Ohjeee,nach fast 2 Jahren lerne ich die Eltern meines Freundes kennen!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von OhGott 04.09.06 - 13:28 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Heute komme ich nach Hause,mein Freund sitzt weinend auf dem Sofa und erzählt mir,das seine Eltern das Foto von mir,ihm und unserm Sohn gefunden haben.Er ist Türke und seine Eltern sind sehr streng gläubig!Ich habe vor 2 Monaten unseren Sohn bekommen,seine Eltern wussten die ganze Zeit über,weder das ich mit ihm zusammen bin,geschweige denn das ich Schwanger war.Wir haben es die ganze Zeit geheim gehalten,weil er sich nie getraut hat es ihnen zu sagen.
Ich habe es mir immer gewünscht das sie es wissen,habe selber keine Eltern mehr und wollte das Cem wenigstens von einer Seite oma und opa hat.
Seine Mama hat wohl total geweint,meinte er wäre nicht mehr ihr Sohn,ich würde ihn bestimmt verarschen und ihm das geld aus der tasche ziehen wollen...
Mein Freund hat ihnen dann erzählt,das ich keine eltern mehr habe,für ihn hierhin gezogen bin,selber genug geld habe (2500 €) im Monat,2 häuser geerbt habe usw...
Für seine mama war es erst ein schock,aber dann meinte sie,ich wäre jetzt ihre tochter(wie schön :-) ) und wir müssten heiraten(sehr gerne) und zusammen ziehen (noch besser :-) ) und ich müsste zum Islam konvertieren(hätte ich kein problem mit,da ich mich nicht mit der Katholischen Kirche identifizieren kann,wollte in den nächsten Monaten sowieso austreten)!
Ich freu mich rießig für Cem,das er jetzt oma und opa bekommt...nur leider habe ich Angst vor der Zukunft,ob mein Freund sich verändern wird(er war bis jetzt lieber als jeder Deutsche Mann),wenns jetzt offiziell ist,habe ich doch ein bisschen panik...und denke an Flucht!Habe immer zu meinem Schatz gesagt,das ich ihn heiraten möchte...nur jetzt wo es wirklich möglich ist....ohhhhjeeeeee hilfeee! :-)
Ausserdem kommt nachher seine Mama und sein Bruder zu mir,und ich muss noch putzen und hacchhh ich bin sooooooo aufgeregt! :-)

Lg

Beitrag von ..inka.. 04.09.06 - 13:47 Uhr

aha, zuerst ist er nicht mehr ihr Sohn, und als die Eltern von deinen zwei Häusern hören, bist du plötzlich ihre Tochter ...

Na denen würd`ich was pfeifen.

Alles Gute trotzdem

Beitrag von engel_in_zivil 04.09.06 - 13:49 Uhr

bleib ganz locker, sei ganz du selbst. es sind "nur" seine eltern. klar, die ausgangssituation ist eine ganz besondere. aber letztenendes ist es doch egal, ob du sie nach 1 woche oder nach 2 ajhren kennenlernst. deine schwiégermama scheint dich doch akzeptiert zu haben. ist ja klar, dass sie geschockt ist, wenn sie erfährt, dass sie oma ist und ihr sohn schon seit 2 jahren ne freundin hat. aber glaub mir, letztenendes wird ihre freude über den familienzuwachs größer sein, als ihr unmut darüber, dass du deutsche bist.

als ich meine schiegereltern kennengelernt habe (seine eltern sind geschieden und seine mutter habe ich nur 1 mal gesehen, seinen vater dafür ständig) war ich auch beide male aufgeregt, aber ich bin ganz locker geblieben. und mein schwiepa hat mir sogar sofort das du angeboten #freu

wenn du ganz du selbst bist (du scheinst ja eine nette zu sein :-D), werden sie dich ganz schnell in ihre herzen schließen.

lg, steffi

p.s.: kannst ja mal berichten, wies war :-)

Beitrag von 4y0u 04.09.06 - 13:50 Uhr

sorry wie meine vorrednerin schon sagt.. das macht mich auch etwas stutzig..

entweder meine schwiegereltern mögen mich so wie ich bin oder gar nicht.. pfff von wegen zu ihrem glauben wechseln.. das würd ich mir sagen lassen...

trotzdem auch von mir alles gute

Beitrag von betty 04.09.06 - 14:07 Uhr

kann gut verstehen, dass du aufgeregt bist :-) und dich die eltern doch noch quasi als neues familymitglied sehen
aber sich ändern wollen, wegen jemand anderen (wg. der mama zum Islam konvertieren) verstehe ich nicht. die können dich doch mit deiner religion so akzepzieren, oder? wer weiß, ob es dann noch so "locker" ist wie jetzt (sorry, kein vorurteil)? vielleicht müsstest du ja auch kopftuch tragen o.ä. #kratz soll ja schon alles vorgekommen sein...aber wenn du es selber willst? #gruebel alles gute dafür#klee

Beitrag von moni1972hl 04.09.06 - 14:17 Uhr

Hi,

mach bloß nen Ehevertrag!

LG Moni

Beitrag von anyca 04.09.06 - 14:49 Uhr

Wieso sollst Du konvertieren? Soweit ich weiß, dürfen muslimische Männer auch Christinnen heiraten!

Beitrag von kunstfrau 04.09.06 - 16:24 Uhr

Hi,

also ich würde auch erstmal gaaaanz langsam anfangen.

Ich will der Mutter mal nix unterstellen wegen der Häuser usw. Sie ist aufgrund ihrer Kultur sicher erstmal geschockt gewesen. Schön das sie dich jetzt akzeptiert.

Trotzdem bitte schön langsam: Du musst Dich nicht komplett verbiegen, nicht um jeden Preis die Superschwiegertochter abgeben. Wozu denn? Dein Freund liebt Dich so wie Du bist, also bleib es auch.

Heiraten, ok, zusammenziehen auch, es schein ja das Du das auch gerne möchtest. Das Du aus der katholischen Kirche austreten möchtest muss ja nicht heissen, das Du gleich dem Islam beitreten möchtest. Setz Dich bitte erstmal mit der Religion auseinander.

Außerdem solltest Du mit Freunden über das ganze reden, denn es wird einen Grund geben, das Dein Freund das ganze so lange verheimlicht hat. Ich befürchte die Familie ist weniger positiv eingestellt als Du ahnst, welchen Grund hätte er sonst gehabt? Also langsam und trotz rosa Wölkchen bitte nicht die Vorsicht und kulturellen Unterschiede ausser Acht lassen, das kann schnell Probleme geben.

Mach klar das Du keine Bittstellerposition hast und brind Dich bitte nicht eine!

Viel Glück
Kunstfrau

Beitrag von jasminb 04.09.06 - 18:19 Uhr

Hallo,

find ich schön, dass Deine Schwiegereltern in spe Dich kennenlernen möchten.

Ich kenne ein ähnliche Geschichte. Eine meiner besten Freundin wurde mit 18 von einem Türken schwanger. Da ER eine sehr religiöse und strenge Familie hatte, musste dieser UNFALL geheim bleiben. 7 ganze Jahre lang. Es war für beide sehr schwierig, die Situation hat die gesamte Beziehung belastet.

Nach 7 Jahren hatte ER dann Mut, seiner Familie zu erzählen, dass er einen Sohn hat. Und was war........sie haben sich gefreut. Die ganzen 7 Jahren des Schweigens waren total unnötig gewesen.

Die Familie hat meine Freundin und das Kind akzeptiert. Endlich konnten sie heiraten und zusammenleben. Und mittlerweile ist das 2. Kind da.

Ich würd abwarten, was da alles auf Dich zukommt. Und mich freuen, dass sie Dich kennenlernen möchten.

Nur was ich total daneben find - ich würde auf keinen Fall zum Islam übertreten. Das sollte man nur aus reiner Überzeugung machen und nicht weil dass die Familie oder der Partner will. Und heiraten kann man auch konfessionslos.
Lass Dir da ja nichts aufzwingen.

Alles Gute!

LG Jasmin

Beitrag von manavgat 04.09.06 - 18:25 Uhr

Bei aller Euphorie! Pass auf, Mädel.

Du bist jetzt willkommen, weil Du Besitz hast! mehr nicht.

Mach auf jeden Fall einen Ehevertrag (Inalt: Dein Erbe gehört allein Dir, im Fall einer Trennung erhälst Du alleiniges Sorgerecht und alles, was eine versierte Anwältin, die Du hoffentlich aufsuchst Dir sonst noch rät) und trete nicht! zum Islam über. Die haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Ich bin mit einigen Türken sehr gut befreundet und habe keine Vorurteile, aber ich weiß! was in einigen (traditionellen) Familien abgeht.

Ich wünsche Euch, trotz meiner warnenden und ernstgemeinten Worte, alles Gute!

Manavgat

Beitrag von elodia1980 04.09.06 - 20:40 Uhr

ein mann, der mich und unser gemeinsames kind vor den eltern und der familie verleugnet oder geheimhält, kann auf keinen fall der richtige sein.
religion hin oder her.
ich wünsche dir bei den von dir geschilderten umständen kein böses erwachen. das märchen von den eltern, die knall auf fall von einer zutiefst reaktionären und fatalistischen einstellung zu einer toleranten und offenen wechseln, glaubst du doch selbst nicht wirklich, oder?

alles gute,
elodia