Haben eure Männer auch so wenig Zeit???

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von unb. 01.09.06 - 19:41 Uhr

Wo soll ich nur anfangen, also ich und mein Freund haben eine kleine Tochter. Er ist selbstständig und ich Momentan im Erziehungsurlaub, leider nimmt sich mein Freund überhaupt keine Zeit für die Familie. Geht arbeiten kommt nach Hause und das wars. Am We tut er Dinge erledigen die meistens nur ihn einbeziehen aber nicht uns. Habe mich auch deshalb mal von ihm getrennt sind nach 2Wochen wiederzusammen gekommen da er es verstanden hat und sich Mühe geben will, aber ich merke gar nichts davon. Weiß nicht mehr was ich machen soll und wenn ich ihn drauf anspreche sagt er, ich solle mich mit meinen ausserungen zurück halten. Hat überhaupt kein Verständniss für mich. Wie sieht das bei euch aus? Übertreibe ich??!!

Beitrag von mia8685 01.09.06 - 20:08 Uhr

Oh, glaub mir: Du bist nicht die Einzige!
Mein Freund arbeitet auch von früh bis spät. Am We muss er leider auch ran. Und da ich im 9. Monat schwanger bin, ist es auch nicht unbedingt leichter. Ich befürchte, dass er sich für mich und unsere ungeborene Tochter dann auch keine Zeit haben wird. Aber er sagt nur, dass er für seine Tochter immer Zeit finden wird. Aber irgendwie glaube ich, dass es auch dann so ähnlich wie bei dir sein wird.
Ich kann mit dir mitfühlen, und habe leider auch keine Lösung für dein Problem. Ich kann dir auch nicht sagen, dass es leichter wird.
Vielleicht müssen wir uns einfach damit abfinden!
LG, Mia!

Beitrag von unb. 01.09.06 - 21:37 Uhr

das kanns doch aber nicht sein man lebt doch nur noch aneinander vorbei.

Beitrag von mia8685 02.09.06 - 09:30 Uhr

Da hast du Recht, aber man kann ja auf den nächsten Urlaub hoffen, Vielleicht ist es ja mal möglich, dass ihr zusammen irgendwohin fährt. Muss ja nichts Spektakuläres sein, einfach mal aus dem Alltag raus! Das könnte so einiges ändern!
Und ansonsten hast du, fürchte ich, keine andere Wahl als dein eigenes Leben zu leben und ihn in Ruhe zu lassen. Vielleicht wird er dann merken, was ihm fehlt!
Liebe Grüße, Maria!;-)

Beitrag von Janina 01.09.06 - 20:39 Uhr

Na, dann herzlich Willkommen im Club..............

Mein Mann arbeitet 50 Std./Wo im Aussendienst und ist oft tagelang unterwegs.

Ich bin dann mit Kind und Hund alleine zuhause. Da fehlt mir mein Mann schon als Entlastung. Allerdings versuchen wir 1-2x im Monat gemeinsam was zu Unternehmen.
Meine Tochter vermisst ihren Papa weniger, da sie es nicht anders gewohnt ist.

Fühl mich sehr oft einsam. Und freue mich dann mal auf mein Liebsten, auch wenn ich ihn nur kurz zu Gesicht bekomme.

Beitrag von meinerauch 01.09.06 - 22:29 Uhr

Hi,

war auch gerade am überlegen,einen Thread zu eröffnen, dann las ich Deinen.#freu
Mein Mann ist auch seit kurzem selbständig unsere Tochter ist knapp 4 Monate alt und wir sehen Männe so gut wie gar nicht.
Tagsüber ist er, klar, arbeiten.#freu
Abends kommt er heim, ab unter die Dusche, essen und auf die Couch.Meistens schläft die Kleine dann schon.Wenn nicht, nimmt er sie kurz, ist aber froh, wenn sie schläft.#gaehn
Heute war er etwas früher als sonst zuhause, hat geduscht, gegessen, ein bißchen mit der Kleinen gekuschelt und TV geglotzt.Ich bin dann in die Wanne gegangen, als die Kleine eingeschlafen ist und als ich wiederkam war er am pennen.#schmoll Als ich die Küche aufgeräumt habe, ist er wachgeworden, ins Bad gegangen und dann "Schatz, ich gehe schlafen".:-[Supi, so stell ich mir die Freitag abende vor.
Morgen geht er dann mit der Kleinen und mir zum #babyschwimmen, danach einkaufen und abends arbeiten (er arbeitet Samstags nachts noch Security in der Bahn).Sonntag schläft er dann bis mind. 11 h weil er ja morgens erst heimkam und meist erholt er sich sonntags einfach nur.
Montags fängt dann alles von vorne an.
Ich weiß, daß es normal ist und ich weiß auch nicht, was ich eigentlich erwarte, es ist ja eigentlich nicht anders machbar.

Naja, so ist das halt.

Alles Gute

Beitrag von dragonfire13 01.09.06 - 22:29 Uhr

Mein Mann geht morgens um 7 Uhr ausm Haus und kommt abends um 20 Uhr wieder.
Manchmal auch schon um 19 Uhr.
Dann ist er noch viel auf Geschäftsreise.
Arbeitet fast jedes Wochenende.

Zeit?
Was ist das?

Ich hoffe es wird bald besser denn er wechselt seinen Standort#freu


Aber die Zeit wo er da ist dann kümmert er sich auch um seinen Sohn.
Da Luca erst um 20.30 Uhr ins Bett geht sieht er seinen Papa immer noch.

Dieses Wochenende hat mein Mann frei.
Samstag und Sonntag.
Herrlich!

Beitrag von schnullerbacke 01.09.06 - 23:31 Uhr

ich kenne das auch mein mann geht auch so um halb 8 ausser haus ist auch selbstständig mit seinem dad.
sobald seine dad anruft kommt die aussage "ja ich bin gleich da" obwohl wir schon was ausgemacht haben. auch wenn wir jetzt wo anders sind und sein dad anruft geht/fährt er gleich zu ihm und mich lässt er dann bei meinen eltern, schwester oder er fährt mich nach hause.

ich kenne das zu gute und wenn er abends mal so um 8 halb 9 heim kommt dann ist er und geht dann an den pc und spielt und ich sitz auf dem sofa und langweile mich oder räum dann meine küche auf usw... .
dann gehen wir ins bett und er schläft gleich ein das ist unser/mein tag ich bin hausfrau muss ich noch dazu sagen und den ganzen tag zuhause.

aber ich habe mich schon langsam aber sicher damit abgefunden das dass so ist.
wenn es mich halt wieder überkommt kommt alles wieder aus mir raus dann geht das wieder eine zeitlang gut dann fängt es halt wieder an naja kann man nix machen ich liebe diesen mann und ich will ihn auf keinen fall verlieren das legt sich bestimmt mal wieder hoffe ich doch.
aber ich wünsch euch allen auch noch alles beste mit euren männer/freunden

lg schnullerbacke

Beitrag von jascologne 02.09.06 - 06:41 Uhr

Hallo,

ich glaube, dass das einfach die harte Realität ist.

Es kommt ja auch immer darauf an, was man als "sich Zeit nehmen" definiert.

Einen sehr guten Vergleich hat man, finde ich, wenn beide berufstätig sind und ein Kind (oder mehr) haben. Es ist Realität, dass man kaum Zeit miteinander hat.

Mittlerweile habe ich Verständnis dafür und ich habe dadurch keine Zweifel mehr an der Beziehung. Deswegen sagt man ja auch, dass die Basis bei einer Familienbeziehung stimmen muss, da man nach der Geburt auf eine harte Probe gestellt wird. Für mich macht das langsam Sinn.

Bei uns ist das nicht anders. Wir haben jetzt azyklisch gearbeitet. D.h. ich war vormittags zu Hause mit dem Kleinen und mein Mann arbeiten und er nachmittags/abends, wenn ich arbeite. Somit ist rund um die Uhr einer da für den Sohnemann, aber das nenn ich Basisversorgung. Abends, wenn ich um 21Uhr nach Hause komme, sind wir beide so geschafft, dass wir um 22 Uhr im Bett liegen und sofort einschlafen.

Am Wochen sieht es zwar lockerer aus und wir haben festgelegt, dass wir zusammen als Familie etwas unternehmen. Meistens gehen wir am Samstag zusammen einkaufen und nachmittags spazieren und am Sonntag am Nachmittag nur Spazieren.

Neben der Familienzeit müssen wir uns Erwachsene auch mal erholen und Zeit für sich haben, egal wie man das definiert. Das kann auch mal sein, dass mein Mann stundenlang am PC sitzt und privat surft und ich spiele mit dem Kleinen allein oder andersherum.

Überleg mal bei einer 40Std. Woche. Man ist Minimum 8 Std ausser Haus. Sagen wir mal von 8 bis 17Uhr. Dann kommt man nach Hause und muss mal Essen/Duschen/kurz mal die Beine hochlegen.
Ich muss zugeben, wenn ich mal den ganzen Tag zu Hause bin, dann habe ich öfters mal die Zeit die Füße hochzulegen oder etwas Schönes mit meinem Kleinen zu unternehmen. Die Gelegenheit hat mein Mann nicht in der Arbeit.

Es müssen einfach klare Absprachen herrschen, gemeinsame Rituale und Verständnis dafür, wenn es mal zwei Wochen chaotisch herrscht zu Hause. Ganz wichtig sind auch Ziele sich zu setzen: Unser Ziel ist, dass der kleine ab Montag in die Kita endlich kann und wir im Dezember über Weihnachten verreisen werden. Darauf arbeitet man dann gern hin.

Bei uns ist es zum Glück so, dass wir beide die Doppelbelastung Arbeit/Kind gleich verteilt haben, so dass keiner sagen kann "aber du bist immer unterwegs wegen der Arbeit und sitzt zu Hause und hast Zeit für alles".

Nicht beschweren, sondern die Sicht der Dinge ändern, dann ist auch nicht mehr alles so grau. Feste Rituale einführen und keine Erwartungshaltungen nur stellen. Einfach tun und vorschreiben, dann hat man(n) auch eine bessere Orientierung.

Viele Grüße,
Jasmina