hilfe-was sollen wir denken??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von money2901 02.09.06 - 14:43 Uhr

hallo,

mein freund ist leider direkt nach seinem studium, zum bauingeniuer, arbeitslos geworden...#schmoll


er hatte mittlerweile schon 2 bewerbungsgespräche (eines schon mit absage, das andere, welches noch offen steht, wurde von der aa vermittelt...)

dieses gespräch ist mittlerweile schon ca. 2 wochen her...haben noch nichts gehört...

nur gestern kam ein anruf von der aa und diese fragte, ob er denn schon soziale leistungen (sprich hartz IV) beantragt hätte...

-nein, haben wir nicht, da wir das ergebniss von diesem gespräch abwarten wollten-

denn die besagte firma hat bei der aa angefragt, ob sie denn zuschüsse für meinen partner bekommen würden, wenn sie ihn einstellen würden...#kratz



hört sich für mich ja ganz positiv an, denn es ist ja eigentlich im gespräch, ob er eigestellt wird...


nur mein partner hat die befürchtung, dass die firma ihn nur nimmt, weil sie zuschüsse bekommt und ihn dann in den 6 monaten probezeit wieder kündigt....und ihn eigentlich nicht für "voll" nimmt...


was meint ihr...??wie sollen wir das einschätzen??


Lg money

Beitrag von money2901 02.09.06 - 14:53 Uhr

nein mein partner ist voll deutscher...laut pass


die aa hatte aber gesagt, dass die firma dann die zuschüsse bekommen würde, da er keine zuschüsse beantragt hatte???

mensch, ich blicke da nicht mehr durch....#augen#augen

Beitrag von junimond.1969 02.09.06 - 14:58 Uhr

"nur mein partner hat die befürchtung, dass die firma ihn nur nimmt, weil sie zuschüsse bekommt und ihn dann in den 6 monaten probezeit wieder kündigt....und ihn eigentlich nicht für "voll" nimmt.."

Klingt für mich auch so, leider. Die Firma möchte wohl einen sog. "Eingliederungszuschuss" zum Beispiel. Ich denke allerdings nicht, dass da von der ARGE was kommt, wenn Ihr nicht im Leistungsbezug seid.

Das Gefasel von Mikuhase vergiss mal wieder ganz schnell, mit "Deutschrusse" oder nicht, hat die Gewährung eines Eingliederungszuschuss nämlich mal rein gar nichts zu tun.

Beitrag von money2901 02.09.06 - 15:03 Uhr

also heißt das, dass wir erst hartz IV beantragen müssten, damit die firma etwas bekommt??

denn der antrag auf algI wurde bei uns abgelehnt...#kratz#kratz#kratz

komisches system....?!?!#kratz#kratz#kratz

Beitrag von junimond.1969 02.09.06 - 16:21 Uhr

Dass der Antrag auf ALG I abgelehnt wurde, hat doch mit dem Anspruch auf ALG II (kein Mensch in D bekommt übrigens "Hartz IV") nichts zu tun.

Zur Not beantragt es, der AG kann dolle Zuschüsse bekommen und gut is'. Hauptsache, erst mal ein Job, oder?

Beitrag von money2901 02.09.06 - 18:21 Uhr

natürlich hauptsache erst mal einen job...obwohl die brutto nur 1900 euro zahlen (für einen dip. bauingenieur, soviel habe ich nach meiner ausbildung als bürokauffrau verdient...)

finde es nur komisch, warum firmen überhaupt bezuschusst werden, wenn sie arbeitssuchende einstellen, die bei der aa gemeldet sind...?!?!

Beitrag von junimond.1969 02.09.06 - 18:53 Uhr

Diese Zuschüsse sind eigentlich dazu gedacht, den Mehraufwand aufzufangen, den ein AG vielleicht mit einem Langzeitarbeitslosenhat, den er vielleicht länger einarbeiten oder gesondert schulen muss z.B. Viele Arbeitgeber wollen aber fast nur noch mit Zuschüssen einstellen oder aber sie lassen sich von uns (arbeite bei 'ner ARGE) Leute vermitteln, wollen sie dann aber erst mal ein halbes Jahr kostenfrei als "Praktikanten". Frechstes "Argument" war mal, "Wen ich den nicht nehme, müssen sie für den eh weiter zahlen." Super, Unternehmer bekommen kostenlos Arbeitskräfte und statt Lohn bekommen die weiterhin nur ALG II aus der Staatskasse. *kotz*

Tja, aber so ist das heute, Sozialschmarotzer von der anderen Seite nenne ich die. Mein Mann hatte auch so einen AG - erst schön Eingliederugnszuschuss für einen Mitarbeiter nach dem anderen kassieren und dann, kaum dass die Zuschüsse (die in der Regel gestaffelt sind) niedriger werden, wurde sich beim Träger beschwert, dass angeblich die Arbeitsleistung gesunken wäre. Bei 1.700,- brutto und 45-50 Std./Woche. #augen Zum Glück ist dem Landkreis (hier bei uns der Träger) dann doch mal aufgefallen, dass bei dem AG auffällig oft die Mitarbeiter angeblich nach drei Monaten nur noch faul etc. sind. Er bekommt nun keine mehr vermittelt. "Soll er doch mal sehen, ob er auf dem freien Arbeitsmarkt Leute findet, die sich für das Gehalt von ihm verheizen lassen." O-Ton Vermittler vom Kreis, der mittelschwer stinkig ist deswegen, denn der AG behandelte die Ex-Arbeitslosen wie Leibeigene und sobald sie mal krank waren, beschwerte er sich beim Kreis und drohte, die Kranktage dem Kreis in Rechnung zu stellen. Ganz nach dem Motto "Das von Ihnen gleieferte Modell ist kaputt, ich verlange Schadenersatz." Widerwärtiger Typ, dieser Ex-Chef.

Wie gesagt, zur Not, schaut, dass der AG seine heißbegehrte Zuschüsse bekommt, passt auf, dass er einen korrekten Arbeitsvertrag schließt, der Deinen Freund nicht übern Tisch zieht und sucht trotzdem weiter.

Gruß
Ch.

Beitrag von money2901 02.09.06 - 20:39 Uhr

danke, dann weiß ich jetz schon mal mehr...

denn die arbeitsvermittlerin von meinem partner hat sich so ausgedrückt, alsob es gut sei, dass er noch kein algII beantragt hat...und deswegen bessere chancen auf den job hat...


aber dann wäre es ja doch besser, das geld zu beantragen....!?!?


#danke nochmal...

Beitrag von eineve 02.09.06 - 16:57 Uhr

>>nur mein partner hat die befürchtung, dass die firma ihn nur nimmt, weil sie zuschüsse bekommt und ihn dann in den 6 monaten probezeit wieder kündigt....und ihn eigentlich nicht für "voll" nimmt... <<

mit dem geschilderten- hat er vollkommen recht.

die geschichte mit hartz4 - beantragt die - der antrag kann meines wissens dann immer noch gestoppt werden, wenn es zu einer einstellung kommt.

Beitrag von manavgat 02.09.06 - 16:58 Uhr

Ich halte diesen AG für nicht seriös. Nur einstellen wenn Zuschuß und dann auch noch hinter Eurem Rücken beim AA nachfragen...

Dein Freund ist doch erst kurz auf Arbeitssuche. Nerven behalten.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von angi05 03.09.06 - 19:10 Uhr

Hi!

Muß doch nicht gleich ein schlechter Mensch sein, nur weil er Vorteile für sich sucht!

Wäre ich Arbeitgeber würde ich die Chance auch nicht an mir vorbeiziehen lassen, dass mein Arbeitnehmer teilweise vom AA finanziert wird.

Bei der heutigen Lage mancher Firmen müssen die halt rechnen!

So seh ich das jedenfalls...

Gruß angi (die keine Arbeitgeberin ist :-()

Beitrag von manavgat 04.09.06 - 13:50 Uhr

Ich bin AG und diese Mitnahmemetalität von anderen Firmen kotzt mich an!

Gruß

Manavgat

Beitrag von money2901 02.09.06 - 18:18 Uhr

ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, warum sie noch zuschüsse haben wollen...

denn sie zahlen eh nur 1900 euro brutto für einen dipl. ingenieur...?!?!?


Beitrag von steyanir 02.09.06 - 20:36 Uhr

Hallo Money,

ich wurde damals auch mit Lohnzuschüsse eingestellt.
Die bekam mein Arbeitgeber ein halbes Jahr lang.
Und mir wurde auf dem Arbeitsamt gesagt, die Zeit, die der AG Zuschuß bekommt, muß er mich nach Wegfall des Zuschußes weiter beschäftigen.

Was heißt: er bekam 6 Monate Zuschuß, und mußte mich weitere 6 Monate mindestens beschäftigen. Sonst muß er alle Zuschüße zurück zahlen.

Und einen Monat bevor das Jahr rum war, machte er Pleite, und er mußte alle Zuschüße zurück ans AA zahlen.

Sein Problem, zum Glück kann dem AN nichts in Rechnung gestellt werden.
Mein Mann wurde auch im April mit Zuschüße eingestellt. Und er wurde gleich auf einem 2 Jahres Vollzeitvertrag fest gesetzt. Mit stillschweigender Verlängerung. Probezeit gabs nicht, weil er bereits ein Praktikum in dieser Firma absolviert hatte.

Also ich denke mal, es muß nicht immer schlecht sein, wenn ein AG Zuschüße beantragt.

Hab schon von vielen gehört, das sie dadurch eine Festeinstellung bekommen haben.

Erkundige dich doch mal beim AA, auch wenn der AG den Antrag stellt. Wichtig ist doch zu wissen, welche Recht und Pflichten AG und AN haben.

Wünsche dir einen schönen Abend.

LG von Irina, Yannick (5) und Baby-Girl inside 26. SSW