Taufe Pro & Contra

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Beitrag von teufel77 02.09.06 - 21:10 Uhr

Hallöchen,

unsere Tochter wird nun 8 Monate alt und mein Mann und ich waren uns immer Sicher die kleine soll sich später selber mal Aussuchen ob sie getauft werden möchte oder nicht.

Nun stellen wir leider immer wieder fest das es wohl doch besser wäre sie Taufen zu lassen. Es fängt ja schon mit der Suche des Kindergarten an und so geht es dann mit Schule und Co. weiter.

Ich muss dazu sagen ich bin Katholisch und auch getauft, Kommunion, Firmung und Kirchliche Traunung also das ganze Programm. Mein Mann ist nicht mehr in der Kirche.

Leider stehe ich nicht 100% hinter der Kirche und finde das eine oder andre auch nicht wirklich gut, aber ich denke in dem Punkt bin ich nicht die einzige.

Wer kann mir ein wenig helfen.

Gruß teufel


Beitrag von limpbizkit1977 02.09.06 - 21:33 Uhr

Hallo Teufel,

ich hol mal etwas aus und schilder meine Geschichte#bla ( Männe guckt Fußball#augen)...

...ich wurde nicht getauft- es hieß immer : Melanie soll später selbst entscheiden an was sie glauben möchte.
Mehr wurde dazu allerdings nicht beigetragen. Ich mußte in der Schule nicht am Religions Unterricht teilnehmen, was ich zu dem Zeitpunkt natürlich sehr gut fand. Meine Eltern sind auch mit mir nie in die Kirche gegangen oder haben mich an die "Kirche" rangeführt. Als ich dann mit- ich glaub 12 oder 13 war es mich noch hätte taufen lassen können um evangelisch zu werden- wollte ich es nicht ( wobei das ja dann viele des Geldes wegen noch "schnell" machen lassen)...
Meine Meinung dazu ist- es ist total blöd zu sagen das Kind soll es selbst entscheiden wenn man das Kind sowieso nicht ranführt.
Außerdem ist man als nichtgetaufter in der Schule immer ein "Außenseiter"- war jedenfalls in meiner Klasse so weil nur ich und ein Moslem nicht am Relgionsunterricht teilgenommen haben- wir sind dann nach Hause gegangen oder haben noch rumgegammelt#augen.

Ich habe mich nun mit 28 Jahren noch taufen lassen ( katholisch), unsere Maja wurde auch getauft und ich finde den Weg auf jeden Fall besser, weil ich mit Ihr zusammen in die Kirche gehen werde, Ihr aus der Kinderbibel vorlese usw. und sie dann wirklich später entscheiden kann ob sie das weiterführen will und an Gott glaubt oder nicht.

Auch wenn Du nicht 100%ig dahinter stehst würd ich es machen, sie muß dann zum Konfirmationsunterricht, bekommt Religion ( ich weiß garnicht ob die Kinder heutzutage dann immernoch nach Hause gehn können wenn sie nicht getauft sind#kratz) usw. und sie bekommt wenigstens von der Seite etwas vermittelt- was sie dann daraus macht kannst Du Ihr überlassen. Ich würd sie auf jeden Fall Taufen lassen...

Hoffe ich konnte Dir etwas helfen...#bla

LG Melli+Maja*27.07.05#herzlich

Beitrag von quitschi2006 02.09.06 - 21:36 Uhr

Hallo Teufel,

also helfen kann ich Dir sicherlich nicht....

Bei uns ist es so, mein Mann ist kath. und ich evang., für uns klar, unser Sohn wird auch katholich getauft ! Ich stehe auch voll dahinter, auch wenn wir jeder eine andere Kofession haben.

Nur wegen der Schule oder Kindergarten hätten wir unser Kind nicht taufen lassen ! Und dass man nicht immer hinter allen Entscheidungen der Kirche steht, ich glaube auch, dass es jedem so geht !

Also überleg es Dir und lass Dich nicht beeinflussen, die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.

LG

Beitrag von kitty1979 02.09.06 - 22:37 Uhr

Hallo Teufel!

Ich wurde auch nicht getauft, damit ich später selber entscheiden kann. Ich persönlich finde und fand das gut. Meine Mutter hat das so gehandhabt, das ich bis zu einem gewissen Alter (ich glaube bis zur 6. Klasse) am Religionsunterricht teilnehmen musste. So wurde ich an die Kirche rangeführt. Es ist natürlich schwierig für Eltern, die den Glauben nicht vertreten, dem Kind trotzdem die Möglichkeit geben sich frei zu entscheiden. Ich finde meine Eltern haben das gut geregelt. Ab der 8. Klasse hatte ich dann Werte und Normen, quasi ein Ersatzunterricht - also war da nichts mit Freizeit. Ich weiss aber nicht, ob es das in jeder Schule gibt, kommt wahrscheinlich auf die Nachfrage an.

Ich bin übrigens in einen evangelischen Kindergarten gegangen, obwohl ich nicht getauft wurde. Also bei uns war das kein Problem, erkundige Dich doch mal. Vielleicht geht das bei Euch auch.

Ich habe mich auch später nicht taufen lassen, bin somit auch nicht konfirmiert. Meine Mutter hatte auch dafür eine gute Lösung. Zu meinem 15. Geburtstag wurde eine grosse Familienfeier gemacht, anstelle der Konfirmation. Damit ich gegenüber konfirmierten Kindern keine Nachteile habe was die Geschenke und so angeht. Viele lassen sich eben nur noch taufen und konfirmieren, damit sie das Geld kassieren.

Alles in allem bin ich damit sehr gut gefahren. Ich bin jetzt 26 Jahre alt, und immer noch ungetauft. Damit lebe ich sehr gut, und so werden wir es mit unserem Sohn auch handhaben. Ich finde es doof das Kind taufen zu lassen weil das eben alle (bzw. viele) machen, obwohl ich eigentlich nicht wirklich dahinter stehe.

Vielleicht konnte ich Dir ja etwas helfen.

Lieben Gruss Nicole mit Paul *16.03.2006


Beitrag von sunflower.1976 02.09.06 - 22:39 Uhr

Hallo!

André wurde ev. getauft. Ich bin evangelisch, mein Mann katholisch und wir wohnen in einer sehr katholischen Gegend. Wir standen also vor der Entscheidung, André später selber wählen zu lassen, ihn evangelisch oder katholisch taufen zu lassen.
Trotzdem haben wir uns entschieden, André ev. taufen zu lassen weil wir die Zugehörigkeit zur Kirche bzw. zum christl. Gauben wichtig finden.
Ich stehe auch nicht hinter allem, was die "Institution Kirche" vermittelt, aber das ist bei mir/uns nicht gleich zu stellen mit dem Glauben.
Ich werde André ohne Druck an den Glauben heranführen, also z.B. abends beten, Kinderbibel anschauen oder auch zum Krabbelkindergottesdienst gehen.
Klar, beten usw. kann man genauso gut ohne Taufe. Aber ich denke, dass es wichtig ist, das Kind an die Kirche/den Glauben nahe zu bringen, sonst kann es sich nicht entscheiden - mit oder ohne Taufe. Später kann das Kind sich immer noch entscheiden, aus der Kirche auszutreten.

LG Silvia

Beitrag von maren04 02.09.06 - 23:20 Uhr

Da kann ich dir mal meine/unsere Geschichte erzählen:

ich bin nicht getauft worden als Baby/Kind und sollte das selber entscheiden. Ein Außenseiter bin ich deswegen nie gewesen (Kiga/Schule), ich habe ganz normal am Religionsunterricht teilgenommen. Das konnte ich mir selber so aussuchen. Allerdings wurde ich auch nie an den Glauben herangeführt als Kind. Eher im Gegenteil, mein Vater hat wenn überhaupt, schlecht über die Kirche gesprochen. Lange Jahre habe ich damit kein Problem gehabt "nix" zu sein. Meine Tochter, vor 7 Jahren geboren, wurde auch nicht getauft. Dann lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und lieben. Der Anfang unserer Beziehung war eine schwierige Kiste. Zu dieser Zeit habe ich mich erstmals wirklich bewußt mit Religion beschäftigt.Ich wurde schwanger Anfang letzen Jahres. Mein Mann und ich haben standesamtlich geheiratet. Die Schwangerschaft wurde sehr schwierig. Oft stand es auf der Kippe, ob unser Sonnenschein alles überstehen würde. Da begann ich zu beten. Fast täglich habe ich Gott angefleht, unseren Sohn zu beschützen. Es ging alles gut. Jan kam zwar zu früh und die Geburt war hektisch ( Hertöne gingen weg, Nabelschnur um den Hals), aber der kleine Mann ist gesund und munter. Da habe ich beschlossen mich taufen zu lassen(evg). Ein Jahr nach unserer standesamtlichen Trauung haben wir auch kirchlich geheiratet. Außerdem haben wir auch die Kinder taufen lassen. Mittlerweile ist es für mich wichtig, das meine Kinder getauft sind. Mein Blickwinkel hat sich sehr verändert.
Sicher hat auch unsere Pfarrerin dazu beigetragen. Sie ist jung, modern und weltoffen. Was ich früher immer so schlimm fand, die verstaubte, altmodische Kirche, das gibt es bei ihr nicht. Unsere Trauung war wunderschön, wir durften alles selber gestalten und es hat großen Spaß gemacht, sich mit den Texten und der Musik auseinander zu setzen. Wenn wir es hinbekommen, gehen wir auch Sonntags in den Gottesdienst.
Wie du siehst, auch sehr spät kann die Erkenntnis noch kommen ( ich bin 35) Aber sie MUSS es nicht *lach* ( mein Bruder, etwas älter als ich, ist nach wie vor ungetauft)
Mein persönlicher Rat wäre, wenn du dein Kind nicht taufen läßt: Lass es trotzdem mit Religion/Glauben/Kirche in Kontakt kommen. Mich hat jahrelang der "schlechte Einfluss" meines Vaters zu dem Thema beeinflusst. Automatisch habe ich die gleiche Haltung/Meinung angenommen wie er. Hätte er sich neutraler Verhalten wäre es für mich einfacher gewesen.
100% hinter der KIRCHE stehe ich auch nicht. Gerade die kath. Kirche ist in einigen Dingen viel zu extrem und verstaubt(Verhütung, Homoehe ect) . Aber ich stehe zu meinem Glauben. Ich finde, das sind zwei Paar Schuhe.
Puh, jetzt ist es aber ganz schön lang geworden #bla

Alles Gute
Tina

Beitrag von kiki260476 02.09.06 - 23:43 Uhr

Oh mann was haben wir schon diskutiert darüber:

also: wir sind beide katholisch.

wir waren seit ewig in keiner Kirche mehr... (bis auf Hochzeiten und Taufen und Beerdingungen ... also Pflichtbesuchen in ")

wir stehen nicht hintern der Kirche, was nicht heißt das wir nicht an Gott glauben !

bei uns aufm Land sind ausnahmslos ALLE Kinder getauft... zudem ist Bamberg erzkatholisch und die Kleinen sind Außenseiter wenn sie nicht getauft sind. (habe mich aus 1ter Hand erkundigt...)

gegen Taufe sprach:
- wir stehen nicht 100%ig dahinter
- wir wollen nicht unserm Kind etwas aufdrängen hinter dem wir nicht stehen !

für die Taufe:
- die Kleine würde es nicht verstehn - egal mit welchen Argumenten ein Erwachsener kommt wenn alle ihre Freundinen an der Komunion ein weißes Kleid anhaben , Geschenke bekommen ect... sie wäre tottraurig... ok, wir würden es ihr später erklären aber....

- sie wäre sicher (bei uns aufm Land - evtl. nicht in einer größeren Stadt- was bestimmt zu einer anderen Entscheidung geführt hätte bei uns) ausgegrenzt denn: es gibt in der 1ten - 3ten Klasse kein Ethik Unterricht- sie muss den Unterricht verlassen. Hm. Mißt.l

Unsere Kleine wird getauft nächsten Monat bei einem Pfarrer der etwas Weltoffener ist - juhee

Tanja u. Frank Mfg.

Beitrag von teufel77 03.09.06 - 10:53 Uhr

Guten Morgen,

danke schon mal an alle die mir hiermit ein wenig geholfen haben.
Wer mich dann später wohl nochmal mit meinem Mann hinsezten und darüber sprechen.

Also hier im Rheinland (Neuss) sind sehr viele Kinder getauft und wir haben ja auch erst vor 2 Jahren Kirchlich geheiratet weil ich es so wollte.

Und nachdem was nun alles geschrieben wurde denke ich schon das wir unsere Lilly wohl taufen lassen werden. Ich denke sonst kann man ihr die ganze Sache mit der Kirche auch nicht so nah bringen, weil man nicht in die Kirche gehen würde.

Ich muss dazu sagen als Kind war ich sehr oft in der Kirche da mein Vater sehr dahinter stand.

So das wollte ich dann nochmal kurz los werden.

Danke nochmal.

Gruß teufel