Wutanfälle bei 3-jährigem...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von misshobbit 04.09.06 - 19:00 Uhr

hallo,
mein sohn bastian wird am 1.11. 3 jahre alt.
zur zeit bekommt er bestimmt 2 oder 3 mal pro woche solche wutanfälle, dass ich mir nicht mehr zu helfen weiß!!

ich habe ausprobiert ihn festzuhalten, nur bei ihm zu sein und neben ihm zu sitzen, mit ihm zu reden, zu schreien (ja, leider!!), ...
er nimmt aber überhaupt nichts war in dieser situation!
seine augen sind manchmal richtig verdreht, er ist wirklich wie von sinnen!!!!!

um nur ein beispiel zu nennen, damit ihr besser nachvollziehen könnt:
er wollte die videokamera haben, allein. ich hab ihm zuerst erklärt, dass sie kaputt gehen könnte, wenn er sie alleine hat, hab ihm angeboten, zusammen durchzuschauen, aber da ging es auch schon los!!!!!
es hat eine stunde gedauert, bis er sich wieder beruhigt hatte!!! #schwitz

das kann doch nicht sein...

weiß jemand rat????
bitte!!! #heul

lg, misshobbit

Beitrag von muschamaus 04.09.06 - 19:12 Uhr

Bei uns hilft nur:

ab ins Zimmer aber ohne zuzusperren und ausbocken zu lassen.

Denke das es normal ist, man kann ja mal versuchen ob man so sein willen durchsetzen kann.

Unsere kleine kommt von alleine wieder raus wenn sie fertig ist und tut so als wenn nichts gewesen wäre;-)

So ist das Leben die kleinen kommen in die Testfase und die geht immer weiter in den verschiedensten Variationen.

LG
Mel

Beitrag von misshobbit 04.09.06 - 19:26 Uhr

hallo mel,
das hab ich auch schon ausprobiert, nur,
ohne zuzusperren bleibr er keine sekunde drin und mir zusperren schreit er weiter oder sogar noch mehr...

bin echt am verzweifeln! ich weiß, dass diese "anfälle" normal sind und zur entwicklung gehören, aber ich kann ihn doch nicht toben und schreien lassen, bis er vor erschöpfung umfällt...

lg

Beitrag von muschamaus 04.09.06 - 19:31 Uhr

Oh doch genau das kannst du.

Meine kleene hat diese genialen Anfälle meist abends vorm schlafen gehen.

Denke mal so bekommen die kleinen die rest energie los die sie sonst am einschlafen hindern würdn.

Wir kennen es doch auch: wir sind irgendwie unzufrieden wissen aber eigentlichnicht so recht warum.

Würden gerne schreien toben usw... aber nein wir sind erwachsen und dürfen es nicht.

Kinder sollte man lassen, sie müssen sich früh genug zusammenreißen.

Mel

Beitrag von sora76 04.09.06 - 21:23 Uhr

Wenn meine Tochter so 'Anfälle' hat, dann lass ich sie schreien. Reden hilft da nicht viel. Ich sag ihr nur kurz, das sie in ihr Zimmer kommt und meistens beruhigt sie sich dann wieder, weil sie da halt nicht hin will. Manchmal wenn auch das nichts bringt, steck ich sie in ihr Zimmer und sage ihr, das ich kein Geschreie haben will. Sie tobt dann ne ganze Weile, aber dann wirds meistens ruhig. Da ist halt keiner, der sie zappeln sieht.
Sie hat auch Sachen geschmissen, aber dadurch, das ich dann fast ihr ganzes Kinderzimmer ausgeräumt habe, gings plötzlich auch ohne schmeißen.
Wenn man unterwegs ist, droh ich ihr, das wir sofort nach Hause gehen. Das will sie meistens auch nicht.
Vielleicht hat dein Sohn da auch etwas, was ihm wichtig ist ??? Erpressen kann man da schon ganz gut. ;-)
Meine Tochter liebt Apfelsaftschorle. Schreit sie wie blöd sag ich nur, das sie den restlichen Tag nur Wasser bekommt und sie kriegt sich erstaunlich schnell wieder ein.

Vielleicht kannst du ihn auch mit anderen Dingen auf andere Gedanken bringen? Ablenken geht auch meist ganz gut.

Beitrag von kiki290976 04.09.06 - 21:43 Uhr

Hallo,

oh, wie ich das kenne #augen .....

Mika wird am 05.11. 3 Jahre alt und bei uns sieht es seit er in den Kiga geht (3 Wochen) genauso aus.

Ich kann da auch nichts machen. Reden hilft nicht, er schreit einfach lauter, so dass ich auch schreien müßte, damit er mich überhaupt hört. Verlasse ich dann den Raum, rennt er hinter mir her, sagt in dem einen Moment, er will in den Arm, nehme ich ihn dann in den Arm, schubst er mich weg und sagt, dass er das gar nicht möchte. In ganz schlimmen Fällen rennt er hinter mir her und haut mich #schock, dann halte ich ihn fest und sage ihm klipp und klar, dass er mich nicht hauen darf, ich haue ihn ja auch nicht. Dann bockt er weiter, schreit, ich soll ihn loslassen und ich frage, ob er denn auch aufhört zu hauen. Entweder er sagt ja und er haut meistens weiter oder er sagt direkt nein. Dann steck ich ihn in sein Zimmer und sag ihm, dass er rauskommen kann, wenn er sich ausgetobt hat. Ich muss dann aber auch ab und an die Türe zu halten, denn wie gesagt, er rennt mir sonst hinterher und haut. Das ganze lass ich 3x durchgehen, dann bleibe ich halt vor der Türe und halte sie zu. Ich sage ihm dann aber durch die Türe, dass er raus kann, wenn er aufhört. Nach ein paar Minuten versuch ich es dann und irgendwann hört er dann auch tatsächlich auf und will nur noch getröstet werden.

Tja, Höhepunkt der Trotzphase??? Und dann kommt der Kiga-Start dazu (und der Mittagsschlaf ist seitdem auch weg)... ganz schön viel aufeinmal für unsere Kinder. Von daher seh ich es gelassen. Klar, schön find ich es auch nicht und innerlich mach ich 3 Kreuze, wenn der Anfall vorbei ist (kann wie bei Euch 1 Std. dauern).....

....es wird vermutlich so schnell wieder aufhören, wie es angefangen hat. Bis dahin: Sei stark und versuche so viel Verständnis aufzubringen, wie möglich.

Liebe Grüße

Kerstin mit Mika und Colin (16,5 Mo)

Beitrag von swangard 05.09.06 - 19:28 Uhr

Hallo,

unser Thies ist ganz groß im Wutanfall-bekommen. Als er noch zwei / zweieinhalb war, hat er manchmal solange und extrem geschrien, dass er sich übergeben musste. Danach war zwar die Brüllerei vorbei, aber ich war am Ende mit den Nerven. und für Thies war es sicher auch kein tolles Erlebnis.

Inzwischen ist er gerade vier geworden und hat immer noch seine Wutanfälle. Allerdings muss er nicht mehr speien.

Gestern abend war er wütend, weil er seine Spaghetti aufdrehen wollte. Aber es hat natürlich nicht richtig geklappt. Wir wollten ihm dann helfen oder die Nudeln kleinschneiden (wie bisher eigentlich immer), aber dann wurde er immer wütender. Leider lässt er sich nie helfen, wenn was nicht klappt. Naja, am Ende haben wir uns gegenseitig angebrüllt und etwa eine halbe / dreiviertel Stunde später habe ich dann gefragt, ob er überhaupt noch essen mag. Da wollte er dann plötzlich nichts mehr, und wir konnten ihn ins Bett bringen. Allerdings war er dann fix und fertig.

Ich denke, eine Ideallösung gibt es nicht. Wenn die kleinen anfangen zu schreien, dann erreicht man sie nicht mehr. Dann hilft bloß noch, ausschreien zu lassen, bis sie sich wieder beruhigen.
Ich gehe dann immer zu ihm, wenn er mal kurz eine Schreipause einlegt. Meistens können wir dann reden und die Probleme beseitigen.

Viele Grüße,

Judith mit Thies (4 Jahre) und Inka (1,5 Jahre)

Beitrag von ayshe 06.09.06 - 11:13 Uhr

hallo,

zum "trotz" ein schöner text:

http://www.rabeneltern.org/elternsein/wissenswertes/gaertner_trotz.shtml


es ist normal!

ein kind in dem alter hat eine allmachtsvorstellung, denkt, es könnte wirklich alles tun, also wäre auch ganz klar in der lage, diese kamera genauso gut zu bedienen wie du ;-)

und hier stößt er an seine grenzen, das frustriert ihn, macht wütend.
ich würde auch weiterhin bei ihm bleiben, wenn er sich (noch) nicht trösten lassen will, dann aber sozusagen bereitstehen, anbieten.
er fühlt sich schlecht in dieser lage.
es sind eben VERZWEIFLUNGSaktionen.

und ich finde es wichtig, daß meine tochter zb wegen ihres entwicklungsbedingten verhaltens, bei dem sie sich eh sch... fühlt, nicht auch noch verstoßen und ungeliebt fühlt.
dshalb bleibe ich und warte bis sie sich beruhigt, zum kuscheln kommt und dann kann man reden.
sie soll nicht durch wegschicken und "auszeiten" ausgegrenzt und wegestoßen werden, denken, sie wäre böse und ich würde sie strafen. denn das kann für das spätere leben große negative einflüsse haben.


(kann dir noch das buch "smart love" empfehlen)


lg
ayshe