Schei..Uni! Dringend Anti-Ferber gesucht

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Beitrag von livinchaos 01.09.06 - 23:15 Uhr

sorry aber muss mir mal Luft machen

unser Kia hat uns zur Neurodermitisschulung geschickt.
6X2h -430 Euro okay kein Problem, wenn man denn was lernen würde, was Sinn und Verstand hat

war gestern das erste mal da und rege mich so auf
und jetzt noch mehr, denn ich habe die Materialien durchgelesen:
zb:

Gegen Schlafprobleme: einzige Empfehlung: jedes kind kann schlafen lernen

zum stillen wurde gesagt, dass es nicht möglich ist als mutter auf Milchprodukte zu verzichten, deshalb müsse man bei milchzuckerallergie abstillen

kinder würden lernen die eltern zu manipulieren, das fängt schon im babyalter an-die schreien nur damit jemand kommt und da fängt es dann an#schock


grrrr rege mich so auf-
jetzt suche ich die quellen, in denen sich ferber selbst distanziert von seiner methode
-und ich werde mir das buch :jedes kind kann schlafen lernen mal ausleihen-habe immer nur auszüge gelesen
-kann mir nur nicht vorstellen wie das gegen das jucken und die damit verbundene schlaflosigkeit helfen kann#kratz

lg
liv.....ich bin so sauer:-[

Beitrag von dawn79 01.09.06 - 23:23 Uhr

Das ist ja echt unglaublich, dass es sowas immer noch gibt! Dabei gibt es inzwischen tolle Bücher, z.B. von Gonzales "In Liebe wachsen". Hier ein Text zu Ferber von rabeneltern.org:

Information über Prof. Ferber:

Alternative Seiten verweisen oft auf ein Interview von John Seabrook mit Ferber, in dem er sich von seiner Methode distanziert:

>> "Aber hier in Ihrem Buch heißt es doch..." Ich las ihm zwei Sätze vor, die ich meiner Frau während einer unserer Auseinandersetzungen um 2 Uhr morgens vorgelesen hatte: "Obwohl es vernünftig sein kann, Ihr Kind für ein oder zwei Nächte mit zu sich ins Bett zu nehmen, falls es krank oder wegen irgendetwas verängstigt ist, ist es jedoch meistens keine gute Idee." Und: "Allein schlafen zu lernen ist wichtig für das Kind, damit es lernt, ohne Ängste von Ihnen getrennt zu sein und sich selbst als ein unabhängiges Individuum zu betrachten."
"Ich wünschte, ich hätte diese Sätze nicht geschrieben", entgegnete Ferber. "Sie stammen aus der herkömmlichen Literatur. Es sind Pauschalaussagen, die einfach nicht stimmen. Es gibt viele Beispiele, in denen das Familienbett funktioniert. Meine heutige Einstellung ist, dass Kinder mit ihren Eltern zusammen oder allein schlafen können. Was wirklich zählt, ist, dass die Eltern sich darüber klar werden, was sie wollen."

Ferber mag den Ausdruck "ferbern" nicht. "Es klingt, als ob es eine Diät wäre", sagte er mir. "Es sieht so aus, als ob meine Arbeit nur auf diese Tabelle hinausliefe, während der Sinn unserer Arbeit hier am Zentrum darin liegt, eine Lösung zu finden, die für die Schlafprobleme jedes Kindes geeignet ist. Wenn man ein Schlafproblem betrachtet, muss man alles berücksichtigen: das Alter des Kindes, die Schlafsituation, die Eltern, ob die Schlafzimmer nebeneinander liegen. Es gibt Situationen, in denen unsere Tabelle funktioniert, aber sie tut es nicht bei jedem. Wenn ich einen Brief bekomme, in dem steht: `Wir haben Ihre Technik schon 6 Wochen angewandt und er schreit immer noch die ganze Nacht’, dann finde ich das schrecklich." <<

Hier der komplette Text im Original:
http://www.booknoise.net/johnseabrook/stories/self/baby/

Beitrag von livinchaos 01.09.06 - 23:26 Uhr

Danke genau den suchte ich.
Finde es auch abartig-besonders als Gonzales-Fan:-)

ehrlich gesagt habe ich jetzt schon keine Lust mehr auf den Kurs und ich muss da noch 5mal hin

denke das wird noch Auseinandersetzungen geben#augen

lg
liv

Beitrag von nickilouis 01.09.06 - 23:31 Uhr

Soll ich Dir mal ganz ehrlich was sagen: Ich würde den Kurs gar nicht mehr besuchen und denen auch ganz klar den Grund dafür nennen. Und den Kia würde ich wechseln, falls er die Methode unterstützt. ich bin da rigiros geworden! #wolke

Beitrag von nickilouis 01.09.06 - 23:25 Uhr

Mir geht dieser sch...besch....Ferber so was von auf die Nerven. Er geistert durch die Köpfe der Mütter, verstäkt die Ansichten der Schwiegermütter (dieses blöde Verwöhn-Thema sitzt dieser Generation wie ein Eiterpickel im Genick !!!!!!!!!!!!), versetzt Babys in Angst und Schrecken und verdient ein haufen Geld damit.

Aber zur Beruhigung: Es haben sich Foren gebildet, in denen immer mehr Mütter schildern, welche horrorhaften Ausgänge diese Schlaftrainingsprogramme haben können. Es gibt immer Mütter die den Mut haben zu berichten, dass ihre Babys nach dem Prgramm erkrankt sind (Essensverweigerung, plötzliches Abstillen, monatelange Panikattaken, Intensivstation....) Kinderärzte und Psychologen schlagen auch schon Alarm, dass sich nicht jedes Baby ferberisieren lässt und es schlimme Folgen nach sich zieht.

Ich ärgere mich mit Dir!!!
Liebe Grüße

Beitrag von livinchaos 01.09.06 - 23:29 Uhr

ja aber das ist doch eine KINDERPSYCHOLOGIN, die das empfiehlt und die Ärztin ist selbst dreifache Mutter

und dann die anderen Mütter in der Schulung, die glauben das und finden das normal

werde mal ein bisschen suchen nach missglückten ferber-berichten

lg
liv

Beitrag von nickilouis 01.09.06 - 23:32 Uhr

wenn Du dich etwas geduldest schicke ich einen Link mit den negativen Erfahrungsberichten der Mütter. Aber nur wenn Du willst!

Beitrag von livinchaos 01.09.06 - 23:38 Uhr

das wäre perfekt! #danke

eigentlich würde ich auch gar nicht mehr hingehen, aber wir bekommen nur 50% rückerstattet von den kosten, wenn wir 80% hingegangen sind.

und dann auch noch die zweite seite-irgendwie muss ich denen mal eine andere meinung aufzeigen-vielleicht auch nur für mein gewissen

dienstag ist der nächste termin-bis dahin wappne ich mich;-)

lg
liv

werde jetzt in mein familienbett zu meinem lesenden mann und meiner schlafenden tochter hüpfen

Beitrag von nickilouis 01.09.06 - 23:59 Uhr

Schilmme Ferber-Erfahrungsberichte diverser Mütter:

http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern3htm

Beitrag von bine3002 02.09.06 - 00:01 Uhr

http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern3.htm

Hast'n Punkt vergessen vor dem htm...

Beitrag von ayshe 01.09.06 - 23:54 Uhr

##
(dieses blöde Verwöhn-Thema sitzt dieser Generation wie ein Eiterpickel im Genick !!!!!!!!!!!!),
##
jetzt mußte cih echt lachen, auch wenn es super traurig ist.
hast du echt super ausgedrückt :-)

Beitrag von ayshe 01.09.06 - 23:52 Uhr

ich habe mal eine broschüre über ND gelesen von einer Uni, da ging es ähnlich ab.
gelsenkirchen von dr. stegmann,
war der hammer, am besten man nimmt dem kind den letzten psychischen halt und distanziert es von sich und schwupps, hat es keine probleme mehr mit der ND - also umgesetzt #schock

Beitrag von livinchaos 01.09.06 - 23:58 Uhr

und das sind dann spezialisten

genau, wenn die maus sich dann im zimmer nebenan blutig kratzen würde und sich die augen ausweint macht es ja nichts , weil ich als mutter in ruhe schlafen kann-

so nun werde ich kuscheln und schlafen#freu
lg
liv

Beitrag von bine3002 01.09.06 - 23:56 Uhr

"kinder würden lernen die eltern zu manipulieren, das fängt schon im babyalter an-die schreien nur damit jemand kommt und da fängt es dann an"

Da ist doch aber was dran. Am Anfang schreien sie instinktiv, aber sie lernen, dass das Schreien bewirkt, dass jemand kommt. Und irgendwann fangen sie an, das bewusst einzusetzen und manipulieren damit. Die Übergänge sind fließend, das macht es schwer, den Moment zu erkennen und sich nicht manipulieren zu lassen. Ich habe jetzt keine Idee, wie man das verhindert, ich wollte nur anmerken, dass die Aussage grundsätzlich stimmt.

Ich denke auch, dass die Ferbermethode bei einem gewissen Prozentsatz Kinder Sinn macht (wie er ja selbst auch sagt). Bei den Kindern nämlich, die gelernt haben, ihre Eltern zu manipulieren und das Schreien bewusst dazu einsetzen, sie wieder ins Zimmer zu locken und sich daraus auch noch einen Spaß machen. Das setzt aber natürlich ein gewisses Alter des Kindes voraus. Es muss geistig in der Lage dazu sein Zusammenhänge zu erkennen. Also quasi: "Wenn ich jetzt schreie, kommt Mama. Hah, das ist lustig, das probier' ich gleich nochmal und nochmal und nochmal..."

Dummerweise kann man nicht alle Kinder über einen Kamm scheren, einige schreien, weil sie einfach die Nähe brauchen oder sonst ein Problem mit der Schlafumgebung haben (etwa ein Monster unter dem Bett oder ähnliches) und deswegen sind solche Ratgeber im Prinzip völlig sinnlos und richten eher Schaden an, wenn man sie pauschal anwendet. Ich verlasse mich da lieber auf meinen Instinkt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin nicht davon überzeugt, dass ein Baby nicht in der Lage ein soll, seine Eltern zu manipulieren. Und ich verstehe auch nicht so ganz, warum alle Eltern stolz sind, wenn ihr Kind früh lachen, sitzen, brabbeln oder was auch immer kann. Wenn aber davon gesprochen wird, dass ein Kind manipuliert, dann kann es das angeblich ja noch nicht, obwohl auch das ein ganz normaler Entwicklungsschritt ist, auf den man eigentlich genauso stolz sein kann. Liegt aber wohl daran, dass "Manipulation" ein negativ belegter Begriff ist.

Hm, das war jetzt irgendwie gar keine Antwort auf dein Problem. Was das Ganze mit Neurodermitis zu tun hat, verstehe ich nämlich auch nicht so ganz und ich würde den Kurs höchstens noch besuchen, um wilde Diskussionen anzufangen.

Beitrag von livinchaos 02.09.06 - 00:02 Uhr

meine Maus ist neun Monate und ja sie kann krabbeln, brabbeln, sitzen, mama,papa und wauwau sagen

aber weinen tut sie bis dato nur wenn sie was hat

und ich möchte ja auch, dass sie lernt, dass wenn sie weint jemand kommt und ihr hilft, denn ich denke, dass genau dieses vertrauen aufbaut um das kind selbstbewusst und stark zu machen
-eben in diesem sinne ist "manipulation" ein schöner entwicklungsschritt:-)

lg
liv



Beitrag von bine3002 02.09.06 - 00:08 Uhr

Ja, das meine ich. Meine ist 7 Wochen alt. Sie schreit noch instinktiv. Sie ist gerade dabei zu lernen, dass immer jemand kommt. Deine schreit, weil sie das bereits gelernt hat, sie manipuliert. Das heißt, dass die Aussage grundsätzlich richtig ist. Man darf nur nichts Negatvies hinein interpretieren.

Ich denke aber, dass deine theoretisch auch schon in der Lage ist, sich einen Spaß daraus zu machen, dass Du angelaufen kommst. Nur wirst Du anhand des Schreiens nicht wissen, wann das der Fall ist. Und deswegen würde auch ich immer angelaufen kommen. Als Fehler würde ich das also nicht bezeichnen, denn es könnte ja auch was sein. Und wenn man dann nicht kommen würde, wäre das ein Fehler und würde Narben in der Psyche hinterlassen.

Also sollen sie doch manipulieren...

Beitrag von debuggingsklavin 02.09.06 - 00:09 Uhr

Also ich find überhaupt nicht, dass Babys in der Lage sind zu manipulieren.
Und das mit Lachen, Krabbeln und Brabbeln über nen Kamm zu scheren erst Recht nicht.

Die Definition sagt doch schon:
Der Begriff Manipulation (lat. Handgriff; Kunstgriff) beschreibt die gezielte aber verdeckte Einflussnahme - in psychologischer Hinsicht sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen.

Zu so etwas Komplexem ist ein Baby gar nicht fähig.

Ein Baby lernt, dass Mutti kommt, wenn es schreit, richtig, aber das als Manipulation zu betiteln find ich echt nicht richtig.
Ein Kind hat IMMER nen Grund zu schreien. Und wenn's nur "Ich möchte Mamas Nähe haben" ist. Warum sollte man das verweigern?
Und was soll das Kind sonst machen, außer schreien?
Mein Kind ist nun 15 Monate alt und nicht in der Lage sich so auszudrücken, dass ich sie auf Anhieb verstehen kann. Und bis sie so weit ist, wird auch noch einige Zeit vergehen.

Ferber hat seine Methode revidiert. Und es tut ihm sogar leid, dass er Millionen von Kindern Leid zugefügt hat.

Ich versteh gar nicht, warum man Kindern ewig negative Eigenschaften zudichten muss.
Ein Kind manipuliert, wenn es nicht allein schlafen mag, es manipuliert, wenn es sich freut, wenn Mama/Papa/Bezugsperson nach dem Schreien kommt.
Es ist logisch, dass es sich freut, wenn Mama und Papa kommt. Und bestimmt keine böse Absicht.

Meine Gedanken dazu - mein Kind manipuliert mich nicht.

Beitrag von ayshe 02.09.06 - 00:16 Uhr

##
mein Kind manipuliert mich nicht.
##


naja,



vllt macht es weichherzig? :-)

Beitrag von debuggingsklavin 02.09.06 - 00:20 Uhr

Oder so. ;-)

Ne, sie manipuliert mich nicht negativ.

Beitrag von bine3002 02.09.06 - 00:17 Uhr

Na ja gut wir könnten jetzt eine Grundsatzdiskussion über den Begriff "Manipulation" führen. Es gibt einfach immer mehrere Definitionen. Schau mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Manipulation

Für dich ist Manipulation negativ belegt, ich sehe Manipulation völlig wertfrei:

"Es kann verschiedenste Ausprägungen in Form und Stärke geben, die minimale Manipulation besteht bereits darin, den anderen zum Zuhören zu bewegen. Dies gilt somit nicht nur auf zielgerichtete Kommunikation, sondern auch für einfache Unterhaltungen. Jeder manipuliert somit jederzeit jeden Anderen, mit dem er zu tun hat (siehe auch Walther G. Pinecoke). Auch das Schreiben dieser Erklärung sei demnach ein manipulatives Verhalten des Verfassers, wobei wir davon ausgehen wollen, dass es in guter Absicht geschieht.

Manipulation wäre also eine alltägliche Vorgehensweise und stelle lediglich Beeinflussung dar und sei demnach nicht negativ zu bewerten. Erst der Zweck und die Eindringlichkeit der Manipulation könne eine Wertung ermöglichen."

Beitrag von debuggingsklavin 02.09.06 - 00:19 Uhr

Ne, auf Grundsatzdiskussionen hab ich jetzt eh keine Lust mehr. ;-)

Ja, mich stört das Negative an "Manipulation".

Beitrag von bine3002 02.09.06 - 00:28 Uhr

"Ne, auf Grundsatzdiskussionen hab ich jetzt eh keine Lust mehr. "

Gott sei dank ;-) Ginge auch gar nicht, mein Kind manipuliert mich gleich, ich höre doch schon wieder, wie sie wach wird "Huuuuunger!!!!"

Gute Nacht.

Beitrag von debuggingsklavin 02.09.06 - 00:31 Uhr

:-D

Gute Nacht! :-)

Wenn man es sooooo sieht:
Dann hab ich ja noch ein paar Stündchen Zeit, bis Johanna mich wieder manipuliert.

Beitrag von bine3002 02.09.06 - 00:23 Uhr

"Ein Kind hat IMMER nen Grund zu schreien. Und wenn's nur "Ich möchte Mamas Nähe haben" ist. Warum sollte man das verweigern?"

Ich habe in keinem Satz gesagt, dass Du irgendwas verweigern sollst. Ich habe nur gesagt, dass Babies sehr wohl manipulieren können. Das gehört zum Menschsein dazu und sie müssen das lernen. (Wie gesagt, ich meine die wertfreie Definition von Manipulation). Zum Menschsein gehört aber ebenso, dass man als Mama (und Papa) auf das Schreien seines Kindes reagiert.

Beitrag von debuggingsklavin 02.09.06 - 00:25 Uhr

So isset, sonst wären die Menschen schon ausgestorben. Aber mit Hilfe von Kast-Zahn und Morgenroth schaffen wir das auch noch. ;-)

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