Frage zur Bedarfsgemeinschaft!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von shakiry 04.09.06 - 18:16 Uhr

Hallo alle miteinander!

Also ich hab da mal ne Frage: Ich wohne zur Zeit bei den Eltern meines Freundes ( mein Freund natürlich auch) und wir teilen uns zu dritt (Tochter ist 4 Monate alt) ein Zimmer von 17qm im Keller! Wir haben keine eigene Küche, Bad usw! Nur ein Klo! Mein Freund und ich wollen jetzt in eine eigene Wohnung ziehen, da es hier kein Zustand ist! Wir sind leider beide arbeitslos und unter 25 Jahren! Wie ist das jetztb mit dieser Bedarfsgemeinschaft? Muss man wirklich bis 25 bei den Eltern wohnen bleiben, obwohl ein kleines Kind da ist? Ich halte das hier auf engem Raum und ohne Küche nicht mehr aus! Und für die Kleine ist es auch in diesem Kellerloch ohne Tageslicht nichts! Bitte helft mir!

Vielen Dank schonmal für eure Antworten



LG Nicole+ Angelina (20 Wochen)

Beitrag von malawia 04.09.06 - 18:22 Uhr

<<Muss man wirklich bis 25 bei den Eltern wohnen bleiben, obwohl ein kleines Kind da ist?<<
Nein. In dem Fall gilt die U25-Regelung nicht. Wer U25 ist und eine Familie gründet darf natürlich ausziehen in eine eigene Wohnung.

Beitrag von junimond.1969 04.09.06 - 18:25 Uhr

"Muss man wirklich bis 25 bei den Eltern wohnen bleiben, obwohl ein kleines Kind da ist?"

Nein, muss man nicht. Und Dein Freund und Du müssten auch eigentlich schon seit vier Monaten (Geburt der Tochter) eine eigene BG sein... #kratz

Wendet Euch ans örtl. Wohnungsamt und lasst Euch dort für eine "Sozialwohnung" als wohnungssuchend registieren. Des Weiteren mal den Ansprechpartner Eures U25-Teams ansprechen und die Sachlage schildern, die Notwendigkeit des Umzuges darlegen (Tipp: Am Besten NICHT gleich mit einer Heidenwunschliste kommen, was ihr alles an Einrichtung braucht, sondern dahingehend durchaus auch schon mal Eigeninitiative beweisen und bei Freunden/Bekannten die Dachböden und Keller nach Brauchbarem und Geschenktem abgrasen).

Wird denn wenigstens von Seiten der ARGE irgendwas getan, um wenigstens für einen von Euch eine berufliche Perspektive zu schaffen?

Gruß
Ch.

Beitrag von shakiry 04.09.06 - 18:49 Uhr

Nein, leider nicht! Die Leute vom Arbeitsamt meinten zu uns, dass wir keine Bedarfsgemeinschaft wären, weil wir u25 sind! Ich blick da nicht mehr durch!

Wir hätten ja schon alles für die Wohnung: Küche, Couch, Esstisch, Kinderzimmer, Schlafzimmer usw.! Mir geht es ja nicht um uns, sondern um die Kleine! Aber das wollen die irgendwie nicht verstehen! Ich weiß echt nicht mehr weiter!

Aber danke für eure Antworten

Beitrag von junimond.1969 04.09.06 - 22:43 Uhr

"Die Leute vom Arbeitsamt meinten zu uns, dass wir keine Bedarfsgemeinschaft wären, weil wir u25 sind! Ich blick da nicht mehr durch!"

Ihr habt ein Kind, somit muss man Euch als eigene BG behandeln und darf die Eltern nicht mehr mit ins Boot nehmen. Weist den SB mal auf seine fachlichen Hinweise hin:

http://www.my-sozialberatung.de/files/HW%207%202006-08-14.pdf.pdf

Auf Seite 20 des .pdf (Seite 9 des Dokumentes, Randziffer 7.23).

Gruß
Ch.






Beitrag von k_d_h_73 05.09.06 - 01:26 Uhr

Ja ja, die lieben Sachbearbeiter der Ämter.;-) Leider ist es so, daß einige meinen, Sie haben das Recht gepachtet und können mit Ihren unwissenden, verschrecketen Kunden umspringen wie SIE möchten. Du hast einen guten Hinweisbekommen, halte diesen deinen Sachbearbeiter unter die Nase, schreibe gleichtzeitig eine Dienstaufsichtsbeschwerde an den Leiter des AA. Dieser Sachbearbeiter ist unkompetent und hat seinen Beruf verfehlt. Alles Gute und viel Glück