War das nun richtig? Gewissen sagt nein, Verstand sagt ja

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mellika 03.09.06 - 22:00 Uhr

Hallo,

ich möchte gerne von euch wissen, wie ihr in dieser Situation gehandelt hättet. Denn auf der einen Seite fühle ich mich schlecht, aber auf der anderen Seite weiss ich, dass es so nun das beste ist.

So, nun will ich aber mal zur Sache kommen:

Wir haben eine 8 Monate alte Tochter, die seitdem sie 3 Monate alt ist, zweimal die Woche für je 5 Stunden zu meiner Mutter geht. Ich gehe in dieser Zeit arbeiten, da wir das Geld benötigen.

Bis Mitte Mai war auch alles super. Ich war beruhigt, dass ich Giulia bei meiner Mutter lassen konnte. Doch dann fingen die Probleme an.

Meine Mutter fing an sich einzumischen. Giulia bekam nur Muttermilch. Diese hab ich abgepumpt und meiner Mutter immer mitgegeben.
Plötzlich meinte sie, dass ich zufüttern müsste, da die Kleine nicht mehr satt wird (ich bekam immer noch Muttermilch wieder mit nach Hause). Wir (also mein Mann und ich) waren da anderer Meinung, da Giulia immer satt wurde und auch gedieh. Ausserdem sollte sie 6 Monate voll gestillt werden, da es halt das beste ist.

Jedesmal, wenn ich nun bei ihr war, erzählte sie mir, dass ich ja nun endlich zufüttern müsste. Ich sagte darauf dann immer:"Nein" und damit war die Sache dann für mich gegessen.

Am Geburtstag meines Bruders fing sie dann eine heiße Diskussion zum Thema "zufüttern" an.
Das Ende vom Lied war, dass meine Mutter wutentbrannt schrie:"das ist für mich ein rotes Tuch und ich gehe jetzt rauchen"!
Mein Mann versuchte noch ihr was zu erklären, aber das wollte sie nicht hören.

Im Juni bin ich dann wieder einen Tag zu meiner Mutter um Giulia abzugeben und ich hatte schon vorher so ein merkwürdiges Gefühl. Ich wusste, dass es heute knallen würde. Und siehe da, mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht.
Meine Mutter warf mir vor, dass ich verbohrt wäre und mir nichts sagen lassen würde. Ich müsste Karotten in die Milch geben und zufüttern müsste ich auch schon lange.
Ich meinte, dass sich die Zeiten ändern und das auch der Kinderarzt meinte, dass es richtig wäre, wenn Kinder 6 Monate voll gestillt werden. Ihre Antwort war daraufhin, dass der Kinderarzt ja gar keine Ahnung hätte.
Nach dieser Diskussion bin ich dann zur Arbeit. Ich bin nicht nachtragend und für mich war das Thema gegessen.

So richtig gegessen war es dann ehrlich gesagt doch nicht. Seit diesem Gespräch rumorte es immer in mir.

Eine Woche später meinte meine Mutter, dass wir ja ein Schreikind hätten, da Giulia bei ihr immer so entsetzlich weinen würde. Sie hätte einen Artikel gelesen und da hätte die Frau ja festgestellt, das sie selber schuld ist, dass ihr Kind immer so schreit. Schliesslich würde sie es immer hoch nehmen, wenn es weint.
Da wir Giulia auch nie haben schreien lassen, hatten wir seitdem (laut meiner Mutter) ein Schreikind.
Sie findet, dass es ja völlig verkehrt ist, wenn man die Kinder nicht schreien läßt. Die Babys haben dann ihre Eltern gut im Griff. Ich meinte nur, dass unsere Kleine bei uns nicht so schreit. Sie meinte dann, dass ich ihr das nicht erzählen kann.

So, dann kamen die Sommerferien und wir waren 6 Wochen zu Hause.

Letzten Donnerstag war Giulia dann wieder bei Oma. Als ich sie abholen wollte, hörte ich sie schon weinen. Ach, das tat mir in der Seele weh.
Meine liebe Mutter meinte dann zu mir, dass es so nicht mehr geht. Entweder komme ich öfter mit Giulia vorbei oder wir müssen es lassen. Giulia wäre zu sehr auf mich fixiert (Hallo, ich bin ihre Mama und es wäre ja wohl traurig, wenn das nicht so wäre)
Denn so ist das für niemanden eine Lösung. Da musste ich ihr Recht geben.

Allerdings hab ich nicht die Zeit und die Lust noch öfter zu meiner Mutter zu fahren. Wir wohnen ca. 30 km voneinander entfernt und ich muss immer mit dem Zug und dem Bus fahren. Die reine Fahrt- und Laufzeit beträgt immer eine Stunde (für eine Fahrt). Ausserdem sträubt sich in mir alles, wenn ich nur dran denke da hinzufahren.

Ach Mensch! Es ist so viel vorgefallen. Von guten Freunden (die meine Mutter auch gut kennen) bekomme ich zu hören, dass wenn Giulia da ist, das sie dann so erzogen wird wie sie das will. Und das mein Mann und ich dann nichts zu sagen hätten. Und das ist nur eine Sache von vielen.
Einmal sagte sie, dass es ja nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder man toleriert man das weinen oder man legt ein Kissen drauf. Da blieb mir fast das Herz stehen.

Gerade hab ich angerufen und gesagt, dass ich Giulia nun nicht mehr bringe, wenn ich arbeiten muss.
Ich hörte richtig, wie sie die Tränen herunterschluckte. Das tat mir dann wieder leid. Aber ich möchte auch das beste für meine Tochter. Es schnürt mir die Kehle zu, wenn ich Giulia so weinen höre. Ausserdem tut es auch weh, wenn alles, was man so macht, für schlecht gehalten wird.

Für mich ist es nun eine Entlastung. Ich muss nicht mehr morgens 2 Stunden vor Arbeitsbeginn los um meine Tochter abzugeben. Das heisst, das wir länger schlafen können und nicht schon um 6.00 Uhr aus dem Haus müssen.

Das ist auch alles gar kein Problem, denn meine Arbeitszeit kann ich mir einteilen, wie ich das mit Kind hinbekomme. Da hab ich wirklich einen sehr kulanten Arbeitgeber.

Nach der Diskussion im Juni, stand für uns fest, dass Giulia nur noch dieses Jahr zu meiner Mutter geht und wir sie dann in einem Spielkreis anmelden. Nach den Ferien sollte sie auch nur noch Donnerstags zu meiner Mutter.

Zu der Entschuldigung meiner Mutter muss ich sagen, dass Giulia ihr einziges Enkelkind ist. Und ich denke auch, dass sie sehr lieb hat.
Giulia hat ihr geholfen wieder lachen zu lernen. Denn mein einer kleiner Bruder ist am 20.12.2003 mit gerade mal 27 tödlich verunglückt. Von diesem Schock hat sie sich (natürlich) nicht wieder erholt.


Nun sitze ich hier und schreibe. Mein Mann sagt, dass es richtig war, dass ich unsere Tochter nun nicht mehr zum betreuen zu meiner Mutter gebe.

Mein Verstand sagt auch, dass es richtig war. Aber mein Gewissen ist so schlecht.

Wie seht ihr das???

Melanie

Beitrag von white_shark 03.09.06 - 22:10 Uhr

ganz ehrlich????
ich hätte sie schon viel früher nicht mehr hin gebracht. es ist sicher sehr nett von deiner mutter, dass sie sich die zeit genommen hat und giulia betreut hat. dennoch darf man dabei in meinen augen nicht vergessen, wer die erziehungsvorgaben macht:
DU BIST DIE MUTTER UND DU ENTSCHEIDEST, WAS DAS KIND BEKOMMT, WAS NICHT UND WER SICH DARAN NICHT HALTEN MÖCHTE, WEIL ER MEINT ES BESSER ZU WISSEN, DER HAT in meinen augen am kind nichts verloren. sorry, aber ich handhabe das so. entweder wird akzeptiert, dass meine zb im ersten lebensjahr keine kuhmilch bekommt, oder sie bleibt einfach weg.

shark die die diskussionen nur zu gut kennt

Beitrag von cassiopeia68 03.09.06 - 22:13 Uhr

Hallo Melanie,

nach dem, was Du schreibst, hätte ich es auch so gemacht. Es ist (war) lieb von Deiner Mutter, sich um Guilia zu kümmern und Dir damit irgendwo auch zu helfen, aber Einmischungen dieser Art und dieses Ausmaßes sind nicht zu akzeptieren. Es ist DEIN Kind und sie sollte sich in Sachen Ernährung und Erziehung nach Deinen Vorstellungen richten. Wenn sie dazu nicht bereit ist, muß sie mit den Konsequenzen rechnen, denn ein Dauergestreite ist ja viel zu belastend für alle Beteiligten.

Versuch ihr andererseits aber auf jeden Fall klarzumachen, daß sie mit dieser Maßnahme nicht ihr Enkelkind verloren hat. Fahr sie mit Guilia regelmäßig besuchen und versuche, eine "normale" und akzeptable Beziehung zwischen Euch allen herzustellen.
Ich denke auf jeden Fall, daß das der richtige Weg ist.

Alles Gute
cassiopeia

Beitrag von charly03 03.09.06 - 22:13 Uhr

Ich finde das ist einfach nur undankbar. Mein Sohn ist auch bei meiner Mutter wenn ich arbeite und sie hat auch andere Ansichten als ich, trotzdem rede ich ihr da nicht rein, da ich dankbar bin dass sie ihn nimmt. Sonst könnte ich nicht arbeiten gehen.

Die Sache mit dem Kissen ist echt krass, aber kannst du dir ehrlich vorstellen dass deine Mutter sowas macht?

Beitrag von mellika 03.09.06 - 22:41 Uhr

Hallo,

natürlich bin ich meiner Mutter dankbar, dass sie unsere Tochter genommen hat.

Richtig vorstellen, dass sie unsere Tochter mit einem Kissen ruhigzustellen, kann ich mir eigentlich nicht.
Aber sie will auch mit ihr Auto fahren ohne sie in den Maxi Cosi zu legen oder sie füllt Milch in eine Flasche wo Schimmel drinne ist.

Ich denke mir, dass ich immer noch die Mutter bin und das Giulia so erzogen werden sollte, wie ich das für richtig finde und nicht wie meine Mutter das für richtig hält.

Danke, für deine ehrliche Antwort.

Liebe Grüße

Melanie

Beitrag von charly03 03.09.06 - 22:52 Uhr

Ist auch verständlich, dass sie so aufwachsen soll wie du es willst und nicht so wie deine Mutter es will. Aber da sie nicht so oft bei deiner Mutter ist, wird es deine Mutter auch nicht hinbekommen großartig in der Erziehung was zu ändern. Solche Sachen wie Schimmel an der Flasche oder ohne Kindersitz zu fahren find ich auch nicht in Ordnung und wenn sowas vorfällt, dann würd ich wirklich überlegen ob ich mein Kind dort noch hingebe.

Beitrag von sparrow1967 03.09.06 - 23:12 Uhr

>>sie hat auch andere Ansichten als ich, trotzdem rede ich ihr da nicht rein, da ich dankbar bin dass sie ihn nimmt.<<

Es ist DEIN Kind und du redest nicht rein, wenn sie etwas anders macht, als du es möchtest?? Hallo- wie weit geht denn bitte Dankbarkeit? Füße Küssen- ok- aber wenn es um MEIN Kind geht, hört jegliche Dankbarkeit auf. Da schlucke ich nicht, da sag ich meine Meinung.
Leider wissen viele Omas, das sie gebraucht werden und nutzen das dann auch schamlos aus, indem sie ihre Sachen und Ansichten durchsetzen. Wenn man protestiert, kommt wahrscheinlich der Spruch:; hör doch auf zu arbeiten..... und das können viele nicht.

Trotz allem: MEIN Kind erziehe ICH und mein Mann- und keine Oma setzt da ihre Anwsichten durch.

sparrow

Beitrag von charly03 03.09.06 - 23:18 Uhr

Weißte, wenn das schwerwiegende Sachen sind, dann rede ich ihr schon rein. Aber da ich weiss, dass meine Mutter ihm nichts böses will sondern nur das Beste, geh ich nicht gegen alles an was sie in meinen Augen falsch macht. Sie hat auch Kinder groß bekommen und dass ich ihr dankbar für das bin was sie für uns macht ist ja wohl selbstverständlich. Man muss sich nicht an einem Satz "aufgeilen".

Beitrag von sparrow1967 03.09.06 - 23:26 Uhr

Klar. Na ja- las sich so, als würdest du sie aus Dankbarkeit gewähren lassen, wie sie mag.
Klar wollen sie nur das Beste für die Kleinen. Aber so viel Ansichten sind weit überholt- wie man auch am Ursprungsbeitrag sieht.
Nicht alle Omas gehen mit der zeit und halten noch daran fest , dass schreien lassen die Lungen stärkt ;-)


sparrow

Beitrag von sarlessa 03.09.06 - 22:42 Uhr

Hallo Melanie,

ich hatte grade mehr getippt, und das blöderweise gelöscht :-(

Alos. ich finde Du hast richtig reagiert.
Es ist DEINE tochter, Du wei0ßt was DU möchtest.
Wenn sich Deine Mutter nicht daran hält, hat sie Pech gehabt.


ABER: mache estwas mit Ihr aus.
Besuche sie 1 x die Woche oder sie kommt zu Dir.
Es ist auch Ihr Enkelkind. Kind vorenthalten finde ich nicht gut.
Dann trefft Ihr Euch halt zu dritt. Und Deine Mutter hat sich daran zu halten was DU möchtest.
Dann muß sie sich auch den Streß nicht mehr mit dem aufpassen aussetzten.


LG

Hella

Beitrag von mellika 03.09.06 - 22:44 Uhr

Hallo Hella,

also vorenthalten will ich Giulia meiner Mutter auf gar keinen Fall. Sollte es so rüber gekommen sein, dann war es ein Fehler von mir.

Wir werden sie weiterhin alle 2 Wochen besuchen fahren. Ich denke, dass wir dann auch wieder entspannter miteinander umgehen können.

Liebe Grüße

Melanie

Beitrag von sarlessa 03.09.06 - 23:13 Uhr

Hallo Melanie,

dann würde ich es genauso machen!

Viel Spaß weiterhin beim Arbeiten.
Das mit Deiner Ma renkt sich auch wieder ein.

Darf ich mal Fragen wie alt Deine Mutter ist?


Und als kleinen Tip: wenn sich das Verhältnis wieder gebessert hat, redet mal "normal" darüber.
Dann stößt es keinen mehr sauer auf.


LG

Hella

Beitrag von mellika 03.09.06 - 23:20 Uhr

Juhu Hella,

meine Mutter ist 54. Mit dem drüber reden ist so ne Sache. Meine Mutter hat ihre Meinung und nur die ist richtig. Sie kann sehr aggressiv werden (da kann ich ein Lied von singen). Mal gucken, vielleicht werde ich das Thema trotzdem irgendwann nochmal anschneiden.

Liebe Grüße und Gute Nacht

MElanei

Beitrag von mellika 04.09.06 - 15:44 Uhr

Hallo Hella,

gestern hatte ich so das gefühl, das du mich verstanden hast (das hab ich übrigens immer noch).

So, nun will ich dir mal kurz berichten, was nun innerhalb der letzten Stunden geschehen ist.

Gestern abend um 21.30 hatte meine Mutter nochmal angerufen, aber wir haben das Telefon abends ganz leise und so haben wir es nicht gehört.

Ich wollte dann im laufe des vormittags bei meiner Mutter anrufen, doch bevor ich überhaupt reagieren konnte, erhielt ich die Kündigung als Mutter und Oma von ihr.

Jetzt schieb sie mir wieder den schwarzen Peter zu. Früher wurden wir von ihr verprügelt, wenn sie nicht weiter wusste und nun wird halt gekündigt

Liebe Grüße

Melanie

Beitrag von sarlessa 04.09.06 - 23:43 Uhr

Hallo Melanie,

harte Worte von Deiner Mutter.
Ach mensch, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll.
Fühle Dich mal gedrückt.

Ich kenne ja Deine Familienverhältnisse nicht, da Deine Mutter noch jung ist, denke ich sie wird es irgendwann bereuen.
Ich weiß ja nicht ob Du noch mehr Geschwister hast, wie da die "Beziehnugen" zu Deiner Mutter sind.

Wenn sie meint, sie möchte keinen weiteren Kontakt, bitte soll sie so haben.

Was ich machen würde, wäre ab und an neue Fotos vorbeischicken und wenn sie möchte kann sie reagieren.
Du gibst Ihr damit die Möglichkeit wieder Kontakt aufzunehmen wenn sie es denn möchte...


Dein Mann steht zu Dir, und Du hast Deine eigene Familie.
Die ist wichtiger als die eigene Mutter.
Finde ich zwar hart, ist aber so!

Dann hat Deine Tochter halt die Oma nicht mehr, na und? Die Kleine wird auch ohne Oma groß.


Deine Mutter hielt sich nicht an Abmachungen.
So einfach ist es. Klar, bei Oma ist vieles anders. Aber die "Grundvorraussetzungen" müssen da sein. Und das Vertrauen auch, ß die "Wichtigen" Dinge so gemacht werden wie DU möchtest. Und das war bei Deiner Mutter nicht.
Und nun ist sie beliedigt und eingeschnappt. Und reagiert über.


Gib dem ganzen Zeit...


LG

Hella





Beitrag von mellika 05.09.06 - 08:16 Uhr

Hallo Hella,

danke für deine Worte.
Treffe mich heute abend mit meiner Mutter bei meiner Tante um einiges richtig zu stellen. Denn das lasse ich so alles nicht auf mir sitzen.

Das ist ja nun nicht das erste Mal, dass sie den Kontakt abbricht. Immer, wenn wir nicht nach ihrem Mund reden und aufmucken, bricht sie den Kontakt ab. Das macht sie nicht nur mit ihren Kindern (ich habe 2 Brüder und einer davon ist leider tödlich verunglückt), sondern auch mit ihren Geschwistern und Freunden.

Werde ihr jedenfalls sagen, dass wenn sie sich wieder beruhigt hat, dass sie sich dann bei uns melden kann. Die Türen stehen offen.
Mal gucken, wie das alles ausgeht.

Liebe Grüße

Melanie

Beitrag von sarlessa 07.09.06 - 23:17 Uhr

Hallo Melanie,

nicht das ich neugierig wäre... *ich doch nicht*
Was kam bei Euerem Gespräch raus?

LG

Hella

Beitrag von mellika 10.09.06 - 10:26 Uhr

Hallo Hella,

also, wir haben uns ganz furchtbar gefetzt. Ich hab ihr Sachen an den Kopf geworfen, die mich schon immer geärgert haben usw..Das gleiche hat sie mit mir auch getan.
Ich habe ihr als erstes aber gesagt, dass ich die Kündigung nicht anerkennen werde, denn die Kündigungsfrist wäre viel zu kurz.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben uns wieder vertragen #freu

Bin gespannt, wann es wieder knallt #augen

Liebe Grüße

Melanie

Beitrag von debuggingsklavin 03.09.06 - 23:36 Uhr

Es war richtig.
Wenn sie sich nicht an EURE Regeln halten kann und meint, dass sie EUER Kind mies behandelt, dann hat sie es nicht verdient.

Such Dir lieber ne andere Betreuungsperson.
Das ist ja echt der Hammer, was Deine Ma sich da geleistet hat.

LG :)

Beitrag von moonerl 04.09.06 - 00:49 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich, du hast richtig gehandelt :-)

Es ist deine Tochter, du bist verantwortlich für sie. Und wenn deine Mutter es nicht versteht, das du nicht zufüttern willst oder dein Kind nicht schreien lassen willst dann bekommt sie eure Kleine halt nicht mehr.

Sag deiner Mutter auch ganz klar, es ist meine Tochter und ich erziehe sie so wie ich es will und wenn du nicht einverstanden bist, darfst du sie nicht mehr betreuen. Ich komme gerne mit der Kleinen zu dir zu Besuch.

Finde ich toll, das du deine Kleine nicht schreien läßt :-)

Grüßle :-)

Beitrag von mareliru 04.09.06 - 02:15 Uhr

Hallo Meli,
das schlechte Gewissen hast Du doch nur Deiner Mutter gegenüber (weil sie in Deiner Tochter Freude findet), nicht Deinem Kind gegenüber.
Und ehrlich, Dein Kind ist wichtiger und muss vorgehen.
Deine Mutter ist erwachsen und kann sich selbst versorgen, Deine Tochter ist auf Dich angewiesen!
LG Mare

Beitrag von krokolady 04.09.06 - 07:24 Uhr

Sie hat Dich doch auch wunderbar gross gezogen, ohne Kissen auf dem Gesicht denk ich mal.

Wenn Andere Leute dir erzählen im Himmel ist Jahrmarkt, glaubst du das dann auch?
Also wenn schon irgendwelche Gerüchte rumgehen hinterfrag ich doch wenigstens ob da was Wahres dran ist.

Und wenn die Kleine bei Oma mehr weint, und die Oma denkt das sie deswegen weint weil sie Hunger hat, ist das doch normal.
Wenn ein Baby weint ist es das Naheliegensde an Hunger oder Bauchweh zu denken als erstes.

Und das die Oma sie vielleicht mal 5 Minuten weinen lässt ist in meinen Augen kein Weltuntergang.
Oma hat nebenbei sicher auch nen Haushalt und so zu schmeissen.

Omas haben schon immer eine ganz andere Denkweise in Sachen Erziehung wie die Mamas. Aber dafür sinds ja auch die Omas.

Was machst du denn im Ernstfall, wenn du dringend wen fürs Kind brauchst?

Ich täts auf jeden Fall so belassen das die Kleine mindestens einmal die Woche bei Oma ist, eben damit sie es gewohnt ist.

Beitrag von marmo 04.09.06 - 09:04 Uhr

Hallo,

im Grund gebe ich dir Recht. Ich denke jedoch, ihre Mutter hätte schon die Tatsache akzeptieren sollen, dass sie nicht zufüttern möchten und es dabei belassen sollen. Anderseits denke ich, auch wenn die Forschung und Ansichten heute ah so weit sind, frage ich persönlich meine Mutter in schwierigen Situationen um Rat. Und sehe da, wie oft haben mir die "veralteten" Ratschläge geholfen;-)

Gruß
Monika

Beitrag von erdnussbutter 04.09.06 - 08:57 Uhr

Hallo Mellika,
bei uns war es ähnlich. Spagat: sei dankbar, dass Oma aufpasst und jedesmal wieder das Gespräch: "bitte ruf an, wenn sie schreit ich komme dann sofort und stille sie" (ich war selbstständig und konnte das möglich machen) " ja, mach ich" Und jedesmal ein Baby außer sich vor Hunger. Meine Tochter nahm keine Flasche, etc.
Es ist richtig eine andere Betreuung zu suchen, denn das Ganze führt leider nur in eine Richtung: Streit, Schuld- und ambivalente Gefühle der eigenen Mutter gegenüber.
Leider war ich noch nicht so weit wie Du und habe gedacht, ich dürfte nichts tun, weil es ja undankbar wäre.
Tja, darüber habe ich aufgehört zu arbeiten und betreue mein Kind selbst, was finanziell sehr knapp ist. Ich bin wieder schwanger und dieses Kind wird während der Stillzeit nirgendwo ohne mich sein, es sei denn mein Mann ist dabei. Das war der Einzige, auf den ich mich verlassen konnte in der Stillzeit, aber leider mußte er ja auch arbeiten...
Alles Gute und hoffentlich kommt der Rest zwischen Dir und Deiner Mutter wieder in Ordnung auch und vielleicht gerade weil sie nicht mehr auf das Enkelkind aufpassen soll.
Lg erdnuss

Beitrag von amelily 04.09.06 - 12:51 Uhr

Hallo Melanie,

ich denke, dass es so die beste Lösung ist.

Mal davon abgesehen, ob sie sich wirklich gut um Deine Kleine gekümmert hat, gab es offensichtlich oft Streß und Du hast Dich mit der Situation nicht gut gefühlt.

Außerdem ist der weite Fahrtweg doch für 5 Stunden schon unökonomisch.

Meine Mutter wohnt mit bei uns im Haus und trotzdem haben wir für zwei Tage die Woche eine Kinderfrau für unseren Sohn.
Ganz einfach um Streß vorzubeugen.
Es ist immer etwas anderes, ob jemand ab und zu auf ein Kind aufpasst, oder ob eine gewisse Regelmäßigkeit und eine Art "Zwang" dahintersteht.

Ich finde es aber trotzdem wichtig, dass Du Deiner Mutter zeigst, dass Du ihr die Kleine nicht vorenthältst. Und sie, wenn sie möchte trotzdem z.B. alleine mit ihr spazieren gehen lässt etc.

Mit Undankbarkeit hat Dein Verhalten gar nichts zu tun. Nur weil Deine Mutter auf Dein Kind aufgepasst hat, musst Du nicht alles tolerieren. Natürllich behandelt sie Deine Kleine anders als Du, aber trotzdem sind solche Vorkommnisse wie bei Dir (vor allem die ewigen Streitigkeiten) nicht nur für Dich stressig, sondern auch für Deine Tochter.

Wenn es jetzt schon so anfängt, wie soll es erst sein, wenn die Kleine älter ist? Erzählt Deine Mutter ihr dann wie blöd Du bist und das sie selbstverständlich den ganzen Tag Schokolade essen darf?
Das ist natürlich ein Extrembeispiel und würde wahrscheinlich so nicht eintreten, aber trotzdem gehören Grundsatzfragen geklärt.

Und wenn das nicht möglich ist, dann ist sie einfach als Dauerbabysitterin nicht geeignet.

LG
Amelie

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