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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von aries23 01.09.06 - 08:11 Uhr

Guten morgen!


Erst mal an euch alle Vielen Lieben Dank für Eure Antworten!

Gestern als mein Mann von der Arbeit kam, wollte ich mit ihm nochmals darüber reden. Ich sagte ihm, dass ich mit ihm zusammen runter gehen will um mit seiner Mutter zu reden. Und das wir, falls sich danach nichts ändert, wenigstens darüber nachdenken sollten uns ne andere Wohnung zu suchen. Er sagte dann: Gut ok, gehen wir runter, Du wirst aber sehen das sie gar nichts gegen Dich hat. Sie hat einfach nur Angst das ich wieder so Vearscht werde wie von meiner Ex.
Wir gingen dann nach unten und sie kam uns auch schon entgegen, er sagte ihr das wir ein Problem hätten über das wir reden müssen. Und noch bevor er anfangen konnte was zu sagen, fing ich an und sagte ihr das ich das Gefühl hätte sie könne mich nicht leiden und das ich glaube sie gönnt uns unser Glück nicht! Dann schaute sie mich an und sagte: Ja stimmt auch!! Mein Mann schrie sie direkt an: Jetzt fängt das schon wieder an, dir ist doch keine Recht. Wenns nach Dir ging müsste ich nur für Dich da sein, am besten hör ich noch auf zu arbeiten das ich den ganzen Tag bei dir sein kann.
Dann rannte er hoch in die Wohnung holte sich den Autoschlüssel und wollte abhauen. Ich bat ihn darum hier zu bleiben. Ich sagte ihm, dass ich eigentlich Sachlich über alles reden wollte. Aber er sagte, die würde sich nie ändern, er kennt sie nicht anders und schon immer hätte sie es geschafft alles kaputt zu machen. Und ich solle sofort anfangen ne Wohnung zu suchen, da wir jetzt sowieso ausziehen müssten.
Ich versuchte ihn zu beruhigen und wollte ihm Verständlich machen, dass ich so sowieso nicht ausziehen kann. Nicht wenn ein Gespräch jetzt unbedingt Notwendig wäre, zumal seine Mutter mich jetzt dafür Verantwortlich macht (so wie sie es mit seiner Ex tut) das er so ihr gegenüber reagiert hat.
Also ging ich nochmal nach unten um nochmals mit ihr zu reden. Sie hatte die Tür verschlossen, also ging ich wieder. Meine Kinder waren zu dem Zeitpunkt gerade unten spielen, die haben mitbekommen das ich zur Oma will und versuchten sie aus ihrem Zimmerchen zu locken. Nun sie macht die Tür auf meine Kinder kamen gerannt: Die Oma hat die Tür aufgemacht! Ich ging also wieder runter und dann stand sie schon da im Flur. Ich sagte ihr, dass es mir schon Leid tut das mein Mann sie jetzt so angeschrien hat und das ich ja nur will, dass wir uns in anbetracht unserer Wohnsituation verstehen. Denn so kann es nicht weiter gehen. Sie sagte dann, dass sie Angst hätte ich würde ihn auch nur Verarschen und ihn eigentlich gar nicht richtig lieben. Er hätte aber etwas besseres Verdient! Dann kam mein Mann plötzlich dazu und sagte: Das ist eine so liebe Frau, sonst hätte ich sie niemals geheiratet. Das mit der anderen war eben ein Fehlgriff, aber genau deshalb hätte er sich bei der Frage ob wir heiraten 1000 mal gut überlegt ob er es tun wird.
Sie fing dann wieder an zu heulen und sagte dann das ihr fehlt das ich nicht einfach mal zum Kaffee runter komme, sie hat ja den ganzen Tag nichts ausser Hausarbeit und ihren Hund. Ich sagte dann das sie genauso gut auch hoch kommen kann, denn ihr Hund ist ziemlich Eifersüchtig auf unseren kleinen gemeinsamen Sohn (1 Jahr) und das ich eben Angst hätte das etwas passiert. Zumal ich sie auch zu meinen Geburtstagen eingeladen habe aber sie da auch nie hoch gekommen ist! Naja wir redeten noch ne Weile und haben uns darauf geeinigt das wir jetzt jede Woche mindestens einmal zusammen einen Kaffe trinken.
Mein Mann war dann wieder überglücklich und wir haben sie und meinen Schwiegerpapa (der übrigens auch sehr lieb ist) für Sonntag zum Essen eingeladen.
Ich hoffe, dass es jetzt bei dieser Freundlichkeit bleibt. Wobei sogar mein Mann gestern abend noch sagte, dass sie sobald sie wieder getrunken hat, wieder ganz anders sein wird. Aber damit müsste ich leben, sie wäre nunmal so und das würde eben auch damit zusammen hängen das sein ältester Bruder vor ca 15 Jahren das Leben genommen hat und zwar zu Hause in dem Zimmer in dem sie schläft!! Naja gut, dass ich kann ich auch schon etwas verstehen!

Ich versuchs jetzt einfach nochmal und werd dann sehen was dabei rausgekommen ist.

Auf jeden Fall nochmals Vielen Lieben Dank für Eure Antworten!

Liebe Grüße
Steffi

Beitrag von dan21g 01.09.06 - 09:02 Uhr

Hallo Steffi,

Ich bin bisher nur stumme Mitleserin hier ("gehöre" normalerweise ins Schwangerschafts-Forum), habe aber deine Geschichte verfolgt und muss sagen: Respekt! Ich bewundere deinen Mut und deine Zähigkeit! Wenn es hier bei uns (Bauernhof, Schwiegereltern und leicht geistig behinderte Schwägerin wohnen im selben Haus unter uns) so abgegangen wäre, hätte ich es wohl nicht geschafft, auf einem klärenden Gespräch zu bestehen, sondern hätte meine Sachen gepackt und wäre (hoffentlich samt Mann und Kind) gegangen.
Glücklicherweise komme ich mit meiner SM sehr gut aus, dafür wäre ich z.B. nicht in der Lage, mit meinen eigenen Eltern zusammenzuleben.

Auf jeden Fall finde ich, dass du es wirklich gut hingekriegt hast, die Situation zu "entschärfen" und hoffe für dich, dass es möglichst lang bei diesem Waffenstillstand bleibt. Außerdem finde ich es sehr gut, dass du auch versuchst, dich in die Situation deiner SM zu versetzen, die es ja offenbar auch nicht leicht hatte in ihrem Leben und der es bestimmt wahnsinnig weh getan hat, mitzukriegen, wie die Leben ihrer Kinder zerstört wurden. Da kann ich schon verstehen, dass man als Reaktion auf solche Schicksalsschläge "seltsam" werden kann.

Wie gesagt, ich wünsche dir alles Gute und finde, du hast das absolut richtig gemacht, dass du den "schweren" Weg gewählt hast und in die "Höhle des Löwen" gegangen bist, anstatt gleich zuzusehen, dass du da wegkommst. Ich wäre dafür zu feige gewesen ;-)

Ciao!
Daniela

Beitrag von jennyspike 01.09.06 - 10:54 Uhr

Hallo Steffi,

mensch, das klingt doch toll. Was ich ein bißchen komisch finde, dass sie erst sagt dass sie Euch das nicht gönnt und Dein Mann ausspricht dass sie sich nie ändern wird und dass sie immer alles kaputt machen würde ect. und dann fahren will und dass DANN erst dieser Sinneswandel mit ihrer Angst, Du würdest ihn auch nur verarschen, kommt.
Nicht, dass sie jetzt denkt, bevor ihr Sohn mit Dir und den Kindern ganz auszieht (hat er ja schon mal gemacht) und sie ihn vielleicht ganz verliert, spielt sie lieber ein Schauspiel und versucht, mit irgendwelchen Ängsten Mitleid zu erwecken.
Vielleicht sehe ich das als überzeugte Pessimistin ein bißchen zu schwarz, aber vielleicht magst Du das einfach im Hinterkopf behalten und dann zuerst Euer gemeinsames Essen (schöne Idee!) und das wöchentliche Kaffee trinken abwarten und schauen wie sich die Sache entwickelt.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch, Jenny

Beitrag von aries23 01.09.06 - 11:43 Uhr

Hallo Jenny!


Danke für Deine Antwort!

Ja ich bin auch noch etwas skeptisch, ich weiss nicht was sie wohl gemacht hätte wenn mein Mann nicht so ausgerastet wäre.
Ich glaube, dass auch der Sinneswandel meines Mannes daher kommt, weil er ihr etwas zu Verdanken hat.
Er hatte sich vor 2 Monaten von ihr 600 Euro geliehen, weil er bei der Bausparkasse (über die der Kredit läuft den er damals gebraucht hat um diese Wohnung hier um zubauen) mit 800 Euro im Rückstand war. So dann haben wir auch zu unserer kirchlichen Trauung von seinen Eltern nichts bekommen. Und gestern mitten im Gespräch, sagte sie: Ich schenke euch die 600 Euro, also braucht ihr nix zurück zahlen! Und auf einmal war auch mein Mann wie umgewandelt. Natürlich war auch ich ihr schon sehr Dankbar, denn 600 Euro ist schon sehr viel Geld. Nun wir haben uns noch ne Weile unterhalten und dann gingen wir, weil wir mit meiner Mama verabredet waren. Und mein Mann sagte beim weg fahren dann: Na siehst Du aber so böse und schlecht ist sie ja doch nicht!!

Ich muss schon sagen, so ganz trau ich dem Frieden noch nicht, dafür ist es auch noch zu früh, sowas muss sich erst mal ne ganze Weile bewähren. Aber dennoch bin auch ich bereit ihr entgegen zu kommen, ein Versuch ist es ja Wert ;-) Ich sag mir immer, jeder hat ne zweite Chance verdient, auch sie:-p

Nun denne, ich werde mit zu dem Essen gehen und bin wirklich gespannt ob das denn nun wirklich alles verbessert.

Abwarten und Tee trinken #gruebel

So, liebe Grüße,
Steffi

Beitrag von jennyspike 01.09.06 - 12:09 Uhr

Hallo Steffi,

mensch, Dein Mann ist 36 und muss sich immer noch Geld von seiner Mutter leihen? Sorry, aber ich glaube, dass er da auch voraussschauender planen könnte, und nicht alles so locker nehmen, von wegen, naja, machen wir mal so, passt schon, und wenns nicht passt dann habe ich ja noch meine Mami mit dem dicken Konto.... dadurch gerät er immer wieder in diese Abhängigkeit und seine Mutter hat ihn / Euch in der Hand.
Ich habe ein einziges Mal von meinem Vater etwas geliehen bekommen, nachdem mein altes Auto nach einem unverschuldeten Unfall Totalschaden war. Mein Vater fuhr mit mir damals die Autohändler ab und wir fanden einen Wagen und ich hatte eigentlich geplant den zu finanzieren, entweder über den Händler oder über eine Bank mit Kredit und dann bar bezahlen. Mein Vater hat das Vertragliche mit dem Händler abgemacht und fragte dann plötzlich, wieviel Rabatt er noch bekommen würde wenn er den Wagen jetzt, hier und gleich bar bezahlen würde. Da bin ich erstmal vom Stuhl gefallen, das habe ich nie erwartet. Er erklärte mir hinterher dass er diesen Halsabschneidern Bank nichts gönnt und das Geld lieber aus der Firma nimmt und ich sollte es ihm 1:1 in Raten zurückzahlen ohne teure Zinsen. Als ich dann später diesen Wagen verkaufte und einen anderen finanzierte, was glaubst Du wer zuerst sein Geld wieder hatte ;)
Man, war ich froh dass ich da keine Verpflichtung mehr hatte.
Sieht Dein Mann denn das pro und kontra seiner Mutter nur im Geld?

Liebe Grüße,
Jenny

Beitrag von strichmaennchen4 02.09.06 - 18:47 Uhr

Hallo Jenny,

vielleicht hast Du Recht und Ihr Mann sollte sich nicht immer vom Geld seiner Eltern abhängig machen. Aber ich bin 32 und kann/darf mir immer wieder mal Geld von meinen Eltern leihen. Wir haben ein eigenes Haus und 2 Kinder und mein Mann ist absolut kein Grossverdiener. Seit diesem Jahr bekommen wir keine Eigenheimzulage mehr und ich muss sagen, dass Geld fehlt uns sehr. Als ich letztes Jahr gewollt schwanger wurde und wir nur 1 Kinderzimmer von 12 qm hatten, mussten wir zwangsweise umräumen/bauen. Unser Wohnzimmerschrank passte natürlich nicht in das kleine Zimmer und auch ein Raumteiler sowie eine kleine Kommode für´s Baby brauchten wir. Da meine Eltern beide berufstätig sind und ein wirklich gutes Einkommen haben UND uns gerne mal Geld leihen, wenns knapp wird, haben das wir als auch meine Schwester und Mann schon mehrfach in Anspruch genommen. Meine Mutter gibt es uns lieber zinsfrei, als das wir auch noch teure Zinsen zahlen müssten. Und so lange meine Eltern uns gerne unterstützen, sehe ich darin auch kein Problem. Es ist halt nicht einfach, ein Haus abzuzahlen, die ganzen Nebenkosten, zwei Kinder und ein ganz wenig Spass am Leben auch noch zu haben. Und wir gehen weissgott nicht oft essen. Vielleicht 2 - 3 mal im Jahr.
Und ich hab absolut nicht das Gefühl, in Abhängigkeit meiner Eltern zu sein und sie geben es uns auch nicht.
Dafür liebe ich meine Eltern viel zu sehr und sie uns!!!
Nichts für ungut und lieben Gruss
Viola mit Jonathan (6) und Johanna (10 Monate)

Beitrag von cephir 01.09.06 - 11:29 Uhr

Hauptsache jetzt weiss jeder das :WARUM.......
Und genau das ist wichtig.....

Beitrag von danni64 01.09.06 - 16:12 Uhr

Hallo Steffi,

ich finde es toll,dass du dir meinen Beitrag zu Herzen genommen hast. Das Ganze hat dir auch gezeigt,dass dein Mann voll und ganz hinter dir steht :-).

Er liebt dich und du liebst ihn. Das muss deine Schwimu erst lernen und begreifen.

Ich denke,jede Schwiegermutter hat so ihre Macken und etwas zu meckern. Ist bei meiner Schwiegermutter und meiner Mutter auch nicht anders.
Ich hoffe mal schwer,dass ich später nicht so werde. Euer Hauptproblem ist wohl auch das Trinken der Schwimu. Vielleicht sollte sie daran mal arbeiten,denn dann wäre auch vieles leichter. Sie hat einen Sohn auf tragische Weise verloren,kenne das,denn mein Vater hat sich das Leben genommen. Nun meint sie,sie muss auf ihren anderen Sohn besonders aufpassen,leider eine Macke,die wir Mütter haben.

Das hat ihr aber vielleicht gezeigt,wie wichtig dir seine Familie ist und wie wichtig dir deine Familie und dein Mann ist.

Es wird jetzt nicht immer Sonnenschein herrschen,aber ich würde dann immer wieder das Gespräch suchen,denn dann begreift auch sie es irgendwann.

Wenn es nun garnicht mehr auszuhalten sein wird,dann kann man immer noch ausziehen.

Ich wünsche euch viele glückliche und schöne Jahre zusammen.

LG Danni !!!