Brauche Rat!

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von bibi_b83 03.09.06 - 16:26 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin ganz neu hier (habe bisher nur still mitgelesen) und brauche direkt euren Rat.

Mein Freund und ich wünschen uns über alles ein Baby. Das Problem ist aber, dass mein Freund noch Student ist. Das hieße, dass ich nach dem Mutterschutz wieder arbeiten gehen würde und mein Freund die Kinderbetreuung übernehmen würde. Wenn er bei den Vorlesungen ist, würde meine Mutter (wir wohnen in einem Haus) oder seine Eltern die Betreuung übernehmen, das haben wir schon geklärt. Die freuen sich schon richtig auf das Kleine.
Die Rollenaufteilung habe wir schon vor langer Zeit festgelegt, als wir das erste Mal über Kinder gesprochen haben. Ich bin nunmal ein "Arbeitstier" und mein Freund fühlt sich zu Hause wohl. Also würde die Rollenaufteilung auch so durchgeführt werden, wenn mein Freund nicht studieren würde.

Trotzdem habe ich manchmal Bedenken, ob wir das alles so richtig machen. Schaden wir dem Kind damit? Aber warten bis nach dem Studium würden wir nur ungerne, da wir schon seit drei Jahren einen intensiven Kinderwunsch haben und den so lange vor uns hergeschoben haben, bis ich meine Ausbildung beendet hatte und einen festen Job habe (Beamtin).
Ich bin manchmal total fertig. Oder mache ich mir einfach nur zu viele Gedanken?#gruebel

Die Entscheidung für ein Kind haben wir eigentlich schon gefällt, aber manchmal habe ich einfach diese komischen Gedanken!

Ich weiß, dass uns keiner diese Entscheidung abnehmen kann, aber trotzdem würde ich mich freuen, wenn mir jemand antworten würde. #blume#danke

LG
Bibi

Beitrag von honey22031983 03.09.06 - 16:32 Uhr

Hallo Erstmal,

also ich finde dass das überhaupt nichts macht. Ich bin der Ansicht das nicht die Quantität die du mit deinem Kind verbringst zählt, sondern die Qualität.

Außerdem hast du ja auch die Option erstmal ein jahr zu hause zu bleiben, da man ja durch dich neue Erziehungsgeldordnung nicht mehr ganz so finanzielle Einbußen hat. Da solltest du dich am besten mal informieren.

Beitrag von bibi_b83 03.09.06 - 16:35 Uhr

Danke erstmal für die Antwort.

Ein Jahr zu Hause bleiben kommt leider aus finanziellen Gründen nicht in Betracht, da mein Freund ja nichts verdient. Zwar würde ich dann noch 67 % Gehalt bekommen, aber da ich ja privat versichert bin bleibt da leider nicht mehr viel über. Aus diesem Grund muss ich dann sofort wieder voll arbeiten gehen.

Beitrag von tina_wagner 03.09.06 - 16:42 Uhr

Hallo Bibi,

also ich würde mir da gar nicht solch einen Kopf drum machen. Letztendlich müsst ihr euch erst mal an die neue Situation, sobald ein Baby da ist, gewöhnen und das passiert von ganz allein. Man wächst in jede neue Rolle hinein.

Ich finde es toll, dass ihr die Rollenaufteilung schon geregelt hat. Das hört sich schon ein wenig Bürokratisch an, aber ich find es gut.

Ich wünsche dir viel Glück und mach dich nicht verrückt!!

LG Tina

Beitrag von speedy0017 03.09.06 - 16:59 Uhr

hallo,
ich finde es gibt keinen grund, kein kind zu bekommen - weil bei euch ist ja einer zu hasue und passt auf das baby dann auf. und für ein kind ist es doch auch schön, viel zeit mit dem vater zu verbringen. es ist ja nicht so, dass ihr das kind abschieben wollt.
lg, sarah

Beitrag von bibi_b83 03.09.06 - 17:27 Uhr

Ganz lieben Dank schon einmal für eure Antworten!:-)

Meine Angst ist nur, dass das Kind zu kurz kommt, wenn mein Freund am studieren ist. Dann wäre das Kleine bei meiner Mutter. Die genauen Studienzeiten kann man ja nicht sagen, aber wir denken, dass es 1-2 Tage in der Woche etwa 7 Stunden und zweimal etwa 5 Stunden da wäre. In der restlichen Zeit wäre es natürlich bei uns.

Auf der anderen Seite denke ich, dass es ja schließlich bei der Oma ist und nicht "irgendwo" bei einer fremden Person.

Beitrag von sumanitu_tanka_owaci 03.09.06 - 17:30 Uhr

Hallo,

Ich kann verstehen, wie du dich fühlst.
Ich bin derzeit Beamtin auf Probe. Mein Freund und ich wünschen uns nichts sehnlicher als ein Baby, haben aber beschlossen - rein sicherheitshalber - auf die Lebenszeitverbeamtung zu warten. Dies wäre dann zum 01.04. soweit.
Mich macht das verrückt, dass ich kaum noch abwarten kann.

Ich finde den Hinweis mit der neuen Elterngeldregelung gar nicht schlecht: das sind immerhin 67% des Nettoentgeldes. Wenn dein Freund Barfög erhält, reicht das ja vielleicht. Wenn ihr nicht noch zusätzliche Ausgaben (Kredite usw) fürs Haus habt.

Ich persönlich hätte auch kein gutes Gefühl, wenn ich gleich nach der Mutterschutzfrist wieder arbeiten würde. Aber aus rein eigenen emotionalen Gründen. Ich glaube nicht, dass das dem Kind schaden würde. Muttermilch kann abgepumpt werden. Und Väter sind wunderbare "Mütter". Es gibt gerade im öffentlichen Dienst glaube ich auch Schutzregelungen für stillende berufstätige Mütter. Und wenn man runter auf Teilzeitbeschäftigung geht, schafft man es vielleicht auch emotional (Wobei dann wohl auch nicht sooo viel mehr gehalt als bei 67%Elterngeld drin ist)

Eine Studienkollegin von mir hat das so gehandhabt und ist meines Wissens nach glücklich geworden.

Wenn aber du selbst damit gefühlsmäßig nicht ins Reine kommst, sollten ihr die anderen Optionen noch einmal durchspielen. Denn ich denke, ein Kind spürt ganz doll, wenn die Mutter unglücklich/unzufrieden ist. Und die neben dem Job verbleibende Zeit sollte nicht durch Schulgefühle und Frustration geprägt sein...

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung...

Susi

PS Trau Dich ruhig, das Thema noch mal in der Familie auf den Tisch zu bringen!! Denn was dem Baby wirklich schadet ist eine Situation mit der die Eltern letztendlich unglücklich sind

Beitrag von honey22031983 04.09.06 - 07:33 Uhr

Also wie gesagt ich finde das vollkommen in Ordnung. Ich war erst 17 als ich meine Tochter bekam. Ich war dann zwar ein Jahr zu Hause, habe dann aber eine Ausbildung gemacht. Und habe sie in der Zeit unter der Woche 2-3 Stunden gesehen. Sie wurde also 3 Jahre von meiner Mutter erzogen. Sie entwickelt sich trotzdem prima.

Wenn man doch einen lieben Menschen hat, der sich um das Kind kümmert, ist doch alles okay. Und bei dir ist es ja nicht nur einer.

Außerdem werden Kinder die nicht nur von einer Person betreut werden, viel aufgeschlossener. Und das kann ja nun wirklich nicht verkehrt sein.