Schwerbehindert und Job finden

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von gewitterhexchen 04.09.06 - 21:05 Uhr

also so langsam nervt es mich total. Ist es wirklich unmöglich mit einem Schwerbehindertenausweis einen Job zu finden? Ich hab eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung aber spätestens wenn jemand erfährt das ich Schwerbehindert bin, bekomm ich eine absage. Ich verzweifel langsam schon. Und ich habe doch nur "Asthma" und kleinere unannehmlichkeiten. Hach ne.
Hat jemand gute tipps für mich wie ich da besser durch komm und wie ich es schaff einen anständigen job zu bekommen?

Beitrag von k_d_h_73 05.09.06 - 01:18 Uhr

Das ist nicht erst seit Heute, das kenne ich schon immer. Das Problem ist doch, wenn Du die Behinderung verschweigst, bist du die Dumme. Teilweise sind die jenigen mit einer *Behinderung* immer noch die Leidtragenden von ihren Mitpatienten. Statt normal zu arbeiten wird 4 mal im Jahr auf die Behinderung krank gemacht mit anschließender Genesungskur. Welcher Arbeitnehmer hat da Bock darauf, einen behinderten Mitarbeiter durchzuziehen.
Ich habe trotz meiner Behinderung auch Knochenjobs gemacht, bei Dir denke ist es durch dein Atsma schon etwas anderes.
Welche Jobs kann Du 100% nicht ausüben?

Beitrag von gewitterhexchen 05.09.06 - 11:45 Uhr

Eigentlich kann ich außer büro jobs nichts machen. Da 100 000 schwachsinniger allergien mich daran hindern was anderes zu machen. sprich nichts wo staub anfällt, nichts wo mit chemie gearbeitet wird, kein holz kein ach was weiß ich nicht alles. Es ist zum kotzen.

Beitrag von sonntagsmalerin 05.09.06 - 13:13 Uhr

Ach mensch du arme...das ist wirklich nicht einfach! Hast du dir mal überlegt dich selbständig zu machen, erst mal nebenberuflich? Mit einem Büroservice z.B. oder Buchhaltungsservice, könntest du von zu Hause aus machen. Je nach dem was du so an Qualifikationen hast. Anwälte suchen auch oft Leute, die nach Diktat schreiben können. Du könntest dir die entsprechende Software besorgen und bei den Anwälten anfragen oder Werbung machen. (die haben z.B. auch Gerichtsfächer bei Gericht, da kann man z.B. Flyer einwerfen). Wäre zumindest ein Anfang, wer weiß, vielleicht ergibt sich ja da dann auch ne Festanstelllung, wer weiß?

Lg
Clarissa

Beitrag von sonntagsmalerin 05.09.06 - 08:06 Uhr

Hast du dich schon mal bei einer größeren Firma beworben? Die haben doch oft so eine Einstellungs-Quote für behinderte Menschen, sprich bei gleicher Qualifikation wird ein Bewerber mit Behindertenausweis bevorzugt behandelt.
Ob das in der Realität natürlich auch so ist, weiß ich leider nicht. Aber ich denke bei größeren Unternehmen hast du bessere Karten als bei kleineren - kommt jedoch auch darauf an was du gelernt hast?

Lg
Clarissa

Beitrag von schnuffinchen 05.09.06 - 08:59 Uhr

Gerade große Unternehmen zahlen lieber das Strafgeld für Nichteinhaltung der Quote als "Behinderte" einzustellen.

Traurig, aber wahr.

Beitrag von k_d_h_73 05.09.06 - 17:26 Uhr

#pro

Beitrag von k_d_h_73 05.09.06 - 17:25 Uhr

Das ist und bleibt ein Traum. Firmen können sich gegen einen Obulus freikaufen. Die große Autofirma mit dem Stern, hat schon füher diese Strafe gerne bezahlt, den einen faulen Arbeitnehmen kann man schneller kündigen als einem faulen Behinderten.;-)

Beitrag von gewitterhexchen 06.09.06 - 08:55 Uhr

Aber behindert sein heißt doch nicht gleich faul sein. Ich kenn genug nicht behinderte die stinkend faul sind und nicht mal wissen wie eine job börse aussieht.
Ich dagegen berwerb mich wie eine irre und es geht nix.

Beitrag von k_d_h_73 07.09.06 - 09:06 Uhr

Richtig, es gibt auch Behinderte die reiten auf ihrer Behinderung herum.#schock
Damals hatte ich mich sogar auf eine 1 jährige Probezeit bei Einem Job eingelassen, nachdem das Jahr vorbei war, konnte ich entscheiden:
"Nochmlas ein Jahr oder ich kann gehen!"#schock
Es war alledings eine Berufsausübung, die nicht mit dem neuerlernten Beruf (Umschulung) zu tun hatte. Nach dieser Zeit hatte ich dann einen ungekundbaren Abreitsvertrag, allerdings sofort einen riesen Krach mit meinem Vorgesetzen. Die ganzen zwei Jahre war ich nicht einen Tag krank, was geschiet? Eine Woche nach der Festanstellung haut es mich um.#schock
Da musste ich dumme Sprüche von Ihm hören, die mir Arbeitskollegen zugetragen haben. Es gab ein sehr bereinigtes Gespräch, in dem ich ihm vorrechnete, wieviele Kollegen die Firma als Lohnkranke mit durchziehen. Danach hatte ich nie mehr etwas Negative von ihm gehört.

Der Chef bedauerte mein Ausscheiden sehr, leider forderten es bestimmte private Umstände.

Der Kontakt zur Firma besteht nach wie vor, mein damaliger Vorgesezter wurde entlassen (Gesnundheitliche Probleme), meine Urkunden zieren immer noch die Wände.#freu

Beitrag von junimond.1969 05.09.06 - 19:48 Uhr

Versuch' es mal in erster Linie bei Ausschreibungen des Öffentlichen Dienstes (selten, aber es gibt sie durchaus). Durch die Vorbildfunktion, die der Staat in diesem Punkt einnehmen soll, sind Schwerbehinderte bei gleicher Eignung, wie es so schön heißt, vor anderen Bewerbern vorzuziehen. Ob sich aber immer daran gehalten wird? Who knows...? #gruebel

Gruß
Ch.

P.S. Bei den meisten Online-Stellenbörsen kann man auch speziell nur Angebote aus dem ÖD auswählen und hier auch ein Stellenportal allein für den ÖD:

http://www.stellenblatt.de/

http://www.jobware.de/stellenmarkt/regional.html