Unsere wunderschöne Hausgeburt - Simon ist da!

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von freefallinggirl 04.09.06 - 21:29 Uhr

Hallo liebe Urbianerinnen,

heute komme ich endlich dazu unseren Geburtsbericht zu schreiben.

Errechneter Termin war der 21.08., und am 15.08. hatte ich schon schön alle 10 Minuten Wehen. Toll, dachte ich, dann kann es ja los gehen #freu Doch Pustekuchen, nach ein paar Stunden war alles vorbei... Das gleiche Spielchen noch mal am 18.08., da hatte ich von morgens 08:00 Uhr bis über den Feierabend von meinem Schatz hinaus regelmäßig meine Wehen, so daß wir uns entschlossen Laura (2 Jahre) vorsichtshalber zu seinen Eltern zu bringen, falls es denn nun tatsächlich ernst werden sollte. Seine Ma war aufgeregter als wir ;-) Morgens bei der VU hatte ich einen fingerdurchlässigen MuMu und auf dem CTG deutlich sichtbare Wehen, aber trotz reichlichem Treppen steigen, einem kleinen Glas Rotwein und kreisender Massagen auf dem Oberbauch wurden die Wehenabstände nicht kürzer. Wirklich schnaufen mußte ich auch noch nicht, also dachte ich, probier doch mal den Wannen-Test. Ich also um halb 10 Uhr abends in die Wanne und schwupps - alles vorbei #heul So ein Käse! Hatte mich schon richtig drauf gefreut, daß uns Baby diesmal nicht über den Termin hinaus warten lassen würde. Außerdem wollte ich so gern noch einen Löwen haben. Tja, Baby hatte seinen eigenen Plan.

Am Montag (ET) kam dann die Hebi zur VU und nachdem ich ihr die Story vom Freitag erzählt hatte sagt sie zu mir: " Dein Baby wußte, daß ich keine Zeit für euch habe! Ich war am Freitag ab 01:00 Uhr nachts bei einer anderen Geburt, die bis Sonntag früh dauerte!!" Na sowas... Bei der anschließenden VU war mein MuMu noch nix weiter, aber der Kopf saß nun entschieden weiter im Becken. Das ließ doch hoffen...

Beim FA hatte ich für den Freitag Morgen (25.08.) einen CTG-Termin, also dackelte ich da brav um 08:15 Uhr hin und das CTG zeigte alle 10 Minuten eine Wehe mit einem Ausschlag von 70 (Startlinie bei 2-5 schwankend). Das war doch endlich mal was! Der MuMu war so gut wie verstrichen, aber immernoch nur fingerdurchlässig. Der innere MuMu war noch zu. Daß es heute so weit sein sollte, mochte er mir nicht prognostizieren. Naja, abwarten.

Nachmittags bin ich mit Laura noch gemütlich für die Woche einkaufen gegangen, wovon wir um kurz nach 17:00 Uhr zurück waren. Da die Nachbarstochter unter Ferien-Langeweile litt, kam sie zum spielen mit Laura rüber, so daß ich in Ruhe ausräumen konnte. Die ganze Zeit kamen die Wehen vom Vormittag alle 10 Minuten, aber schnaufen, oder innehalten mußte ich noch immer nicht. Um 18:15 Uhr hab ich Laura dann Abendbrot gemacht, während mein Mann mich darüber informierte, daß wir gegen halb 8 eine Spielerunde bei uns eröffnen würden mit 5 Freunden, die Döner mitbringen würden. Alles klar, mir ging´s ja prima. Bis um 19:00 Uhr...

Um 19:00 Uhr (Laura sollte gerade Bettfertig gemacht werden), kam zu den Wehen plötzlich so ein stark menstruelles Ziehen im Unterbauch. Die Zweifel, ob es denn wohl sein könnte, waren direkt weg, also schnell die Oma anrufen und Laura abholen lassen! Die bekam ihren 2. Aufregungs-Schrecken #schock und war in Rekordzeit da. Laura war gerade vom Hof, da kamen unsere Freunde. Ich habe dann gleich vorgewarnt, daß sie eventuell direkt nach dem Essen wieder verduften müssen, Klaus (aus der Runde) bot dann sein Haus als Alternative an. Und tatsächlich: beim Kauen wurden die Wehen so kräftig, daß ich nicht mehr weiter essen konnte. Also habe ich mich um kurz nach 20:00 Uhr mal in die Badewanne verabschiedet und von dort aus die Hebi angerufen. Nach wenigen Minuten kamen die Wehen schon im 5 Minuten-Abstand, also machte sie sich auf den Weg. Mein Mann scheuchte unsere Gäste aus dem Haus und fing an das Wohnzimmer vorzubereiten.

Um ca. 20:50 Uhr war Eva (die Hebi) bei uns, da hing ich schon mit Arme hoch an der Schrankwand und veratmete Wehen, die alle 2-3 Minuten kamen. Der Abstand machte es dann auch ziemlich schwierig meinen MuMu zu prüfen. Ich lag schon 4x auf der Couch, Eva in Wartestellung, da mußte ich direkt für die Nächste Wehe wieder aufspringen, weil ich es im Liegen gar nicht aushalten konnte. Beim 5. Versuch um 21:10 Uhr hat es dann endlich geklappt. Dann die Sensation: schon gut 4 cm offen! #freu Ich bin dann von der Schrankwand zum Hängesessel über gesiedelt, da konnte ich mich nämlich so schön mit den Ellenbogen rein stützen und die Knie weich machen. Mein Schatz mußte die ganze Zeit seine schön warmen Hände auf mein Kreuzbein legen, weil es mir da so rein zog. Die Wärme tat soooo gut! Die Wehen kamen nun schon alle Minute, aber die Pause dazwischen war für mich noch spürbar, das kannte ich von Laura´s Geburt gar nicht. Mit der Zeit rutschte ich immer weiter in die Knie und stützte mich dann auf die Sitzfläche eines Küchenstuhls, wo ich dann die Übergangswehen verarbeitete. Natürlich habe ich in dieser Phase gemotzt, wie wohl so ziemlich jede gebärende Frau... Als ich dann sagte: "wenn ich nicht schon hier wäre, würde ich jetzt nach Hause wollen", mußten beide herzlich lachen #freu

Mein Schatz wärmte mein Kreuzbein, während Eva nah bei uns auf dem Boden saß und mich beobachtete. Als mich der Schmerz zu überrollen drohte, gab sie mir zwei Kügelchen und den Rat wieder tiefere Töne zu machen. Das half! Ich konnte wieder los lassen und spüren, wie der MuMu sich öffnet. Eva kontrollierte zwischendurch mit dem Doptone die Herztöne und Baby ging es prima!

Plötzlich rutscte der Kopf eine ganze Etage tiefer und ich wußte: er kommt JETZT! Eva hielt die Hände drunter, und ich atmete ihn heraus. Leider hatte er sich bei diesem Tempo nicht ganz optimal gedreht, so daß die Schultern stecken blieben. Die Fruchtblase war noch zu, also hat Eva die erstmal geöffnet und ihm den Kopf dann ein bißchen "zurecht gerückt". Weil er leicht blau wurde, hat sie seine Schultern dann heraus gearbeitet, während ich nochmal kräftig nachgedrückt habe. Dabei hat sich unser Schatz leider das rechte Schlüsselbein gebrochen, aber das scheint ihn nicht weiter zu stören.

Tja, da lag er nun zwischen meinen Füßen auf der Djungelbuch-Bettwäsche und tat um 22:59 Uhr mit 53 cm Länge, 37 cm Dickschädel und 4.200g Kampfgewicht seinen 1. laut vernehmlichen Schrei #huepf Ich kuschelte mich mit dem Rücken an meinen Schatz und nahm unser Baby auf die Brust, wo schon nach kurzer Zeit die Suche nach der Futterquelle begann #koch Die ließ er dann auch für die nächste halbe Stunde nicht mehr los! Während dessen durfte die Nabelschnur in Ruhe auspulsieren.

Nach der Plazenta-Kontrolle wurde noch ein knapp 1cm kleiner Dammriss festgestellt, aber mit Aussicht auf eine ruhige Woche im Kuschelbett haben wir den ohne Naht belassen. Er ist inzwischen auch tatsächlich sehr gut verheilt.

Diese Geburt ist mit der von Laura wirklich in nichts zu vergleichen! Ich habe jeden Moment total bewußt erlebt, ich konnte spüren, was in meinem Körper geschah und die anschließende Ruhe war einfach himmlisch! Eva hat mir durch gekonntes Nichtstun mehr geholfen, als mit jedem übertriebenen Aktivismus, wie ich es bei Laura im KH erlebt habe. #danke an die Weltbeste Beleghebi!

Ein extra dickes #danke und 1.000.000 #kuss an meinen Schatz, der mich so wunderbar unterstützt hat, obwohl er sich eine Hausgeburt erst lange gar nicht vorstellen konnte. Ich danke dir für diese wunderbare Erfahrung! Dies war eindeutig genau der richtige Ort, um unseren Sohn auf die Welt zu begleiten. #herzlich

Liebe Grüße und allen Noch-Kugelis eine ebenso schöne Geburt senden
Claudia und Thomas mit Laura (25 Monate) und Simon (10 Tage)

Beitrag von julaiko 04.09.06 - 21:55 Uhr

Hallo,

ich möchte unser zweites Kind auch gerne zu Hause zur Welt bringen. Mein Mann ist noch etwas dagegen wegen dem Risiko falls etwas schief geht.

Du schreibst dein Mann hat das Wohnzimmer vorbereitet. Was genaus muss man für die Hausgeburt vorbereiten?

Viele Grüße von Julia

Beitrag von sandra7.12.75 04.09.06 - 22:08 Uhr

Hallo

Solltest Du/Ihr euch für eine Hausgeburt entscheiden ist das wichtigste eine Hebamme.Die bespricht auch dann alles wichtige mir euch.Ich habe vor genau vier Monaten zuhause entbunden und wir bereuen es nicht.Es war ein Wundervolles Ereigniss.

lg

Beitrag von bine3002 04.09.06 - 22:16 Uhr

Ich war im Geburtshaus. Das ist ja vergleichbar, nur dass man hinterher noch kurz nach Hause huschen muss. Dafür lässt man aber die Sauerei da ;-)

Und genau gegen diese Sauerei muss man bei einer Hausgeburt eben Vorkehrungen treffen. Also z. B. eine große Plane ausbreiten, Handtücher bereit legen und evtl. vorwärmen (für's Baby), Kaffee kochen für den Dammschutz, na ja so'n Zeug halt. Manche leihen sich auch einen Geburtshocker oder eine mobile Geburtswanne. Und das muss dann natürlich auch vorbereitet werden.

Beitrag von freefallinggirl 05.09.06 - 10:20 Uhr

Hallo Julia,

diese Vorbehalte hatte mein Mann erst auch. Aber dann hat er sich darüber ausführlich mit der Hebi unterhalten und hat dann 1 Woche vor dem ET für sich entschieden, daß er sich "wenn es ernst wird" schon in der Situation zurecht finden wird, einfach weil er mich bestmöglich unterstützen möchte. So kam es dann auch tatsächlich.

Eine gute Hausgeburts-Hebamme ist ganz wichtig. Die solltest du möglichst lange vorher schon kennen lernen (und sie dich), und ihr müßt euch wirklich "grün" sein. Wenn ihr euch dann bei den VU´s schon gut beschnuppert habt, kann sie dich unter der Geburt auch viel besser einschätzen, ob es noch gut voran geht, oder ob die Geburt vielleicht besser im KH beendet wird. Zu diesem Kennenlernen nimmt sich die Hebi viel Zeit und bleibt bei ihren Besuchen entsprechend lange bei dir (ca. 1 Stunde).

Für zuhause braucht man gar nicht viel, denn das Meiste hat man eh da. Wir haben im Wohnzimmer Wolldecken und Isomatten ausgelegt (als Kniepolsterung), darüber kam eine Plane und darüber nochmal Bettbezüge. In einer Ecke haben wir saugfähige Unterlagen 60x60 groß bereit gelegt, die wurden mir dann in der Endphase einfach unter geschoben.

Außerdem haben wir die Couch ausgezogen (Gästebett), mit Malerplane gesichert und ganz normal mit Bettzeug bezogen. Das war unser Wochenbett (so war ich etwas zentraler und mußte mich nicht aus dem schwubbeligen Wasserbett auf die Toilette hieven).

Wir haben noch die Heizung etwas angedreht (25°C) und ein paar Handtücher vorgewärmt für´s Baby.

Alles, was die Hebi sonst so gebrauchen konnte (Waschlappen, heißes Wasser, Schüssel für die Nachgeburt, etc.) hat sie sich selbst geholt. Auch dafür war es gut, daß wir uns zeitig kennen gelernt haben. "Selbstbedienung" ist für die Hebi in so einer Situation total normal und auch nicht schlimm, wenn sie sich schon ein bißchen bei euch im Haus auskennt.

Die genannte "Schweinerei" war übrigens minimal und total schnell von der Hebi beseitigt. Gut, wenn ein schwarzer Sack bereit liegt.

Für die Dammkontrolle nach der Geburt sollte eine helle Lampe im Raum sein, die man möglichst dicht an dich heran bringen kann (damit Baby nicht geblendet wird), eine mobile Schreibtischlampe geht da prima.

Für das Wochenbett kann ich die Hygieneeinlagen von Schlecker empfehlen. Die sehen auf den 1. Blick viel zu groß aus, sind aber genau richtig. In einer Packung sind 100 Stück für nicht mal 5 Euro. Nachtbinden sind definitiv in den ersten Tagen nicht ausreichend.

Meine Hebi hatte übrigens selbst einen Gebärhocker. Da man aber das Becken blockiert, wenn man darauf sitzt, ist der für die Austreibungsphase aber eigentlich gar nicht gut geeignet. Ich habe mich einfach mit den Unterarmen auf die Sitzfläche eines Küchenstuhls gestützt und habe mit dem linken Knie auf dem Boden und mit dem rechten Fuß aufgestellt in der Hocke gesessen und das ging sehr gut.

Ich drück dir die Daumen, daß sich dein Mann auch noch damit anfreunden kann und wünsche euch ein wunderbares Geburtserlebnis. #herzlich

Ganz liebe Grüße,
Claudia mit Laura und Simon

Beitrag von willow19 05.09.06 - 10:22 Uhr

Erst mal Glückwunsch zum Sohnemann.
Darf ich fragen, ob bei Deiner 1. Geburt in KKH was schief gelaufen ist, bwz. wie es für Dich war?
Eine Hausgeburt stelle ich mir natürlich super schön vor, aber mein Instinkt war wohl recht gut. Hatte beide Male Sternengucker und beide Male musste mit der Saugglocke nach geholfen werden. Ich weiß zwar gar nicht, ob wir überhaupt noch mal ein Kind haben möchten, aber ich hatte mir dann mal so überlegt, ob ein Geburtshaus für mich vielleicht was wäre, hab aber immer die Bedenken durch meine Erfahrungen bei meinen 2 Kindern.
Deshalb würde es mich interessieren, ob Du bei der 1. Geburt irgendwelche Probleme hattest und Du Dich dann eben doch für eine Hausgeburt entschieden hast.

Liebe Grüße

Beitrag von becca04 06.09.06 - 14:07 Uhr

Hallo!

Ich schreibe Dir einfach mal, da ich ungefähr diese Erfahrung habe.

Zwar ist in meiner ersten Geburt im KH nicht direkt etwas "schief" gegangen, aber es war zumindest keine Lehrbuch-Geburt und trotzdem habe ich mich nun zur Hausgeburt entschieden.

Also: Ich sollte zum einen ein sehr großes Kind (mindestens 4000g) mit einem dicken Kopf bekommen (war's am Ende auch: 4.340g und 38 cm KU). Zum anderen hatte ich in der 15. SSW Blutungen, die jedoch kein weiteres Problem in der SS darstellten. Und dann war unter der Geburt die Austreibungsphase sehr lang (4-6 Stunden), so dass ich 8 Mal kristellert wurde, zuletzt an den Wehentropf gehängt und der Damm geschnitten wurde. Nach der Geburt waren sich Ärztin und Hebamme nicht sicher, ob die Plazenta vollständig war, so dass ich gleich auch noch eine Ausschabung "mitgenommen" habe.

Die jetzige Schwangerschaft verläuft bis jetzt absolut problemlos, ich habe von Anfang an ganz intensiv überlegt, ob ich wirklich noch ein weiteres Mal ins KH möchte. Obwohl ich in einem der KH hier war, das den Frauen noch die meiste "Selbstbestimmung" lässt, habe ich mich sehr kontrolliert, dominiert und v.a. falsch behandelt gefühlt in der ersten Geburt. Ich habe dann in der 14. SSW Kontakt zu verschiedenen Hebammen aufgenommen, mit diesen meine erste Geburt detailliert durchgesprochen (ich hatte mir sogar den Geburtsbericht aus dem KH beschafft) und von allen grünes Licht für eine Hausgeburt bekommen. Seitdem bin ich nun zur Vorsorge auch bei einer Hebamme und der ET rückt immer näher und ich fühle mich nach wie vor sehr wohl bzw. immer besser mit meiner Entscheidung, eine Hausgeburt zu probieren. Es gibt einfach nur zwei Geburtsrisiken, die nicht vorhersehbar sind und bei denen es grundsätzlich besser wäre, im KH zu sein: vorzeitige Plazentaablösung und extreme Schulterdystokie. Alle anderen Komplikationen deuten sich einer erfahrenen (!) Hebamme sehr früh im Geburtsverlauf an, so dass in jedem Fall genügend Zeit bleibt für eine Verlegung ins KH.

Zum anderen ist es in den beiden von mir genannten Situationen auch im KH manchmal nicht möglich, das Leben des Kindes zu retten...!

Mit diesem Wissen und dem Wissen um die kurzen Wege für mich ins KH freue ich mich auf die Hausgeburt!

Dir viel Spaß beim Treffen der für Dich richtigen Entscheidung,
Sabi (36. SSW)

Beitrag von willow19 06.09.06 - 14:29 Uhr

Vielen Dank, für Deine Antwort. Ich hätte halt wieder Angst, dass am Ende das Kind wieder stecken bleibt. Denn meine beiden waren ja Stenengucker und dann ging am Schluss gar nichts mehr, außer die Herztöne sind in den Keller gefallen und der Kleine war dann schon ganz blau.
Naja, noch muss ich nicht überlegen, aber wenn, dann such ich mir eine Hebamme, mit der ich über das alles sprechen kann und warte, was sie dazu sagt.

Liebe Grüße

Beitrag von freefallinggirl 08.09.06 - 21:15 Uhr

Hallo Willow,

bei Laura´s Geburt gab es keine Komplikationen, auch mit der anwesenden Hebi kam ich gut klar - aber dann (ca. 3 Stunden vor Ende) betrat die diensthabende Ärztin den Raum...

Auf diese Frau passt das Klischee der "dürren Zicke" :-[ Obwohl es bisher gut voran gegangen war, meinte sie auf einmal Hektik verbreiten zu müssen Ich mußte stramm auf dem Rücken liegen, obwohl ich es vor Wehenschmerzen im Kreuzbein so kaum aushalten konnte. Dann wurde trotz guter Herztöne ein totales Gewese um das CTG gemacht und Laura bekam eine Kopfschwartensonde verpaßt (ich kassierte einen derben Fußtritt dafür). Etwa 2 Stunden vor Ende wurde ich gefragt, ob ich denn schon das Gefühl hätte mitpressen zu wollen. Da mich die Kreuzbeinschmerzen fast davon trugen konnte ich das nicht sagen, ich sollte aber einfach mal loslegen. #kratz Also habe ich 2 Stunden lang im Liegen vor mich hin gepresst, immer gegen die Schwerkraft an. Mein Wunsch mich aufrichten zu wollen wurde kurzerhand mit "dafür ist es jetzt zu spät" abgewürgt. Dann meinte sie mir einen Wehentropf aufdrängen zu müssen, dagegen konnte ich mich zum Glück erfolgreich wehren. Die Hebi hat statt dessen schnell einen Satz aufs Kreisbett gemacht und mich mit einem speziellen Nasenspray unterstützt. Beim Durchtritt des Köpfchens blieb ein kleiner Saum des über Stunden wunderbar unterstützten Damms im Weg (tja, ungünstige Lage halt...), also wurde einfach drauf los geschnippelt mit den Worten "das muß jetzt mal was schneller gehen" (Herztöne waren noch immer einwandfrei).:-[:-[:-[ Die Hebi hatte vorher noch gelobt, wie elastisch der Damm doch sei und daß sie noch einen Finger breit Platz hätte! Für mich ist dieser Schnitt reine Körperverletzung.

Nach der Entbindung bekam ich Laura nicht auf die nackte Brust, sondern eingewickelt auf einem Stillkissen neben mich gelegt. Obwohl ich bekanntermaßen stillen wollte, wurde sie erst nach über 2 Stunden mit Gewalt an die Brust gequetscht und auch die weitere Unterstützung ließ derart zu wünschen übrig, daß ich letztendlich 9 Monate abgepumpt und dann verfüttert habe (hohes familiäres Allergierisiko). #schmoll

Mit der Klinikentbindung und der anschließenden Zeit auf der Wochenstation verbinde ich nur negatives, deshalb war der Wunsch nach einer Hausgeburt bei mir besonders groß. Hätte die Geburt aus irgend einem Grund im KH stattfinden müssen, wäre ich auf jeden Fall in ein anderes gegangen, als bei Laura (hatte mich vorsorglich dort zur Geburtsplanung vorgestellt und reichlich Sonderwünsche geäußert).

Ich bin seeeehr glücklich, daß mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist und fühle mich pudelwohl. Während ich bei Laura ganz schlimm unter Wochenbettdepressionen litt, habe ich nun bei Simon nur 2x kurz geweint, weil mir die Brüste nach dem Milcheinschuß arg weh taten und er anfangs Schwierigkeiten hatte die Brustwarzen zu fassen. Jetzt benutzen wir Stillhütchen und es klappt wunderbar! #freu

Falls ihr also noch mal ein Kind auf die Welt begleiten wollt, kann ich eine Hausgeburt nur empfehlen. Vielleicht liegt der Grund für 2 Sternengucker ja bei dir im Becken begründet, und ein Craniosakral-Osteopath könnte dir helfen. Eine Bekannte von mir hat ihren Sternengucker übrigens ohne Saugglocke oder Zange auf die Welt gebracht...

Ganz liebe Grüße sendet
Claudia

Beitrag von dask 05.09.06 - 12:45 Uhr

Hallo Claudia.
Herzlichen Glückwunsch zum Kind und zu der traumhaften Geburt.
Ich würde gerne zu Hause entbinden (erstes Kind kam im GH zur Welt), aber erstens ist mein Mann dagegen und zweitens bin ich nicht sicher, ob ich zu Hause "entspannt" schreien könnte. Und das war bei Max Geburt sehr sehr wichtig für mich (wie sich herausstellte :-p)
Aber wir werden alle Vorbereitungen für eine evtl. Hausgeburt treffen, denn die zweite Geburt geht ja meistens schneller als die erste, und Max war in knappen fünf Stunden geboren #schock.
Mal gucken, wielange no.2 (Geschlecht bleibt bis zur Geburt unbekannt #freu) braucht um geboren zu werden.
Dani mit Max (17 Monate) und no.2 (16.ssw)

Beitrag von tekelek 05.09.06 - 16:16 Uhr

Hallo Claudia !
Herzlichen Glückwunsch zum Sohn :-)
Ich finde das total witzig, meine Geburt war fast genauso wie Deine, nur war mein Sohn noch 200 g schwerer, aber ansonsten genau diesselben Maße ...
Sogar den Spruch "Wenn ich nicht schon zu Hause wäre, würde ich jetzt gerne nach Hause gehen" habe ich zuletzt gebracht, als der blöde Muttermund schon fast eine Stunde bei 9,5 cm stand #augen
Außerdem habe ich ständig die Hebamme angebettelt, daß sie die Fruchtblase aufsticht, da mich der Druck so genervt hat, sie hat sich jedoch hartnäckig geweigert :-p
Liebe Grüße und viel Freude mit dem Kleinen,

Katrin mit Emilia-Sofie (20 Monate) und Nevio (fast 2 Tage alt)

Beitrag von sandra7.12.75 05.09.06 - 21:04 Uhr

Hallo

Alles Gute zur Geburt.Ich habe den Satz aber auch gebracht .Nur etwas anders.Und das war in den letzten Zügen.Ach war die Geburt vor 4 Monaten toll.

Ich wünsche euch viel Spaß und Freude mit den kleinen.

lg Sandra mit Zicken und Julian 4 Monate