Besuch nach der Geburt, eingrenzen???

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von 3malj 01.09.06 - 09:35 Uhr

Hallo!
In etwa drei Wochen erwarten wir unseren zweiten Sohn, unser "großer" ist nun etwas über 2,5 Jahre alt...
Naja das eigentlich Thema ist, das ich mich noch genau an die Zeit nach der Geburt meines ersten Sohnes erinnere und es einfach nur ÄTZEND:-[ fand wenn wir ständig
Besuch hatten, am besten noch unangemeldet und dann ewig lang....
Ich kann wirklich verstehen das alle Leute ganz aufegregt und gespannt sind und das Baby sehen wollen aber ich finde das in erster Linie wir mit dem neuen Mitfamilienmenschlein und der gaaaanz neuen Situation umgehen müssen und daher jeder respektieren sollte das wir das nciht wollen!
Mein Freund und ich haben jetzt abgemacht das wir unsere Eltern informieren nach der Geburt und die dann in den nächsten Tagen, wie sie Zeit haben gerne mal ein Stündchen kommen können. Aber damit auch genug!
Alle anderen Familienmitglieder erfahren es dann eh durch unsere Eltern und auch so sind wir der Meinung das wir keiner Informationspflicht allen anderen gegenüber unterliegen!
Wir möchten auch erstmal keinen Besuch bzw wenn mal nur so ein halbes bis max. ganzes Stündchen...wir finden das völlig gut so einfach weil WIR ein weiteres Baby haben und WIR damit umgehen müssen und WIR uns zurecht finden müssen und WIR diese Familie sind!

Ich kann mir aber schon denken das viele oder einige diese Stellung als übertrieben ansehen würden oder es dann vllt tun und sich irgendwie auf den SChlips getreten fühlen!
Ich bin jedoch der Meinung das alle verstehen und respektieren sollten das wir das so möchten!

Und wie kann ich dieses gräsliche rumgereiche des Neugeborenen unterbinden? Ich finde es so furchtbar wenn vllt zwei oder drei Leute zusammen kommen und alle das Minichen rumreichen wie einen Pokal...was kann ich da tun?

Vielen Dank für die Geduld meinen etwas längeren Beitrag durch zulesen! Danke

Jenniy

Beitrag von monique_15 01.09.06 - 10:21 Uhr

Hallo Jenniy,

ich kann dich gut verstehen. Dass man mit dem Neugeborenen viel Ruhe braucht, ist nichts, wofür man sich entschuldigen muss, finde ich. Manche Leute lieben Trubel, aber für viele ist es doch einfach purer Stress, wenn da alle Freunde und Verwandten mal gucken kommen wollen.

Da hilft nichts außer Ehrlichkeit. Die Babys neigen dazu, abends viel zu schreien nach hektischen Tagen, die Mamas bekommen gerne mal einen Milchstau von dem Stress. Das kann man doch ruhig sagen. Deine Hormone werden Achterbahn fahren, dein Erstgeborener wird etwas durch den Wind sein... die ganze Familie muss die neue Situtation doch erst mal selbst in Ruhe kennenlernen.
Sagt das euren Leuten VORHER. Dann sind sie bestimmt nicht beleidigt. Das gilt genauso fürs Baby-Betatschen. Sag ihnen (von mir aus als Notlüge), dass der Kleine immer so viel schreien muss, wenn er rumgereicht wurde, oder dass er eh sofort schreit, wenn Mama ihn aus der Hand gibt oder was auch immer. Und gut ist.

Bei uns hat das gut geklappt. Viele Freunde sind mittlerweile auch sensibilisiert genug, um selbst vorzuschlagen, dass sie erst nach 3 Wochen kommen oder so.

Außerdem haben wir uns vorbehalten, einfach mal auch kurzfristig einen Besuch abzublasen, wenn es mir nicht so gut ging. Meine Ma wollte das auch nicht auf Anhieb einsehen, hat sich aber schließlich doch in ihr Schicksal gefügt.

Und noch was: Eure Leute sollen bitte nicht nur Geschenke fürs Baby bringen, sondern immer auch etwas für den Großen. Sonst gibt es schnell dicke Luft...

Lieben Gruß,
Monique

Beitrag von jacqi 01.09.06 - 11:50 Uhr

Ich habe es so gemacht....

mein freund hat alle nach der geburt angesimst und daten des kindes geschickt...denke mal das freunde auch ein recht darauf haben zu erfahren das der neue erdenbürger da ist.
schlimmer würde ich es finden, es als freund über andere zu erfahren.

schreibt doch in die sms, das besuch sich bitte vorher anmelden soll.
ich habe alle ins kkh eingeladen, da bleibt keiner lang ;-) weil es schnell langweilig wird.

so hatte ich den ersten ansturm vorbei und zu hause kamen nur meine eltern und schwiegereltern zu besuch.

alle meine freunde hatten verständnis und sich erst nach einpaar wochen gemeldet oder zuimindestens vorher gefragt, ob sie kommen dürfen.

ich fands nicht schlimm, das mein kleiner rumgetragen wurde ;-)

alle wollten mal halten, was ich persönlich als nicht so schlimm empfinde/ empfand.

also, du kannst es entweder auf die sanfte tour machen, per sms oder du sagst es den leuten einfach.

lg jacqi

Beitrag von sternchen777 01.09.06 - 12:25 Uhr

Hallo!

Ich kann Dich voll verstehen und finde, Dein Standpunkt ist alles andere als übertrieben.

Bei meinem ersten Kind war ich entsetzlich gestreßt, weil jeder meinte, unangemeldet im Krankenhaus auftauchen zu müssen. Ich mußte dort leider eine ganze Woche bleiben.

Beim zweiten Kind konnte ich zum Glück ambulant entbinden und es ist fast NIEMAND nach Hause gekommen. Falls doch jemand im unpassenden Moment gekommen wäre, hätte ich die Tür halt einfach nicht aufgemacht (wann die Hebamme kommt, wußte ich ja).

Und zum Anfassen und Herumreichen: Entweder war ich beim Stillen oder Wickeln oder die Kleine hat geschlafen - und dann darf eh keiner stören!

Ich wünsch Dir eine schöne Geburt und ein ruhiges Wochenbett,
Gruß
Anna

Beitrag von die.kleine.hexe 01.09.06 - 12:49 Uhr

hallo,

ich habe 2 kinder (9J, 1J) und fand den besuch im krankenhaus als sehr angenehm.....mir war das immer so langweilig, weil das #baby fast den ganzen tag geschlafen hat


auch zuhause hatte ich keinen "stress" und habe mich über besuch mit #paket gefreut ;-)..........die leute haben sich aber auch nicht die klinke in die hand gegeben und sind auch nie so lange geblieben

lg,
hexe

Beitrag von stehvieh 01.09.06 - 12:49 Uhr

Hallo!

Hab ich ein Glück, die Leute, um die es bei uns ging, die hatten alle von sich aus Rücksicht genommen. Beim 1. Kind hab ich selber den Fehler gemacht, meine Familie (müssen alle 200 bis 400 km weit anreisen) einen Tag nach der Heimkunft aus dem KH einzuladen. Nie wieder, meine Mutter war direkt sauer, weil die Wohnung nicht auf Hochglanz war und ich nicht gesprungen bin, um meine Gäste zu bewirten #:-[...

Diesmal wollten meine Eltern an dem Tag der Geburt eigentlich zum Kaffee kommen, da musste ich sie ja dann noch ausladen und hab vorgeschlagen, dass sie am nächsten Tag im KH vorbeischauen (das war dann Sonntag). So waren dann Mann, großes Kind, Eltern und Schwiegereltern gleichzeitig eine Stunde lang im KH, das war gerade noch auszuhalten #:-). Mehr Besuch wäre zuviel geworden. Zu Hause hab ich dann nur von der Hebamme Besuch bekommen und meine Nachbarn gesehen, wenn ich mal mit auf den Hof gegangen bin. Alle anderen hab ich per Mail mit Bild informiert. Die haben mir alle mindestens 3 Wochen Zeit gelassen, bis sie angefragt haben, ob es uns recht ist, wenn sie mal auf eine Stunde vorbeikommen. Das fand ich sehr rücksichtsvoll von meinen Freunden.

Das Rumreichen kannst du nur mit energischen Ansagen unterbinden. Oder du stillst die ganze Zeit oder hast das Kind im Tragetuch - da reißt es doch keiner weg #;-). Ich hab damit wenig Probleme, wenn die Leute gefragt haben. Die Leute, die viel mit uns zusammen sind, dürfen Josephine gern ab und zu halten, manchmal ist das praktisch, wenn z. B. Caroline mich dringend braucht.

LG
Steffi + Caroline Johanna (28 Monate) + Josephine Marie (morgen 6 Wochen)

Beitrag von cajamarca 01.09.06 - 12:53 Uhr

Hallo Jenny

Ich hatte es mir bei meinem ersten Kind so schön vorgestellt: ich liege bequem im Bett, mein Kind neben mir, und empfange stolz die ganzen Besucher, die alle mit schönen Geschenken kommen und mein Baby bewundern. In Wirklichkeit war ich nur hundemüde, die Besucher blieben ewig lange, Kleinkinder rannten schreiend durchs Zimmer, meine Bettnachbarin hatte genauso viel Besuch wie ich und nach einer ziemlich entspannten Geburt, bin ich vier Tage später übernächigt und völlig fertig entlassen worden.

Diesmal schränke ich den Besuch im Krankenhaus aufs Nötigste ein, KEINE Kleinkinder, und nur sehr nahe Verwandte und Freunde. Alle anderen können mich gerne später zu Hause besuchen. Mein Mann hat mir versprochen, diesen Wunsch diplomatisch weiterzugeben, wenn er die Geburt ankündigt.

LG Anke

Beitrag von beijokatie 01.09.06 - 13:39 Uhr

Also ich habe es so gemacht: Mein erstes Kind - und ich habe entschieden, KEINEN BESUCH im Krankenhaus. Da ich ja noch nicht wusste, wie wird es mir gehen, dem Baby, ich muss alles lernen, stillen, wickeln etc. Da hätten weitere Personen nur gestört. Mein Freund war natürlich die ganze Zeit bei uns und vorher hat er auch komisch über meinen Wunsch geschaut, aber hat es allen weiter vermittelt. Freunde, die selbst Kinder haben, haben mich voll verstanden, Freunde die noch keine Kinder hatten, konnten das gar nicht verstehen, mussten es aber akzeptieren, da ich gesagt habe, auch das Krankenhaus weiß Bescheid und werden keinen zu mir schicken (auch wenn es nicht stimmt). Im nachhinein, meinte mein Freund, dass die Entscheidung vollkommen richtig war - wir hatten Probleme mit dem Stillen und ich war total müde. Also ich kann es nur empfehlen, denn es Deine Zeit mit dem Baby und die anderen müssen halt warten. Und nur Du entscheidest, wer das nicht akzeptiert, hat Pech gehabt.
Katie

Beitrag von sunda 01.09.06 - 14:25 Uhr

Ich habe zwar noch ein bisschen Zeit (27.SSW) , aber genau das war bei uns schon vor Langem Thema. Meine Mutter hatte tatsächlich vor, DIREKT nach der Geburt ins KH zu kommen :-[

Ich habe ihr dann gesagt, dass wir das nicht wollen. Ihre Enttäuschung war grenzenlos :-(

Nun kommt sie am nächsten Tag. Vermutlich auch der Rest der Sippschaft. Im Moment darf ich gar nicht daran denken. Aber auf der anderen Seite wird es sicherlich recht langweilig im KH und irgendwie freut man sich ja dann doch, wenn man etwas Ablenkung hat.

Beitrag von snoopy128 01.09.06 - 14:43 Uhr

hallo,

lies dir doch mal diesen artikel von urbia durch, ich fand den toll und habe teile davon meinen verwandten auch vorgelesen, bevor der kleine kam und die meisten konnten auch verstehen, dass wir erst einmal ruhe wollten.

http://www.urbia.de/topics/article/?id=7366&c=0

lg snoopy128 #hund

Beitrag von eumel79 01.09.06 - 15:07 Uhr

Hallo,

das ist schon ein leidiges Thema mit dem Besuch nach der Geburt. Meine Ma kam auf die Idee, dass mein Mann sie ja mitnehmen könne, weil sie kein Auto hat. Nur darauf habe ich kein Bock. Er wird schließlich nach der Arbeit vorbeikommen und so lange wie möglich bleiben. Da wird sie wohl mit Schwiegereltern oder meinem Bruder zusammen fahren müssen. Bisher habe ich ihr das aber noch nicht gesagt, vielleicht kommt sie noch von selbst drauf.
Mein Mann ist allerdings auch etwas anderer Meinung als ich, was das Thema Besuch angeht. Ich hätte halt gerne, wenn die Leute vorher anrufen. Wenn es mir gut geht, ist es ja kein Thema, dann freut man sich bestimmt über ein paar Leute. Aber des darf auch nicht überhand nehmen. Er meinte dann, er könne seinen Freunden das Kind ja auch zeigen, ohne das ich dabei bin. Dass die Kleinen aber vielleicht viel zu überdreht sind nach einer Menge Besuch, darüber scheint er nicht so ganz nachzudenken.
Es wird wohl noch mal eine Diskussion geben deswegen.
Na ja, ein paar Tage haben wir ja noch. Und ich denke halt auch, dass die Entscheidung über den Besuch in den ersten Tagen/Wochen eigentlich nur bei der Mutter liegen sollte, denn die weiß am besten wie es ihr und dem Kind geht.

LG und noch eine schöne Restschwangerschaft
Britta mit Anna inside (ET -24)

Beitrag von toffifee007 01.09.06 - 15:46 Uhr

hallo!


das thema hat mich vorher auch beschäftigt.

also, ich habe eine sms an alle geschickt, die ich gern sehen wollte. meine engsten freunde und meine eltern. :-) wen ich nicht sehen wollte, waren z.b. meine geschiedenen schwiegereltern. die haben maya übrigens bis heute noch nicht gesehen. hab keine lust auf sie.

naja, jedenfalls hat keiner meine kleine ausm bettchen geholt, weil sie eigentlich immer gepennt hat. nur meine ma hatte sie oft auf dem arm. ausserdem hat sie die kleine immer umgezogen weil ich mit den komischen klamotten im kh nicht zurecht kam. #hicks

zu hause angekommen war erstmal ruhe. es haben ein paar leute angerufen, alles gute gewünscht etc. eine woche später kamen dann die verwandten und es war eigentlich ein schöner tag. meine tante hat maya gefüttert und die andere tante hatte sie auch aufm arm. aber es war kein "herumreichen wie eine trophäe". denn damit ich wirklich ein problem gehabt! #cool

so, doch ganz schön lang geworden... #blA

ALLES GUTE!!!

ina + maya 13wo.

Beitrag von josili0208 01.09.06 - 21:17 Uhr

Hallo,
ich bin in der Hinsicht wahrscheinlich ein bisschen anders, aber wenn dieser Ablauf für Euch der beste ist, darf Euch auch keiner sauer sein. Und wenn, ist ja nicht Euer Problem ;-)
Ich habe im KH gern Besuch gehabt, mir war furchtbar langweilig, und es war ja auch nur tagsüber. Diesmal werden wohl auch meine Arbeitskollegen gleich vorbeischauen wollen, aber das stört mich auch nicht. Geniesse eher den Sonderstatus schwanger und frische Mama zu sein ;-).
Dann zu Hause finde ich versteht es sich von selbst, dass sich Besuch anmeldet. Das musste ich auch nicht extra erwähnen. Sogar unsere Familien kommen nie unangemeldet. Aber wenn ich weiss wer wann kommt, ist das ok. Ich bitte auch darum dass sie was zu essen mitbringen, wobei meine Schwiegermutter dass wahrscheinlich sowieso macht. Und wenns mir zuviel wird, sage ich direkt dass ich das lieber verschieben würde. Auch meine Freunde etc. sind doch so feinfühlig, dass sie uns eh von sich aus ein paar Wochen in Ruhe lassen. Ich bin genauso bei anderen frischgebackenen Eltern und finde es ziemlich komisch dass anscheinend doch noch vielen Leuten dieses Feingefühl fehlt zu merken wenn sie (noch) nicht erwünscht sind.#kratz#augen
Ich finde Besuch von der Familie besonders wichtig, weil bei mir der Babyblues so gar nicht erst gross aufkommt (mag nicht gern allein sein mit Neuigkeiten) und vor allem auch weil so immer jemand für meine Grosse (6J) da ist, dann fühlt sie sich nicht so abgeschoben, wenn ich mal keine Zeit habe. Zumal unser Papa wahrscheinlich auch zur Geburt nicht da sein wird. Ach ja, im KH bestehe ich drauf dass die grosse Schwester so schnell wie möglich kommt, und klar, mit ihr Oma und Opa, die müssen sie ja hinbringen.
LG Jo

Beitrag von lolleken 03.09.06 - 11:14 Uhr

Guten Morgen Jenny,

denk einfach nicht zuviel darüber nach, was andere denken, sondern zieh dein Ding durch.

Als es bei mir dem Ende zuging, hab ich von Schwiegermutter erfahren, dass die ganze Nachbarschaft kommen will, wenn ich aus dem KH nach Hause komme. Daraufhin habe ich eine 14-tägige Besuchssperre ab Geburt für nicht-nahe Verwandte angekündigt. Waren zwar alle etwas verwirrt, haben es aber akzeptieren müssen.

Sogar meine Schwiegereltern, die bei uns im Haus wohnen, dürften am Tag der Heimkehr nicht "mal eben schauen". Und auch im KH dürfte niemand allzulange bleiben - das hatte mein Mann allen freundlich erklärt und hat es auch durchgesetzt.

Besser, ein paar Erwachsenen sind eingeschnappt, als das Kind und Du sind total erschöpft. Immerhin muss bei dir ev. ersteinmal alles verheilen - und im Baby-Blues stören auch alle.

Mit dem rumreichen: Ich hab die Kleine einfach auf dem Arm gehabt, und wenn in den ersten Tagen einer fragte, ganz klar gesagt, dass ich sie noch nciht aus der Hand gebe.

Genieße die ersten Tage in Ruhe
LG
Juliane (mit Sophia, die heute alt genug ist um erstmals mit zur anderen Oma zu fahren)