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Archiv des urbia-Forums Trennung.

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von julia2809 02.09.06 - 23:56 Uhr

Es ist so weit: Mein Ex hat die Sachen aus der Wohnung geholt. Wir sind nicht verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn(19 Monate). Für ihn haben wir das gemeinsame Sorgerecht.Bis jetzt habe ich halbe Tage gearbeitet und er als Selbstständiger ganztags.Im Gehen hat er mir angekündigt, daß ich 70% der Düsseldorfer Tabelle für unseren Sohn erhalten werde und für mich gar nichts. Leider habe ich gar keine Ahnung von Steuerrecht, denn er behauptet, daß er mithilfe seines Steuerberaters offiziell fast nichts verdient, weil es so immense Schulden hat und er demnach nicht gezwungen werden kann irgendwas zu bezahlen.Kann man nicht seine Konten überprüfen lassen? Leider habe ich mich nie für die Zahlen interessiert, aber ich weiß, daß er und sei Kollege nach allen Abzügen 5103 Euro pro Person auszahlen(netto).Wie errechnet man da irgendwelche Ansprüche?(bitte nicht lachen, ich bin wirklich so doof!)
Mein Arbeitsvertrag endet Ende Dezember. Mehr als halbtags möchte ich mit dem Kind nicht arbeiten. Was passiert wenn ich keine geeignete Halbtagsstelle finde? Kann er dann darauf bestehen, daß ich ganztags arbeite?

Beitrag von mm1902 03.09.06 - 01:01 Uhr

Hallo!

Er kann NICHT verlangen, dass du mit einem Kleinkind ganztags arbeiten gehst!

Ob er nur 70% Unterhalt für den Kleinen zahlen muss, glaube ich nicht - am besten so schnell wie möglich zum Jugendamt und nachfragen!!! Evtl. auch zusätzlich noch mit einem Anwalt beraten...!
Spricht aber auch nicht gerade für deinen Ex, dass er nicht bereit ist, 100% Unterhalt für seinen Sohn zahlen zu wollen...!

Alles Gute!!!
M.




Beitrag von manavgat 03.09.06 - 11:18 Uhr

Ich habe nur den Rat für Dich: nicht ärgern und cool bleiben.

Nimm Dir eine versierte Anwältin, die ihm zeigt, was nicht geht. Die Deine Ansprüche ausrechnet und durchsetzt. Ich bin auch selbstständig und kann mein Einkommen nicht auf 0 rechnen. Das ist ein Märchen.

Beantrage umgehend ALG2. Soll sich die ARGE mit ihm rumärgern, wenn Du keinen Erfolg hast. Jetzt schon halbtags arbeiten zu gehen lohnt in meinen Augen nur, wenn Du einen sehr gut bezahlten Job hast und! wenn Dein Kind sehr gut betreut wird.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von mikuhase 03.09.06 - 12:20 Uhr

manavgat schrieb:
Natürlich ist das ein Märchen. Allerdings wird es ihm wohl nicht verwehrt werden können, von den ihm zur Verfügung stehenden (bilanz)steuerlichen Möglichkeiten Gebrauch machen können, um sein zu versteuerndes Einkommen zu minimieren, nicht wahr?

Beitrag von manavgat 03.09.06 - 12:31 Uhr

ja, ja und jeder Selbstständige ist ein Großunternehmer, der bilanziert.


unglaublich!

Gruß

Manavgat

Beitrag von anonym 04.09.06 - 16:31 Uhr

Dir stehen 36 Monate Betreuungsunterhalt NACH Geburt des Kindes zu.Ab der Trennung verbleiben Dir Ansprüche für 17 Monate. Abgezogen davon werden 4/6 Deines eigenen Einkommens.

Unberührt davon ist der Kindesunterhalt der aber 199 Euro im Monat nicht unterschreitet.

Selbstverständlich wird er sich schlecht rechnen. Welcher Mann zahlt schon gerne frü seine Ex-Frau/Ex-Freundin.

Bis zu einer gewissen Grenze kann er das sehr gut und i.d.R. haben die Behörden auch kaum eine Möglichkeit der Überprüfunng ausser dem Steuerbescheid.