich austoben. Das mit dem Klammern und Weinen gibt sich bei der Krippeneingewöhnung meist rasch. Meine Tochter fremdelt zurzeit ziemlich und klammert auch, aber die Krippe war interessanterweise nie ein Problem, von Anfang an nicht. Ich habe mir damals 2 Wochen Zeit genommen, sie zu begleiten und schrittchenweise wegzugehen.
Alles Gute, ich kann Dir nachempfinden!


Liebe Grüsse, Barbara#liebdrueck

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 19:48 Uhr

hallo barbara,

ich könnte mir auch vorstellen, dass mir das arbeiten als ausgleich gut tun könnte. ich kann mich momentan noch nicht damit anfreunden, weil ich mir eigentlich vorgenommen hatte, die ersten drei jahre für meine kleine zuhause zu bleiben - ein weiteres baby war für den zeitraum eigentlich auch geplant. aber vielleicht probiere ich es einfach mal mit einem krippenplatz - ohne gleich zu arbeiten. es tut jedenfalls gut zu hören, dass es doch auch andere mütter gibt, bei denen auch nicht alles "eigentlich ganz toll ist"...liebe grüße + danke!

Beitrag von barbarella1971 30.03.06 - 21:40 Uhr

Liebe Pippilotta,
du wirst lachen - eigentlich wollte ich auch 2-3 Jahre ganz zuhause bleiben und für mein Kind da sein. Ich dachte, nur dann bin ich eine gute Mutter. Aber was nützt es allen, wenn Du so gestresst und genervt bist, dass Du Dein Kind gar nicht mehr positiv wahrnehmen kannst? Da hilft doch wirklich nur Entlastung. Seit ich meine Tochter seltener sehe, nehme ich sie wieder bewusst wahr udn habe auch wieder Spass mit ihr. Ich denke, heute bringt ihr eine Stunde mit mir mehr als vorher ein ganzer Tag. Denn wenn ich da bin, lasse ich mich auf sie ein und habe auch den Nerv für Quakereien.
Ich muss dazu noch sagen, dass ich seit kurzem für das Familieneinkommen sorge und mein Mann ganz zuhause ist, das heisst, ich sehe sie wirklich vor allem abends und morgens.

Ein zweites Kind möchten wir schon auch, aber nun wird der Abstand wohl eher 3-4 Jahre betragen... ich möchte N. erst mal aus den Windeln raus haben und aus dem Kinderwagen, ehe Nachwuchs kommt. Sonst kommt das geplante Geschwisterchen einfach zu kurz! Und auch wir müssen uns jetzt erst mal erholen. Im Moment läuft es für unsere Verhältnisse ganz gut, das wollen wir auch mal geniessen, ehe es wieder von vorne losgeht... wobei die zweiten ja meist viel einfacher sind.

Liebe Grüsse, Barbara

Beitrag von pippilotta123 31.03.06 - 12:31 Uhr

...es ist MEIN ZWEITES!!! :-D

Beitrag von isasm 30.03.06 - 16:16 Uhr

Also ich find es toll, dass du offen bekennst, dass du nicht mehr kannst und hilfe brauchst. das ist besser, als sein kind niederzuprügeln, weil man es nicht mehr erträgt. Traurig finde ich, dass sich keiner wirklich die Mühe macht dir zu helfen.

ABER du hast ja schon ein paar nette Antworten von Leuten bekommen, die im selben Boot sitzen.

Ich finde die Idee auch gut, mit der Kleinen viel unter andere Kinder zu gehen, bzw. sie in einer Kinderkrippe unterzubringen. Bei der Tagesmutter ist offenbar auch nicht genug los für sie.

Außerdem bin ich auch schwer beeindruckt, wie lange du das schon durchhältst!!!!!

lg Isa

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 20:06 Uhr

danke isa,

es tut gut, wenn einem mal der rücken gestärkt wird. denn im alltag denke ich immer, ich bin verkehrt...sicher wird das ein teufelskreis, wenn ich dann auch noch genervt bin, ist die kleine genertv...usw. aber man ist ja auch nur mensch. und ich habe mich wirklich in allem bemüht, das kind ruhiger zu bekommen. von ganz geregeltem tagesablauf, bis hin zu ritualen, etc... einige tipps hier werde ich mir wirklich durch den kopf gehen lassen - lieben dank dir für deine anteilnahme!

Beitrag von soraiah77 30.03.06 - 15:51 Uhr

Hallo!

Du sprichst mir aus der Seele....
Mir geht es momentan genauso, Robin empfinde ich als anstrengend seit er laufen kann und das war ein Tag vor seinem ersten Geburtstag.
Seit dem geht es bei uns drunter und drüber und ich alleine schaffe es kaum noch mit dem Kind.
Morgens um 6 Uhr ist er fit, kommt von alleine aus dem Bett, dann geht es rund bis um 19 Uhr abends, keinen Mittagsschlaf. Wenn ich mit ihm raus gehen kann schaffe ich es, dass er abends auch sofort einschläft, wenn nicht, dann stehe mir Gott bei. Dann schläft er meistens um 22 Uhr noch nicht, steht immer und immer wieder auf, und wir sind immer und immer wieder konsequent.
Wir haben einen geordneten Tagesablauf, geordnete Essenszeiten, Schalfrituale, nichts bringt wirklich was.
Robin hat einen so dermaßen starken Willen und eine Ausdauer, da komme ich mittlerweile nicht mehr hinterher.
Vor allem weil mir jetzt in 2 Jahren so viel Schlaf fehlt, ich kann das gar nicht mehr ausgleichen.
Ihm wird verdammt schnell langweilig, auch ich kann mit ihm das normale Leben nicht leben, so wie du schreibst, habe es gerade heute wieder gemerkt, ich musste zur Bank, zur Post und eigentlich auch einkaufen, aber alleine die ersten beiden Sachen haben mit ihm so lange gedauert, dass ich das einkaufen heute Abend alleine mache wenn mein Mann da ist.
Auch wir haben keine Entlastung, keine Verwandschaft, keine Freunde, Krippenplatz wurde abgelehnt und auch in den Kindergarten kommt er erst Januar 2007!
Ich muss mir jede Menge einfallen lassen, damit ich ihn bei Laune halte, er zählt schon bis 12, kennt alle Farben, malt sogar schon aus ein paar Linien kleine Strichhäuser, singt so ziemlich alle Lieder, die ich ihm immer vorsinge,...

Der Winter war für uns der Horror, ich hoffe es wird etwas besser, wenn ich ihn im Sommer flitzen lassen kann, aber auch da kann ich ihn nicht aus den Augen lassen, weil er unentwegt etwas anstellt, denn so weit er auf der einen Seite ist, umso unmöglicher ist dann die andere. Er isst dann plötzlich alles was er findet, Schnecken, Vogelbeeren, will Bienen mit der Hand fangen, puhlt Steckdosenabsicherungen aus Steckdosen und steckt Schrauben rein.... alles letzten Sommer erlebt....

Auch ich gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch, hab es schon mit Johanniskraut versucht , bringt nicht wirklich was. Zeit für mich hab ich gar keine und ne bekloppte Schwiegermutter noch dazu, die lässt sich nur an Weihnachten und Ostern blicken, denn alles andere könnte ihr ja Arbeit machen...

Wenn Du magst, kannst ja mal mailen, vielleicht finden wir ja eine Lösung.

Liebe Grüße
Mel und Wildfang Robin#huepf

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 19:55 Uhr

hi mel,

das klingt ja bei dir auch mega anstrengend! da steht mir ja noch einiges bevor! das schlimmste ist mein gefühl wirklich keine kraft mehr zuhaben. mein einziger wunsch ist: schlafen. aber dieser verlust von lebensqualität, weil man sich auf gar nichts anderes mehr wirklich konzentrieren und freuen kann, ist schrecklich. wie gesagt, ich habe bereits einen älteren sohn, wei0 also, dass das erste jahr anstrengend sein kann. aber an so manchem tag habe ich mich bei der kleinen schon ernsthaft gefragt, ob ich sie irgendwo zurückgeben kann.

ich erhoffe mir auch vom besseren wetter einen positiven einfluß auf unser zusammenleben. schon das anziehen der jacken, mützen und schals, etc. fällt dann ja erstmal weg...und damit diese unglaublichen wutanfälle! wünsche uns beiden viel puste - können gerne in kontakt bleiben, wenn du magst! danke!

Beitrag von datnicoletta 30.03.06 - 16:02 Uhr

Hallo Pippilotta,

bin eigentlich nur "versehentlich " im Kleinkindforum - mein Kleiner ist "erst" 8 Monate alt.
Aber wenn ich Deine Beschreibungen so lese, graust es mir wirklich, weil mein Kleiner Mann ähnlich ist ( nicht ganz so extrem - er schläft wenigstens durch)....bisher war ich ja immer der Meinung, das gibt sich wenn er älter ist...(richtig krabbeln kann, mal laufen kann....).

Ich bin im Augenblick auch etwas verzweifelt, er kann sich keine 5 Min. alleine Beschäftigen, sofort gibt es Geschrei wenn ich nicht bei ihm bin ( wohlgemerkt noch in Sichtweite bin ).
Oft meckert er aber auch obwohl ich bei ihm bin.......
Alle anderen Baby die ich so kenne sind viel zufriedener und ausgeglichener, nur meiner meckert ständig.....

Wenn ich mit anderen Müttern spreche heist es oft " ja, meiner ist im Augenblick auch recht anstrengend, aber eine halen Stunde kann er sich schonmal alleine beschäftigen" - eine halbe Stunde ??????? Das wäre ein Traum !

Mein Mann arbeitet auch den ganzen Tag und die Verwandtschaft wohnt 600 KM entfernt......
ich denke mir immer, meinen Kleinen würde eine Tagesmutter nach einem halben Tag wieder zurückgeben und nicht mehr wiederhaben wollen.....

Das mit der Action ist bei ihm auch ähnlich, z.B. beim Babyschwimmen ist er ein Stunde lang total zufrieden und ausgeglichen - das kenne ich sonst garnicht - habe schon überlegt jeden Tag 8 Stunden mit ihm schwimmen zu gehen:-p.

Ich wünsche Dir viel Kraft !!! #liebdrueck


Gruß Nicole

PS. Ich sage zu meinem Mann immer " hoffentlich ist er bald 18 "



Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 20:02 Uhr

hallo nicole,

ja das kenn ich auch gut: die anderen mütter beim babytreff (1x/woche), die von ihren anstrengenden phasen berichteten. da konnte ich nur lachen - was die als anstrengend empfanden, war bei mir der alltag. meine tagesmutter findet sie übrigens wirklich ebenfalls sehr anstrengend - naja, zurückgegeben hat sie sie noch nicht.

wir wollten eigentlich noch ein drittes kind, aber das habe ich auch erst mal aufs eis gelegt, "bis sie 18 ist"!!!! ich wünsche dir viel kraft weiterhin - vielleicht ist sind die tipps einer leidensgenossin weiter oben, nämlich "frühzeotoger krippenplatz" und weiter unten "mutter-kind-kur" nicht verkehrt. ich werde darüber nachdenken. dir alles liebe und viel kraft. meld dich mal, ob sich dein kleiner wirklich "so" weiterentwickelt hat. oder wenn dir mal die decke auf den kopf fällt. das darüber reden, tut doch sehr gut!

Beitrag von simone_r 30.03.06 - 17:11 Uhr

Hallo Pippilotta,

ich denke, als erstes wäre es wichtig, dass du wieder in die Spur kommst. Ich kann mir vorstellen, dass deine Anspannung sich aufs Kind überträgt und ihr dadurch in einen Teufelskreislauf reinkommt. Hast du schon mal versucht, eine Mutter-Kind-Kur zu bekommen?
Dass ihr zwar zusammnen, aber in anderer Umgebung versucht, euch zu erholen.

Dann habe ich auch mal irgendwo gelesen, dass hochbegabte Kinder im Babyalter einerseits schnell genervt sind, andererseits aber mit den ganzen Reizen, die sie schon aufnehmen (in dem Fall mehr als andere Kinder), teilweise noch überfordert sind und deshalb Terz machen, wenn ihnen etwas nicht passt oder wenn die Bezugsperson (Mama) weg ist.

Naja, das nur so als Gedanken, ich wünsche euch zumindest, dass es schnell besser wird!
Grüße,

Simone

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 20:12 Uhr

hallo simone,

ja, ich habe im letzten herbst tatsächlich an eine mkk gedacht, sogar schon per internet unterlagen angefordert. ich habe es damals nicht in die tat umgesetzt, weil ich mich geschämt habe zu meinem hausarzt zu gehen um ihm zu sagen, dass mich mein kind "so stresst" - weil eigentlich kann das ja auch gar nicht in dem ausmaß sein schon gar nicht in dem sozialen umfeld - so die theorie.

ich bin völlig deiner meinung, dass das ganze ein teufelskreis ist, der schwer zu durchbrechen ist. muss mich manchmal ganz schön am riemen reißen. ich werde nochmal neu nachdenken bez. der mkk. ich glaube, dass könnte eine wirklich entspannung der situation mit sich brigen. lieben dank für deinen rat!

Beitrag von barbarella1971 30.03.06 - 21:55 Uhr

Hallo Pippilotta,
nochmal ich (die mit dem Krippenkind). Wir haben auch eine Mutter-Kind-Kur gemacht. In der Schweiz geht das nur noch im Krankenhaus auf der geburtshilflichen Abteilung. Da war ich mit N. als sie 8 Monate alt war, für 3,5 Wochen. Da hiess es dann auch, das kann doch gar nicht sein, in dem Umfeld blabla... und das Kind schläft doch super blabla... Tatsache war, dass sie im Säuglingszimmer und von Kinderschwestern betreut, wirklich wie ein Stein schlief, einmal aufwachte und sich sofort beruhigen liess. Später hat mir unser neuer Kinderarzt das erklären können: Kinder schlafen unerwünschte Fremdbetreuung einfach weg! Kaum zuhause ging es wieder los mit 6-10 Mal pro Nacht aufwachen! Aber immerhin konnte ich 3,5 Wochen DURCHSCHLAFEN! Das war auch mein grosser Wunsch und mein privates Ziel der Erholung.
Aber alle die Fachleute haben eine totale Fehleinschätzung gemacht, was mein Kind und meinen Mann betraf, denn die Kleine ist ein absoluter Charmebolzen und ist immer am Socialising machen. Nur wer versucht hat, sie zum Schlafen oder auch nur zur Ruhe zu bringen, hat das Problem gesehen. Die suchten das Problem immer bei mir (Vermutung postnatale Depression). Ein halbes Jahr später hat sich herausgestellt, dass mein Mann schon lange eine schwere Depression hat und dies unser ganzes Familiensystem schwer belastet hat.

Liebe Grüsse, Barbara

Beitrag von pippilotta123 31.03.06 - 12:40 Uhr

ja, ich auch nochmal:

bei uns kann man tatsächlich noch in iregndwelchen einrichtungen so eine mkk machen. an der see oder irgendwo im mittelgebirge...wie in einem anderen postig geschrieben: ich hatte mich schon erkundigt und mich aber dann geschämt, bei meinem hausarzt das attest mit den worten "mein kind streßt mich so" anzufordern. weil das ja eigentlich gar nicht sein darf und andere (wie bei euch) das ja auch gar nicht gesehen haben. ich hatte genau davor angst: dass jemand sagen könnte "na, das liegt doch bestimmt an Ihnen!". schon wenn ich bei meiner kä im sprechzimmer saß, konnta ich es ihrem blick entnehmen. sie wollte mich dann einen tag in ein KiKra mit kinderphsychiatrischer abteilung einweisen...aber das klang alles so schrecklich und ich empfand das eher von ihr als abschreckungsmaßnahme - das hab ich damals abgelehnt. war sicher falsch im nachhinein, denn dort wären andere "fachleute" gewesen und die hätten evtl. anderes gesehen. für mich war auch eine horrorvorstellung: mit DEM kind den GANZEN tag im krahaus zu sitzen und eine untersuchung nach der anderen abzuwarten...hätte ich nervlich nicht durchgestanden. wahrscheinlich hätten die mich gleich dabehalten und meine klein e gehen lassen #freu! aber wie gesagt, werde mich nochmal um eine mkk kümmern - und den krippenplatz mal überdenken (bin dann vielleicht trotzdem eine gute mutter)...

alles liebe dir jedenfalls - ist bestimmt auch nicht einfach als ernährer der familie. hoffe, dein mann ist wieder "über dem berg"...

Beitrag von stern1974 30.03.06 - 19:50 Uhr

Hallo Pipilotta,
mein Sonnenschein ist auch so anstrengend und ehrlich gesagt kenne ich kein anderes Baby das so ist. Aber ich liebe ihn trotzdem wie er ist und irgendwie sehe ich es gelassener. Ich muss mich drauf einstellen, dass es ein Wirbelwind ist und fertig. Alles andere nutzt nichts...

ICh kann dir wirklich das eine Buch empfehlen "DAS 24 STUNDEN BABY". Lese das und du wirst alles mit anderen Augen sehen. Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen und glaub mir Du wirst stolz sein auf deine Maus.

Wie bereits oben geschrieben, versuche es mit einer Krippe, dann hast Du wenigstens deine Ruhe bist ausgeglichen, hast Energie etc. und die Kleine hat sich ausgetobt.

LG
Stern

Beitrag von pippilotta123 30.03.06 - 20:16 Uhr

...bin morgen im buchladen! danke!

Beitrag von sabine1488 30.03.06 - 21:01 Uhr

Genau das wollte ich dir auch gerade noch sagen....

Das Buch hab ich auch! Es hilft dir, glaub mir.

LG Bine

Beitrag von barbarella1971 30.03.06 - 22:03 Uhr

Zu dem Buch muss ich eine Kritik anbringen: die Ansätze basieren darauf, dass ein Baby mit erhöhten Ansprüchen von der ganzen Familie mitbetreut wird. Wenn Dein Mann das Ganze nicht so als Problem sieht und auch nicht einen wesentlichen Entlastungsanteil einzubringen bereit ist, setzt Dich das Konzept nochmals unter Druck. Das Buch ist absolut lesenswert, aber es weist in Richtung Grossfamilie, wo ein Baby reihum gegeben werden konnte, wenn es dauernd getragen werden wollte, wo eine Grossmutter da war, morgens das Baby zu wiegen, damit die müde Mutter ausschlafen konnte...
Für mich, die ich faktisch alleinerziehend war im ersten Jahr, war das Buch brutal zu lesen, weil es aufzeigte, wie ich mein Kind von der Intuition her betreuen wollte und es mangels Energiereserven einfach nicht geschafft habe.
Barbara

Beitrag von pippilotta123 31.03.06 - 12:42 Uhr

danke - ich kaufe es in jedem fall!

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