Wie organisiert ihr alles wenn beide voll arbeiten?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von specki1009 02.09.06 - 14:43 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
ich hab ein VollzeitJobangebot dass ich eigentlich nicht ausschlagen darf (Job sehr rar in der Gegend und Teilzeit gibts gar nicht) aber mein Freund macht Schichten und ich muß jeden Tag noch ca. ne halbe Stunde einfache Fahrt einplanen.Zum Glück könnt ich etwas Gleitzeit arbeiten aber eben 42h Woche.

Theoretisch ist das alles machbar wenn wir uns reinteilen,d.h. einer bringt die Kleine und der andere holt sie aber funktioniert es bei euch wirklich?Ich meine beteiligen sich dann eure Männer wirklich oder versuchen sie sich aus vielem rauszuhalten?Meiner hielt mir es ja schon vor als ich die Kleine paar Stunden bei ihm gelassen hab und bin Probearbeiten gegangen obwohl es vorher abgesprochen war.Ich weiß aber dass ich die Kinderbetreuung allein nicht packe denn dann müßt ich die Kleine ja von 6.30-16.30 in Kiga bringen und das find ich bißchen viel da sie innerhalb der nächsten 14 Tage erst Eingewöhnung hat.Schwiegereltern will ich nicht von vornherein einplanen-nur mal wenns nicht anders geht.

Ich war mit der Kleinen zwei Vormittage zur Eingewöhnung und muß sagen ich war sehr enttäuscht denn die Erzieherin hat keine Zeit für sie denn es ist noch ein Kind (auch 16Mo) da dass aber bei weitem noch nicht so selbstständig ist und somit ihre ganze Aufmerksamkeit braucht und die anderen Kinder sind ja auch noch da.Ich frage mich wie das nächste Woche werden soll wenn unsere Maus den Vormittag allein da bleiben soll.Sie ist ja aufgrund der neuen Eindrücke total fertig und bräuchte wahrscheinlich gegen neun nochmal ne halbe Stunde Schlaf aber das ist in Kiga nicht organisierbar.Mach mir echt Sorgen um die Maus.

Wie sind eure Erfahrungen beim Wiedereintritt in die Berufswelt?Schuldgefühle?Haushalt totales Chaos?Beziehungsstreß?

#danke

Beitrag von xenia1981 02.09.06 - 14:55 Uhr

Hallo,
ich war wieder Vollzeit arbeiten nachdem mein Sohn ca 5 Mon. alt war, er war bei einer Tagesmutter untergebracht. Je nachdem wer früher aus hatte ist mein Mann oder ich den Kleinen abholen gegangen. Manchmal war er auch bei den Omas.
Es hat alles soweit geklappt, aber es ist streßig man hat nicht mehr viel vom Kind.
Haushalt leidet nicht hatte ja vormittags bis zehn immer Zeit alles zu erledigen.
Beziehungsstreß gab es auch keinen, waren in der selben Firma und man hat sich oft gesehen.
Ich habe das arbeiten wieder aufgehört als er 1 Jahr alt war, Schuldgefühle und weil man mir immer mehr Arbeit aufbrummen wollte und dann hätte ich noch weniger von meinem Kind gehabt. Das wollte ich nicht, ausserdem kam dann ziemlich schnell der Entschluss zu einem Geschwisterchen. r war auch das erste halbe Jahr nachdem ich zuhause war extremst anhänglich ist mit keine Sekunde von der Seite gewichen aus Angst ich könnte wieder weggehen.
42h ist ziemlich viel für den Anfang.
Gruß Nikola

Beitrag von snoopfi 02.09.06 - 15:32 Uhr

Hallo,

ich finde 42h die Woche sehr viel, ZUVIEL für den Anfang. Deine Kleine ist gerade mal 16 Monate alt und sie braucht Dich noch viel zu viel.

Selbst wenn das Angebot sooo toll ist, für Dein Kind ist es sicherlich schlimm ihre Mama bzw. ihre Elter nur noch sporadisch zu sehen.

Ich würde das Angebot nicht annehmen.

Immerhin wolltet ihr die Kleine doch und das hat jetzt eben zur Folge, daß sich die nächsten Jahre erstmal alles nur um sie drehen wird.

Ich möchte auch wieder anfangen zu arbeiten aber nur Teilzeit . max. 18 Stunden die Woche. Mehr möchte ich nicht denn dann sehe ich meine Sohn gar nicht mehr und lege die Erziehung in die Hände anderer. Das geht gar nicht!!! Dann brauche ich auch kein Kind, wenn alles andere übernehmen.

Liebe Grüße
Snoopfi

Beitrag von schwarzbaer 02.09.06 - 17:21 Uhr

Kann mich der Vorschreiberin NICHT anschließen.

wir arbeiten beide voll (ich: 40 Wochenstunden + 1 Stunde Weg one way) seit unsere Lütte 12 Monate alt ist. es geht, und es geht auch ohne schlechtes Gewissen und Überforderungen, aber es müssen ein paar Bedingungen erfüllt sein:

1.) gleichberechtigte Partnerschaft, 50:50 Aufgabenteilung auch im Haushalt und in der Kinderbetreuung, sonst kriecht Frau bald auf dem Zahnfleisch

2.) zuverlässige Tagesmutter oder Kita mit arbeitszeitkompatiblen Öffnungszeiten

3.) ein "pflegeleichtes" Kind

Bei uns sind alle 3 Bedingungen erfüllt und wir fühlen uns alle sehr wohl. Zeit für die Lütte haben wir gemeinsam hauptsächlich am Wochenende (das dann auch ausschließlich mit der Kleinen verbracht wird), in der Woche teilen wir uns rein, einer geht früh arbeiten und holt die Lütte aus der Kita ab, einer bringt sie morgens weg und kommt dann aber erst zum Abendbrot um 19 Uhr oder auch mal später nach Hause.

Wie gesagt, bei uns funktioniert es super, allerdings ist sich mein Mann auch nicht zu schade, wäsche zu waschen, geschirr zu spülen, die Kleine fertigzumachen etc.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von cosica 02.09.06 - 21:59 Uhr

Hallo,

ich bin froh mal von jmdem zu lesen, der nicht Fulltime Mutter ist! Bei uns ist es genau wie bei euch: 50:50. Ich habe das bessere Gehalt, arbeite manchmal auch 50 Stunden die Woche (nehme die Kinder aber manchmal mit wenn nicht zuviel Arbeit ist). Wir haben eine Putzfrau 2 Mal die Woche, das brauchen wir dann halt nicht zu machen. Die Kinder gehen in die Krippe, lernen dort viel und es gefällt Amélie super (Clarisse geht erst seit 2 Tagen).

Alles in Allem sage ich immer: wenn die Mutter froh, zufrieden und ausgeglichen ist, dann sind die Kinder es auch!

lg,

Corinne & Amélie (*16.09.04) & Clarisse (*13.05.06)

Beitrag von bw1975 02.09.06 - 18:53 Uhr

Hallo,

ich arbeite zwar nicht 40h die Woche, aber 30h.

also bei uns ist es so:

Morgens bringt mein freund den Kleinen, selten einmal ich, in die Kita. Ich hole ihn ab.

Unser Haushalt ist chaotisch zurzeit, weil ich die Zeit die ich dann nach der Arbeit mit meinem Sohn verbringe auch ausschließlich mit ihm verbringen will und nicht mit dem blöden Haushalt. Mein Freund ist diesbezüglich keine Hilfe, er arbeitet mindestens 12h täglich und am Wochenende auch.
Ab nächste Woche habe ich einmal die Woche eine Putzfrau! (5€ die Stunde#huepf) Ich hoffe das Chaos nimmt dann etwas ab!

Beziehungsstress haben wir, weil ich am Wochenende immer so allein bin und mir mehr Familienleben wünsche. Unseres ist gleich Null. Ich bin mit fast allem, also Haushalt, Probleme, Kind, Wohnung allein! Und ich gehe ja auch arbeiten! Das ist echt frustrierend! Gerade heute hatten wir wieder einen Streit deswegen!#schmoll

Aber ich möchte die Arbeit nicht missen und unser Sohn die Kita und die anderen Kinder nicht! Das wird schon#liebdrueck

Gruß bw

Beitrag von langer.sa 02.09.06 - 20:17 Uhr

Hi,

also ich geh 40h die Woche arbeiten von 8 - 16:21H mein Mann ist Azubi und bis auf Dienstag und Freitag, da hat mein mann Berufsschule bis 14 Uhr. Ich bring die Maus zu 6:40H zur TagesMu und bin dan um 7:45H auf Arbeit und mein Mann holt sie dann um 16H wieder ab. Geht alles wenn beide zusammen an einem Strang ziehen. Der Anfang war schwer, Kiara war erst 11Mon. alt aber finanziell musste es sein und nun ist alles bestens. Ich muss dazu aber auch sagen, dass wir eine mega super TagesMu haben und ich Kiara, ist ja leider nicht möglich, bis zur Schule hingeben würde. Klar unter der Woche leidet die Zeit drunter. Aber ich bin, wenn ich dann gegen 17H Zuhause bin nur für Kiara dran. Wenn sie dann um 19:00 - 19:30H im Bett ist mach ich den Haushalt vom Tag und dann noch Zeit bis 22H für Mann und Katzen *g* und um 5 Uhr ist die Nacht dann schon wieder vorbei.

LG
Sandra & Kiara *06.01.2005 die ganz lieb und friedlich schläft :-)

Beitrag von langer.sa 02.09.06 - 20:20 Uhr

ach ja und ich finde es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit man mit den Kindern verbringt sondern wie man die Zeit nutzt die man hat. Merke ich grade wo wir seit Mittoch Daheim sind, weil Kiara eine Magen-Darm-Grippe hat. Die "wenige" Zeit die wir sonst haben nutzen wir drei viel intensiver und Kiara ist ein ausgeglichenes und freundlichen Kind. Das sehen auch ausenstehende und ich denke, sie leidet nicht drunter. Sie geht so gerne zur TagesMu, das ich mich viele darum beneiden :-)

Beitrag von daisy2.2. 02.09.06 - 22:38 Uhr

Hallo,

keine einfache Antwort. #kratz#gruebel#schein

Zur Organisation: Ich arbeite im Frühdienst von 7-15:30, im Spätdienst von 14:30-22:30. Alle 14 Tage muß ich einen 24-Stunden-Dienst machen. Mein Mann studiert nochmal (bis Oktober im Erziehungsurlaub) und macht hin und wieder IT-Projekte .

Lukas ist 3 Tage die Woche bei unserer Tagesmutter, ein Tag ist "Oma-und-Opa-Tag". Morgens bringt ihn mein Mann gegen 9:00 weg, nachmittags hole ich ihn zw. 16:30 und 17:00 ab.

Ich stehe in der Frühdienstwoche gegen 4:45 #gaehn auf und erledige schonmal so Sachen wie Spülmaschine ein-und ausräumen. Dann Duschen, Frühstück, Zeitunglesen, Arbeiten.

Wenn Lukas und ich zu hause sind (meist gegen 17:30, gehe auf dem Weg zurück noch einkaufen) bin ich bis der kleine Schatz ins Bett geht nur für ihn da. Gegen 20 Uhr schläft Lukas meist. Dann steht noch fegen (Laminat!!) und noch irgendeine Sache im Haushalt an. Ins Bett gehe ich meist gegen 23:30. Wie es in der Spätdienstwoche geht, weiß ich noch nicht, fange erst in 2 Wochen damit an#gruebel.

Von Januar - Mai war ich allenerziehend und habe alles alleine gemacht.

ES GEHT IRGENDWIE!!!! Aber es kostet extrem viel Kraft. Also überlege es Dir gut, wenn Dein Mann nicht 100%ig hinter Dir und Deinem Beruf steht!!!!!

Und was auch wichtig ist: such Dir kurzfristige Betreuungsalternativen (Kind krank, KIGA wg. Läusen geschlossen, etc, die Liste der "Pannen" ist endlos....):-(.

Trotz allem: ich würde IMMER arbeiten gehen. Ich werde zwar auf jeden Fall ab Januar wieder auf 75% reduzieren (wie in der Elternzeit), aber ganz zu hause bleiben (hab ich die ersten 8 Monate gemacht) kommt für mich nicht nur aus finaziellen Gründen nicht in Frage.

Schlechtes Gewissen? Eher nicht. Als ich gar nicht gearbeitet habe, war ich total unzufrieden und unausgeglichen. Was mir im Moment sehr schwer fällt ist, dass ich Lukas tagsüber sehr vermisse. MIR fehlt die Zeit mit ihm#heul.

Lukas ist ein sehr ausgeglichenes, freundliches Kind (mit den altertypischen Trotzanwandlungen). Er leidet soweit ich das beurteilen kann, nicht unter meiner Berufstätigkeit#freu.

Wiedereintritt: problemlos, war aber alles schon während der SS geklärt.

Haushalt: ich kann über eine Menge Unordnung hinwegehen.... #hickseine Eigenschaft, die für beruftätige Eltern sozusagen lebensnotwendig ist#cool!!!

Lange Rede - kurzer Sinn:

Es gibt keine allgemeingültigen Rat. Wenn DU arbeiten willst, dann tu es!!!

Nur eine zufrieden Mutter ist eine gute Mutter!!!!!

Alles andere kann man orgenisieren!

In diesem Sinne

Sanne + Lukas (4.1.05)