Impfung gegen Windpocken ja oder nein??

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Beitrag von pablas65 04.09.06 - 18:04 Uhr

Hallo Zusammen,

mein Kia impft grundsätzlich nicht gegen Windpocken, das soll die Mutter ( Eltern ) selber entscheiden. Jetzt weiß ich nicht, ob ich soll, oder nicht??

Er meint Windpocken kann man ruhig haben, ich finde die Antwort zwar nicht so prickelnd, aber naja.

Was habt ihr gemacht? Danke für eure Ratschläge.

LG ANdrea + Flora

Beitrag von stuetsche 04.09.06 - 18:14 Uhr

helena ist vor genau einer woche geimpft worden mit fast 12 monaten.sie hat den neuen 4-fach impfstoff mumps,masern,röteln und windpocken bekommen.da es nur ein pieks war und der impfstoff ohne windpocken "aus" war sah ich keine gründe,windpocken nicht gleich mitzumachen.außerdem hat sie später dann keine probleme in der schwangerschaft falls sie windpocken bis dahin noch nicht hatte.
liebe grüße.sonja.

Beitrag von mariquita 04.09.06 - 18:17 Uhr

Hallo Andrea

Ich würde es machen. Vivien habe ich auch zusätzlich gegen Windpocken impfen lassen, als sie zwei Jahre alt war und ich habe mich auch gleich mitimpfen lassen #freu! Sie verträgt Impfungen generell gut und ich finde NICHT, dass Kinder sowas durchmachen MÜSSEN.

Liebe Grüsse

Claudia mit Vivien (3) #blume

Beitrag von eisbaer.baby 04.09.06 - 18:33 Uhr

sicher - windpocken schaden nicht, wenn sie sie haben aber ich denke dabei auch an meine umwelt - ich möchte nicht dran schuld sein, wenn das wenige wochen alte baby einer freundin windpocken bekommt, weil das ja noch nicht geimpft werden kann oder eine schwangere!

deshalb lass ich angelina dagegen impfen! sie hat bisher bei keiner impfung nebenwirkungen gehabt, da wird sie die wohl auch vertragen!

lg bianca

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 18:35 Uhr

Hallo Andrea,

ich habe nicht gegen Windpocken impfen lassen, da ich der Meinung bin, dass man nicht gegen alles impfen sollte und Windpocken nicht zu den lebensbedrohlichen Krankheiten (wie z.B. Masern etc.) zählen.
Natürlich kann es Komplikationen bei Windpocken geben, aber ich bin der Meinung, sowas kann auch bei einer Grippe auftreten.
Außerdem bin ich der Meinung, dass der Körper solche Krankheitsverlaufe durchaus mal durchmachen sollte und auch kann.
Meine Tochter hatte mit nicht mal 2 Jahre die Windpocken, von daher hat sich das Thema erledigt.
Wir hätten übrigens, sollte sie sie bis ins jugendliche Alter nicht gehabt haben, impfen lassen. Somit wäre sie in ihrerer eigenen Schwangerschaft auch geschützt gewesen!
Mein Mann hatte jetzt übrigens auch die Windpocken, völlig harmlos und ohne Komplikationen. Denn früher gabs keine Impfung dagegen. ;-)

Gruß
Susanne

Beitrag von cathie_g 04.09.06 - 18:38 Uhr

meine Grosse ist geimpft, mein Sohn *hatte* Windpocken 2x (mit 6 Monaten und 2 Jahren). Ich habe in meinem Bekanntenkreis mehrere Kinder mit sehr schweren Windpockenverlaeufen und Komplikationen und wollte meiner Tochter Pocken unterm Augenlid, in der Scheide etc gerne ersparen (mein Sohn hatte sogar eine Pocke AUF dem Auge #schmoll). Meine Grosse hat sich beim kleinen Bruder nicht angesteckt #huepf und als die halbe erste Klasse mit WiPo zu hause lag, hat sie die extra Aufmerksamkeit vom Lehrer genossen #huepf

LG

Catherina

Beitrag von sopherl2211 04.09.06 - 19:38 Uhr

Hi, also wenn es die Impfung schon integriert gibt würde ich es machen lassen. Bei Sophia gab es die Impfung nur einzeln und wir haben es nicht machen lassen. Sie bekam dann auch die Windpocken, lag einen Tag flach und das wars. Die Impfung kommt aus der USA, wo die meissten Mütter arbeiten und nicht solange wegen einer Krankheit des Kindes zu Hause bleiben können. Windpocken ist eine ganz normale Kinderkrankheit, die wir alle bestimmt schon durchgemacht haben. Ich würde mich vielleicht als Erwachsener Impfen lassen, wenn ich sie noch nicht gehabt habe da können die echt schlimm werden (mein Freund hatte eine Woche über 40 Grad Fieber und jetzt noch überall Narben).
LG Claudia

Beitrag von krisi79 04.09.06 - 19:46 Uhr

Hallo Andrea,

Finn wird morgen geimpft und ich werde noch mal direkt nach WP fragen, da ich es wichtig finde.

Neben allen Aspekten für das impfen ist auch noch wichtig zu wissen, dass Kinder die die WP hatten häufiger den Herpes Erreger bekommen.

Und das möchte ich meinem Kleinen auf jeden Fall ersparen.

Lg Krisi

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 19:59 Uhr

Hallo Krisi,

ich lese das anders:

"Die Windpockenimpfung ist nicht unumstritten, sogar in Kreisen, die Impfungen normalerweise befürworten. Durch die Impfung kommt es zu einer Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Windpocken und Herpes zoster. Eine Impfung wird zwar die Anzahl der Windpockenerkrankungen reduzieren, aber gleichzeitig kommt es zu einem Anstieg von Herpes zoster Erkrankungen. Je grösser die Effektivität der Impfung, desto höher die Zahl der Zoster Erkrankungen"
"Die Impfung kann ferner bei Kindern, die schon in Kontakt mit dem Varizella zoster Virus waren, eine Reaktivierung auslösen und Herpes zoster hervorrufen. Normalerweise kommt Herpes zoster bei Kindern und jungen Menschen nicht vor."

Herpes zoster: Gürtelrose
Erwachsene, bei denen die Windpockenerreger "erwachen", bekommen eine Gürtelrose.

Desweiteren hinaus ist auch diese Impfung eine Lebendimpfung.

Oder von welchen Herpes-Erregern sprichst Du? Es gibt immerhin eine Vielzahl....

Gruß
Susanne

Beitrag von cathie_g 04.09.06 - 20:08 Uhr

zu Guertelrose kann es nach WiPo Infektion UND nach Impfung kommen.

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 20:17 Uhr

Ja, das ist mir schon klar. Da die Impung ja eine Lebendimpfung ist.... die Viren können immer wieder "erwachen".
Aber ich würde zu gerne wissen, ob sie diese Viren meinte...?

Beitrag von cathie_g 04.09.06 - 20:21 Uhr

wahrscheinlich, ist die selbe "Familie" und verhaelt sich ja auch aehnlich. So wie Herpes bei Stress, UV Licht etc wieder rauskommt, kommen Windpocken bei entsprechender Abwehrlage auch als Guertelrose wieder raus. Dafuer braucht es auch keinen Neukontakt mit dem Erreger, das machen die Viren ganz alleine.

Catherina

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 20:26 Uhr

Genau.
Aber sie meinte, dass Kinder die nicht geimpft sind, diese Erreger häufiger bekommen.
Und diese Theorie kann ich aber nicht nachvollziehen. #kratz
Vor allem da fast 90 % der Menschen einen Herpes-Virus in sich tragen.
Verstehst was ich meine?

Beitrag von cathie_g 04.09.06 - 20:49 Uhr

in den klinischen Test des Impfstoffes in Amerika trat Guertelrose bei den Geimpften sehr viel seltener (ungefaehr nur ein Drittel so viele Faelle) auf, als bei Ungeimpften, die Windpocken bekamen. Ich glaube aber nicht, dass sich die Beobachtungen auf einen sehr langen Zeitraum erstreckten. In den letzten paar Jahren gibt es schon ein paar Artikel die das auch bestaetigen.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?db=pubmed&cmd=Retrieve&dopt=AbstractPlus&list_uids=15131470

Mehr wissen wir dann in 10 Jahren ;-)

Catherina

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 21:02 Uhr

Da haste Recht, die Impfung gibts ja , zumindest bei uns, nun wirklich erst seit kurzem.
Meine Ausschnitte bezügl. des Zoster-Virus besagen ja was anderes, waren allerdings auch aus amerikanischen Studien.
Nun denn, impfen ist ein heikles Thema, aber bei Windpocken hab ichs nun wirklich nicht eingesehen zu impfen.

Schönen Abend
Susanne

Beitrag von ixama 04.09.06 - 19:49 Uhr

Hallo Andrea

ich habe auch lange überlegt und der Kleiner bekam zwischenzeitlich Windpocken.

Ich war auch nicht ganz entschlossen.

In manchen Bundesländern wird die Impfung nur bis zum 14. Lebensmonat des Kindes übernommen.

LG

Beitrag von jasminb 04.09.06 - 20:10 Uhr

Hallo Andrea,

hier wurde schon öfters gefragt - Windpockenimpfung ja oder nein

Und jedesmal schreib ich dann die Geschichte, die mir mein KA erzählt hatte: Mein KA sagte, ich soll meine Tochter gegen Windpocken impfen lassen. Er hatte kurz vorher den Fall, dass ein junges Mädchen (glaube es war 7 Jahre alt) in seiner Praxis tot umgefallen ist. Sie starb an den Folgen einer Windpocken-Erkrankung.

Daher: JAAAAAAAAAAAAAAA! Bitte das Kind impfen lassen. Es wird auch immer vergessen - wer mal Windpocken hatte, neigt dann eher mal dazu, später an der (schmerzhaften) Gürtelrose (Herpes zoster) zu erkranken.

LG Jasmin

Beitrag von susaheld 04.09.06 - 20:27 Uhr

Auch geimpfte können an der Gürtelrose erkranken.

Gruß
Susanne

Beitrag von jasminb 04.09.06 - 22:08 Uhr

Das ist richtig.

Aber dann kuck mal hier:

http://www.medizinfo.de/hautundhaar/viren/guertelrose/start.shtml


<< Denn früher gabs keine Impfung dagegen >> die Aussage kommt doch von Dir. Hab richtig gelesen?

Früher gab es vieles nicht, und daher sind früher auch viel mehr Menschen gestorben als heute.

Und daher bin ich der Meinung - und ich denke die meisten hier auch - wenn schon diese Impfung angeboten wird, dann sollte man die Kinder auch impfen lassen.

Und Windpocken-Komplikationen treten häufiger auf als man denkt.

LG Jasmin

Beitrag von susaheld 05.09.06 - 13:32 Uhr

Und was soll ich jetzt mit dem Link? Was da drin steht ist nichts neues. #kratz
Windpocken gehören für mich nicht zu den gefährlichen Kinderkrankheiten, und es stimmt, früher wurde nicht dagegen geimpft.
Diese Impfung kommt aus den USA, da wird gegen alles geimpft. Aber deswegen muß ich das nicht auch machen! Ich halte von Windpocken-Impfung bei gesunden (!) Kindern nicht viel. Ich bin kein Impfgegner, aber diese ist für mich überflüssig.
Über manche Sachen sollte man sich Gedanken machen bevor man sie tut. Und dann muß jeder für sich entscheiden, aber Du kannst nicht allen einreden, sie müssen impfen lassen!
Es wurde um Meinungen gefragt, und das ist meine dazu!
Übrigens gibst genug Kinder mit Impfschaden!

Übrigens sterben immer Leute, egal ob früher oder heute... (versteh Deine Aussage in diesem Zusammenhang nun gar nicht)

Susanne

Beitrag von foldigu 04.09.06 - 21:10 Uhr

hallo
Lese einfach mal bei google ich hatte da ne tolle Quelle gefunden ,die mir meine Entscheidung erleichtert hat.
Soweit ich das richtig erinnere stand da so ungefähr:
Es sterben mehr Kinder aufgrund dieser Impfungen als an den Windpocken selber.Hat irgendwie mit dem Herpes Vierenstamm zu tun musst mal gucken ob du das noch findest,weiss leider nicht mehr wie die Seite hieß.
Man sollte sich das schon gut überlegen,denn die Windpocken sind ja nicht mehr so ungefährlich wie zu unserer Zeit,aber ich habe mich dann lieber für das Risiko armere entschieden.....

LG Anna und Max 24.06.04

Beitrag von snoopyeva 04.09.06 - 21:15 Uhr

Ich persönlich würde Windpocken nicht mehr impfen. Es verläuft allermeistens harmlos, der Fall mit dem Tod umfallen in der Praxis ist schlimm, mir aber etwas zu unsachlich und ohne Hintergrundinfo dargestellt. Mein Sohn hat sehr heftig auf diese Impfung reagiert (40,5 Fieber, Fieberkrampf). Die Immunitätsrate durch die Windpockenimpfung ist nicht all zu vielversprechend. Les mal auch impfkritische Seiten dazu.

Achja noch zur mir: ich bin kein Impfgegner. Unser Sohn hat alle Imfpungen bekommen, aber auf diese eine hätten wir wirklich besser verzichtet.

Lg, eva

Beitrag von natascha_sch 04.09.06 - 22:14 Uhr

Hallo!
Ich lese gerade was ganz hilfsreiches - ist bei Impfentscheidungen sehr zu empfehlen:
Martin Hirte "Impfen - Pro und Contra"

Von mir persönlich: mein Kleiner ist noch nicht geimpft - es gibt auch Gründe. Wenn irgendwann, dann Windpocken - sicher nicht. Ich selber habe Windpocken gehabt, habe ein Paar kleine Närbchen auf dem Stirn davon getragen - sonst nichts.
Grüsse und viel Glück bei der Entscheidung,
Natascha

Beitrag von minniflecki 04.09.06 - 22:22 Uhr

Hallo,
ich lasse meine Tochter nicht gegen Windpocken impfen. Mein Kia meinte auch das sei nur für Eltern die keine 2 Wochen auf der Arbeit fehlen können weil die Kinder zu Hause sind. Naja das kann man so oder so sehen. Ich möchte nur das impfen lassen was unbedingt nötig ist und das sehe ich bei Windpocken nicht so. Hatte mit 7 Windpocken und habe es gut überstanden. Da hat man dagegen auch noch nicht geimpft. Aber das muss halt jeder selber entscheiden.

Nicole

Beitrag von liesschen_1980 05.09.06 - 09:28 Uhr

Hallo Andrea,
unsere KÄ hat auch etwas von einem neuen Kombiimpfstoff erzählt, wo neben Masern etc. auch gleich gegen Windpocken mitgeimpft wird.
Mein Sohn hatte allerdings im Alter von 7 Monaten schon die Windpocken. Ich kann nur sagen, es war wirklich kein Spass....
Du kannst damit rechnen, dass die Erkrankung sich über mehrere Wochen erstrecken kann, je nachdem, wie schwer sie ausbricht (muss natürlich nicht), im Bekanntenkreis hatten viele Kinder die Windpocken sogar mehrmals.
Ich gehe ab morgen wieder halbtags arbeiten und hätte Jerrick die Winpocken noch nicht gehabt, hätte ich mit Sicherheit dagegen impfen lassen!! ich hätte es mir leider nicht leisten können, wegen der Krankheit längere Zeit zu fehlen.
LG Anne mit jerrick