Kauf einer Eigentumswohnung - Erfahrungen und Meinungen gesucht.

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei Finanzen & Beruf aufgehoben. Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service Die besten Haushaltstipps.

Beitrag von windsbraut69 04.12.13 - 09:45 Uhr

"Und mit 400€ Miete wirfst Du auch keinen hohen Betrag aus dem Fenster!"

Im Vergleich mit den Zinsen für 2 voll finanzierte Immobilien ganz sicher nicht.

Beitrag von coppeliaa 03.12.13 - 22:22 Uhr

hi

ihr oder du müsstet für die Wohnung also grob 150 000 Kredit aufnehmen. da könnte die Rate schon mal 800 im Monat ausmachen. kriegst du das in der Gegend an Kaltmiete überhaupt herein? wenn du jetzt 400 inklusive für 55 qm zahlst, dann wird das wohl nix.
erkundige dich auch wegen Steuer bei mieteinnahmen!

warum zieht er nicht zu dir? mehr als 2400 reine miete pro Jahr wirst du ja kaum zahlen, die Zinsen beim Kredit wären in den ersten Jahren wohl höher...

ihr solltet euch auch gegenseitig absichern. ich wäre nicht für einer Wohnung, einer haus. abgesehen davon dass ich das mit der Wohnung nicht so gut finde. zumindest solltet ihr schriftlich festhalten was wer investiert hat. und einer rate zahlen und der andere Lebenskosten ist im Fall der fälle zum Nachteil für den der das Leben zahlt.

wegen der zwei Jahre würde ich mir nicht so Gedanken machen, Trennungen können immer passieren. aber gleich bei kauf am besten auch da schriftlich was vereinbaren.

warum spart ihr nicht noch zwei Jahre und kauft euch dann ein Grundstück?

LG

Beitrag von sonntagskind78 04.12.13 - 09:14 Uhr

Ich finde euren Plan schon sehr realistisch.

Mein Mann und ich hatten vor 5 Jahren das gleiche vor. Wir haben eine Wohnung gekauft (allerdings gleich 5 Zimmer, 130 qm) und wollten sie, wenn wir ein Haus bauen, auch vermieten und der Kredit hätte sich durch die Mieteinnahme selbst getragen (so macht es mein Schwiegervater mit seinen 2 Häusern seit 30 Jahren ;-)).

Wir haben uns dann aber doch entschieden, die Wohnung zu verkaufen. Durch die Renovierungs- und Sanirungsarbeiten, die damals nötig waren, haben wir einen besseren preis bekommen, asls wir in damals bezahlt hatten - so haben wir 3 Jahre "umsonst" gewohnt und hatten sogar noch einiges übrig #cool

Was du bedenken solltest: würde das Einkommen ausreichen einen Kredit (ob nun für Haus oder Wohnung) und die Lebenshaltungskosten zu unterhalten, wenn ein Gehalt wegfallen würde (durch Arbeitskosigkeit, Arbeitsunfähigkeit, Kinder, usw.)?

Das wäre in meinen Augen die erste Hürde, die ihr klären solltet, alles andere findet sich und ohne ein kleines Risiko geht im Leben nix ;-)

Beitrag von smurfine 04.12.13 - 22:10 Uhr

Der Ankerhaken an der Geschichte ist für mich, dass Ihr die Mieteinnahmen zur Tilgung des Kredits einrechnet. Ich hab selbst einen Mieter hiner mir, der eine Zwangsräumung notwendig machte. Ist schon wieder etwas her, aber ich meine, die Gesamtkosten mit nicht bezahlter Miete, Anwalt, Gericht, Räumung, Entsorgung, ... etc. lagen bei an die 18000€.

Ich habe die Wohnung dann Jahre leerstehen lassen bis ich sie verkaufen konnte. Billig verkaufen wohl gemerkt. Die gesamten finanziellen Einbußen will ich gar nicht zusammenrechnen. Nebenkosten/Hausgeld waren auch bei Leerstand noch gut 300€ im Monat.
Das war mir aber lieber, als nochmal so einen Penner zu erwischen. Zumal sich die vermieteten Wohnungen im gleichen Haus bis heute nicht verkaufen ließen.

Nie im Leben will ich nochmal Vermieter sein müssen. Sowas passiert oft genug, und nicht selten der Vermieter daran pleite.

Lg,
fina

Beitrag von karacho75 06.12.13 - 11:00 Uhr

Hallo,
also grundsätzlich seit ihr finaziell ganz gut aufgestellt - zusammen....
ABER... ich denke nicht, dass eine seriöse Bank nur einem von Euch einen entsprechenden Kredit finanzieren wird.

Bei uns sieht es so aus:
ich bin seit 20 Jahren Beamtin im öffentl. Dienst (also auf Lebenszeit), mein Mann ist seit 15 Jahren Erzieher, allerdings erst seit August 2012 im Landesdienst (Berlin) unbefristet beschäftigt. Es herrscht in Berlin Erziehermangel, er würde also IMMER einen Job finden, das nur BTW. Wir sind 38 und 40 Jahre alt, haben zwei Kinder (7 und 3), sind seit 20 Jahren zusammen, sind aber erst seit Juni 2013 verheiratet, unser Einkommen liegt ungefähr so wie Eures, Eigenkapital hatten wir 20.000,- EUR.
Wir wollten im letzten Jahr eigentlich ein kleines Häuschen kaufen, stellten aber schnell fest, dass das in Berlin und Umland zu dem für uns realisierbaren Preis schwierig wird. wir hatten uns vorab von drei Banken ausrechnen lassen, dass für uns ein max. Kaufpreis von 180.000,- EUR drin ist.
Letztes Jahr im September hatten wir ein Häuschen für 170.000,- EUR (plus Provision) an der Angel. Das scheiterte leider daran, dass die grösste deutsche Bank (ich nenne keine Namen) nach vier Wochen rumeiern uns die vorher nahezu geklärte Finanzierung versagte, mit der Begründung, dass mein Mann ja noch 4 Monate Probezeit hätte (wohlgemerkt, im öD muss man schon "goldene Löffel" klauen um rauszufliegen).

Ende des Jahres haben wir dann im Berliner Speckgürtel eine ETW für 170.000,- EUR gefunden (ohne Makler). Finanzierung mit einer anderen großen deutschen Bank klappte problemlos und zügig, die 20.000,- waren aber Grundvorraussetung für die Finanzierung. Dieses Geld ist draufgegangen für: Notar und Grundbucheinträge sowie Grunderwerbsteuer (Hammer, 8500,- EUR! :-[ )= insg. ca. 10.000,- bis 11.000,- EUR (wir hatten einen sehr günstigen Notar). Da kein Makler beteiligt war, konnten wir den Rest in neue Möbel investieren, sonst wären für die Maklerprovision nochmal ca. 12.000,- EUR draufgegangen. Diese Kosten musst Du auf jeden Fall selbst tragen!

Keine der angefragten Banken hätte auch nur einem von uns alleine den Kredit gegeben. Das wurde kategorisch ausgeschlossen. Es spielt heute dabei keine Rolle mehr, ob man verheiratet ist oder nicht.
Du wirst Augen machen, wie die Banken Euer Einkommen runter rechnen und was laut denen eigentlich übrig bleibt. Die Banken haben feste Sätze für Lebenshaltung, Versicherungen etc., diese Summen werden in Abzug gebracht, da kannst du fünmfmal sagen, dass du jeden Tag nur trocken Brot isst.! :-p

In einer ETW musst du auf jeden Fall das Hausgeld beachten, das kann manchmal bis zu 500,- EUR monatlich betragen. Also die Rechnung: Miete gleich Rate bei einer ETW stimmt nicht so ganz (wenn mann jetzt als Eigennutzer denkt " Uh, ich zahl 800,- EUR Miete, dann zahl ich eben 800,- EUR Kreditrate" nee, nee). Das kommt zu der monatlichen Kreditrate dazu und ist an die Hausgemeinschaft (i.d.R. vertreten durch Verwaltung) zu zahlen. Darin sind alle Nebenkosten wie Straßenreinigung, Müllabfuhr, Versicherungen, Abwasser, meist auch Heizung sowie Instandhaltungsrücklage enthalten. Man sollte aber noch eine kleine eigene Rücklage bilden, in einer ETW musst du das meiste selbst reparieren (ausser vielelicht die Heizung).

Also, in eurem Fall sehe ich drei Alternativen:

a) erst mal eine kleinere Wohnung kaufen, die niedriger im Kaufpreis liegt und einer alleine finanzieren könnte (vielleicht so um die 60.000,- bis 70.000,- EUR). Dann in 3-4 Jahren vermieten und hoffen, dass alles klappt.Oder verkaufen...

b) eine größere ETW zusammen kaufen und erst mal drin bleiben, und erst NACH erfolgreicher Familienplanung (Kind/Kinder sind dann so 2,3, 4 Jahre alt und du bist wieder berufstätig) ein Haus kaufen. Als Startkapital ETW verkaufen.

c) noch ein paar Jahre weiter mieten und ein schönes Polster ansparen und dann ein Haus kaufen.

Ich persönlich würde kein Haus kaufen, wenn jetzt schon feststeht, dass in absehbarer Zeit ein Einkommen (nämlich Deins, durch Kind/Elternzeit) wegfällt. Dass ist mMn mit dem Einkommen deines Partners nicht zu stemmen, vor allem wenn das Risiko mit der Vermietung einer ETW noch dazu kommt. Für eine Hausrate musst Du bei Eurer Situation so um die 1.000,- EUR rechnen plus Nebenkosten von 200,- bis 300,- EUR (Wasser, Heizung, Strom, Müllabfuhr, Grundsteuer, Straßenreinigung, Versicherungen etc.) plus Rücklagen für Reparaturen plus Eure eigenen Lebenshaltungskosten (was ist mit Autos? Zwei? Das haut auch schön rein...).

So, das erst mal dazu... war ganz schön lang... ;-)

Gruß, Sandra

Beitrag von sora76 06.12.13 - 15:52 Uhr

Hallo!

Wir haben das ähnlich gemacht. Ich kanns dir ja einfach mal erzählen.
Mein Mann und ich haben uns eine Eigentumswohnung gekauft. In dieser haben wir ca. 8 Jahre gelebt. Dann mussten wir Beruflich umziehen. So richtig weit weg vom Ort.
Wir haben uns dann ein Haus gekauft (also nicht gebaut). Somit liefen dann 2 Verträge.
Die Wohnung haben wir vermietet. Hätten wie da da schon verkauft, hätten wie Miese gemacht. Da war der Markt ziemlich unten.

Tja, mit Mietern kann man Glück oder Pech haben. Wir hatten Beides. Daher ist es nicht verkehrt immer Geld in Petto zu haben. Noch heute ist die Wohnung vermietet, an recht gute Mieter. Die Wohnung trägt sich dann schon von Alleine und jetzt verdienen wir auch etwas daran. In ca. 4 Jahren ist sie abbezahlt und dann wollen wir sie verkaufen. Diese Geld stecken wir dann in unser Haus (mittlerweile mussten wir wieder umziehen und hatten das Glück unser altes Haus teurer zu verkaufen als wir es gekauft haben) und haben somit das Haus auch schon fast ab bezahlt (wir können Sondertilgung bei der Bank machen). Wir denken wenn das so weiter läuft sind wir in 5 oder 6 Jahren komplett raus aus dem Ding und brauchen uns dann keinen Kopf mehr zu machen. Wie gesagt, wenn alles klappt wie man sich das vorstellt. Man weiss ja nie was kommt.
Es kann also funktionieren, aber man sollte wirklich sehen das man nicht so stark von der Miete abhängig ist. Unsere Wohnung stand in der Zeit auch mal leer und wir mussten das dann auch noch bezahlen. Allerdings hätten wir das auch kurz aussetzen können, wenn es Finanziell gar nicht gegangen wäre.
Ob euer Geld reicht das so zu machen, weiss ich nicht. da würde ich mich beraten lassen.

LG Sonja

Beitrag von caprese 07.12.13 - 17:10 Uhr

Mal aus einer anderen Warte betrachtet:
Die Bevölkerung schrumpft und es wird gebaut wie bescheuert... Wir steuern hier also auf spanische Verhältnisse zu. Dort wurde vor wenigen Jahren auch noch eine Erstimmobilie gekauft und bei Umzug, Familienzuwachs etc. wurde eine Zweitimmobilie gekauft, die erste dann vermietet oder abgestossen.

Das ging so lange gut, wie keinem aufgefallen ist, dass man mehrere hunderttausend mehr Immobilien als Interessenten im Land hat. Nun sitzen viele Familien auf zwei oder mehr (unbewohnten!) Immobilien und ersticken an der Hypothek.

Bei einer ETW solltest Du auch immer bedenken, dass sich plötzlich das Eigentümer- bzw. Mieterklientel ändern kann... und damit auch der Wert der ETW.

Wieso nicht direkt ein Häuschen? Insbesondere der 2. Punkt bleibt euch somit ganz sicher erspart. Und bei spontanem Familienzuwachs seid ihr auhc auf der sicheren Seite.