Wer muss Kind holen bzw. bringen?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zauberlilly 04.09.06 - 22:19 Uhr

Hallo liebe alleinerziehenden Mamas,

habe mich mit meinem Exmann gestritten. Er wohnt 300km entfernt und behauptet, wir müßten uns die Wege teilen. Hat er etwa recht?
Er holt unsere Tochter an einem Wochenende im Monat von Freitag bis Sonntag. Früher war es jedes zweite, aber die Fahrerei wurde ihm zu teuer.
Jetzt wird ihm auch das eine Wochenende im Monat zu teuer und er will, dass auch ich mal fahre.

Bei allem Verständnis für die blöde Fahrt: Ist es nicht seine Aufgabe zu fahren? Ich habe das Kind 28 Tage im Monat und die komplette Verantwortung.... jetzt soll ich sie ihm auch noch bringen?

Noch dazu kommt, dass ich mir die Fahrt nicht leisten kann.

Bitte sagt mir, wer im recht ist.

Beitrag von donravello 04.09.06 - 22:32 Uhr

bei aller liebe zu meinen kind, als vater würde ich dann auf das WE verzichten, wenn die KM nicht kooperativ sein würde.
vom gesetzt her hat der KV eine hol- und bringschuld, es sei denn, man macht etwas anderes aus.
vom der moralischen seite würde ich mich als mutter freuen, daß der KV den kontakt aufrecht erhält.

mütter können wirklich grausam sein.
denke darüber nach.

grüßle
wolf

Beitrag von agostea 05.09.06 - 07:05 Uhr

Wieso ? Sie hat doch Recht !

Es wird dem KV - bei aller Liebe zum Kind! - doch wohl möglich sein,wenigstens EIN einziges Wochenende zu finanzieren punkto Fahrtkosten ??

Das kann man doch wohl erwarten ? Ich finde das ein Armutszeugnis von dem Mann,das selbst DAS schon zuviel zu sein scheint !

Mit sonst nix zu tun haben und dann noch nicht mal ein WE auf die Reihe kriegen - na Danke.

Sorry,Wolf,aber wenn du aus Trotz dann eher noch auf das WE verzichten würdest,als dein Kind zu sehen - biste nicht besser,wie andere,die ihren Frust auf den Kindern austragen.

Gruss
agostea

Beitrag von donravello 05.09.06 - 08:34 Uhr

ok. ist deine meinung.

mit erscheint eher, daß es der mutter lästig ist, dem KV entgegen zu kommen.
was heisst hier mit nix zu tun haben wollen?
unterhalt ist wohl nix in den augen der mütter.
ich frage mich auch, wer von den beiden 300 km weggezogen ist. meistens sind es ja die mütter (der liebe wegen).
das hat nichts mit trotz oder frust zu tun.
bei einer entfernung von 300 km, kann der KV ja wohl jeden tag schlecht die winderl wechseln oder sonstiges tun.

grüßle
wolf

Beitrag von agostea 05.09.06 - 09:12 Uhr

Moin,Wolf,

er hat ja auch mit nix was am Hut ! Das er Unterhalt zahlen muss,ist doch wohl nicht mehr wie recht und billig. Dafür braucht er sich nicht die goldene Ehrennadel anstecken.

Alles andere hängt an der KM. Die Erziehung,Krankheiten,Sorgen,Ängste,Nöte...etc. Du kennst das doch selber.

Ich find das nicht ok, das er jetzt da anfängt um die Kosten für EIN einziges WE zu streiten. DAS find ich engstirnig und destruktiv.
Da würd ich mich als KM auch ärgern.
ER ist wohl weggezogen.
Um so weniger verstehe ich seinen "Aufstand".

Gruss
agostea

Beitrag von donravello 05.09.06 - 10:14 Uhr

hi
agostea,

will ja den KV nicht in schutz nehmen, vielleicht habe ich als mann und alleinerziehender vater eine andere sichtweise.

eine trennung ist schmerzhaft, zuerst einmal für die partner. jeder wird sein schärflein dazu beigetragen haben.

lassen wir es einmal dahingestellt sein, ob der KV nur 2000m von kind oder 300 km weit weg wohnt.

aus der antwort 11 geht doch ganz klar hervor, daß sie unter verlustängste leidet. verlust eines guten lebens ohne existensängste.
wenn der KV 50.-€ weniger bezahlt, er angeblich sich ein haus kaufen und sonstigen luxus leisten kann, weshalb klagt sie den UH nicht ein?

ich kenne den wahren hintergrund nicht, daher bin ich eher skeptisch.


grüßle
wolf

Beitrag von agostea 05.09.06 - 10:26 Uhr

Man kann sowieso nicht objektiv urteilen,wenn man nur eine einseitige Info hat.
Aber das ist ja bei allen Beiträgen hier.

Naja..so what...

Hauptsache uns gehts gut...*lol* #cool

Beitrag von donravello 05.09.06 - 17:07 Uhr

Hauptsache uns gehts gut...*lol* #cool

nun ja agostea,

es kommt doch immer darauf an, was man aus der jeweiligen situation macht, in der man gerade steckt.;-)

gut gehen ist relativ, wenn ich nix zu rauchen habe, geht es mir schlecht, bin ich unleidlich.#augen:-[

grüßle
wolf

Beitrag von agostea 05.09.06 - 20:04 Uhr

Na,das könnt mir nicht passieren - also,das ich nix zu rauchen hab... - der Schornstein muss immer qualmen ! #cool ;-)

Sonst geht gaaarnüscht... - und Kaffee...ich muss immer Kaffee da haben....dann ist alles nahezu perfekt...

(bin schon mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden...ist ja auch schon was,gell ? ;-))

Gruss
von der qualmenden und Kaffeeschlürfenden agostea #schein

Beitrag von donravello 05.09.06 - 22:31 Uhr

richtig, ohne gaffee gann isch nischt gämpfen.#schmoll

wenn ich mich hier so durchlesen, stelle ich zumindest für micht fest, da machen sich die menschen stress wo keiner sein müsste.

grüßle
wolf

Beitrag von agostea 05.09.06 - 23:55 Uhr

Den Stress machen sich die Leutz grad hier bei Urbia von ganz allein....#augen

Find ich allein schon amüsant, mit den ständig wechselnden Nicks...könnt ich mich schlapp lachen drüber...#augen

Nicht wahr...DONRAVELLO...(reimt sich nicht so gut auf "nicht wahr"...;-))

Das nur am Rande. Von wegen Stress und so...*lol*

Gruss
agostea

Beitrag von jennyspike 05.09.06 - 10:09 Uhr

Hallo,

dann überdenke doch bitte einmal, dass die meisten Zahlpapas einen Selbstbehalt von 890,- haben, egal ob sie in Hinterwaldhupfingen wohnen oder in FFM, eben weil sie mit der Unterhaltspflicht auch eine gesteigerte Erwerbsobliegenheitspflicht haben ist es da auch mal nicht so leicht, eine günstigere Wohnung zu beziehen, zumal sie in diesem Fall auch dann meist auf ein Auto angewiesen sind.
Dann wird erwartet, dass der Papa mindestens eine 2 1/2- Zimmer- Wohnung vorweisen kann - bei einem Kind. Ansonten schreien die lieben AE- Mamis nämlich wieder ganz laut, dass "ihr" Kind nicht adäquat untergebracht ist, rennen zum Gericht und lassen den Umgang wieder vereiteln. Erstaunlich hierbei ist übrigens, dass genau diese AE-Mamis niemals erwarten würden, dass "ihr" Kind ein eigenes Bett geschweige denn ein eigenes Zimmer bekommt, wenn es mal bei einem KiGa- oder Schulfreund übernachtet....
Selbst wenn der Papa die Autokosten sparen kann und mit Öffis oder dem Rad zur Arbeit kommt... Schon mal zwei Hin- und Rückfahrkarten pro WE für 300 km bezahlt? Wenn man dann mit den günstigeren Regionalzugverbindungen noch stundenlang unterwegs ist und die kindeswohlheischende AE-Mami besteht, dass "ihr" Kind spätestens um 18 Uhr wieder auf der Matte steht, obwohl ein Zug um 18.10 ankommt und der frühere um 15.10 - da kann ich schon verstehen dass viele sich das nicht leisten können.

Beitrag von agostea 05.09.06 - 10:31 Uhr

Du weißt doch garnicht,ob sich der Hintergrund der Posterin so gestaltet,wie du das jetzt darstellst.

Es mag so Fälle geben, in denen Engstirnigkeit von Seiten der KM oder auch des KV vorherrschen. Sicher nicht selten.

Aber das lässt sich in diesem Fall nicht ergründen,da wir alle nur eine Seite der Medaille kennen.

Beitrag von jennyspike 05.09.06 - 10:51 Uhr

deswegen habe ich der Hauptposterin ja auch nicht geantwortet, eben weil ich nicht einmal erkennen konnte, wer dir Entfernung geschaffen hat.
Ich hatte meine Antwort auf Deine Aussage geschrieben, dass es dem Papa doch möglich sein müsste, mindestens ein UmgangsWE pro Monat zu finanzieren.
Ich habe aber in den vergangengen fast fünf Jahren genug Väter auch persönlich kennengelernt, die eben genau dies nicht können und ihre Kinder entsprechend gar nicht oder nur in den Ferien sehen können, je nach Wohlwollen der Mutter.

Beitrag von agostea 05.09.06 - 11:07 Uhr

Weiter unten schrieb sie,das der KV weggezogen sei.

Nichts desto trotz - ich seh das so:

Oft genug strampeln sich die KM genug ab, um finanziell über die Runden zu kommen. Gehen wir mal davon aus,das die KM keinen neuen Partner hat, der das Leben mitfinanziert.

Je älter die Kids,desto höher die Kosten. Der Unterhalt deckt oftmals nur einen kleinen Teil der Ausgaben. Und dann soll man als KM noch Sorge dafür tragen,das der KV wegen dem Besuchs - WE nicht ins finanzielle Loch fällt ??
Ne, sorry. No way.
DAS kann ich ja wohl erwarten,das der KV das selber hinkriegt und ich ihm dbzgl. nicht noch unter die Arme greifen muss.

Ausserem,in dem aktuellen Fall hier-warum ist der KV 300 Km weit weg gezogen von seinem Kind ? - Konnte er doch absehen,das Besuche wegen der Fahrtkosten teuer werden.

Wäre ihm sein Kind wichtig,hätte er das vorher ins Kalkül gezogen.
Ich kenne einen KV,der würde nicht weiter als im Umkreis von 100 km von seinem Sohn wegziehen - eben aus Kostengründen und um die Möglichkeit zu haben,ihn öfter als nur einmal im Monat sehen zu können.

Also - geht doch.

Beitrag von jennyspike 05.09.06 - 11:16 Uhr

wenn der Papa weggezogen ist, muss er das Kind holen und bringen, ganz klar. Da würde ich auch nichts gegen sagen.
Bei uns ist es auch so dass wir weggezogen sind - zwar aus dem Grund, dass wir uns damals im näheren Umkreis keine entsprechende Wohnung mit KiZi für seine Drei hätten leisten können, aber wir haben trotzdem vorher durchkalkuliert und laufen trotz der Entfernung und den Mehrfahrtkosten zur Arbeit und Co. monatl. rund 100,- günstiger als wenn wir in eine vergleichbare Wohnung in der Nähe gezogen wären....

Beitrag von agostea 05.09.06 - 12:54 Uhr

Ein reines Rechenexempel.

Wo ein Wille,da ein Weg. Siehst ja bei euch - es geht alles,man muss nur wollen. ;-)

LG
agostea

Beitrag von zauberlilly 05.09.06 - 07:31 Uhr

Unglaublich Deine Antwort.
Ohne die Umstände zu kennen.....
Sehr engstirnig.

Gedanken mache ich mir immer!!!

Beitrag von donravello 05.09.06 - 08:35 Uhr

ist wohl nicht in deinem sinne.;-)

grüßle
wolf

Beitrag von slartibartfass 05.09.06 - 15:45 Uhr

Si tacuisses...

'Holschuld ist ein Begriff aus dem Schuldrecht. Mit dem Begriff wird umschrieben, dass der Schuldner seine Leistungshandlung an seinem Wohnsitz vorzunehmen hat und dort auch der Leistungserfolg eintreten soll. Bei der Holschuld muss sich der Gläubiger also die Leistung beim Schuldner abholen, dort ist der Leistungs- und Erfüllungsort.'
http://de.wikipedia.org/wiki/Holschuld
'Der Begriff Bringschuld wird im Zusammenhang mit dem Kaufvertragsrecht im deutschen Schuldrecht verwendet. Bei der Bringschuld fallen Leistungsort und Erfolgsort am Sitz des Gläubigers zusammen. Der Schuldner muss also die Leistung dem Gläubiger bringen. Diese Art der Schuld ist für den Schuldner regelmäßig ungünstig, da er Leistungsgefahr und Preisgefahr auch während des Transports zum Gläubiger zu tragen hat und der Gefahrübergang erst beim Gläubiger erfolgt.'
http://de.wikipedia.org/wiki/Bringschuld

Wenn du doch aufhörtest, dein Nichtwissen auch noch zu verbreiten.

Beitrag von donravello 05.09.06 - 17:13 Uhr

wow, hast du das studiert?

weiste, man kann antworten so drehen, daß sie unglaubwürdig wirken, bei dir ist das der fall.

und nun du kleinen fürzchen, wir beide wissen doch wer du bist, also halte die füße still, überlese mich, und du musst dich nicht aufregen und auch noch deine zeit im i-net zu incstieren um verlinkungen heraus zu suchen.;-)

nicht daß auch noch das böse wort fällt gelle.:-p

grüßle
wolf

Beitrag von susi2 04.09.06 - 22:36 Uhr

Guten abend!
Also wer im recht ist das kann ich dir nicht sagen ich kann dir aber sagen wie es bei uns ist:
Der vater von mein großen wohnt 600 km entfernt ich bin damals aus beruflichen gründen weggezogen.Damals ging alles über gericht und das hat beschlossen das wir uns die farhten teilen müssen.Sprich:Wenn ich denn großen hin bringen muß der KV ihn wieder zurück bringen.Naja Der KV hat bis jetzt nichts davon eingehalten ich bin bis jetzt immer hingefahren als ich hochschwanger mit mein 2 sohn war habe ich das per zug gemacht (SInd ja manchmal echt günstiger) ansonsten mache ich das mit auto.Habe den KV gesagt das er mir aber die hälfte der farht zahlen soll ,so das ganze fing vor 2 jahren an und seit dem habe ich kein cent von ihm gesehen.Aber was mann nicht alles macht damit es denn kids gut geht.
Und das schlimme ich weiß das ich das Geld nie sehen werde da der KV arbeitslos ist (er zahlt auch kein Unterhalt) aber weißt du was ich habe ein super reines gewissen da ich mich an die regelung vom gericht halte.
ALles liebe ich hoffe ihr findet eine lösung weil dem kind soll es doch nicht noch schwerer gemacht werden wie es schon ist.

Beitrag von agostea 05.09.06 - 07:00 Uhr

Wenn du damals weggezogen bist,diese 300 Km, wärst du in der Pflicht,dir mit dem KV die Reisekosten zu teilen.

Ist der KV derjenige,der weggezogen ist,trägt er die Kosten allein.

Ich kann dich verstehen,würde ihm das Kind nicht auch noch hinterhertragen.

Gruss
agostea

Beitrag von kleene0106 05.09.06 - 11:40 Uhr

Hallo agostea,

ist das tatsächlich so geregelt oder ist das eine Mutmaßung bzw. eine Einigungssache?

Ich fände das ganz schön hart wenn der Vater die Kosten zum Teil mittragen muss wenn die Mutter meint so weit wegziehen zu müssen, sie aber dann auch noch alleine zahlen muss wenn er meint wegziehen zu müssen. Warum zahlt die Mutter denn dann nicht die Fahrt ebenso alleine wie der Vater es machen müsste wenn er wegzieht??

Ich glaube ich würde es ohnehin teilen, aus moralischer Sicht. Meine Anwältin meinte ich hätte auch das Recht zu meiner Familie zu ziehen (sie wohnen alle etwa 350 km weit weg), ich würde es aber nicht ohne weiteres tun, eben wegen dem Papa und den Kindern. Aber selbst wenn es mal soweit kommen würde, würde ich von mir aus schon anbieten dass wir uns die Fahrerei teilen. Stress gibt es ja ohnehin schon genug, warum sich also noch mehr machen??

LG
Kleene

Beitrag von agostea 05.09.06 - 12:58 Uhr

Es ist tatsächlich vom Gesetzgeber so geregelt.
Habe jetzt leider keinen entsprechenden Link zur Hand.

Aus moralischer Sicht vielleicht verwerflich - aber das lässt sich nur von Fall zu Fall entscheiden.

Am besten ist immer noch,wenn man sich mit dem Ex - Partner einig ist und eine befriedigende Lösung für alle Beteiligten finden kann.

Gruss
agostea