Hilfe- Steuernachzahlung - WARUM???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jessy_hh 02.09.06 - 15:01 Uhr

Hallo,

also, dass ist jetzt mal eine Diskussion für Steuerexperten.
Wir haben heute unseren Einkommenssteuerbescheid für 2005 bekommen und müssen über 800,- Euro zahlen #schock
Ich kann das einfach nicht verstehen, aber vielleicht kann es mir hier ja jemand erklären...
2005 hat mein Mann (Steuerklasse 3) den Löwenanteil unseres Einkommen verdient. Ich (Steuerklasse 5) habe nur Januar und Februar Gehalt bekommen, danach Krankengeld und ab Mitte Mai für den üblichen Zeitraum Mutterschutzgeld. Am 23.07. ist unsere Tochter auf die Welt gekommen.
Richtig etwas abzusetzen haben wir bis auf mein Fernstudium nichts, also sind da die Pauschbeträge (bei mir etwas mehr)genommen worden. Und ansonsten gab es keine Besonderheiten.

Nun frage ich mich aber, wie es dazu kommen kann, dass eine junge Familie soviel bzw. überhaupt was nachzahlen muss. Ich höre immer nur, dass die Leute fröhlich Geld zurück bekommen.... Warum müssen wir dann zahlen???? #kratz

Wenn es hier jemanden gibt, der mir erklären kann, wie es dazu kommen kann und wie man sowas nächstes Jahr verhindern kann, wäre ich sehr dankbar!!

Viele liebe Grüße,
Jessy

Beitrag von redhex 02.09.06 - 15:40 Uhr

Hi Jessy!

Warum ihr nachzahlen musstet, kann ich dir auch nicht genau sagen...

Wir mussten die letzten Jahre auch drauf zahlen. Wir haben dann gemerkt, dass es daran liegt, dass der Arbeitgeber von meinem Mann die Kirchensteuer am Ende des Jahres (warum auch immer) wieder zurückzahlt an ihn).

Ich gehe nicht arbeiten und bin zu Hause bei den Kindern. Dieses Jahr haben wir dann endlich mal ne Rückzahlung erhalten von 8€...mir reicht es schon, wenn es mit 0 ausgeht ;-)

LG redhex

Beitrag von eineve 02.09.06 - 16:52 Uhr

die begründung der steuerzahlung steht im bescheid.


vergleiche nochmals die bezüge, die eintragung auf der steuerkarte deines mannes - auserdem ist jedeseinkommen steuerpflichtig - auch mutterschaftsgeld.

geh punkt für punkt auf dem steuerbescheid durch und vergleiche deine angaben mit denen des finanzamtes. - und beachte:

es kann gutmöglich sein - wenn der eine kirchensteuer zahlt und der andere nicht - das doch aufeinmal BEIDE kirchensteuer zu zahlen haben. sind dann (je nach bundesland) 9% aus dem steuerbetrag. also - wenn du kirchensteuerpflichtig bist und dein mann nicht weil er ausgetreten ist - ist es gut möglich das dieser betrag das ist. kommst nicht umhin den zuzahlen. nur zukünftig - mittels austreten.

Beitrag von schnuffelschnute 02.09.06 - 20:27 Uhr

Hallo Jessy,

Mutterschutzgeld z.B. wird ausgezahlt, ohne versteuert zu werden, wird aber beim Lohnsteuerjahresausgleich als Einkommen angesehen und nachträglich besteuert.
Ich vermute, dass das daran liegt.
Vorsorglich würde ich Einspruch erheben!

LG

Ariane

Beitrag von peterpanter 03.09.06 - 19:39 Uhr

Hi,

lass die Unterlagen von jemanden durchsehen der davon Ahnung hat und dann kannst du wenn nötig Widerspruch einlegen. (innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt.)

Die Nachzahlung kommt mir schon heftig vor, allerdings ohne Kenntnis der Details kann man keine fundierte Aussage treffen.

Möglichweise liegt es zum einen am Kranken- und Mutterschutzgeld, das zwar steuerfrei ist aber in die Progression einfliest und somit den Steuersatz erhöht.

Allerdings ist die Auswirkung auf die Steuer geringer wie normales Gehalt. Wahrscheinlich hast du für den kurzen Zeitraum (Januar und Februar) keine Lohnsteuer gezahlt oder diese auch einer späteren Gehaltsabrechnung (es kommen ja hier immer noch welche nach) von deinem Arbeitgeber erstattet bekommen, da dein Jahreseinkommen unter der steuerfreigrenze gelegen hat. (Was bei 2 Monatsgehältern ja keine Kunst ist)

Somit sind unversteuerte Einnahmen in die Erklärung eingeflossen und richtigerweise bei einer Zusammenveranlagung nachversteuert worden.

grüßle

peter