Ist es irgendwie out, dass Kinder ein Instrument erlernen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von maritacat 01.09.06 - 10:24 Uhr

Hallo,
ich habe in den letzten Jahren den Eindruck gewonnen, dass immer weniger Kinder ein Instrument erlernen, mal abgesehen von Blockflöte.
Ich selber habe Klavier- und Kirchenorgelunterricht gehabt sowie eine Ausbildung (Nebenamt) als Kirchenmusikerin gemacht und möchte schon, dass Niklas (wird im Dez. drei)demnächst Klavierspielen lernt.
Wie ist das bei euch so, plant ihr auch Musikunterricht für eure Kids?
Gruß
Maritacat

Beitrag von marenchen23 01.09.06 - 10:30 Uhr

ich plane noch nix.
wir haben ein klavier und momentan klimpert ian fleißig drauf rum. falls er später weiterhin interesse zeigt, möchte ich ihm aber schon unterricht ermöglichen.
ich finde ein wenig musikalische erziehung nicht verkehrt.

gruß
maren

Beitrag von maritacat 01.09.06 - 10:36 Uhr

... naja, einen Lehrer haben wir uns auch nicht ausgesucht ;-)

Beitrag von stoepsy 01.09.06 - 10:36 Uhr

hallo maritacat,

ich hoffe doch nicht, daß das instrumentelernen out ist!!

eigentlich möchte ich schon, daß nils ein instrument lernt, wobe ich schon auch glaube, daß er mit blockflöte anfangen wird (haben wir das nicht alle?).

klar ändern sich die zeiten, ich habe früher dann auch weiter mit altflöte, tenorflöte usw. gemacht, aber "früher" gabs halt auch noch keine computer, und - ok, fernsehen gab es schon - aber das war damals halt noch nicht so aktuell, als ich klein war.
aber ich denke, es liegt an uns eltern, daß wir den kleinen sowas näher bringen. allerdings würde ich mein kind niemals zu irgendwas zwingen, nur weil ich damals das gelernt hab.
also schau lieber, ob für niklas das klavierspielen überhaupt was ist. ich halte nichts davon, die kinder zu trimmen....

lg
stoepsy mit nils (13 monate) und baby (13.ssw)

Beitrag von maritacat 01.09.06 - 10:38 Uhr

hmm, wer sagt denn was von trimmen, werde ihn nicht festschnallen.
Klar, Blockflöte spielen ja fast alle und damit hab ich auch angefangen und das noch mit 15 betrieben in ner Gruppe ...

Beitrag von stoepsy 01.09.06 - 10:40 Uhr

ich meinte damit nicht, daß du ihn trimmst!

ich wollte damit einfach nur klar machen, daß man aufpassen muß, ob das den kindern auch überhaupt spaß macht (wie eine vorrednerin von mir schon gesagt hat).

ich denke es gibt viele eltern, die das einfach wollen bzw. bestimmen: mein kind muß ein instrument lernen.
und da bin ich einfach dagegen!

aber nimm das nicht persönlich..im grunde kannst du ja machen was du willst und das geht mich auch nichts an ;-)

lg
stoepsy

Beitrag von maritacat 01.09.06 - 10:44 Uhr

Hallo,
hatte ja nun selber Unterricht und kenne das von mir, dass es da auch schon mal Phasen gab, in denen ich keine große Lust zum Üben hatte - und ich wurde dann auch nicht getrimmt, sondern hatte irgendwann dann wieder selber Lust.
Eltern, die ihre Kinder zu irgendwelchen Leistungen sei es sportlicher oder musikalischer Art zwingen, sind mir selber ein Greuel und ich hoffe, ich werde nicht so ...
Gruß
Maritacat

Beitrag von lucie_neu 01.09.06 - 10:36 Uhr

Weißt du was? Es ist einfach zu teuer.
Habe als Kind auch Klavierunterricht bekommen und meine Mutter hat oft gesagt dass das ziemlich teuer war.
Vielleicht können es sich die meisten Menschen einfach nicht mehr leisten.
Und vielleicht WOLLEN viele Kinder heutzutage auch kein Instrument mehr lernen, ich meine, Musikstar wird man ja heutzutage, indem man sich casten lässt bei RTL, Pro 7, Sat 1 oder sonst wo....

Ich glaube auch, dass es "out" ist. Wobei ich der Meinung bin es gibt nichts schöneres als ein eigenes Instrument zu lernen. Aber schon als ich 12, 13 Jahre alt war ging der Trend zum "sich-nicht-mehr-quälen-müssen" und jedes Kind lernte statt Klavier dann Keyboard, weils 1. billiger ist, 2. schneller zu lernen und 3. viele automatische Tasten gibt, die den Kids das spielen erleichtern. Ich habe Keyboard-Spieler GEHASST :-[

Ich habe auf jeden Fall vor meine Kleine (wenn sie mal auf der Welt ist) zur musikalischen Früherziehung zu schicken. Momentan beschränkt es sich darauf, dass ich ihr im Bauch ab und zu mal was vorspiele am Klavier :-D

Beitrag von madjulie 01.09.06 - 10:41 Uhr

Ich finde es gar nicht out, habe das Glück, dass meine Tante Klavierunterricht gibt. Sie macht das dann umsonst. Sonst wäre mir das zu teuer.

Aber so spare ich das Geld fürs Karate. Oder Kickboxen. *g*

Julie

Beitrag von desifresh 01.09.06 - 10:50 Uhr

Hallo,
bei uns kam grad heute in den Nachrichten, dass die Musikschulen immer mehr Andrang haben und bei uns auch gefördert werden.

Muss dazu sagen, dass es bei uns in fast jeder Ortschaft eine Musikkapelle gibt und deshalb auch Nachwuchs gefördert wird.

In unserem Dorf (ca. 1.500 Einwohner) wird nächstes Jahr sogar eine neue Musikschule gebaut - ich hoffe dass da auch welche von auswärts hindürfen #augen (Südtirol ist ein Steuerverschwenderland).

Also folgere ich daraus, dass eben augrund der allgemeinen Krise der Privatunterricht zurückgeht, die Kinder aber trotzdem musizieren möchten (oder gezwungen werden;-).

Desi

Beitrag von fee32 01.09.06 - 10:56 Uhr

Hi,

und wie gerne möchte ich (sie natürlich auch) das meine Tochter(8) Gitarre oder Klavier lernt!

Aber es ist einfach zu teuer:-[

Bei uns reicht es nur für Blockflöte, das wurde in der Schule für
quasi umsonst unterrichtet!

Wir haben 3 Kinder, der Große interessiert sich nur für Fußball, das ist im Verein auch nicht so teuer, die Mittlere macht schon Jazz Balett was 30 € im Monat kostet und beim Kleinsten hat es ja noch ein bischen Zeit #freu

Das fiese ist auch, wenn man in eine Musikschule geht müssen die Ferien mitbezahlt werden und Privatunterricht ist sowieso zu teuer!

LG Sonja

Beitrag von stehvieh 01.09.06 - 12:12 Uhr

Hallo!

Ich hab durch den Chor viel mit anderen Musikbegeisterten zu tun, und wenn die Kinder haben, dann lernen diese meistens auch Instrumente. Das wünsche ich mir auch für meine Kinder. Wir haben ein Klavier, das keiner spielen kann, haben es vor der Entsorgung gerettet, vielleicht lernt es ja eins unserer Mädels irgendwann, das wäre schön. Ich hab ein paar Gitarren, auch eine in Kindergröße. Da ist schon mal was zum Ausprobieren im Haus. Selber hab ich nie Unterricht gehabt, ich kann nur ein bisschen rumklimpern. Irgendwie finde ich das schade. Meine Eltern waren immer der Meinung, dass ich eh das Interesse verlieren werde, und haben das nie unterstützt #schmoll. Hoffentlich kriegen meine Kinder Interesse daran, die Große ist auf jeden Fall schon mal recht musikalisch #freu, da besteht Hoffnung!

LG
Steffi + Caroline Johanna (28 Monate) + Josephine Marie (41 Tage)

Beitrag von zicke250975 01.09.06 - 12:20 Uhr

Ich finde es toll, wenn Kinder ein Instrument lernen.
Leider hab ich das im frühen Teenageralter aufgegeben.
Anna-Laura geht zur Zeit bei der TM 1x wöchentlich zur Musikalischen Früherziehung ( je 1,5 Std), dort lernt sie den Umgang mit Musik, Tanz, und diversen Kleinkindgerechte Instrumente kennen !
Ich fördere das aufjedenfall, solange mein Kind Interesse daran zeigt !
Gerne darf Sie auch später ein Instrument lernen -!

Gruss
Zicke

Beitrag von daisy2.2. 01.09.06 - 12:37 Uhr

Hallo,

mir ist es völlig wurscht ob out oder nicht!!!

Lukas geht ab Oktober zu de "Musikwichteln" (Angebot ab 1,5 Jahren hier in Bochum) und wird (wenn er es möchte) auf jeden Fall irgendein Instrument lernen. Im Moment ist er völlig Musikbegeister, wann immer er irgendwo Musik hört, fängt er an zu "tanzen".

Ich selbst spiele (natürlich!!) Blockflöte, Gitarre, Schlagzeug (habe längere Zeit in ner Band gespielt) und habe ewiglange im Kirchenchor gesungen. Außerdem habe ich bis ich 20 Jahre alt war klassisches Ballet getanzt. Musik gehört für mich ganz selbstverständlich zum Leben.

Meine Eltern haben uns allen immer Musikunterricht ermöglicht und mein Bruder ist sogar Berufsmusiker geworden. Nebenbei gibt er auch Unterricht, sodass ich das Glück habe, nicht ganz so viel Geld ausgeben zu müssen. Durch die Sparmaßnahmen allenthalben ist es schon sehr teuer geworden.

Liebe Grüße

Sanne + Lukas (4.1.05)

Beitrag von deoris 01.09.06 - 12:59 Uhr

Hallo
da mache ich mir momentan auch gedanken darum.Ich bin in einer Musikerfamilie afgewachsen ,Mutter Geigenlehrerin ,Vater spielt im Sympfonikerorkester (beruflich).Wir (3 Kinder) haben von klein an auch alle gespielt .ich habe Geige und Klavier gelernt und wurde immer zum üben gezwungen.Meine Schwester und mein Bruder machen Musik weiter beruflich ,nur ich nicht und ich bereue es nicht ,ich habe einen Schaden davon getragen ,weil ich so viel Talent hatte,wurde ich ständig unter Druck gesetzt.Ich finde ein Musikinstrument spielen zu können sehr schön ,doch den Kindern schon mit 3 an das Klavier zu setzen und es beizubringen wie es geht ,halte ich für völlig übertrieben! Es gibt musikalische Früherziehung und das beginnt erst mit 4 Jahren ,das würde ich noch meinem Sohn zumuten ,aber nur wenn es ihm Spaß macht.
Kinder müssen es selber wollen und so lange mein Kind mir selber nicht sagen kann was er für ein Instrument erlernen will ,mache ich es nicht,sei es auch ein Schlagzeug !
Man soll mit Fördern nicht übertreiben,es soll kein Kind überfördern.Ich persönlich halte es für viel wichtiger ,gerade in unsrer Zeit,dass das Kind sportlich mehr gefördert wird . Soll natürlich auch Spaß machen. Bin aber der überzeugung ,dass den Kindern Fußball zu spielen oder zu tanzen mehr Spaß macht ,als am Klavier zu sitzen und Noten zu lernen.

LG

Beitrag von lanzaroteu 01.09.06 - 13:12 Uhr

Ich hab Gitarre "gelernt"...wenn Robin irgendwann mal ein Instrument spielen will....gern wahrscheinlich

SCHLAGZEUG#schock

Aber planen tu ichs nicht, dass muss er schon selbst wollen

LG Ute

Beitrag von graupapagei4 01.09.06 - 14:04 Uhr

Ich habe einen sechsjährigen, der das 2 .Jahr Cello spielt und eine Vierjährige, die Geige spielt.

Also bei uns ist das nicht out.