Namensgebung abhängig vom Bildungsstatus?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von gelberkrokus 31.03.06 - 12:32 Uhr

Hallo,

ich habe gestern eine Freundin besucht und habe bei ihr in einer Zeitschrift einen interessanten Artikel gelesen. Darin wurde erklärt, dass man an den Namen der Kinder, den Bildungsstatus der Eltern erkennen könnte. So würden z. Bsp. Eltern, welche ein "niederes" Bildungsniveau, wie z.Bsp. keinen Schulabschluß oder Hauptschulabschluß ihre Kinder eher Namen wie: Justin, Kevin, Levin, Tim, Tom, Linda, Lisa... geben.

Während Akademiker, Lehrer, Ärzte ihren Kindern eher Namen wie:
Alexander, Maxilimilian, Christopher, Sebastian, Katharina....geben.

Glaubt ihr da ist was drann? Ich hoffe einige von euch fühlen sich nicht gleich angegriffen, falls der Name eures Kindes dabei sein sollte ;-)

Beitrag von hermiene 31.03.06 - 12:44 Uhr

Hi!
Das stimm wirklich (natürlich gibt es Ausnahmen!!).
Arbeite auf ner Kinderintensiv und kenne dadurch natürlich viele Familien.
Grad bei den Neugeborenen können wir oft erahnen was für Eltern kommen wenn wir den Vornamen des Kindes schon kennen (sehr oft liegt das Kind schon bei uns bevor die Eltern kommen).
Als dann während der SS ein Henrik bei uns lag hab ich mir sofort die Eltern angeschaut - denn Henrik war ja schon für unseren Sohnemann festgelegt. Zum Glück haben sie mir gefallen ;-)
Allerdings gibt es auch nen reginalen Unterschied.
Linda, Lisa, Levin hätte ich nicht zum "niedrigen" Abschluß gezählt #kratz
LG,
Hermiene & Henrik Jonathan (was sagt das über die Eltern aus???)

Beitrag von charliepogo 31.03.06 - 12:44 Uhr

Hallo Krokus,

nee, also dat glaube ich nun wirklich nicht bzw. nur zum Teil.

Ich denke, es gibt schon Namen, die auf ein belesenes Elternhaus schließen lassen, also dass so Namen wie Konstantin, Cornelius usw. eher von Akademikern gewählt werden, die von ihren Kindern eine entsprechende Intelligenz erwarten, und evtl enttäuscht sind, wenn der Filius dann doch nur zur Normalleuchte gereicht:-p.

Aber die normalen Namen - da ist das glaube ich eher eine Sache, wo man wohnt, also dass joseph vielleicht eher im Süden vorkommt, Kevin und Ronnie eher im Osten und Nils, Neele im Norden.

LG

Anke

Beitrag von mara299 31.03.06 - 13:18 Uhr

Hm #kratz.

Würd mal sagen das Aussnahmen die Regel bestimmen.

Unser Sohn heißt Til, weiß nun natürlich nichtunter welche Kategorie das fällt, aber wir haben beide Realschulabschluß, ich habe eine extra Prüfung gemacht und wurde für ein Studium zugelassen (auch wenn ich's abgebrochen hab #hicks) und mein Mann ist nun Ingenieur und wird evtl. nebenbei anfangen zu studieren.

Der Kleine von einer Bekannten heißt Justin. Sie haben beide studiert. #gruebel

Andererseits, die Kinder einer Bekannten heißen Jaime (Mädchen) und Kevin (Junge ;-)) und sie ist wirklich dumm wie ... ne, dazu fällt mir nichts ein.

Tom und Justin standen bei mir allerdings auch ganz weit oben auf der Liste. haben usn am Ende aber für typische Namen der Nationalitäten die uns verbinden entschieden.

Könnte auch daran liegen das die meisten Frauen / Eltern - Paare die ihre Kinder so nennen und keine Abschlüsse haben, so jung sind und daher noch so Boybands, etc. hinterher schmachten #kratz. Nur eine Theorie.


LG, Mara

Beitrag von hermiene 31.03.06 - 14:15 Uhr

"Könnte auch daran liegen das die meisten Frauen / Eltern - Paare die ihre Kinder so nennen und keine Abschlüsse haben, so jung sind und daher noch so Boybands, etc. hinterher schmachten . Nur eine Theorie."
... da liegst Du garnicht so falsch.....

2 Beispiele: Vor 2 Jahren hatten wir nen Aragorn - da die Eltern aber nur den Film gesehen hatten wurde der Name von ihnen falsch geschrieben #heul - mein Kollege hat sie dann drauf hin gewiesen ......
Und letztes jahr hab ich ne Mutter gefragt (20 und das 2te Kind, keinen Schulabschluß....) wie denn Sarah geschrieben wird (man weiß ja nie) "ja wie die Sarah Conner" als wüßte ich wie diese Frau geschrieben wird #augen#

Aber ne andere Frage:
Wieso seid Ihr ausegwandert? Hattet Ihr beide von Deutschland aus schon nen Job da? Brauchtet Ihr viel STartkapital? Bereut Ihr es oder seid Ihr glücklich????

LG,
Hermiene

Beitrag von mara299 31.03.06 - 14:37 Uhr

Aragorn ? ? ? Aua, das tut doch schon weh. Ausserdem, so nenn ich eine Katze, aber doch kein Kind #gruebel.
Naja, ist Geschmackssache, das dann aber auch noch sooo falsch zu schreiben, ja das tut doch schon nur noch weh.

Gut, bei Sarah kann man ja mal variieren, aber die Erklärung bestätigt natürlich wirklich meine Vermutung.

>> Hab meine Katerchen auch nach Stars benannt : Tom (Cruise) und Sam (Weiß Gamdschie) - (Herr der Ringe). << Meine Kater und nicht meinen Sohn ;-). Das arme Kind.

"Hermiene" ist übrigens ein schöner Name ... hätt' ich für ein Mädchen klasse gefunden, aber da streubte sich mein Mann ganz gewaltig. Haben aber eh einen kleinen Til (Eulenspiegel ;-)) bekommen.

Wir sind ausgewandert weil wir einfach die Nase voll hatten von Deutschland. Beide. Auf einem Kurztrip nach Helsinki verliebten wir uns in das Land und die Mentalität der Finnen. Wenn du magst kannst das genauer auf unserer HP nachlesen httP://www.unserbaby.ch/tilisfinland ;-).
Mein Mann hatte einen guten, festen Job in Deutschland, aber die Karriere - Möglichkeiten hier waren einfach besser.
Ich habe, kurz bevor ich schwanger wurde, das Angebot erhalten in einem englischen Kiga anzufangen, aber erst mal wollten wir nun Familie. Wenn Til alt genug ist kann er dann auch dorthin gehen.
Startkapital brauchten wir keines. Nur einen festen Job um einwandern zu dürfen.
Bereut haben wir es die ersten 14 Tage etwas, seitdem nicht mehr. War das Beste was wir tun konnten und wir sind hier sehr zu frieden.
Deutschland ist uns zu stressig ;-). Für die Entbindug kamen wir nach Deutschland (Darmstadt) - (mein Mann hatte sich für ein halbes Jahr in das deutsche Office verstezen lassen) und wir waren froh wieder Heim zu kommen ... nach Finnland.

Unsere Mäuse - Männer sind genau 1 Monat und 1 Tag auseinander :-). Ein wirklich süsser kleiner Mann den ihr da habt.

LG, Mara

Beitrag von cocoskatze 31.03.06 - 13:15 Uhr

Mein Sohn heißt Justin, aber ich habe kein "niederes" Bildungsniveau#kratz

Wie müssen denn die Kinder von examinierten Menschen heißen ;-)?

Da diese Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, sondern die gesamte Palette zwischen Hauptschulabschluß und Hochschulabschluß wegfällt, frage ich mich, wie all die anderen Kinder heißen "müßten"#schock#kratz.

Vielleicht Josy und/oder Joshua?

Beitrag von max_guevera 31.03.06 - 13:20 Uhr

Mag sein. Ich glaube eher es gibt in jeder Generation "Trendnamen". Ich weiss gar nicht, wie viele Nicoles, Sandras, Markus und Björns ich in der Klasse hatte #kratz
Es waren jedenfalls eine Menge.
Heute sind es die Lucas, Leons, Chiaras usw. Meine Kinder haben eher "gängige" Namen, auch wenn ich aussergewöhnlicheren Vornamen lieber den Vorzug gegeben hätte.
Ich habe mich dagegen entschieden, fand dann die Vorstellung, meine Kleinste beispielsweise Anastasia zu rufen, doch nicht so prickelnd, auch wenn ich diesen Namen klasse finde.
Gruß
Max

Beitrag von zicke250975 31.03.06 - 13:23 Uhr

Hi,

habe vor ein paar Monaten auch mal so einen Bericht in einem TV Magazin gesehen.
Da ging es aber um andere Namen, die ich auch entsprechenden Schichten zuordnen würde !
Aber verallgemeinern kann man das garantiert nicht ! Bei uns passt zwar zufällig der Name meiner Tochter zum akad. Grad, aber bei Bekannten müßte der Kleine dann zur ziemlich unteren Schicht gehören ( was nicht wahr ist).
Ich mach mir eigentlich gar keine Gedanken, in welche soziale Schicht ein Namen eingeordnet wird, sondern eher ob mir der Name gefällt, ab mein Kind damit zurecht kommt ( ein Leben lang) , und ob der Klang schön ist und zum Nachnahmen passt !
Regional kann man die diversen Namen vielmehr einordnen finde ich!
Genauso finde ich auch, das man die verschiedenen Aussprachen der Vornamen einer gewissen Schicht einordnen kann wie z.B. Kevin ist nicht gleich Kevin

Gruss
Zicke

Beitrag von jana123 31.03.06 - 13:30 Uhr

Hallo, meine Kinder heißen Cathleen und Pascal,sie sind mittlerweile fast 20 und fast 16 Jahre,
Ich habe mich damals (ich war 20 bzw. 24 Jahre bei den Geburten) bewußt gegen den allgemeinen Modetrend bei der Namensgebung entschieden und kann sagen, daß meine Kinder weder in Kiga noch in der Schule Namensdoppelgänger hatten. Bis heute tauchen diese Namen nicht unter den Top-10 eines Jahres auf.

Aus meiner Erfahrung in einer Kinderklinik, kann ich aber dieser Aussage zustimmen, wie schon von einer anderen Urbianern geschrieben wurde, oft lernt man erst die Kinder kennen, dann die Eltern und oft gab der Name des Kindes Aufschluß über den Bildungsstatus der Eltern.
Natürlich nicht immer!
Alles Liebe Jana

Beitrag von angi05 31.03.06 - 13:34 Uhr


Hallo!

Meine Kinder heißen Pieth und Thor.#liebdrueck

Jetzt ratet mal welchen Schulabschluß mein Mann und ich haben...

Na?

#huepf#huepf#huepf#huepf

Beitrag von gelberkrokus 31.03.06 - 13:47 Uhr

Hallo ihr,

ich habs es doch auch nur gelesen. Woher soll ich denn wissen, welchen Abschluß einige von euch haben ;-)
Ich glaube auch, dass vieles Modeabhängig ist und das warscheinlich Akademiker eher "besondere" Namen für ihr Kinder möchten. Ich kenne eine "Öko" Familie, da haben die Kinder Namen, wie Ferdinand und Heidrun(wirklich) und irgendwie passt es ;-)

Beitrag von anila 31.03.06 - 14:23 Uhr

ja, ich glaube daran, was die modenamen betrifft.

ich behaupte sogar:
je niedriger der bildungsstatus - desto spektakulärer auch die namen der kinder.
auch diese menschen wollen sich irgendwo behaupten und sei es nur bei der vornamensgebung ihrer kinder.

und ich finde es äußerst peinlich, seinen kinder die vornamen von den kindern irgendwelcher amerikanischer stars aufzudrücken.
selbst da merken manche nicht, daß diese namen mehr als unpassend zu *müller*, *meier*, *schmidt* oder dergleichen sind. einfach nur lächerlich.

irgendwo müssen doch studien zu finden sein?






Beitrag von stuetsche 31.03.06 - 21:50 Uhr

#danke ganz genau so seh ich das auch.muß mich manchmal fast:-% wenn ich wieder mal so durchgeknallte doppelnamen lese.die armen kinder#heul

liebe grüße von sonja mit helena 6,5 monate

Beitrag von lea03 31.03.06 - 23:47 Uhr

Also für mich war es damals klar, dass mein Kind einen Doppelnamen bekommen soll #huepf

Wir haben hier alle Doppelnamen in der Familie: von Marie-Kristin, über Michael Joachim bis Volker Maria ;-)
Ich selber habe drei Vornamen #schock

Aber was sich meine Eltern bei meinem Namen gedacht haben tzz tzz tzz ;-)

Mein Mann und ich haben unserer Tochter den Namen Lea-Tamira gegeben. Er wollte eigentlich Tamara, aber bei diesem Namen erinnere ich mich immer an eine unausstehliche Person hier im Dorf. Also haben wir noch ganz ganz kurz vor der Geburt aus dem a ein i gemacht #freu Ob es den Namen gibt, wussten wir damals nicht, aufjedenfall hatten wir diesen zuvor nie gehört!!! Mittlerweile weiss ich, dass es eine Tennisspielerin gibt mit diesem Namen, ein Hund und ein Reisebüro #schock

Naja, aber ob man davon jetzt was über unser Leben ableiten kann #kratz ;-)

Liebe Grüße
Katrin C. M. :-p

Beitrag von 96kati 31.03.06 - 22:53 Uhr

Hallöchen!

Du sprichst mir aus der Seele!:-)

Viele machen sich wirklich keine Gedanken, was sie ihren Kindern damit antun...
Meine Schwester z.B. (Hauptschulabschluß) hat ihren armen Kleinen doch tatsächlich Joshua Jochens genannt! #kratz Meiner Meinung nach hört sich das einfach nur dämlich an!
Mein armer Neffe....

Lieben Gruß
Kati

Beitrag von galeia 31.03.06 - 14:25 Uhr

Meiner Meinung nach stimmt es, dass Unterprivilegierte ihren Kindern eher "abgehobene" Namen geben. Ich habe lange Jahre im Sozialamt gearbeitet und die Namen, die insbesondere junge Mütter aus Sozialhilfedynastien ihren Kindern dort gegeben haben #augen#schock... gerne genommen immer fremdländische Namen z. B. Französich oder Englisch also Angelique, Kevin, Jason, Jordan, Pascal, Chantal... finde ich generell gräßlich - insbesondere mit einem typisch deutschen Nachnamen.

Meine Tochter heißt Kaja - kann man das auch in eine Schiene stecken?

LG H. #klee

Beitrag von anila 31.03.06 - 14:32 Uhr

"Meine Tochter heißt Kaja - kann man das auch in eine Schiene stecken? "

ja, kann man... du schreist deshalb nicht so laut, weil weißt, daß du nicht so klein bist, daß du es nötig hättest.

Beitrag von rosenengel 31.03.06 - 14:38 Uhr

Was ist an französischen Namen oder Englischen Namen denn verkehrt?

Viele "deutsche" Vornamen sind hebräischen oder lateinischen Ursprungs!!!

Chantal zb finde ich eher süß denn das bedeutet kleine Sängerin. Oder Stella und Luna !!!


Und was ist an diesen Namen abgehoben ?

LG rosenengel

Beitrag von galeia 31.03.06 - 17:43 Uhr

Die von dir genannten Beispiele "Stella" und "Luna" finde ich total schön. Schlicht, verständlich und für meine Ohren wohlklingend.
Chantal Schmidt oder Chantalle Müller jedoch finde ich gräßlich, passt einfach nicht!

LG H. #klee

Beitrag von deichhexe 31.03.06 - 23:13 Uhr

Priscilla Lehmann... ist niedlich, oder?

Denver Clan war grad der Renner und Elvis' Witwe gefiel.

Beitrag von sunset.chill 31.03.06 - 18:23 Uhr

Hallo,

>>Was ist an französischen Namen oder Englischen Namen denn verkehrt? <<
Dass es sich oft anhört wie gewollt und nicht gekonnt, das ist daran verkehrt!

Modenamen finde ich einfach fürchterlich!!!

Ich denke mal, eher "unterbelichtete" Eltern denken nicht soweit, wie es dem Kind in 20, 40 oder 60 Jahren mit dem Namen gehen wird.

Einem Kind einen Modenamen zu geben ist einfach nur kurzsichtig.
Das ist so, als wenn ich es auch in 20 oder 40 Jahren dazu zwinge, mit "Buffalo-Plateau-Turnschuhe rumrennen zu lassen.

Noch schlimmer, als diese Trendnamen a la "Charlene" (Scharlen) oder "Gianluca"(Schannluka) oder "Justin" (Schastin) oder "David" (Däivid") oder "Destiny" (Döstini) sind dann aber die ganz pfiffigen, die einfach bei zur zeit angesagten promis abkupfern:
"Taylor" (Täääler)
oder "Leni"

*michwürgts*

Meine Eltern waren zum Glück so nett mir einen wirklich lebenzeittauglichen und seltnen Namen zu geben.....
Bin heute noch froh, keine der Millionen von Yvonnes, Nadines oder Stefanies zu sein :-)


Beitrag von galeia 31.03.06 - 20:20 Uhr

DANKE!

Dir sind noch so schön viele furchtbare Namen eingefallen, die mir für mein Posting gefehlt haben...

LG H. #klee

Beitrag von stuetsche 31.03.06 - 22:02 Uhr

also,stella und luna find ich auch supersüß aber bei chantal(schandall)muß ich immer an nuttenwerbung in zeitschriften denken#schock.das ist für mich ein name der mal gar nicht geht.ebenso wie ich natalie mit dem film natalie-endstation babystrich verbinde....sind halt einfach verhunzt worden...
liebe grüße.sonja mit helena 6,5 monate.

Beitrag von stuetsche 31.03.06 - 21:46 Uhr

bin deiner meinung.vor allem im osten gibts massenhaft kevins und justins...
liebe grüße.sonja mit helena(nicht abgehoben aber auch nicht allzu häufig:-p)