ich vermisse nele so sehr...

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von felizitaz 01.09.06 - 10:15 Uhr

hallo,
ich weiss gar nicht, was plötzlich los ist. auf einmal könnte ich nur noch heulen, mich nervt alles und gleichseitig ist es mir egal. vielleicht liegt das auch daran, dass wir uns wieder für ein weiteres kind entschieden haben. dabei vermisse ich nele so sehr und will eigentlich nur sie wieder haben. vielleicht klappt es deswegen auch nicht mit dem schwanger werden, weil ich mich gar nicht auf ein neues kind einlassen kann. vielleicht ist das doch nur der wunsch, nele noch einmal zubekommen.
sorry, das war jetzt etwas wirr.
danke fürs lesen.
gruß feli

Beitrag von cocoskatze 01.09.06 - 10:36 Uhr

Magst du drüber schreiben?

Ich kenne eure Geschichte nicht, aber es tut mir unendlich leid, daß du dein Kind hergeben mußtest.

Trösten kann dich niemand, auch nicht den Schmerz nehmen.

Aber vielleicht kann man dir ein kleines bisschen Mut machen, dich einfach auf etwas einzulassen, wenn du dazu bereit bist.

Fühle dich umarmt, und verliere den Mut nicht.

Simone

Beitrag von felizitaz 01.09.06 - 11:01 Uhr

hallo,
hier ist neles geschichte:

Die Schwangerschaft war bei Nele schon nicht so wirklich gut, allerdings hieß es immer sie wäre gesund. Anfang der Schwangerschaft wurde bei mir ein Polyp in der Gebärmutter festgestellt (nach dem Blutungen auftraten), dieser sollte eigentlich auch entfernt werden. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt recht hoch war. Dann ging soweit auch erstmal alles gut, abgesehen von dauerhafter Übelkeit. In der 30ssw traten das erste mal vorzeitige Wehen auf. Ich sollte mich schonen (was mit einem Kleinkind allerdings recht schwierig war), in der 32ssw dann wieder Wehen, diesmal stärker. Also eine Woche KH Bettruhe. Wieder zu Hause sollte die Bettruhe weiter eingehalten werden, also bekamen wir eine Haushaltshilfe. Nele kam dann aber doch erst am ET zu Welt.

Bei Neles Geburt musste leider mit der Saugglocke nachgeholfen werden. Aber beim ersten Check UP war alles mit ihr OK. Ich war sehr erleichtert, da ich die Nacht zuvor geträumt hatte, sie würde einen Herzfehler haben.

Bei der U1 wurde dann ein Herzgeräusch gehört. Aber man beruhigte uns noch, dass dieses auch wieder verschwinden könnte, was nicht ungewöhnlich wäre. Als nach weiteren zwei Tagen das Geräusch aber immer noch nicht verschwunden war, bekamen wir auf mein Drängen hin, einen Termin beim Kinderkardiologen. Dieser stellte dann mehrere Herzfehler fest (großes Loch zwischen den Vorhöfen, zwei kleine Löcher zwischen den Hauptkammern, alle Klappen leicht insufizient - wobei eine auch nicht Richtig angelegt war). Wir waren natürlich geschockt, aber man sagte uns, dass einige Fehler auch noch verschwinden könnten. Erstmal bräuchte gar nichts gemacht zu werden, da sie ansonsten fit war. Verunsichert waren wir natürlich trotzdem.

Bei der U2 beim Kinderarzt zu Hause, war dieser überrascht, wie gut Nele zugenommen hatte, und war sehr zufrieden mit ihr. Des öfteren mußten wir zu Kontrolluntersuchungen beim Kardiologen. Sie bekam dann mit ca. vier Wochen ein Medikament zur Unterstützung. Neles Zustand war aber fast unverändert, lediglich eine der Klappen arbeitete jetzt normal. Man merkte ihr bisher auch nichts von ihren Herzfehlern an.

Kurz vor der Taufe ging es Nele schlechter. Sie trank kaum noch, schwitze stark beim trinken und hatte immer kalte Hände und Füsse (bis fast zum Knie hinauf). Nach der Taufe stand ein Kontrolltermin an (07.12.2005). Dort wurden meine schlimmem Befürchtungen bestätigt. Es ging ihr wirklich deutlich schlechter, die Vorhöfe waren stark vergrößert und sie hatte nicht zugenommen. Also Termin für einen Herzkatheter in der nächsten Woche, bis dahin sollte per Waage kontrolliert werden, wie viel sie trinkt (bis dahin war sie noch ein Stillkind). Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie viel Angst ich vor dem Herkatheter hatte und auch vor dem daraus resultierende Ergebniss.

Diese eine Woche in der Klinik war die Hölle, die Voruntersuchungen waren schon schlimm, dann kam die Untersuchung. Alles ging gut, keinerlei Komplikationen und ich konnte Nele wieder in die Arme schliessen. Das Ergebnis war allerdings nicht so gut. Die Muskulatur der Herkammern hatte sich verhärtet und deswegen waren die Vorhöfe so groß. Nele sollte Medikamente bekommen, die dann noch im KH eingestellt wurden. Danach konnten wir wieder nach Hause und unsere einziges Weihnachtsfest mit Nele verbringen.

Bei den folgende Kontrollen wurde leider keine Änderung festgestellt, aber das wäre auch noch zu früh gewesen. Damals wußten wir noch nicht, dass, wenn die Medikamente nicht anschlagen, Nele ein neues Herz brauchen würde (auch wenn ich es geahnt habe).

Kurz vor ihrem Herzinfarkt bin ich nachts wachgeworden und habe meine Kinder im Bett gesucht (Nele hat bei mir geschlafen). Dann habe ich Nele gefühlt und dachte es wäre Celina (höhrt sich jetzt etwas doof an, ich weiß), und ich habe panisch nach Nele gesucht, bis mir die Verwechselung aufgefallen ist. Celina lag in ihrem Bett. Ich beruhigte mich wieder und schlief weiter. Leider sollte schon kurze Zeit später diese Situation Wirklichkeit sein.

Wir besuchten am 08.01.2006 meine Mutter im KH, weil sie den Blinddarm rausbekommen hat, da schien noch alles normal. Morgens am 09.01. quitschte Nele nach dem aufwachen komisch (hatte ich erst einmal nach dem katheter von ihr gehört), und sie hatte Durchfall (bezogen wir aber auf die Milchumstellung). Ich machte mir Sorgen, war mir aber auch nicht sicher, ob ich es mir nur eingebildet habe. Nele trank immer noch sehr schlecht (seitdem KH-Aufenthalt auch nur noch aus der Flasche), aber an diesem Tag war es besonders extrem, sie hat fast gar nichts getrunken. Ansonsten war der Vormittag aber wie immer und so entschlossen wir uns, wie verabredet, zu meinen Großeltern am Nachmittag zufahren.

Dort fing Nele wieder an zuquitschen und war ziemlich fahrig. Als wir abends wieder zu Hause waren, brachten wir ersteinmal Celina ins Bett. Am liebsten wäre ich sofort ins KH gefahren, aber da wir gerade unsere ehelichen Probleme wieder in den Griff bekamen, wollte ich meinen Mann auch nicht dazu drängen. Heute mache ich mir deswegen Vorwürfe. Nach dem Nele schon ... wie soll ich es beschreiben? ... wie weggetreten wirkte fuhr mein Mann mit ihr ins KH und ich bleib zu Hause bei Celina.

Dort angekommen hatte sie die Ruhe weg (kenn es nur aus den Erzählungen meines Mannes), dachten es wäre nur eine Margen-Darm-Grippe. Nele hatte mitlerweile Fieber, was zu Hause noch nicht der Fall war. Sie sollte aber wegen dem Gewichtsverlust da bleiben und Antibiotika über den Tropf bekommen.
Da die Blutwerte nicht ok waren, sollte nochmal Blut abgenommen werden. Dabei erlitt sie den Herzinfarkt. Es wurde schnell ein Zugang gelegt und Nele auf die Intensivstation gebracht, dort angekommen war das Fieber weg, sie hatte einen kompletten Kreislaufzusammenbruch. Mein Mann sollte mich schnell holen, da nicht sicher war wie lange Nele noch Leben würde (eine halbe Stunde vorher wurde ich wach, und dachte: Jetzt ist es soweit, Nele ist auf der Intensivstation und stirbt. Das war ungefähr zudem Zeitpunkt des Herzinfarktes). Also habe ich nachdem Anruf zitternd Celina geweckt und angezogen, danach habe ich versucht meine Eltern zuerreichen, damit sie sich um Celina kümmern. Meine Mutter war noch immer im KH und mein Vater hatte Nachtschicht. Also rief ich ihn auf der Arbeit an und er wollte nach Dienstschluss zum KH kommen und Celina abholen.

Im KH angekommen, konnte uns noch immer niemand sagen, was den Herzinfarkt ausgelöst hat. Aber ihr Zustand war erstmal stabil, wenn auch mit vielen Medikamenten und im künstlichen Koma. Man sagte uns, wir wären aber genau zur richtigen Zeit gekommen, früher hätten sie uns wahrscheinlich mit einem Antibiotiker wieder nach Hause geschickt und später...ja und später wäre es zu spät gewesen.

Neles Zustand verbesserte sich nicht, ihre Leber- und Nierenwerte waren patologisch. Zwischendurch wurden mal Medikamente abgesezt oder es kamen andere hinzu (ich will da jetzt nicht näher drauf eingehen). Am 12.01. verbesserten sich endlich die Nierenwerte, und wir hatten wieder etwas Hoffnung, auch wenn Nele auf jedenfall ein neues Herz gebraucht hätte. Wir gingen das erstmal mit einem etwas besseren Gefühl im Elternzimmer schlafen. Nachts wurde wir geweckt und sollten schnell zu Nele kommen. Da wußte ich sofort: Jetzt darf sie endlich ruhen. (den abend zuvor habe ich Gott für die Besserung der Nierenwerte gedankt und ihn aber auch gebeten, falls sie es nicht schaffen sollte, Nele nicht noch länger leiden zu lassen)

So starb Nele dann an einem Herzstillstand, während wir hilflos daneben standen und nichts für sie tun konnten. Ich bekam sie auf den Arm. Danach sind wir uns anziehen gegangen und Nele wurde von den ganzen Schläuchen und Kabeln befreit. Danach hatten wir Gelegenheit uns von Nele im Elterzimmer zu verabschieden. Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, wo ich wußte, wenn ich jetzt nicht gehe, werde ich es niemals können. Und so führen wir zu meinen Eltern, bei denen auch Celina war. Die erste Woche blieben wir noch bei meinen Eltern.
Ich möchte hier an dieser Stelle erwähnen, dass ich meinen Eltern unendlich dankbar für ihre Hilfe bin. Auch sie haben unheimlich an Nele gehangen, vorallem mein Vater. Ich hatte teilweise das Gefühl, das es ihm noch schlechter ging wie mir. Was mich wieder Zweifeln lies, ob ich mein Kind vielleicht nicht genug geliebt habe und sie deswegen gegangen ist. Wir haben auch viel mit meine Eltern geredet, was mir unheimlich geholfen hat. Und mein Vater fragte mich, ob ich mir die Schuld gebe. Darauf antwortete ich, natürlich gebe ich mir die Schuld, schließlich bin ich ihre Mutter gewesen. Da sagte er, und das werde ich nie vergessen: Du bist die nähezu perfekte Mutter, eine bessere kann sich kein Kind wünschen. Das hat mir viel bedeutet, da mein Vater selten etwas positives sagt, eher meckert.

Ich stelle mir immer noch die Frage nachdem Warum und ob ich es hätte verhindern können. Niemand weiß, was die Herzfehler verursacht hat. Genauso ist es nicht geklärt, warum Nele einen Herzinfarkt hatte.

gruß feli

Beitrag von cocoskatze 01.09.06 - 11:13 Uhr

Ach, Mensch, es tut mir unendlich leid#liebdrueck

Du mußt dir unbedingt die Zeit zum trauern nehmen.Es ist dein Recht, traurig zu sein, und du darfst weinen, solange du möchtest, und so viel du möchtest.

Niemand wird dir dein Kind zurück geben können, und niemand wird dir die Frage nach dem Warum beantworten können.

Aber viele werden dir zuhören, dir Verständnis entgegen bringen, und dir Halt und Kraft geben, in dieser schweren Zeit.

Und solange dein Herz nicht von dieser tiefen Trauer befreit ist, wird es sich nicht für ein anderes Baby öffnen.

Laß dir noch Zeit, laß dem neuen Baby noch Zeit, und verarbeite erst deine Trauer.

Ich fühle mit dir, und wünsche dir von ganzem Herzen, daß du bald wieder lachen kannst, ohne dich dabei schlecht zu fühlen.
Daß du wieder glücklich sein kannst, ohne den Schmerz überall zu fühlen.

Alles Gute für dich, und viel Kraft

Simone

Beitrag von felizitaz 01.09.06 - 11:23 Uhr

ich danke dir. ich dachte ich wäre schon soweit, aber wahrscheinlich bin ich es doch nicht. es ist nur so schwierig anderen zubegegnen, da viele nicht damit konfrontiert werden wollen. und ich teilweise das gefühl habe, dass andere dann hinterm rücken sagen: die, deren kind gestorben ist. ich habe das gefühl, das einem viele deswegen aus dem weg gehen.
gruß feli

Beitrag von cocoskatze 01.09.06 - 11:44 Uhr

Viele Menschen sind eben befangen, weil sie nicht wissen, wie sie mit dir umgehen sollen.

Sie wollen dich sicherlich nicht verletzen, sind unsicher oder gar hilflos.

Ich glaube nicht, daß jemand dir aus dem Weg geht, ob der Tatsache, daß dein Kind verstarb, sondern eher aus den oben genannten Gründen heraus.

Wenn du soweit bist, dann geh auf die Menschen zu, und sage ganz offen, was du fühlst, und wie man als Außenstehender mit dir umgehen soll.

Es ist schwierig für andere Menschen, glaube mir.

Jeder empfindet etwas anderes dabei.Niemand weiß, ob man dich direkt darauf ansprechen soll, ob man fragen darf, wie es dir geht, wie du dich fühlst.

Niemand kann wissen, ob du froh bist, danach gefragt zu werden, oder ob es dich kränkt.

Viele wollen Rücksicht nehmen, haben Mitgefühl, aber wissen eben nicht, auf welchem Weg sie es dir vermitteln sollen/können.

Beitrag von krokolady 01.09.06 - 14:12 Uhr

kein Mensch hat das Recht über dich und Dein Leben zu urteilen.

Und nur weil du ein weiteres Kind bekommst heist das doch nicht das du Nele vergessen hast.

Du wirst immer Nele mit zu deinen Kindern rechnen, auch wenn sie nimmer da ist.

Lass die Menschen reden, hör nicht auf dummes Geschwätz.

Nele wird immer dein Kind bleiben, und ein weiteres Kind wird auch kein Ersatz für Nele sein, sondern ein kleines Geschwisterchen von Nele.

Tu was du/ihr möchtet, und nicht das was andere wollen!

Und auch mit einem neuen Baby wirst du weiterhin genauso treuern können um Nele denk ich mal.

Ich kann mich in Deine Situation nicht hinein versetzen.
Zum Glück musste ich meine Kimberly nicht gehen lassen, auch wenn es einmal fast danach aussah.
Trotzdem weiss ich das es jederzeit passieren kann.

Ich wünsche dir/Euch alles Glück der Erde für neuen Zuwachs bei euch.
Die Kraft dafür hast du ganz bestimmt.

Beitrag von girl1986 01.09.06 - 11:23 Uhr

#heul Ich zünde eine #kerze für eure kleine Nele an!Das ist ja so furchtbar!#heul

LG Kathrin

Beitrag von katharina_19 01.09.06 - 14:10 Uhr

Es tut mir soo schrecklich leid und ich musste #heul als ich das alles laß
#kerze für deine kleine Nele

Beitrag von charliepogo 01.09.06 - 23:11 Uhr

Hallo liebe Feli,

ich sitze hier mit Tränen in den Augen. Mich hat - wie wohl alle, die Deinen Bericht gelesen haben, sehr berührt und geschockt, was Euch mit Eurer kleinen Tochter widerfahren ist.

Wenn man so etwas liest, wird einem erst bewusst, was für ein kleines Wunder Mensch man in seinen Armen hat.
Ich bin ab und zu von jaron "genervt" und vergesse dann wohl die Dankbarkeit, die ich fühlen sollte ob meines gesunden Kindes. Du hast dies mir heute wieder vor Augen geführt.

Feli, natürlich bist Du nicht SCHULD an dem, was passiert ist. Du kansnt nichts dafür, dass Eure Tochter krank war.
Bitte tue es Dir nicht an, dass Du die Gründe in Dir suchst.
Eure Tochter hatte sicherlich ein wunderschönes - wenn auch viel zu kurzes - Leben bei Euch und wird von oben immer auf ihre Eltern und ihre Schwester und alle alnderen, die sie lieben, schauen nd auf Euch aufpassen!

Ich drücke Dich ganz herzlich!!!!!!!!!!!


Alles Liebe

Anke

Beitrag von lotte20567 01.09.06 - 11:00 Uhr

Liebe Feli,

laß Dir Zeit. Klingt einfacher als es ist, ich weiss. Bei mir kam das richtige Tief auch erst Monate nach Pias Tod. Auch ich hatte da schon die erste Fehlgeburt hinter mir, denn wir wollten auch möglichst sofort wieder ein Kind haben. Ich habe es damals geleugnet, dass ich Pia wiederhaben oder ersetzen wollte, weil mir ja im Kopf klar war, dass das nicht geht. Aber im Herzen habe ich genau so gefühlt. Und genau so lange ist die Zeit vielleicht noch nicht reif für ein Geschwisterchen. Klar, es gibt Leute, die nach einem solchen Verlust sofort wieder schwanger werden. Frag mich nicht, wie die das machen. Aber für Dich und auch für die Erinnerung an Nele ist es vielleicht besser so. Du wirst ein Kind bekommen. Ganz sicher. Wenn sogar ich noch eins bekommen habe nach 6 Fehlgeburten und ner Menge Schmerzen im Herzen. Aber vielleicht brauchen die Beiden noch etwas Zeit - Nele um sich veraschieden zu können und in Deinem Herzen eine friedliche Erinnerung hinterlassen zu können und ihr Geschwisterchen, um einen eigenen Platz in Deinem Herzen zu finden.
Vermutlich hilft Dir mein Gerede wenig, aber ich möchte Dir so gern Mut machen. Nach jetzt drei Jahren können Pia und ihr frisch geschlüpfter Bruder Maarten jetzt als gleichwertige Geschwister leben. Und Pia ... ja, natürlich wünschte ich mir noch immer, sie wäre noch hier, aber ich habe ihre Entscheidung akzeptiert und bin inzwischen dankbar, dass wir Pia, dieses wunderbare Kind, wenn auch nur kurz, kennen lernen durften.

Ach ja und heulen und genervt sein darfst Du auf alle Fälle. Das gehört so sehr dazu. Aber - und auch damit will ich Dir Mut machen - wenn man einmal in dieses dunkle Loch der Verzweiflung geschaut hat, dann erscheint einem, wenn man den Blick irgendwann wieder nach oben wenden kann, der Himmel blauer und strahlender als zuvor.

Alles Gute,

Lotte

Beitrag von felizitaz 01.09.06 - 11:14 Uhr

ich danke dir für deine netten worte, die mir zeigen, dass ich doch nicht alleine so empfinde. und die mir auch zeigen, dass man irgendwann doch besser damit klar kommen wird.
gruß feli

Beitrag von fast5 01.09.06 - 11:47 Uhr

Hallo feli
lass dich mal drücken.
Ich weiß, wie schwer es ist.
Als ich meine Tochter im April gehen lassen mußte, ging es mir nicht anders.
Erst, nachdem ich mir unzählige HP´s angesehen hab (über Sternenkinder), begriff ich, das man nicht alleine ist und das hilft schon ganz schön.
Das ist für Nele

http://i2.tinypic.com/27wrm8o.gif

Alles Liebe
Alex

Beitrag von manu135135 01.09.06 - 11:12 Uhr

Hallo Feli,

es tut mir sehr leid, das eure Nele zu den Sternenkindern gegangen ist. Es tut so weh.

Ich kann nur zu gut verstehen, wie du dich im Moment fühlst.
Genau die gleichen Gefühle habe ich momentan auch.

Unsere Leoni wurde am 25.12.05 still geboren. Wir vermissen sie so sehr. Auch wir haben uns für noch ein Kind entschieden.
Die Angst ist sehr groß.

Wenn du möchtest kannst du mir gerne schreiben.
Sei ganz lieb#liebdrueck.
Manu

Beitrag von felizitaz 01.09.06 - 11:18 Uhr

hallo,
ich danke dir für deine antwort. und es tut mir sehr leid, dass auch ihr euer kind habt gehen lassen müssen. ich drücke dir die daumen, dass es bald mit einem weiterem kind klappt und du die schwangerschaft gut überstehst. ich habe jetzt schon angst davor schwanger zu sein, weil diese ungewissheit und angst ein ständiger begleiter sen wird. würde mich freuen, wenn wir uns austauschen können-
gruß feli

Beitrag von mellika 01.09.06 - 13:00 Uhr

Liebe Feli,

es tut mir so unendlich leid für euch. Ein Kind zu verlieren, ist das schlimmste was Eltern passieren kann.

Nimm dir all die Zeit, die du zum trauern brauchst. Ansonsten frisst dich die Trauer auf und auch dein Mann und deine Tochter leiden dann darunter.

Was auch bei der Trauerarbeit unheimlich hilft ist ein Psychologe. Der hat mir nach dem Tod meines Bruders sehr geholfen.

Ich denke, dass du erst schwanger wirst, wenn du Neles Tod verarbeitet hast.

Für #kerze Nele & Sveni die leider viel zu früh sterben mussten

Melanie

Beitrag von eve1979 01.09.06 - 14:22 Uhr

Liebe Feli,

es ist kaum in Worte zu fassen, welche Gedanken und Gefühle einem in dieser schweren Zeit durch den Kopf gehen...

Es ist wohl wirklich das Schlimmste, was Eltern passieren kann! Wenn das Kind stirbt...

Wir mussten unsere geliebte Tochter in der 41. ssw wieder gehen lassen. Es gibt bis heute keine Erklärung, weil sie kerngesund war. Ich werde nie eine Antwort auf das "warum" bekommen...

Ich wünsche dir/euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Und wenn du weinen willst, dann weine. Wenn du schweigen willst, dann schweige und wenn du reden willst, dann rede! Nimm dir Zeit! Zeit, soviel du brauchst... Lass deine Gefühle raus und denke bitte daran, du hast noch eine kleine Tochter und die braucht dich... Bitte nicht verzweifeln!

Wir haben nach 3 1/2 Jahren den Mut aufgebracht, es nochmal zu versuchen. Ich bin ab Morgen in der 15. ssw... Ich habe die Zeit gebraucht, um Abschied nehmen zu können, um zu verarbeiten und um an ein Geschwisterchen und nicht an einen "Ersatz" zu denken! Die Angst wird immer - ich betone, immer - mein Begleiter sein... Es gibt gute und weniger gute Tage...

#liebdrueck
yvonne

Falls du das Bedürfnis hast, kannst du mir gerne schreiben...

Beitrag von felizitaz 02.09.06 - 10:50 Uhr

ich möchte euch allen für eure anteilenahme und lieben worten danken. die meisten von euch haben leider auch ähnliche schlimme erfahrungen gemacht, und das tut mir sehr leid. ich kann diese ungerechtigkeit nicht verstehen. warum müssen wir soviel erdulden?
gruß feli

Beitrag von druschi 02.09.06 - 11:01 Uhr

#kerze