Babykekse und Landjäger

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Beitrag von vitruv 03.09.06 - 19:13 Uhr

Hallo alle zusammen,

muss mir erstmal etwas Luft machen. Wir waren am WE bei Verwandten. Da gab es ein goßes Kuchenbuffet und auch noch einige andere leckere Sachen. Wir waren gerade angekommen und ich saß mit meinem Schatz an einem Tisch als eine Tante meines Freundes kam und Julien einen Babykeks in die Hand drückt: hier, das bekommen immer alle Babys von mir. Er ist ja jetzt alt genug.
Julien wird nächste Woche gerade mal 6 Monate alt. Wir sind gerade mit der Beikost gestartet. Er schafft auch noch nichtmal ein halbes Gläschen. Doch jetzt wo der Startschuss für das richtige essen gefallen ist, da sind alle wie gestochen. Ich meinte dann zu ihr, dass ich das noch nicht möchte. Der Keks bestünde ja eh nur aus purem Zucker und warum sollte er das bekommen. Julien hatte sich den Keks natürlich gleich in den Mund gesteckt und gelutscht. Klar findet er das toll. Ich konnte gar nicht so schnell gucken. Habe dann den Keks hoppala auf den Boden fallen lassen.
Naja, meine SchWiMu war auch mit und sie liegt mir schon seit vielen Wochen in den Ohren, ich müsse endlich mit Möhrchen anfangen. Jetzt fahren wir im Oktober zusammen in den Urlaub. Da meinte sie doch: nicht wahr Julien, dann bekommst du von mir einen Landjäger ( für alle die das nicht kennen: geräucherte Hartwurst) Mir sind fast die Augen rausgefallen. Ich frage sie wozu das gut sein soll und sie meinte, ihre hätten das auch bekommen sei so schön kühl und helfen beim Zahnen.
Gibts das? Ich sagte ihr dann dass sie das vergessen kann. Er bekommt sowas bestimmt nicht. Darauf meinte sie, naja dann geht sie im Urlaub morgens mit Julien einkaufen und ein paar Geheimnisse müßte sie ja auch haben. Ist das nicht der Hammer? Ich habe ihr schon ne klare Ansage gemacht, dass wenn ich ihr nicht vertrauen kann sie den kleinen nicht alleine bekommt.
Am Abend gab es dann noch ein Grillbuffet. Ich kam nicht wirklich zum Essen und da hat sie den Kleinen genommen. Ich habe kurz nicht hingesehen, da hatte er schon ein Stück Baguette im Mund und lutschte darauf rum. Kommentar von ihr: ich konnte gar nicht so schnell gucken da hatte er sich das schon genommen. Ich war so sauer. Es gibt wohl scheinbar nichts drolligeres als ein Baby das Baguettes, Kekse etc ißt.
Klar wird er von mir bald auch mal ein Stück Brotkruste bekommen, wenn er anfängt zu zahnen. Aber doch noch nicht jetzt. Er tastet sich doch erstmal an das Essen ran. Kann das echt nicht verstehen. Ich lasse ihn jedenfalls nicht mehr aus meinen Armen. Er ist doch kein Alleinunterhalter.

Sorry dass es etwas länger geworden ist. Aber ich weiss, dass ich damit nicht alleine bin. Finde es einfach nur blöd, dass wir Mütter oft einfach übergangen werden und es nicht akzeptiert wird, dass wir unsere eigenen Vorstellen davon haben, was unseren Babys gut tut und was nicht. Schließlich informiert man sich doch und in 30 Jahren hat sich viel verändert.

Liebe Grüße
Tanja

Beitrag von zickl2000 03.09.06 - 19:23 Uhr

Hallo,
bei der Überschrift dachte ich schon "oh, mann, da regt sich schon wieder jemand über andere Mütter auf" aber dein Problem verstehe ich voll und ganz. Wir sollten schon selbst bestimmen dürfen, was unsere Kleinen im Mund haben und aufessen. Pascal bekommt inzwischen auch von fast allem mal einen Krümel zum schmecken. Er hat auch schon herzhaft in eine Bifi gebissen. Das heißt aber noch lange nicht, daß er die Sachen auch unbedingt essen soll. Ich lasse ihn halt nur mal schmecken. Zitrone fand er zum Beispiel toll oder eine Nudel mit Thunfisch. Brot und Kuchen findet er total langweilig.
Sag deiner Verwandtschaft, daß Du den Startschuß für Snacks selber gibst und daß dein Kind bis dahin nichts in die Finger kriegen soll, was man essen kann bzw. was es essen soll. Das habe ich auch gemacht, als ich mit Beikost angefangen habe. Man hat es zähneknirschend akzeptiert.

LG
Nicole+Pascal (der übrigens auch 3x am Tag noch gestillt wird.

Beitrag von sparrow1967 03.09.06 - 19:46 Uhr

>>Klar wird er von mir bald auch mal ein Stück Brotkruste bekommen, wenn er anfängt zu zahnen. <<

Soll er sich verschlucken ? Dran ersticken? Sorry, wenn ich so direkt und - für manche vielleicht überzogen frage.

Zum Zahnen braucht man keine Brotkruste, sondern nur 1 oder 2 gute Beißringe ( es git jetzt tolle neue von NUK)

Babykekse gehören nicht in Babyhände nur weil sie so heißen.
Die fiesen dinger lösen sich nämlich bei weitem nicht so schnell auf, wie uns versprochen wird.

Moriz bekommt nix zwischendurch zum "knabbern" wozu auch? Wenn wir unterwegs sind und die Nachmittagsmahlzeit da ist, hab ich ne Banane dabei, die ich ( zugegebenermaßen) abbeiße und etwas vorkaue. Wir hatten nämlich schon das Pech, das sie außen weich und der Inner"kern" hart war.Moritz hat sich böse dran verschluckt.
Einback (ähnlich dem Milchbrörtchen) bekommt er auch mal abund an- aber nicht in die hand, sonder ich mach ihm Stückchen ab, gebe sie ihm und er steckt sie sich in den Mund.

Und das reicht--imho- voll und ganz.

NIEMAND gibt unserem Kind etwas zu essen- außer uns. Schaffe klare Grenzen- auch wenn es für ein paar Tage miese Stimmung gibt.

sparrow

Beitrag von thea20 03.09.06 - 19:51 Uhr

Zum Thema Brotkruste...

Ich bin sicher keine Mama die ihr Baby mit allem vollstopft.. bisher bin ich seh sehr konsequent mit der Beikost und habe auch erst im 6. Monat angefangen..alles was man so gerne in ein Babyreinstopfen mag, Soßen ect. find ich unnütz und vor allem nicht wichtig...

ABER: Als meine Tochter anfing mit zahnen ging NICHTS anderes als sehr sehr harte Brotkruste..

Sie verteufelt Beissringe, mag sie nicht, wirft sie durch die Gegend, schreit und beisst bei Gott nicht DARAUF rum...

Das einzige was half war HARTE Brotkruste.. also der Kanten....

Ich saß immer dabei, nichts löste sich und allein würde ich ihr das eh nicht geben, und auch nur im sitzen...

Es ist nichts was für ein Baby schädlich sein könnte, ala Soße, Pommes, Zucker ect...

War aber die einzige Hilfe meinem Baby beim Zahnen Erleichterung zu schaffen

Beitrag von sparrow1967 03.09.06 - 19:55 Uhr

ok...du hast daneben gesessen. Aber das machen bei weitem leider nicht alle.
Von Nuk gibts jetzt Beißringe, die nicht mit ner Flüssikeit gefüllt sind, sondenr die sehen aus wie 2 oder 3 Puzzleteile- einer ist aus härterem Kuststoff, einer aus etwas ähnlichem wie ...hm..Gummi und genoppt.
Moritz hat auch diese "normalen"beißringe nicht genommen. Diesen hier liebt er. Der eine quitscht so schön, wenn er drauf rumkaut ;-).


saprrow

Beitrag von vitruv 03.09.06 - 20:02 Uhr

also ich würde Julien nie mit einer Brotkruste alleine in die Ecke setzten. Ich hätte ihn da schon auf dem Schoß. So verantwortungsvoll und vorausdenkend bin ich schon.

tanja

Beitrag von sparrow1967 03.09.06 - 20:06 Uhr

Nun ja- trotz und alledem finde ich, das es auch Beißringe tun ;-)- da kann dann wirklich NIX passieren. Moritz saß auch auf meinem Schoß, als er die Banane aß- ich hielt sie fest und er biß ab.... sowas möcht ich nie mehr erleben.

Aber letztendlich entscheidet das jedes Elternpaar für sich.


sparrow

Beitrag von vitruv 03.09.06 - 20:12 Uhr

tut mir leid, dass dir sowas passiert ist, kann mir vorstellen, dass man da sensibel wird. Ist ja eigentlich auch richtig, dass man darauf hingewiesen wird, dass sowas schnell böse enden kann. Beißringe habe ich auch aber wahrscheinlich mag der das Gummigefühl im Mund nicht so gerne. Biete es ihm trotzdem immer wieder an.

tanja