Achtung Frustposting, die blöden Arbeitgeber!!! (Vorsicht lang)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von marion0282 31.03.06 - 11:20 Uhr

Hallo liebe Mitkugelbäuche,

bisher hab ich mich ja relativ zurückgehalten hier und eher mitgelesen als sonderlich viel geschrieben. Aber nun muss ich mal meinen Frust loslassen.
Als ich meinem Arbeitgeber von der Schwangerschaft erzählt habe, war die Reaktion eigentlich ganz OK, bis auf die Tatsache, dass er Ende des Jahres den Laden komplett dicht machen möchte und mir nicht so einfach kündigen kann, dazu muss ich sagen, ich bin bei einem Anwalt und der weiß schon wie er es machen muss. Naja, find ich erstmal nicht weiter schlimm. Nachdem er dann allen zum Ende des Jahres gekündigt hat, außer mir, war mir schon ein wenig mulmig, dachte er macht vielleicht doch noch etwas weiter mit weniger Leuten, aber alle sind geflogen. Nun gut, dachte mir dann, dann wird er mir eben direkt kündigen, wenn er es wieder kann, daber da hab ich mich wohl getäuscht. Nun ging mir letzten Donnerstag das Auto kaputt, der Anlasser war hin und ich kam nicht zur Arbeit, ich wohne auf dem Dorf und da fahren nur stündlich die Busse und da ich noch einen Sohn habe der in den Kindergarten geht, wäre das ein Hetzerei gewesen und es hätte sich nicht gelohnt, so hatte ich eben morgens angerufen und bescheid gegeben, daß ich nicht kommen kann, da mein Auto kaputt gegangen sei. Ich habe dann bis abends gewartet, meine Werkstatt wollte mich anrufen, falls sie an dem Tag noch was machen konnten. Nun abends erfuhr ich dann, daß es nichts mehr wird und ich auch Freitag kein Auto hatte. Da hab ich dann am Freitag nochmal angerufen und gesagt das ich auch dann nicht kommen könnte da mein Auto noch immer kaputt ist. Und wieder sagte man mir, es wäre OK. Nun bekam ich gestern eine Abmahnung mit der Begründung ich hätte mir ohne Entschuldigung ungenehmigten Urlaub genommen. Ich finde das so eine Frechheit. Wie soll ich mir denn Urlaub genehmigen lassen, wenn ich nicht weiß das mein Auto kaputt geht. Ich hätte wirklich :-% können. Ich erwarte nun noch mehr mehr solcher Dinge, denn ich habe das Gefühl mein Arbeitgeber möchte mich nun so schnell wie möglich raus haben. Werd nun eine Gegendarstellung schreiben, aber der findet bestimmt immer was. Was kann ich nur machen?

Danke fürs Zuhören.

Liebe Grüsse

Marion, Jonny 6, Krümel #ei 11+1 SSW.

Beitrag von miau2 31.03.06 - 11:34 Uhr

Hi,
nimm's mir nicht übel, aber WIE Du auf die Arbeit kommst, ist wirklich Dein Problem...der AG kann durchaus darauf bestehen, dass Du alles unternimmst und wenigstens mit Verspätung kommst, die Interpretation "es hätte sich nicht gelohnt" wegen 1h Busfahrt ist da recht gewagt, die Hetzerei kann dem AG so oder so egal sein. Selbst bei recht extremen Wetterbedingungen kann der AG i.d.R. sogar Pünktlichkeit verlangen (mindestens, wenn der Schnee angekündigt war)...gab es diesen Winter glaube ich sogar aktuelle Urteile zu.

Keine Ahnung, wie das bei Euch in der Werkstatt ist, aber einen Leihwagen gibts doch heute an jeder Ecke zu mieten, oder man kennt jemandem, der einem zur Not hilft? - und wie gesagt, das wäre wohl Deine Verantwortung gewesen.

Das einzige, was nicht ok ist, ist die scheinbare Einverständnis-Reaktion am Telefon - aber das wird schwer zu beweisen sein. Und damit bleibt halt stehen, dass Du unbeantragt einfach so zwei Tage Urlaub genommen hast...quasi telefonisch am ersten Urlaubstag den Urlaub zu beantragen würde übrigens in so ziemlich jeder Firma kritisch aufgenommen werden, egal, ob schwanger oder nicht.

Wenn der AG den Laden "komplett dicht macht", kann er Dir eh kündigen, egal ob MuSchu oder Elternzeit. Die Betriebsschließung ist einer der wenigen Gründe, für die selbst Schwangere usw. gekündigt werden dürfen. Dafür braucht er nicht erst vorher irgendwelche Abmahnungen.

Viele Grüße
Miau2 mit #baby 31+2

Beitrag von marion0282 31.03.06 - 13:55 Uhr

Also zuerst einmal stimme ich Dir zu, mein AG ist nicht für mein Auto verantwortlich, aber wenn ich insgesamt 6 Std. arbeite und ich nur 3 Std. kommen kann, wenn ich öffentliche Verkehrsmittel nutze, dann ist es doch nur fair, lieber Urlaub zunehmen. Ich habe einen Sohn und den muß ich in den Kindergarten bringen und da auch wieder abholen, somit bleibt nicht viel Zeit drumherum um mal länger zu machen oder so. Einen Leihwagen habe ich leider nicht bekommen, ist nur einen kleine Werkstatt. Gefragt hatte ich natürlich. Ich lebe auf dem Dorf, wo es auch nicht an jeder Ecke Leihwagen gibt.

Nun noch zu meinem Kündigungsschutz. Ich weiß selbst wie es ist, arbeite ja in dem Bereich, und selbst wenn er den Laden dicht macht, muss er eine Kündigung erst beim Regierungspräsidenten beantragen und da er verschiedene Sachen noch zuende machen muss hier, ist es so, daß einige wenige Leute noch weiter beschäfigt werden müssen und da kann er mir nicht sooo einfach kündigen. Zumindest nicht mit vernünftigen Mitteln.

Gruss
Marion

Beitrag von voice_of_a_soul 31.03.06 - 11:29 Uhr

Liebe Marion ich finde das es ne absulute Frechheit ist was dein Chef da mit Dir macht offenbar hab ich das Gefühl das niemand in dieser Welt der nicht Schwanger ist oder selbst Kinder hat es verstehen kann wenn man in so einer ausweglosen Lage ist.
Erst mal finde ich es toll das du überhaupt arbeiten gehst denn viele Frauen arbeiten nicht wenn sie Kinder haben zumindest die die ich bis jetzt kennengelernt habe.
Es wäre fair gewesen wenn er es mal eingesehen hätte das du einen kleinen Sohn hast um den du dich auch kümmern musst wie sollst du denn das auch alles schaffen ist ja stressig.
So weißt du in Zukunft das du auf deinen Chef nicht zählen kannst in soner Situation geh lieber zum Arzt und lass dich für den Tag krank schreiben dann hast du wenigstens einen Beleg und er kann dir gar nichts.
Ich hoffe bei dir kommt wieder alles in ordnung liebe Grüße Janina

Beitrag von moehre74 31.03.06 - 13:03 Uhr

na das ist ja ne einstellung! der chef kann doch nix dafür, wenn das auto kaputt geht!! klar wars ne ungünstige situation und er hätte verständnis zeigen können, aber genauso kann man sich dann für den kommenden tag um einen fahrbaren untersatz kümmern oder eben mit öffentlichen verkehrsmitteln zur arbeit fahren! zumindest für den 2. tag!!! und krank feiern ist jawohl das allerletzte! wenn man solche probleme hat, alles unter einen hut zu bekommen (das ist jetzt nicht auf das ausgangsposting bezogen, sondern ist allgemein gemeint) dann sollte man besser nicht arbeiten gehen!!

lg

dani

Beitrag von marion0282 31.03.06 - 13:43 Uhr

Also das finde ich jetzt aber eine unangebrachte Kritik. Erstens kennst Du die Umstände nicht wirklich, so einfach ist das eben nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie schon geschrieben, ist wohne auf dem Dorf, auf dem 1x die Stunde ein Bus fährt und ich dann auch noch locker 1 Std. unterwegs bin. Außerdem habe ich noch einen Sohn, der in den Kindergarten muß, der erst um 7.30 Uhr aufmacht, ich also frühestens gegen 9 Uhr bis 9.30 Uhr auf der Arbeit wäre. Und um 14 Uhr muß ich meinen Sohn wieder abholen, d.h. ich würde um 12.30 Uhr wieder fahren müssen. So fand ich es angebrachter einen Tag Urlaub zu nehmen, anstatt nur für 3 Stunden arbeiten zu kommen, was die Hälfte meiner Arbeitszeit ist. So dachte ich, es wäre fairer dem AG gegenüber. Und ich muss ganz ehrlich sagen, was das Krankmachen angeht, ist das nicht die feine Art, aber immer noch besser als sich eine Abmahnung einzufangen. Der AG fragt sich sowas doch. Ich kann auch nicht einfach jemanden fragen ob ich das Auto haben kann, es gibt niemanden den ich fragen könnte. Und soll ich laufen??? 20km??? NEIN! Tut mir langsam wirklich leid, ein Posting hier reingestellt zu haben, wenn man darauf solche Antworten bekommt, ohne das mal hinterfragt wird!

Gruss
Marion

Beitrag von moehre74 31.03.06 - 17:46 Uhr

hallo,

grundsätzlich zielte mein beitrag nur zum teil auf deinen ab! ich kann in erster linie die meinung von voice... nicht verstehen, einfach krank zu machen! das finde ich nämlich den vollkommen falschen weg!! natürlich ist es besser, einen tag urlaub zu nehmen, als eine krankheit vorzutäuschen! im übrigen hatte ich auch geschrieben, das dein chef verständnis hätte zeigen können (für den 1. tag). aber ebenso kann er doch auch erwarten, dass du dir für den 2. und alle folgenden tage etwas überlegst oder dich zumindest frühzeitig (am ersten tag bevor die kanzlei schließt/ notfalls vorher in der werkstatt anrufen, wie es aussieht) mit ihm in verbindung setzt, um das zu klären! also mit ihm persönlich klären!?? für mich hörte sich das nämlich so an, dass eine andere angestellte das okay für den urlaub gegeben hat!??

wie gesagt, mein beitrag war in erster linie ne antwort auf voice... zum teil natürlich auch auf deinen...

im übrigen glaube ich nicht, dass es heutzutage sooo wenig berufstätige mütter gibt! in meinem kollegenkreis zumindest nicht!

ich finde nicht, dass du dich ärgern mußt, hier ein posting reinzusetzen, aber man muß auch mal mit anderen meinungen rechnen... zumal meine ja auch verständnis zeigte für eine situation ;-) für den ersten tag ;-)


lg

dani

Beitrag von marion0282 31.03.06 - 13:50 Uhr

Vielen Dank für Dein Verständnis, das scheint hier ja sonst keiner zu haben. Ich glaube inzwischen auch, dass alle Mütter zuhause sitzen, sobald die Kinder da sind und von solchen Problemen keine Ahnung haben.

Auf jeden Fall DANKE.

Liebe Grüsse

Marion & Co.

Beitrag von kati543 31.03.06 - 11:26 Uhr

Dein AG ist auch nicht für dein Auto verantwortlich. Es gibt sicherlich auch noch andere Wege zu deinem Arbeitsplatz zu gelangen, oder? Aber mal abgesehen davon - normalerweise ruft man in einem solchen ohnehin schon kritischen Fall nicht einfach an, sondern macht das Ganze schriftlich.

Beitrag von marion0282 31.03.06 - 13:47 Uhr

Nein, mein AG ist nicht für mein Auto verantwortlich. Dennoch könnte ich nur 3 Std. arbeiten, wenn ich mit öffenltichen Verkehrsmitteln fahre und normal muß ich 6 Stunden arbeiten, so ist es doch nur fair, wenn ich dann lieber Urlaub nehme, oder? Außerdem, wenn ich das ganze noch schriftlich gemacht hätte, wäre das ja noch später angekommen und ich muß mich ja nun mal melden, wenn ich nicht komme. Oder? Wenn ich zum Arzt muss, weil ich krank bin, ruf ich auch morgens an und schick nicht erst später die Krankmelung!

Beitrag von pavoho 31.03.06 - 11:42 Uhr

Hat Dein AG die Kündigungen zum Ende des Jahres 2006 ausgesprochen ?? Im ersten Moment hört es sich für mich an, als ob Dein AG die Kündigung zum Ende 2005 ausgesprochen hat, aber das kann ja nicht sein. Also gehst Du doch ungefähr in den Mutterschutz wenn die Kanzlei dicht macht ? Du müsstest ja den ET im Oktober haben? Wo ist dann das Problem vom AG.

Zu der Sache mit dem Auto? Es ist nun mal ein Auto und nicht eine Krankheit - Unfall - etc. und auch wenn Du dich vielleicht gemein behandelt ist es so, wie meine Vorrednerin schon sagte. Dein AG ist nicht für Deinen Dienstweg zuständig und da Du selber schreibst, es fahren Busse, ist es also möglich wenn auch mit Umständen zur Arbeit zu erscheinen. Und wenn Du dann auch noch zwei Tage wegen dem Auto ausfällst, ist der AG natürlich ärgerlich. Wenn Dein Auto jetzt erst in ein oder zwei Wochen wieder funktioniert, was machst Du dann?

Ich glaube, ehrlich gesagt, daß Dein Gefühl Dich trügt und Dein AG im Recht ist. Wie gesagt, ich versteht, daß Du dich "ungerecht" behandelt fühlst.... aber ich glaube Du reagierst gerade etwas empfindlich.