Wie läuft es bei Euch mit dem Abstillen?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von urbami 01.09.06 - 21:09 Uhr

Hallo, Miturbierinnen!#liebdrueck
Auch, auf die Gefahr hin, dass Ihr diese Frage hier schon hundert Mal gelesen habt, wie klappt es bei Euch mit dem Abstillen?#kratz
Meine kleine Marlene ist jetzt bald 8 Monate alt (6.01.06, hat sie sich nicht ein gutes Datum ausgesucht? ;-) (6.50 Uhr übrigens auch noch.) Sorry, kurze Entgleisung, zurück zum Thema:
Sie isst tagsüber schon gut vom Löffel, hat auch schon zwei klitzekleine Zähne und will am liebsten alles, was wir auch essen. (Ihr großer Bruder beschwert sich schon, weil sie, seit sie krabbeln kann, ihm seine Kekse klaut..)#mampf
Wenn sie Durst hat, trinkt sie bereits aus einem kleinen Becher. #tasseIch biete ihr die Brust auch nicht mehr aktiv an. So weit kein Problem. Seltsam ist nur, sie schlägt nachts dann voll zu. Abends trinkt sie einmal vor dem Einschlafen und kommt nachts genauso oft wie als kleines Baby. Ich stehe also immer noch im Schnitt 3 Mal zum Stillen auf. Flaschenmilch #flaschenimmt sie nicht, genauso wenig Schnuller. Wie schaffe ich es, dass es nachts auch weniger wird? Ich kann doch wohl schlecht mitten in der Nacht Kartoffeln matschen?#koch
Testhalber habe ich mal versucht, sie nachts dann einfach wieder durch schuggeln (schreibt man das so? Gibt es das Wort überhaupt?) #kratz#gruebelzu beruhigen, aber ohne Erfolg.
Ich bin also eine Nachtstillerin ;-)
Irgendwelche Tipps, Hinweise, Ratschläge? Ihr dürft mich auch schimpfen, nach den üblichen Babypflegebüchern mache ich sowieso immer alles falsch ;-) Zu meiner Verteidigung: Sie ist quicklebendig, putzmunter, voll aktiv und rundum gesund (hab ich ärztlich bestätigt.#freu
Ich freue mich auf Eure Antworten - und vielen Dank fürs Lesen!:-D

Beitrag von lara007 01.09.06 - 22:15 Uhr

Das Verhalten deiner Tochter ist ganz klassisch. Tagsüber essen - nachts Muttermilch. Tagsüber ist so viel los und da trinken die Kleinen gerade mal so viel um keinen Hunger zu haben. Nachts wenn es ruhig ist kommen sie dann.
Mein Tipp: Tagsüber oft anlegen und schauen, dass sie viel Milch kriegt. Wenn sie zu unruhig ist, in einen ruhigen Raum gehen. Sie wird dann sicher in der Nacht wieder weniger trinken. Bei mir hats funktioniert.
Meine Hebamme hat mir empfohlen, tagsüber erst dann alle Mahlzeiten zu ersetzen, wenn mein Sohn durchschläft. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Kleinen meinen der Tag ist zum Essen und die Nacht zum Trinken da.
Lara

Beitrag von sparrow1967 01.09.06 - 22:51 Uhr

Hm...ich seh da kein Problem: still sie doch einfach weiter. Nun ja- ich hab vielleicht gut reden- Moritz schläft im Babybalkon und ich muß nicht aufstehen zum stillen ;-).
Sie brauchen aber noch ihre Milch- wir stillenTagsüber wenn der kleine Hunger kommt, manchmal nachts und immer morgens.

Moritz hat seit gestern einen Virusinfekt- woher auch immer. Er mag kaum essen (rachen ist knallrot) und Tee trinkt er auch nicht. Der Doc sagte mir vorhin, das es ein Segen wäre, dass ich noch stille...denn das braucht er jetzt- sonst bekommt er zuwenig Flüssigkeit. Also das Stillen wieder etwas steigern.
Stillen tut Moritz auch- dabei fühlt er sich wohl.

Also kurz und gut: stille sie, wenn sie es braucht - oder willst du die letzten paar Monate noch auf Flasche trimmen? ;-)
Nachts haben die Kleinen mehr Ruhe zum stillen und sie können es mehr genießen. Tagsüber ist alles etwas hektischer.

sparrow

Beitrag von urbami 02.09.06 - 11:40 Uhr

Hallo,
ich wollte mich für Eure netten Antworten bedanken, hilf mir wirklich weiter. Ich war wahrscheinlich auch durch meine Umgebung etwas verunsichert. Meine Mutter konnte zum Beispiel nicht stillen, genauso wenig wie ihre Mutter und die meisten Frauen um mich herum (erstaunlicherweise die älteren Generationen) reagieren meist etwas seltsam wenn es heißt, Marlene ist 8 Monate alt und ich stille noch. Anscheinend sind sie der Meinung, das sollte sich nach 2 oder 3 Monaten erledigt haben. Aber ich bin froh, dass es bei mir trotz der "familiären Vorbelastung" so gut geklappt hat. Bei meinem Ersten war ich stolz wie ein Schneekönig, weil meine Mutter und meine Oma mir immer erzählt haben, das klappt bei dir doch auch nicht - ich aber dank der Hilfe meiner großartigen Hebamme und der wundervollen Betreuung im Krankenhaus ohne Probleme starten konnte.
Dankeschön nochmal - und ich werde mir selbst - und der Kleinen natürlich noch ein wenig Zeit geben.
Viele Grüße,
Ursel

Beitrag von jokerheed 02.09.06 - 15:20 Uhr

Hallo Ursel,

Samuel hat auch lange nachts noch die Brust gewollt, obwohl wir schon 3 Mahlzeiten ersetzt hatten. Ich habs dann immer wieder mit Tee/Wasser versucht, und wenn das nicht geholfen hat, die Brust.

Es hat eigentlich ganz plötzlich aufgehört, und bei uns lag es wohl daran, dass er tagsüber zu wenig getrunken hat. Denn als er die Teeflasche richtig akzeptiert hat wurde es nachts weniger.

Ich hab auch mal gelesen, dass Kinder einen bestimmten Tagesbedarf an Kalorien brauchen, und wenn sie den tagsüber nicht kriegen, holen sie sich den eben nachts.

Lass Dich nicht entmutigen, und wenn sie noch Milch braucht, dann geb sie ihr.

LG Heidi