Gefahr?? Windpocken 14 Tage vor der Geburt??? Wer kennt sich aus?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nadi.ha 04.09.06 - 12:29 Uhr

Hallo Mädels.

bin jetzt in der 38 SSW und habe genau in 14 Tagen Termin zum KS...
Jetzt war ich heute wieder zum CTG und es ist alles superklasse.
Die Kleine ist schön aktiv, keinerlei Wehen zu erkennen und es geht uns - bis auf den dicken Bauch - richtig gut.
Dann stand ich da an der Anmeldung um mir der FÄ noch kurz den Befund des CTG zu besprechen als eine total verschnupfte Frau zur Sprechstundenhilfe meinte, sie sei geschickt worden um abzuklären was der Ausschlag an Ihren Beinen sei. #schock
Der Hausarzt hätte auf Windpocken getippt, aber in der Uniklinik meinten die, nein es seien keine Windpocken, sie solle zur FÄ gehen um näheres abklären zu lassen.
Ich bin natürlich direkt ans andere Ende des Ganges gehuscht, da ich ja keine Antikörper habe #augen#schmoll
Ich glaub auch nicht, dass ich mich angesteckt habe und weiss auch, dass ich mich jederzeit und überall anstecken könnte aber weiss jemand wie gefährlich sowas 14 Tage vor der Geburt noch ist???

Liebe Grüße
Nadi mit Julia im Bauch 38 SSW

Beitrag von skg 04.09.06 - 13:56 Uhr

Hallo Nadi,

lass es doch einfach abklären.
Ansonsten meine ich, dass all diese Krankheiten v.a. am Anfang des Schwangerschaft gefährlich sind. Danach nur noch für die Mutter anstrengend und belastend, aber keine wirkliche Gefahr. So ist es zumindestens bei Pfeifferschem Drüsenfieber, dass in meiner KLasse grassierte. Habe mich aber auch glücklicherweise nicht angesteckt.
Also alles Gute und keine Panik

Silvia

Beitrag von becca04 05.09.06 - 08:46 Uhr

Hallo Nadi,

im Gegensatz zu den meisten anderen Krankheiten, SIND Windpocken um den ET herum gefährlich für das Kind, zwar nicht lebensgefährlich, aber immerhin.

Ich sage Dir einmal, was unser schlaues Kindermedizin-Buch dazu sagt:

"Gefährlich können Windpocken auch dann werden, wenn die Mutter vier Tage vor bis zwei Tage nach der Entbindung an Windpocken erkrankt. In diesem Falle kann das Neugeborenee eine oft sehr schwer verlaufende, weil noch im Mutterleib über das Blut der Mutter erworbene Winpockenerkrankung durchmachen. Diese Neugeborenen müssen noch vor Ausbruch der Bläschen mit Immunglobulinen und Virostatika behandelt werden. Im Mutterleib ist eine kindliche Schädigung zwar möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Eine an Windpocken erkrankte Schwangere sollte aber sicherheitshalber ihren Gynäkologen darauf ansprechen." (Aus: Herbert Renz-Polster u.a.: Gesundheit für Kinder. Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln. München: Kösel, 2004, S. 241.)

ALSO: Ich würde ja sagen, Du bist zeitlich gesehen auf der sicheren Seite, falls Du jetzt erkranken solltest. Da die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum sichtbaren (!) Ausbruch der Windpocken) jedoch 14 (!) Tage beträgt, Du in dieser Zeit also schon den Virus in Dir hättest, würde ich zur Sicherheit doch noch einmal die FÄ ansprechen.

Ganz liebe Grüße und mach' Dir nicht so einen Kopf,
Sabi.

P.S.: Ich bin zwar selbst zum Glück immun gegen Windpocken, da ich mit acht Jahren "befallen" war, war aber gerade (von der 31.-33. SSW) mit einem Windpocken-Kind im Urlaub und ich habe selbst vorher mit Ärzten und Hebammen telefoniert, ob der Kontakt WIRKLICH auch in meinem Fall o.k. ist.