Mein kleiner Knubbel !!!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von buttercup 03.09.06 - 00:47 Uhr

Hi Ihr Lieben!

Will nun auch endlich mal die Geburt unseres Sohnes Timon Revue passieren lassen.

Als Termin war der 6. Juni angesetzt. Da mein Zyklus aber sehr unregelmäßig war, habe ich befürchtet, was dann auch eintrat: 9 Tage über Termin mußte eingeleitet werden. Das Gefühl war ein bischen wie der Gang zur letzten Ölung - du weißt genau, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du da durch mußt. Gibt kein Zurück. Nix mehr mit warten und hoffen, daß es doch bitte, bitte noch nicht heut oder morgen soweit ist.
Sind also am 15. um 8 Uhr ins Krankenhaus getigert, damit ich mein mir vorbereitetes Wehen-Cocktailchen trinken konnte (saueklige Pampe aus Sekt, Mandel- und Aprikosenknatsch und Rizinusöl). Mir war so übel davon, daß ich mir nicht vorstellen konnte, wie man so entspannt entbinden sollte. Aber erstmal passierte gar nix.
Den Tag mit spazieren rund um den Block verbracht, später nochmal geschlafen, Besuch von Mama und Papa empfangen, alles ruhig.
Um 15.30 Uhr dann endlich ein Lichtblick: Wehen. Um 0 Uhr sind wir endlich in den Kreissaal, weil ich allein nicht mehr mit der Situation fertig wurde. CTG geschrieben, alles toll, Wehen sehr gut auszuhalten. Während ich mich noch über 2 Stunden in der Wanne aalte, was ich übrigens als sehr entspannend und hilfreich empfand, döste mein lieber Ehemann lieber neben der Wanne auf einem Liegestuhl, als mir seine Hand zu reichen (bei meiner Geräuschkulisse sehr verwunderlich).
Irgendwann kamen die Wehen so oft, daß ich auf das Kreisbett verlegt wurde. Der Muttermund war morgens um halb acht bereits 8 cm geöffnet, als plötzlich festgestellt wurde, daß das Köpfchen nicht runter gekommen war. Also was tun? Vorschlag: PDA um Zeit zu gewinnen, denn die Wehen waren mittlerweile heftig.
Als der Doc wenig später eintraf die Hiobsbotschaft: schwache Herztöne, sofort handeln. Was bedeutete 17 Stunden umsonst tapfer durchstanden, denn mein Baby sollte per Notkaiserschnitt geboren werden. Ich in totale Panik ausgebrochen. Die Vorstellung, daß mein Körper gleich aufgeschnitten werden sollte, und die Enttäuschung das kleine Bündel nicht gemeinsam mit meinem Mann begrüßen zu dürfen waren einfach zu viel.
Zu diesem Zeitpunkt bestand mein Bauch nur noch aus einer Monsterwehe, die nicht mehr aufzuhören schien. Um mir ein Medikament dagegen zu geben war es zu spät. Wie ein Vieh schleifte man mich auf den OP-Tisch, festgezurrt und unter echt fiesen Schmerzen. Ich hab nur noch gebettelt "bitte, bitte, laßt mich endlich schlafen"! Zack bumm, alle Lichter aus.
Der ganze Spuk war am 16. Juni um 8.22 Uhr vorbei, als unser Timon auf die Welt geholt wurde.
Nachdem ich aus dem Wachraum zu meinem Mann und meinem Kind gebracht wurde, durfte ich erfahren, daß der kleine Knubbel nie und nimmer durch mein Becken gepaßt hätte. Auf nur 50 cm drückte der Mops stolze 4020 Gramm.

tja, nun ist er schon 11 Wochen alt und die blöde Geburt nur noch ein böser Alptraum.

Sandra mit Timon #baby

Beitrag von tolgar 03.09.06 - 12:31 Uhr

Herzlichen Glühstrumpf,

dein kleiner Mann hat sich ja einen tollen Geburtstag ausgesucht (ist nämlich auch meiner) #freu

Alles liebe und viel Spaß mit dem Knubbel

Franzi