Zecke am Hodensack

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von kleinkili 03.09.06 - 12:08 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat eine Zecke am Hodensack, hat es erst heute Morgen bemerkt und mir gezeigt.
Soweit, ich das erkennen konnte sieht die Zecke ziemlich tod aus.
Der Hinterleib ist kaum mehr zu erkennen, aber die Mundwerkzeuge stecken fest (b.z.w der Kopf).
Habe versucht Sie mit Pizette raus gelösen, klapt nicht.
Morgen Nachmittag hab, ich sowieso einen Termin beim Kinderartz, soll ich nicht mehr weiter versuchen?
Und, wenn Sie Morgen noch steckt lieber den Kinderartz gucken lassen?

Beitrag von cocoskatze 03.09.06 - 12:20 Uhr

Im Normalfall wächst die Zecke raus.

Es ist immer schwierig für Kinder, wenn jemand an dem "Zeckenrest" rumpopelt. Zudem ist es schmerzhaft, und muß ja nicht sein, denn die Natur "entsorgt" den Fremdkörper von ganz allein.

Beobachte die Stelle einfach, und sollte sie sich nach frühestens 10 Tagen röten, frag den Arzt um Rat, weil es dann eine Borreliose sein könnte (hat mein Jüngster zur Zeit ebenfalls:-[)

Simone

Beitrag von eineve 03.09.06 - 12:25 Uhr

so oder so - den arzt guggen lassen.

denk an borreliose - und es weiss KEINER was noch alles dahinter steckt.


meine oma sagte schon immer - lange bevor das mit der borreliose und meningitis bekannt wurde:

IMMER raus damit - der körper kann es auch verkapseln und das wird gefährlich.

hat schon richtig mit deiner annahme morgen dem arzt das zu zeigen. nur lebende zecken entfernen auch ihren kopf.

Beitrag von cocoskatze 03.09.06 - 12:39 Uhr

Nein, Elke, das stimmt nicht.

Ich habe erst Diskussionen geführt, mit verschiedenen Ärzten, weil mein Sohn gerade Borreliose hat.

Es ist falsch, daß Ärzte auf biegen und brechen den Rest, der noch steckt, entfernen.

Es kommt von allein raus.

(wir haben schon sehr viele Zecken gehabt, die meisten problemlos entfernen können, aber gelegentlich haben die Kinder schonmal selbst dran rum geknibbelt, und so ist schon mal ein Kopf drin geblieben)

Beitrag von eineve 03.09.06 - 12:47 Uhr

>>Es ist falsch, daß Ärzte auf biegen und brechen den Rest, der noch steckt, entfernen. <<

passt genau zu meinem misstrauen gegen ärzte - die sich damit folge einkünfte sichern können.

persönliche meinung!

und persönliche erfahrung in der familie: wg einem nicht entfernten zeckenkopf meningitis mit folge von epilepsie und pflegefall bis zum lebensende. zu einer zeit - da gab es das wort borelliose oder der zusammenhang von meningitis mit zeckenbiss noch lange nicht so wie heute jährlich in den medien gewarnt wird.


jedenfalls - ich glaube eher dem was meine oma mir schon vor 30jahren darüber sagte als "modernen" medizinern - die die natur ignorieren. :-D - meine oma wusste wovon sie spricht - sie lebte mit der natur.

und wenn andere der meinung sind - sich für kopf stecken lassen zu entscheiden vertraue ich diesen auch voll und ganz - das sie mit folgenden möglichen komplikationen ebenso gut umgehen können. - ich persönlich wehre mich vehement dagegen bei einem stecken gebliebenen zeckenteil diese NICHT zu entfernen - da greif ich schon auch selber dann zu wenn ärzte plötzlich total anderer meinung sind - als sie ein paar jahre vorher selber publiziert haben. nochdazu.

Beitrag von cocoskatze 03.09.06 - 12:53 Uhr

Hey, ich habe bei mir selbst auch schon einen Kopf entfern.Allerdings habe ich diesen Schmerz (prockeld mit Nadel und Pinzette, mir selbst zugefügt ;-))

Bei meinen Kindern lasse ich es tatsächlich stecken, wenn es nicht direkt geling, es schmerzarm zu entfernen.

Mein Großer ist mal im KH zusammen geklappt, weil sein Vater ihm eine Zecke abriß, und der Kopf noch steckte.

Der Arzt hat mit einer Braunüle in meinem Kind rumgestochert, bis er von der Pritsche fiel:-[:-[.

Und daraufhin erfuhr ich erstmalig, daß es "nicht not tut" den Rest zu entfernen.

Klar, jeder sollte es so halten, wie er es für richtig hält.

Beitrag von eineve 03.09.06 - 12:59 Uhr

meine oma hat jedes jahr wenn das johanneskraut blühte die blüten gesammelt, in öl eingelegt und bei zeckenbissen angewandt - draufgeträufelt die zecke im urzeigersinn rausgedreht und mit der pinzette so angefasst, das der körperinhalt von dem vieh nicht in den menschen reingequetscht werden konnte. - gereinigt und nochmal mit johanniskrautöl eingetupft. so wurde bei tier und mensch verfahren - und keiner hatte folgekrankheiten geschweige das was deinem kind widerfuhr - klaro das da jeder von der pritsche fällt und - ein arzt sich dann herausredet - um sowas zuvermeiden weil er nicht damit umgehen kann - "es sei nicht nötig" - diesen satz hör ich komischerweise IMMER wenn die ärzteschaft in ihrer fachkompetenz gefordert wird und sie ruckzuck an ihre grenzen stossen und keine erklärung haben - weil das gelernte vergessen wurde oder sonstige "schwächen" zutage tretten...


nene - es gibt so einiges was mir diese altmodische aus dem 19. jahrhundert stammende total "unmoderne" frau zum leben mit gab - das ich höher einschätze als die modernsten fachärzte.;-)

Beitrag von schnegge77 03.09.06 - 19:24 Uhr

Man sollte eine Zecke keinesfalls herausdrehen und auch nicht mit Öl beträufeln. Wird die Zecke mit Öl beträufelt stirbt sie den Erstickungstod und sondert in "Panik" wenn man das bei einer Zecke so nennen kann #kratz noch mehr Krankheitserreger ab.
Und da man die Zecke mit Kopf will sollte man ihr auch nicht den Kopf abdrehen beim rausholen ...

Die beste Methode ist das Tier mit einer Pinzette zu packen und herauszuziehen.

Beitrag von kleinkili 03.09.06 - 13:31 Uhr

Hallo Cocoskatze und Enive,

Danke für Euere ersten Beiträge, aber Euer Streit bringt Niemanden etwas........

Also, Danke für Eure an mich gerichten MEINUNGEN;-)

Beitrag von cocoskatze 03.09.06 - 14:01 Uhr

Wir streiten doch garnicht.

Ich finde es im Übrigen sehr interessant, was eineve geschrieben hat (mit den Blüten..............).

Wenn man nicht der gleichen Meinung ist, heißt das lange nicht, daß man sich streitet, oder?

Beitrag von eineve 03.09.06 - 14:12 Uhr

richtig.


schliesslich hat jeder so seine erfahrungen gemacht :-D - und ein dritter wird für sich selber DIE erfahrung machen die er braucht und die kann gänzlich anders ausfallen.



aus diesem grund gibts ja auch die individualität innerhalb der menschenrasse ;-)

Beitrag von buket 03.09.06 - 14:45 Uhr

fahr direkt zum Krankenhaus ohne zu warten.