@agostea

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von junimond.1969 04.09.06 - 16:36 Uhr

Ts, da bin ich mitten in der Antwort an Dich und dann ist die Diskussion dicht, grmpf. Dann eben so:

#hicks Danke für das Lob. War aber auch durchaus ein Stück Arbeit und heißt nicht, dass ich nicht dafür auch ein paar Sachen schlicht runterschlucken musste. Aber der Erfolg gibt mir Recht, es war der bessere Weg. Wer weiß aber, ob ich so "vernünftig" gewesen wäre, hätte ich in meiner Kindheit nicht diese Erfahrung gemacht. #gruebel

Ich finde, Du machst das aber auch ganz richtig. Bei uns gab's auch mal eine Zeit, in der dem KV Party wichtiger zu sein schien als das Kind. Dann kam - nach ein paar von ihm abgesagten Terminen - auch mal der Vorwurf, ich sollte ihn doch anrufen um ihm Besuchstermine vorzuschlagen. Waraufhin ich meinte, dass ich ihm das Kind nicht hinterhertrage und anbiete wie sauer Bier, er wüsste, wo wir wohnen, wie man mich erreicht. Etwas später normalisierte sich da Ganze dann auch wieder. Ich hab ihm diese "Null-Bock-auf-Kind"-Phase auch später nicht zum Vorwurf gemacht (Ups, doch, als unseren Sohn meiner Meinung nach zu wenig im Krankenhaus besucht hat, da gab's mal Krach und da kam es auch wieder aufs Tapet... #hicks). Naja, aber wie gesagt, Du machst das ganz richtig, Tür immer ein Stück auflassen (auch wenn's manchmal schwerfällt).

Ich denke, ein Kind hat einfach ein Recht, ein realistisches Bild von seinem Vater zu haben. Wenn dieses Bild dann eben "Er ist ein Schlonzes, der sich nicht sonderlich für mich interessiert." ist, dann ist das zwar erst mal bitter. Macht aber Türen auf, damit angemessen umgehen zu lernen und birgt nicht wie bei mir auch noch Enttäuschungspotential, weil man den Vater für einen "armen Helden und Opfer der bösen Mama" hält.

Mach Du so weiter, das ist wirklich der richtige Weg!

Man liest sich!
Gruß
Ch.

Beitrag von agostea 04.09.06 - 19:04 Uhr

#danke dir,...äh...versteh garnicht,das die Diskussion stillgelegt worden ist....#kratz war doch garnicht so wild....

Nun gut. Auf jeden Fall sagst du ganz Richtig - die Kinder sollen ein REALISTISCHES Bild von ihrem Vater bekommen. und dieses Bild sollen sie sich einmal selber machen können.

Das halte ich für sehr wichtig. Zum einen für die Kinder,zum anderen aber auch für mich.
Denn,ich möchte mir später echt keine Vorwürfe machen lassen,von wegen "du hast uns den Vater vorenthalten...wir hatten nie eine Chance ihn kennenzulernen...du hast uns was falsches erzählt...." und dergl. mehr.

Im übrigen führe ich auch Protokoll. Dort halte ich alle geführten Telefonate nebst Inhalt und Zeitpunkt fest, wann der KV seine Jungs gesehen hat und wie lange u.s.w.

Allerdings muss ich sagen - da gibts halt leider nicht viel zu schreiben....*lol*#augen
Vielleicht ändert es sich irgendwann mal. Aber es ist halt schade,die zwei sind noch so klein...wie soll da je ein Bezug zustande kommen ?

Naja. Früher oder später werden sie schon selber feststellen und differenzieren können,wie ihr Vater tickt.

Wie du schon richtig sagtest - irgendwann bekommt man die Quittung....so oder so.

In diesem Sinne -

auf Bald,
agostea #herzlich

Beitrag von catshiller 05.09.06 - 10:33 Uhr

Hallo Junimond!
Ich klinke mich mal in euer Gespräch ein in der Hoffnung das du mir vielleicht ein paar Tips geben könntest darüber was du dir damals von deiner Mutter gewünscht hättest im Bezug zu deinem Vater und das es mir vielleicht helfen kann aus einer recht Ausweglosen Situation zu finden!
Mein Sohn ist fast 8 Jahre alt ich lebe seid er ein paar Monate alt war vom KV getrennt und habe seid 5Jahren eine neue Beziehung,damit fing alles an...der KV hat sich nicht mehr an Absprachen gehalten (soviele gibt es da nicht nur das er sich an Verabredungen die er mit dem Kind trifft auch hält) Unterhalt hat er noch nie gezahlt,ist mir aber auch nicht sooooo wichtig!Er verspricht dem Jungen das blaue vom Himmel,das Kind glaubt ihm und wenn es nicht passiert ist der Kleine derjenige der anfängt seinen Vater zu endschuldigen und Gründe zu finden warum sein Vater wieder einmal ein Treffen versäumt hat!Gegen meinen Partner wird nur gewettert ich werde überall als unfähig hingestellt und er will das Sorgerecht beantragen(ich habe das alleinige)
Es fällt mir zunehmend schwerer dem Kind gegenüber objektiv zu bleiben was seinen Vater betrifft,Maurice schwärmt immer mehr von ihm und ich weiss nicht mehr wie ich ihn am Boden halten kann ohne ihm den Vater mies zu reden,muss ich wirklich warten bis er irgendwann auf den Boden der Realität knallt?Ich mache mir ernsthafte Sorgen um sein Seelenheil....jetzt stellt man sich die Frage warum ich das Kind überhaupt noch dahin lasse...ja das frage ich mich auch,ich habe versucht Gespräche beim JA zu führen,nicht um dem KV eins zu pinnen sondern um eine Besuchsregelung zu finden mit der alle leben können,er ist nie erschienen.
Für mich war das ein klares Zeichen von Desintresse also habe ich mich nicht mehr bei ihm gemeldet,er sich in der Zeit aber auch nicht bei uns...das ging 4Monate gut dann hörte Maurice auf zu essen und hatte Schlafstörungen!Beim KIA wurden wir in eine Heilpädagogische Praxis geschickt dort wurden einige Rollenspiele mit ihm gemacht wobei sich rausstellte das ihm der Kontakt zum Vater fehlt...also habe ich ihn wieder aufgenommen!Es passt mir nicht ich habe Angst das er das Vertrauen meines Kindes völlig kaputt macht wir schaffen es kaum Maurices Haltlosigkeit wieder aufzufangen,ich bin völlig überfordert damit weil ich nicht weiss wie!!!!
Liebe Junimond vielleicht kannst du als "Scheidungskind" mir Tips geben wie ich mein Kind verstehen und helfen kann??!!!
#danke im vorraus!
Liebe Grüsse Katja

Beitrag von eineve 05.09.06 - 20:34 Uhr

scheidungswaisen - die mittlerweilen erwachsen wurden und auch noch fataler weise aus dem dilemma ihrer eltern lernten diese sich zu nutze machten und das beste daraus machten für die ihnen nachfolgende generation - ebenso die, die sich auch ohne kinder damit auseinandersetzten - sollten wesentlich öfter von sich schreiben.

wie ich hier beobachte - haben anscheinden viele deiner und meiner generation den faulen "ich machs wie die alten - haben die ja mir vorgelebt wozu nachdenken"-weg eingeschlagen und nicht aus ihrer unmittelbaren und direkten umgebung lernen wollen...

in diesem thema - wie der besagte ursprungstreat es zeigt - hat die erziehende generation (ja - die 38 bis 50 jährigen) die nachfolgende nicht in der entwicklung expandieren lassen - sondern eher die entwicklung böse verkümmern lassen. zu einem erschrecken hohen anteil.