FRUST! Depression nach der Geburt, Sie lässt sich hängen..

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ein Vater 02.09.06 - 10:53 Uhr

Seit Monaten bin nur ich derjenige..
Der die Windeln wechselt, der beide Kinder anzieht, der den gesamten Einkauf schleppt, der nachts und morgens aufsteht, füttert - tröstet und Taxi spielt..
Der ständig die Kinder um sich hat, es sei denn ich gehe zur Uni..

Und meine Frau meckert nur herum und beklagt sich... rührt aber keinen Finger..

Hat meine Frau nichts vor, gehts ihr soo schlecht .. und sie bleibt im Bett.

Aber kaum ruft ihre beste Freundin an, kann sie aufstehen und allein ausgehen.. ja klar..
Und auch die Wochenenden kann sie verbringen wie bisher, mit Hobby und Freundinnen, kaum ist sie wieder da, ist sie soo müde, soo krank..

Aber ich muss meinen Job so vernachlässigen, dass ich in der Gefahr schwebe gekündigt zu werden, ich dachte das gibt sich dann nach der Schwangerschaft (ich hätte eigentlich eine Gehaltserhöhung bekommen, dann bekam sie Komplikationen und ich musste mich um die Große kümmern (3) und bekomme Abmahnungen ) - und wenn ich zur Uni muss beklagt sie sich auch. Wann hab ich das letzte Mal was für mich gemacht.

Es nervt. Manchesmal denke ich, ist die Migräne und die Rückenschmerzen nur ein Mittel um mich zu ärgern?

Ich möchte auch mal was tun - vielleicht 15 Minuten täglich etwas radfahren.. nein .. ihr gehts ja so schlecht .. Und das seit Monaten!
Wann hab ich zuletzt meine Freunde gesehen, was alleine unternommen ..
Das ist fast schon ein halbes Jahr her!!

Erst Schwangerschaftskomplikationen und 2 Monate nur im Bett .. Dann Migräneattacken - Rückenschmerzen - Pränatale Depression..

Dann bleibt ihr die Milch weg.. Toll kann ich auch noch die Fütterung GANZ UND GAR übernehmen..

Wann ist meine Frau denn endlich wieder GESUND..
ich glaub krank kann ich sie nicht mehr sehen. Sie soll sich endlich wieder aufraffen.

Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr ihren Teil mittragen. Das ist auf Dauer eine belastung unter der wir alle leiden. Denn anstatt Gehaltserhöhung steht bald die Kündigung an wenn es nicht bald besser wird.

Ich war so gut im meinem Job, hatte gute Aufstiegschancen.. bekam eine Belobigung nach der anderen..
Alles vorbei..

Was würde sie machen, wäre ich plötzlich nicht mehr da?
Keine Ahnung - vielleicht nichts mehr essen, denn ich koche ja,
vielleicht auch nichts mehr anziehen, denn ich wasche ja..

Nicht falschverstehen. Ich liebe meine Frau.

Aber monatelang für sie ALLES zu übernehmen, dass macht mich fertig. Sagen kann ich ihr das auch nicht.
Ärztliche Anweisung.. Ich verbreite also keine negative Stimmung sondern versuche sie aufzuheitern.

Nehme ihr weiter alles ab und bete, dass die Depression sich bessert.

Wenn das so weitergeht, dann werd ICH KRANK!

*Frust*

Beitrag von elodia1980 02.09.06 - 10:55 Uhr

sprich mit ihr. andere wege gibt es nicht.

alles gute,
elodia

Beitrag von ein vater 02.09.06 - 11:01 Uhr

kann ich nicht, darf ich nicht, ich würde den Therapieerfolg zunichte machen...

Beitrag von madjulie 02.09.06 - 11:17 Uhr

Hat sie keine Medikamente bekommen? ... #kratz
Wenn sie so schlimm dran ist, dann sollte sie doch was bekommen haben? Hat doch immerhin abgestillt...
Ich würde nochmal mitm Doc reden.

Julie

Beitrag von ein Vater 02.09.06 - 11:22 Uhr

Na klar hat man sie auf ein Antidepressivum eingestellt .. davon kommt ja die "scheissegal haltung" die mich so zur Weissglut bringt.

Ich hab das Gefühl ohne das Medikament wars besser, da hatte sie noch "Gefühle" und ihr war nicht alles "scheissegal."

Der Doc war mein erster Ansprechpartner und ihr Psychologe auch ..

Beitrag von madjulie 02.09.06 - 11:38 Uhr

Also normalerweise sollte es eine gleichbleibende Stimmung erzeugen. Aber dementsprechend, dass man wieder halbwegs "funktioniert".

So eine Phase kann jeden Menschen treffen, ist nichts, wofür man sich schämen muss. Ich denke, sie ist vielleicht auch deswegen noch zusätzlich deprimiert, weil sie merkt, dass sie dir zur Last fällt und durch die Schuldgefühle wird sie noch antriebsloser.

Beitrag von elodia1980 02.09.06 - 12:13 Uhr

wer sagt das?
das ist unsinn.
und:
von welchem therapieerfolg sprichst du? dem, dass sie ihr leben wieder im griff hat? dem, dass sie zur kommunikation und konfliktlösung fähig ist? dem, dass sie bereit dazu ist, an sich zu arbeiten???
was bei euch läuft, ist nicht normal. es kann nicht sein, dass du arbeiten gehst und dich nebenher allein um haushalt und einen säugling kümmerst.
wenn sie wirklich krank wäre, wäre es etwas anderes. aber mit der freundin party machen können und dann zuhause die depressive raushängen zu lassen, um sich vor verantwortung und mühen zu drücken, das ist schon sehr eigenartig.



Beitrag von ein Vater 02.09.06 - 10:59 Uhr

Dann ist das Baby auch noch ein Schreikind..

Und ich muss sie ständig herumtragen.. und die Große (3) ist erkältet, hat Halsweh, Husten, Fieber, und ihre Nase ist zu ..

Bedeutet 2 Mal Geheule, ein Mal Herumgekeife, und die Katzen..

Und ich kann nicht weg.. ich würd am liebsten fortlaufen (nicht für immer nur mal so nen halben Tag lang - Tür auf, Tür zu, und radfahren oder einfach laufen .. bis der ganze Frust weg ist)

Aber das geht nicht, meine Frau lässt die Kinder dann schreien und heult mit. Ich sehe - sie ist krank -
Ich mach ihr auch keinen Vorwurf, aber lange halt ich auch nicht mehr durch.

Beitrag von alpenbaby711 02.09.06 - 11:32 Uhr

Hi du!

Ich hab viel Verständnis für beide Seiten doch ganz ehrlich ein wenig zweifel ich das deine Frau so richtige Depris hat.
Denn ich hatte sie nach der Geburt auch und zwar richtig und hab auch Tabletten genommen und hab fast ein Jahr!!!! gebraucht bis ich wieder soweit auf den Beinen war, und auch jetzt wo der Kleine 16 Monate alt ist können nochmal kleine Einbrüche kommen. Doch diese sind erträglich und ohne Tabletten zu bewältigen. die Therapie hab ich damals auch gemacht und beendet mittlerweile.
Ich hätte auch ständig auf der Couch liegen können und der Tag wäre nur so an mir vorbei gezogen. Doch mein Mann musste Arbeiten und das Kind versorgte sich damals auch net von alleine. Ich war nur froh das mein Mann die ersten 4 Wochen nach der Geburt zu Hause gewesen ist.
Besonders die ersten 2 Wochen sind vorbeigezogen und ich hab kaum ne Erinnerung daran. Doch ich denke die Gefühle deiner Frau übertragen sich auch als Unruhe aufs Kind. So wars dann nämlich auch noch bei mir. Das sie ne Therapie wohl macht ist gut, doch arbeitet sie wirklich richtig mit?
Ich möchte ihr wie schon oben gesagt ( ob sie wirklich De....hat) natürlich auch nichts falsches unterstellen, ich kenn sie nicht. Doch wenn man wirklich Depris hat bin ich der Meinung kann es kaum sein das auf einmal raus kann, alles wie früher ist, sie Spaß hat und ich weiß net was noch. Und kaum isses daheim schließt die Türe hinter sich fällt alles wieder ab und sie ist genau dann wieder krank????
Gut kann natürlich sein das sie draußen das Leben hat und machen kann was sie will und dann für sich halt nicht Mutter ist und daheim holt sie die Realität halt wieder ein. Möglich wäre das schon, doch ich denke wenn sie sonst die Kraft hat durchs Leben zu gehen ( mit Freundinnen halt), dann isses halt komisch. Ich hätte das nicht gekonnt! Kann aber in dem Fall eben auch nur von mir reden.
Und genau einen Teil dieser Kraft sollte sie auch in die Kinder stecken die brauchen sie nämlich auch. Ich finde es toll das du ihr beistehst, keine Frage und besonders die Kids brauchen dich, doch wenn du nachher deine Arbeit verlierst ist ihr auch net geholfen. Das sollte ihr der tolle Therapeut von ihr auch mal klar machen.
Sie kann und darf dir nicht alles überlassen und sich nur den Depris übergeben dann hat sie nämlich kaum ne Chance da rauszukommen. Vielleicht kannst du sie aber schrittweise an ein paar kleinere Pflichten heranführen die sie dann auch zu bewältigen hat. Das sie jedoch die Kinder halt einfach schreien läßt, wenn sie schreien statt sich um sie zu kümmern ist nicht OK!!! Ich wußte damals auch net wie ich mit dem Kleinen umgehen sollten, hab ihn auch mal angemault oder angeschrien ( schäme mich sehr dafür) oder hätte ich gerne cshreien lassen ( konnte ich aber auch net) statt dessen hab ich selbst auch geheult wegen Überforderung. Doch wenn es bei ihr wirklich sooooooooooo schlimm ist sollte sie vielleicht auch ne Klinik in Betracht ziehen wo ihr aber in eine Therapie vielleicht mit einbezogen seid. Denn sie sollte ja dort nich das Leben alleine führen sondern lernen mit der Familie zu leben.

Hoffe dir wenigstens ein bißchen geholfen zu haben.

Liebe Grüße und viel Kraft Ela

Beitrag von eine Mama 02.09.06 - 11:34 Uhr

Hört sich ja ziemlich schlimm an...

Mich würde es auch sehr zu schaffen amchen.. Kinder sind anstrengend.. Ich habe auch 2 meine kleine ist auch ein schreikind..

Ich denke aber nicht das deine Frau das absichtlich macht...


Aber was mir immer wieder beim lesen deinen Beitrages eingefallen ist. So geht es vielen Frauen. Das selbst wenn es einen Papa gibt sie mit allen allein da stehen und da sind die meisten Männer auch nicht krank sondern nur in ihrer Typischen Rollenverteilung.

Beitrag von spaceball6666 02.09.06 - 11:52 Uhr

//Aber kaum ruft ihre beste Freundin an, kann sie aufstehen und allein ausgehen.. ja klar..
Und auch die Wochenenden kann sie verbringen wie bisher, mit Hobby und Freundinnen, kaum ist sie wieder da, ist sie soo müde, soo krank..
//

Die Gute spielt mit Dir. Sie hat keine Lust auf geplärre und den ganzen Kram und Du spielst mit.

Also, mach die Kinder fertig, Das essen für Dich und die Kids. Wasch Euren Kram und lass was sie will gnadenlos liegen! Das ist nämlich der Tip den die Frauen hier bekommen wenn ihre Männer so abspinnen!
Will sie im bett liegen, kein Problem, soll sie abr dann guibt es eben nichts zu essen und auch keine frische Wäsche. was sie irgendwo liegenlässt bleibt liegen oder wandert in ihr Bett.

So und nicht anders.

Die Depression glaube ich ihr nicht, wer Depressionen hat geht nicht um die Häuser und hat Spass mit Freunden!

Beitrag von ein vater 02.09.06 - 14:00 Uhr

Danke für eure Antworten, ja ein Therapieerfolg ist da, sie ist nicht mehr so eifersüchtig und auch nicht mehr jähzornig, aber irgendwie scheint sie nur nocheine Hülle zu sein .. sie lässt sich total hängen.

Ehrlich gesagt hätte ich sie lieber wieder temperamentvoll, dass mal n Teller gegen die Wand fliegt als DAS.

Der Therapeut meinte auch es wäre vielleicht gut sie stationär zu behandeln, aber das wollte sie nicht.

Ich denke auch sie kommt mit dem Mutter sein nicht wirklich gut zurrecht, das erste Kind (jetzt 3) ist ungewollt gewesen, ihr Ex hat sie bedroht und verprügelt.

Die Gerichtsverhandlung endete mit Freispruch und einem Zusammenbruch ihrerseits.

Sie ist vor ihm sozusagen in meine Arme geflohen. Mit Baby.
Ich hab mich um sie gekümmert. Trug sie auf Händen.

Immer.

Damals hat sie ihre Hälfte geleistet, bei Haushalt und Kind.
Und ich meine Hälfte + Job und Uni.

Aber jetzt, sie tut nichts (ausser der Großen einen Zopf machen morgens zum Kindergarten - ich hab dabei Angst sie zu ziepen). Sie wollte kein Einzelkind haben. Sie wollte das Baby. Warum kommt sie damit klar ein Kind von so einem Ars** auszutragen und bekommt solche Probleme, wenn sie ein Kind hat mit einem Menschen der sie über alles liebt?!

Das sie mich veräppelt (mal weniger drastisch ausgedrückt) glaube ich weniger. Ich sehe dass es ihr schlecht geht, aber ich kann nicht verstehen warum.

Ich versuche ihr jeglichen Stein aus dem Weg zu räumen. Wenn sie etwas möchte, versuche ich alles, um ihr das möglich zu machen, auch wenn das Kind krank ist.

Ich will doch nur das sie glücklich ist. Sie kann doch machen was sie will, ich verbiete ihr doch nichts, ich sperr sie doch nicht ein wie ihr ex und bewache sie eifersüchtig.
ich habe ihr noch nie etwas vorgeschrieben und will ihr doch nur helfen.. Warum liegt sie denn blos nur im bett oder läuft fort (wochenende exzessiv Sport treiben und danach mit den Freundinnen (alle aus dem sportverein) feiern gehen).

Sie war doch so anders als ich sie kennengelernt habe. Unternehmungslustig, quirlig, hat noch gesehen wenn ich etwas für sie gemacht habe und sich gefreut.

Und auch wenn ich ihr etwas vorschlage, heisst es immer "keine lust"..

Beitrag von 123kathy 02.09.06 - 16:55 Uhr

"Ich versuche ihr jeglichen Stein aus dem Weg zu räumen. Wenn sie etwas möchte, versuche ich alles, um ihr das möglich zu machen, auch wenn das Kind krank ist."

...vielleicht ist genau das Dein Problem - Du machst ALLES für sie. Sag ihr ganz klar, dass Du von ihr erwartest, dass sie auch was beiträgt. Wenn sie mit den Freundinnen weg will, muß sie eben die Kinder mitnehmen. Sag ihr sehr genau, was Du von ihr erwartest (fang nicht gleich zu groß an), was sie an einem Tag bitte machen soll. Mach ihr keine Vorschläge, sondern sag, wie es gemacht wird.
Sie kann sich hängen lassen, wie sie will, von Dir kommt keine Gegenwehr, Du sagst nie: "Stopp. Das dulde ich nicht!". Sie versinkt völlig im Selbstmitleid - gib ihr was zu tun, damit sie beschäftigt und abgelenkt ist.

Liebe Grüße,
Kathy

Beitrag von altklug 02.09.06 - 17:59 Uhr

Hallo Vater,

also da fällt mir nur der Spruch meines Großvaters ein: Das beste Mittel gegen Depressionen ist Arbeit. Ich mein wenn ich den ganzen Tag im Bett liegen würde würde ich auch über so manche Probleme Depressionen bekommen.

Mach ihr Beine, das ist deine einzige Chance. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass sie exzessiv Sport treiben kann und zur Arbeit (Wäsche waschen und kochen sind ja keine Schwerstarbeit) absolut unfähig ist. Vielleicht war sie anfangs tatsächlich krank, aber ich denke mittlerweile ist sie draufgekommen dass es so für sie ganz toll läuft und du dir ohnehin für alles den Arsch aufreisst. Eine Therapie ist recht schön und gut, aber das kann nicht alles auf deinem Rücken ausgetragen werden.
Sag ihr klipp und klar, dass sie ab MORGEN wieder Woche für Woche Aufgaben übernehmen wird, so lange bis sie wieder ihren Teil erldigt. Und wenn sie "keine Lust" dazu hat, mach ihr klar dass sie dann in Zukunft auf dich verzichten muss. Weil du dann nämlich entweder in der Nervenheilanstalt landest oder weil du das irgendwann nicht mehr durchdrückst und deinen Wege alleine gehen wirst.

Warte nicht mehr zu lange, ein Job ist in der heutigen Zeit zu schnell weg!

...und eine Frage ist mir noch eingefallen: Bist du dir ihrer Liebe eigentlich noch sicher? Zeigt sie es dir? Kann ich mir nicht vorstellen, wenn sie nicht mal Lust hat was mit dir zu unternehmen. Bist du schon mal auf die Idee gekommen dass sie dich nur mehr ausnützt?

Wir hatten mal so einen ähnlichen Fall in der Nachbarschaft, plötzlich war sie nach 1,5 jähriger Krankheit wieder gesund, ihr neuer Freund ist zu ihr ins Haus gezogen (der Ex hat ausziehen dürfen, sie hatte ja die Kinder) und Unterhalt hat er auch noch zahlen dürfen.

Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber denk mal darüber nach.

Ich wünsch dir auf alle Fälle alles Gute
rati

Beitrag von +++***+++ 02.09.06 - 17:41 Uhr

Willst du zu mir vielleicht ziehen? So einen Mann wie dich will ich auch gerne haben...

Mensch, was hat deine Frau für ein Glück gehabt, so einen Mann wie dich aufzugabeln... Ich will auch so einen "neidisch guck"...

Ich muß mich wohl für den Rest des Lebens mit meinem Mann abfinden, der nicht Waschmaschine von Geschirrspüler unterscheiden kann :-(


Tritt ihr mal heftig in den Hintern! Das hat sie volle Kanne verdient!!!
Ist ja unerhört die Familie so links liegen zu lassen!!!


Aber überleg dir trotzdem ob du nicht zu mir rüberziehen möchtest ;-)

Gruß und alles Gute

Beitrag von tinaxx 02.09.06 - 18:02 Uhr

Hallo!

"Wenn das so weitergeht, dann werd ICH KRANK!"

Lass es nicht so weit kommen!
Du musst dir dringend Hilfe holen, z. B. eine Haushaltshilfe, die von der Krankenkasse bezahlt wird (habt ihr da keinen Anspruch drauf?), einen Babysitter (Oma/Opa oder Tanten/Onkel in der Nähe, Nachbarsmädchen, Babysitterin über's Jugendamt?) oder eine Putzfrau.

Vielleicht gibt es für euch auch eine Familienkur bzw. -reha, das haben wir nach der Krebserkrankung unserer Tochter gemacht - hat uns allen sehr gut getan!


Du musst dich entlasten, sonst seid ihr beide ganz schnell am Ende eurer Kräfte, schlimmstenfalls am Ende eurer Beziehung.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du für dich eine Entlastung findest!

LG, Tina.

Beitrag von *hmm 03.09.06 - 13:25 Uhr

Was du hier beschreibst, ist der ganz normale Alltag einer durchnittlichen Frau.
Kinder wickeln, füttern, anziehen, beschäftigen, trösten, zu Bett bringen, nachts aufstehen.
Planen, einkaufen, kochen, Küche wieder aufräumen, putzen, waschen, Bügeln etc.
Und dann noch dem Gatten der A++++ nachtragen, wenn er nach Hause kommt!

Damit weißt du ja jetzt, im Gegensatz, zu vielen anderen Männern, dass Frauen nicht "den ganzen Tag nur zu Hause" sind.

Nun zu deinem Problem:
Wenn sie sooo krank ist, sollte sie selber wollen, dass sie wieder gesund wird, das würde für mich heißen: Einweisung.

Will sie das nicht, dann gefällt ihr die derzeitige Situation zu gut, Dann: Einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten.

Ich kenne das Problem ja nur aus deiner Sicht, handeln musst DU!

Beitrag von v2a 03.09.06 - 20:09 Uhr

Hi!

Auch wenn hier ein paar geantwortet haben, daß Du ja "nur" den ganz normalen Alltag einer Mutter beschreibst-
ich denke bei Dir kommt ja immerhin noch dazu, daß Du Dir gedanken um Deinen Job und um Dein Studium machen mußt.

Auch wenn die meisten Mütter so einen Alltag haben wie Du
jetzt- die meisten müssen sich keine Gedanken um den finanziellen Teil machen (ich weiß, daß es manchmal anders ist, deshalb hab ich geschrieben "die meisten".)

Tja, bei mir war es so, daß mein Mann gar keinen Urlaub hatte.
Marina ist an einem Mittwoch geboren- am Samstag wurde ich entlassen und am Montag ging mein Mann wieder arbeiten und ich war allein zuhause.
Was hab ich geheult die ersten 2-3 Wochen#heul#heul
Aber es hat ja nichts geholfen- ich MUSSTE mich ja ums Mausal kümmern- war ja sonst keiner da.
Ich denke nicht, daß ich depressionen hatte- das war wohl der normale Baby-blues, aber dadurch, daß ich keine Zeit hatte mich hängen zu lassen, gings recht schnell vorbei.
Ich weiß nicht, ob man Dir hier überhaupt rat geben kann, schließlich ist Deine Frau ja schon in Behandlung.
Aber trotz allem sollte sie verstehen, daß auch du mal Zeit brauchst um durchzuatmen-
und sei es nur mal eine halbe Stunde radlfahren.
Es steht Dir zu!
Sag ihr das! Wenn sie einen guten Moment hat, dann drück ihr das Baby in den Arm und geh- einfach mal raus- nur eine halbe Stunde.
Sie machts ja auch!
Trau Dich, bevor gar nichts mehr geht!

Ich wünsch Euch alles Gute!!!#herzlich

Gaby