SS und Geburt meiner Kleinen in der 36. SSW, sehr lang !!!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von yaka9800 31.03.06 - 21:06 Uhr

Meine kleine Sahra



Ich schreibe nun die Geschichte meiner 3. Schwangerschaft auf, die mit einer wunderschönen Geburt endete. Trotz meiner Risikoschwangerschaft (mein Sohn kam 1998 auf Grund vorzeitiger Wehen per Notkaiserschnitt zur Welt, meine 1. Tochter kam 2000 spontan, allerdings war ich wegen Gestose im Krankenhaus) ging es mir in dieser Schwangerschaft einfach nur blendend. Im Laufe der Wochen stieg mein Blutdruck wieder stetig an, ganz langsam, von Woche zu Woche mehr. Trotzdem ging es mir wirklich gut dabei. Ca. ab der 25. SSW fiel meiner FÄ auf, dass meine Tochter 1 Woche zu klein war, sie sagte aber, dass es kein Grund zur Sorge sei. Ich war sehr häufig zur Kontrolle bei ihr, aber die Kleine war immer ca. 1 Woche "zurück". Mein Blutdruck stieg und stieg und meine FÄ wies mich in der 34. SSW ins Krankenhaus ein. Ich war sehr erschrocken, da es mir körperlich gut ging. Ausserdem war meine Kleine nun ca. 2 Wochen zu klein, das Gewicht wurde auf ca. 2100 Gramm ausgerechnet. Also ging ich dann am 09.03.06 am späten Nachmittag ins Markuskrankenhaus in Frankfurt. Ich wurde gleich im Kreissaal untersucht und habe mich richtig wohl dort gefühlt, alles wirkte sehr ruhig und gemütlich. Auch hier wurde beim Ultraschall ein Gewicht von ca. 2100 Gramm ausgerechnet. Als ich dann endlich auf Station war, es war ca. 21.30 Uhr, kam der Oberarzt zu mir und sagte , dass meine Leberwerte sehr schlecht sind und ich deshalb sofort ins Bürgerhospital gefahren werde, da im Markuskrankenhaus keine Neugeborenenintensivstation vorhanden ist. Er sagte, dass es zu einem Kaiserschnitt kommen kann und er rechnete damit, dass ich mein Baby in der kommenden Woche nicht mehr im Bauch habe. Ich war geschockt! Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Naja, im Bürgerhospital angekommen, ging das Ganze von vorn los, CTG, Blutabnahme, Ultraschall... Beim Ultraschall stellte der Arzt dann fest, dass mein Baby nicht richtig versorgt wird, da die Blutgefässe der Gebärmutter durch den hohen Blutdruck geschädigt waren. Deshalb war sie zu klein. Naja, ich wurde stationär aufgenommen. Von den Ärzten dort habe ich mich nicht gut betreut gefühlt, ich habe fast nur Studenten gesehen, nur einmal kam eine Oberärztin beim Ultraschall dazu. Naja, dann, nach 7 Tagen wurde mir gesagt, dass ich entlassen werden kann, da mein Blutdruck mit Tabletten gut eingestellt war. Ich bestand allerdings auf einen weiteren Ultraschall, da ich mir sehr grosse Soegen um meine Kleine machte. Es wurde festgestellt, dass die Fruchtwassermenge die untere Grenze erreicht hatte. Die Oberärztin versicherte mir aber, dass es kein Grund zur Sorge sei und es würde reichen, wenn ich erst in 2 Wochen erneut einen Ultraschall machen lassen würde. Also wurde ich am Samstag, den 18.03.06 aus dem Krankenhaus entlassen. Allerdings hatte ich kein gutes Gefühl dabei. Am Wochenende ging es mir auch super gut, bis auf dass ich am Sonntag starken Durchfall bekam. Dann ging mein Blutdruck am Montag, den 20.03.06 trotz Medikamente wieder auf ca. 170/115 hoch. Da meine FÄ nur von Dienstag bis Donnerstag arbeitet, ging ich zu ihrem Mann, der mit ihr zusammen die Praxis führt. Er schimpfte sehr über das Bürgerhospital, er sagte, es sei unverantwortlich, eine Schwangere mit HELLP in der 36. SSW zu entlassen. Er überwies mich sofort in das Krankenhaus Nordwest. Dort angekommen, wurde ich mal wieder durchgecheckt. Während dem CTG gingen plötzlich die Herztöne meiner Kleinen runter, ich bekam sofort eine Infusion mit Flüssigkeit und es ging der Kleinen wieder besser. Ich hatte durch den Durchfall zu wenig Flüssigkeit im Körper, dadurch war mein Blut zu dick und konnte die Kleine noch schlechter versorgen. Dann wurde wieder Ultraschall gemacht und es wurde festgestellt, dass das Fruchtwasser nun noch weniger war. Ich fragte die Ärztin, ob es gereicht hätte, erst nach 2 Wochen zum Kontrollultraschall zu gehen, sie sagte nein... Mein schlechtes Gefühl hatte mich also nicht getäuscht. Laut Ultraschall war die Kleine nun schon 2-3 Wochen zu klein. Naja, ich kam dann auf Station und konnte die Nacht nur sehr schlecht schlafen, ich war sehr unruhig. Dann, um 6.15 Uhr wachte ich auf, weil ich Schmerzen im Bauch hatte. Plötzlich knackte es leicht in meiner Scheide, ich dachte nur, entweder ist jetzt der Schleimpfropf abgegangen, oder meine Fruchtblase ist geplatzt. Ich richete mich leicht auf und es wurde nass im Bett... Ich klingelte nach der Schwester und sagte ihr, dass meine Fruchtblase geplatzt ist. Ich wurde mit meinem Bett in das Wehenzimmer im Kreissaal gefahren und ersteinmal ans CTG gehangen. Ich bekam gleich alle 3 Minuten Wehen, die ich nur am Muttermund spürte. Mein Bauch wurde nich hart. Das CTG zeichnete auch keine Wehen auf, aber man konnte erkennen, dass bei jeder Wehe die Herztöne meiner Kleinen schlecht wurden. Die Oberärztin kam und sagte, dass meine Plazenta die Wehen nicht mitmacht und man jetzt beobachten müsse, wie es weiter geht. Ich hatte grosse Angst vor einem Kaiserschnitt und hoffte sehr auf eine normale Geburt. Dann liessen meine Wehen nach. Die Oberärztin sagte, dass, wenn die Wehen bis 10 Uhr nicht stärker wären, ein Wehentropf "nachhelfen" müsste. So kam es dann auch. So gegen 10.15 Uhr bekam ich einen Wehentropf. Die Hebamme untersuchte mich, der Muttermund war gerade mal fingerdurchlässig. Die Wehen kamen wieder ,ich hatte gleich ca. alle 5 Minuten Wehen und die Abstände wurden immer kürzer. Dann kamen die Wehen in sehr kurzen Abständen und ich hatte das Gefühl, als ob ich zur Toilette müsste. Die Hebamme untersuchte mich, der Muttermund war innerhalb kurzer Zeit auf 4 cm aufgegangen. Sie wollte mich nicht mehr zur Toilette gehen lassen, da sie Angst hatte, ich könnte auf Toitelle Presswehen bekommen. Ich sollte den Schieber benutzen. Das klappte aber nicht, sie sagte dann, wir gehen jetzt in den Kreissaal und dann mache ich ihnen einen Einlauf. Naja, wir gingen dann langsam in den Kreissaal und sie ging kurz raus. Es war so ca. 12.50 Uhr. Plötzlich bekam ich eine heftige Presswehe. Ich wusste nicht, was ich tun sollte und schrie bei der Presswehe laut auf. Die Hebamme kam auch gleich und ich entschuldigte mich ersteinmal für meinen lauten Schrei. Das mit dem Einlauf hatte sich nun auch erledigt. *schäm* Sie rief schnell die Ärztin zur Geburt und dann ging alles ganz schnell. Zwei Ärztinnen kamen herein, nach der dritten Presswehe war der Kopf da und nach der vierten hörte ich meine Kleine gaaanz süss schreien. Um 13.04 Uhr war sie da. Sie wurde gleich warm eingepackt, ich durfte sie kurz halten und dann wurde sie gleich in das Kinderzimmer gebracht, da sie so zart und klein war. Dann kam meine Plazenta und die Ärztin sagte, dass sie viel zu klein war. Sie konnte meine Kleine nicht mehr richtig versorgen. Ich wurde noch mit 2 kleinen Stichen genäht und war gleich wieder topfit. Meine Kleine hatte da etwas mehr zu kämpfen, sie hatte einen sehr niedrigen Blutzucker, konnte ihre Temperatur nicht halten, sie kühlte sehr schnell aus und ausserdem war sie am Anfang zu schwach zum trinken, so, dass sie die ersten Tage durch eine Sonde ernährt wurde. Aber jetzt geht es ihr gut, sie trinkt sehr gut und nimmt super zu.

Ich bin einfach nur dankbar für diese wunderschöne Schwangerschaft und Geburt, es war alles so toll und ich wurde im Krankenhaus Nordwest so super betreut, ich wünsche wirklich jeder Frau eine so tolle Geburt.


Hier noch die Daten meiner Kleinen:

Sahra Saliha
geb.: 21.03.06 (ET 20.04.)
2120 gramm
46 cm gross
32 cm Kopfumfang



LG, yaka9800

Beitrag von carolin1305 31.03.06 - 21:22 Uhr

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter #fest.

Ich habe im letzten Jahr auch im Nordwestkrankenhaus entbunden und fühlte mich gut versorgt ( bis auf die Sache mit dem Stillen :-[ )

Liebe Grüße
Yasmin

Beitrag von nwk 04.10.06 - 12:15 Uhr

Hallo Yasmin,
ich habe im Februar 2006 im NWk entbunden. Bei mir hat das Stillen auch nicht geklappt. Was ist bei Dir passiert?
Die Kinderkrankenschwestern sind in diesem Punkt wohl sehr unfähig, habe noch zu einer anderen Frau Kontakt, bei ihr hat es auch nicht geklappt.
Würde mich sehr über einen Austausch freuen.
Viele Grüße
Brigitte