Geplanter Kaiserschnitt & event. psychischen Folgen-für Mama und Baby.

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von sira28 02.09.06 - 04:59 Uhr

Hallo!!
Ich verfolge ab und zu die Diskussionen wegen geplanten Kaiserschnitten und weil sich viele deswegen so unsicher sind. Generell muss jeder für sich selbst entscheiden,wie er sein Kind zur Welt bringen möchte und ich kann gut nachvollziehen, wenn jemand Angst vor den Schmerzen hat und sich für einen KS entscheidet.
Allerdings möchte ich die ganze Sache mal von einer anderen Seite beschreiben.
Meine Tochter wurde per Kaiserschnitt geholt, da sie 1 Woche vor dem Geburtstermin auf 4500g geschätzt wurde und die Gefahr bestand, dass sie bei einer normalen Geburt hätte stecken bleiben können. Ansonsten war alles bestens. Ich war damals lediglich zur Untersuchung in der Klinik und da meine Tochter "fertig" war wurde beschlossen sie am nächsten Tag zu holen. Mein Mann und ich waren damals völlig überrollt, aber man ist in dieser Kliniksituation völlig überfahren und macht halt was die Ärzte sagen.
Die Geburt an sich war ein sehr schönes Erlebnis, was ich auch nicht missen möchte. Ich hatte keine Schmerzen und alles ging gut!(Sie hatte übrigens 4160g.)
Allerdings hat meine Tochter die Tage und Wochen nach der Geburt immer furchtbar geweint (nicht wegen Bauchweh). Man kann dazu stehen wie man will, aber ich bin mir sicher, dass das daran lag, weil sie einfach aus dem Bauch geholt wurde und nicht selbst bestimmen konnte, wann sie auf die Welt wollte. Ich mache mir deshalb noch heute furchtbare Vorwürfe; weil ich nicht stark genug war mich durchzusetzen. Ich habe mir deswegen sogar Hilfe geholt und dies nun mit meiner Tochter zusammen betrauert. Seitdem geht es uns beiden besser.
Es geht nicht um den Kaiserschnitt an sich (Sicherheit geht schließlich vor), aber ich würde nie wieder den Geburtstermin bestimmen. Hätte ich gewartet bis die Wehen los gegangen wären und dann der KS gemacht worden wäre, hätten wir zwei sicherlich gut damit leben können und es wäre ok gewesen.

Wenn natürlich Gefahr für Mami oder Kind besteht, ist das natürlich was anderes, dann ist es das Schicksal und Hauptsache es geht alles gut und beide sind gesund!!!!

Aber bei allen anderen werdenden Mamis, wo alles bestens ist, kann ich von meiner Erfahrung her raten, sich vielleicht ein paar Gedanken darüber zu machen, wenn das Baby einfach rausgeholt wird, obwohl es noch nicht bereit dazu ist. Anscheinend sind die meisten Kinder, die ihren Geburtstermin selbst bestimmen konnten auch zufriedener.
Alles Gute!!
Sira28+Luna (fast 9 Monate)

Beitrag von janti 02.09.06 - 12:00 Uhr

Hallo Sira,

habe ein Kind spontan geboren und 2 geplante KS jeweils 2 Wochen vor E-Termin.

Meine spontan geborene Tochter schrie oft den ganzen Tag und hat wenigstens in der Nacht gut geschlafen. Ich war jeden Tag durch und nur mehr froh ins Bett fallen zu können.

Meine beiden Söhne (geplante KS) waren und sind rundum zufriedene Babys. Antonio ist noch keine 2 Wochen alt und ist genauso wie mein 19 Monate alter Sohn Yannik, absolut pflegeleicht.

Yannik schläft noch immer 4 Stunden täglich und am Abend geht er brav und ohne Theater ins Bettchen und schläft durch bis morgens. Bei Katharina erlebte ich Terror pur.

nach meiner Tochter habe ich sehr lange überlegt, jemals wieder ein Kind zu haben.

für mich klingt Deine Theorie sehr nach Esotherik und ich hatte genau das Gegenteil. Ich glaube aber nicht, das Katharina aufgrund der Spontangeburt schwierig war, so wie Du annimmst, dass es wegen dem geplanten KS war.

lg
Janti

Beitrag von sohnemann_max 02.09.06 - 13:03 Uhr

Hi Sira,

sorry, ich Dir da nicht beipflichten.

Unser Sohn wurde 13 Tage nach dem errechneten Geburtstermin geholt. Ich hatte auch niemals Wehen - doch 2 Stück...

Unser Sohn hat niemals geschrieen. Im Gegenteil er ist bis heute ein Engel (ausgenommen die Trotzerei...aber das haben ja alle). Er hat nur dann geschrieen, wenn er Hunger hatte. Die restliche Zeit schlummerte er friedlich vor sich hin.

Er ist bis heute ein richtig ausgeglichenes, fröhliches Kind. Schreiattacken und durchwachte Nächte kenne ich nicht! Unser Sohn hat angefangen durchzuschlafen, da war noch keine 7 Wochen alt.

Von dem her, kann ich Deine Gedanken nicht wirklich nachvollziehen. Es gibt solche und solche Kinder - egal wie sie geboren wurden!

Liebe Grüße
Caro mit Max fast 25 Monate

Beitrag von zaubertroll1972 03.09.06 - 15:50 Uhr

Hallo,

ich finde das ist eine wage Vermutung von Dir zu behaupten, spontan geborene Babys wären zufriedener.
Nur weil Du denkst daß es bei Deinem Baby so ist muß es auf andere gar nicht zutreffen.
Auch ist es etwas ganz anderes wenn sich Frauen für einen KS entscheiden oder aber eine Frau einen KS vornehmen lassen muß ...mehr oder weniger.
WKS Mütter setzten sich so lange mit dem Thema auseinander.
Das ist schon etwas anderes als wenn man heute in die Klinik geht und man gesagt bekommt, daß morgen das Baby geholt wird. So überrumpelt werden möchte keiner. Das ist bei WKS aber ganz anders.
Wie auch immer......ich kann von psychischen Problemen nichts berichten. Weder bei mir noch bei meinem heute 3 jährigem Sohn.
Ist wahrscheinlich wie so oft eine Einstellungssache.

LG Z.

Beitrag von svenjam1980 03.09.06 - 22:07 Uhr

Hallöchen!
Also früher war ich auch deiner Meinung. Nachdem ich allerdings meine Tochter per KS bekommen habe, habe ich diese Meinung geändert.

Freddy schläft gut, wenn sie wach ist lacht sie. Sie weint nur bei Hunger und wenn sie knatschkaputt ist und schlafen will.

Ihr Großcousin, der 6 Wochen älter ist und normal zur Welt kam ist hypernervös, schreit tagsüber oft und ist ziemlich zappelig.

Ich denke, es liegt nicht an der Art und Weise, wie ein Kind zur Welt kommt, sondern wie sein Naturell ist.

Meine Mann hat sich in den USA mit einem Arbeitskollegen unterhalten, dessen Kinder alle per KS zur Welt kamen. Der meinte nur: "KS-Kinder sind die ausgeglicheren Menschen, weil sie ohne Stress geboren wurden" (ob das nun stimmt- keine Ahnung)

Gruß

Eva und Frederike