Wie den Start in ein neues "alleinerziehndes" Leben meistern (lang)

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ninalein1981 04.09.06 - 23:25 Uhr

Hallo,

nach langem Überlegen, vielen Tränen, etlichen Diskussionen und Streitigkeiten ist mir heute definitiv bewusst geworden, dass unser "Familienleben" so nicht weiter gehen!!!

Aber wie schaffe ich den Sprung? Ich war bereits vor ein paar Wochen bei Profamilia um mir Infos zu holen wie es erstmal weitergehen soll bzw. könnte, leider bin ich aber garnicht so schlau daraus geworden und im Prinzip hat die Dame mir vor Ort nicht viel Mut gemacht... :-(

Die Sache ist so: wir sind nicht verheiratet, leben aber in eheähnlicher Gemeinschaft! Unsere Tochter wird am kommenden Wochenende 1Jahr! Zum anderen beziehe ich seit April Arbeitslosengeld (Firmeninsolvenz)!
Laut der Profamilia-Beraterin hat meine Tochter sowieso Anspruch auf Unterhalt und ich bis zum 3. Geburtstag meines Kindes, laut meiner Schwiegermutter in Spe hätte ich Anspruch auf Unterhalt bis zum 7.Geburtstag meines Kindes (angeblich laut aktuellem Rechtsurteil)
hier im Forum allerdings werde ich nun ganz irritiert, da es hier mal heisst unverheiratete haben garkeinen Anspruch, oder Arbeitslosengeldempfänger hätten keinen Anspruch etc...
Was denn nun???#kratz

Zum anderen die Frage wie läuft das mit ner neuen Wohnung, bis auf ein komplettes Kinderzimmer habe ich keine Möbel! Laut der Profamiliatante, gibt es da nix vom Sozi, da ich bereits mal einen Haushalt hatte!? Ggf. müsste mein (Ex) Freund mit mir teilen, wo sie sich aber nicht sicher war, er wiederum würde mir das schwarze unter den Fingernägeln nicht geben! Zum anderen würde mich interessieren welcher Vermieter vergibt eine Wohnung an eine alleinerziehende Mutter ohne Einkommen??? Meine Eltern würden bürgen sofern das bei einer Mietwohnung möglich ist?!
Das einzige was ich nun weiss ist, dass mir mit Kind 60qm zu einem Mietpreis von 441,- Euro zusteht (in Düsseldorf), andererseits weiss ich nicht, sollte ich mir erst eine Wohung suchen und dann zum Sozial- bzw. Arbeitsamt, oder erst mit denen reden und dann auf Wohungssuche gehen!? Wenn ich daran denke die Dame beim Arbeitsamt#heul#heul#heul so eine schreckliche Frau bei ner Öffentlichkeitsarbeit, nunja anderes Thema...

Im Forum wurde mir mal gesagt ich solle mich an Caritative Einrichtungen wenden, diese Einrichtungen, laut der Profamiliafrau seien aber nur relevant für schwangere alleinerziehende da es da wohl einen Zuschuss für Erstausstattung etc. gäbe aber nix wenn man bereits ein "fertiges" Kind hat?!

Wie habt ihr das alles gemeistert? Welche Gelder habt ihr bekommen? Bin dankbar für jede Adresse oder Telefon-Nr. die helfen kann, das ich so schnell wie möglich mit meiner süssen ein neues leben beginnen kann!

#danke und eine gute Nacht wünscht,
Nina

Beitrag von makachri 05.09.06 - 09:36 Uhr

hallo nina!

also ich habe meinen mann vor drei jahren rausgeworfen (wir waren verheiratet!). ich habe nicht mal im traum daran gedacht, mir eine kleinere wohnung zu suchen. ich habe auch arbeitslosengeld bezogen. aber ich habe mir gesagt, bevor die verlangen können, dass ich eine kleinere wohnung nehme müssen sie mir erstmal eine zeigen, die dann auch billiger ist. ich habe auch mein auto behalten. alles ohne, dass jemals jemand daran was aussetzen konnte. also darüber würde ich mir nicht so einen kopf machen.

dem kind steht in jedem falle unterhalt zu, ob das bei dir der fall ist weiß ich nicht. ich denke nicht, denn das gilt nur, wenn ihr verheiratet seid. aber du solltest dir einen beistand vom jugendamt holen, der das mit dem unterhalt regelt. dann solltest du zum wohnungsamt gehen für mietzuschuss. hab ich damals auch bekommen, weil das arbeitslosengeld wenig genug war, um zuschüsse zu bekommen.

ich arbeite jetzt beim deutschen roten kreuz und kann dir sagen, dass es von der seite aus KEINE zuschüsse gibt. leider!

geh zu den ämtern, aber mach dir noch keine gadanken über eine neue wohnungssuche (es sei denn, du bist die jenige, die gehen muss?!). du kannst auch gründe anführen, um dort wohnen zu bleiben. familie in der nähe, soziale kontakte aufgebaut, kind ist dort geboren und und und.

vielleicht hilft dir das ein wenig. ansonsten kannst du mich ja über meine VK anschreiben.

gruß katja#herzlich

Beitrag von hexe03 05.09.06 - 11:36 Uhr

Hallo Nina,

leider habe ich jetzt nicht soviel Zeit, Dir alles zu schreiben, was ich gerne tun würde... Aber in der Regel steht Dir Unterhalt zu.. Es kommt nur auf das Einkommen deines Freundes an... Ich weiss das, weil ich auch allein erziehend bin, ein Kind von einem Mann habe, mit dem ich nie (zum Glück) verheiratet war...

Ich melde mich nochmal...

Bis denn

Hexe

Beitrag von 4ever_u 05.09.06 - 12:47 Uhr

Das funktionierte vielleicht von 3 Jahren so. Obwohl ich damals vor 4 Jahren aus meiner großen Wohnung umziehen mußte. Die haben mir solange eben kein Geld gegeben.
Vielleicht auch wieder von Bearbeiter zu Bearbeiter unterschiedlich.

Beitrag von makachri 05.09.06 - 13:13 Uhr

ich denke mal, dass es bei der umschreibung "groß" auch wieder unterschiede gibt. ich wohne in einer 3 zimmer wohnung. und die konnte ich behalten, weil sie auch einfach sehr geringe miete hat.

Beitrag von 4ever_u 05.09.06 - 12:50 Uhr

Frag mal die netten Damen im Amt.
Dir stehen Möbel zu wenn du nichts hast.
Frag auch einfach nach bei Caritas & Co.
Probier dann weißt du was geht und was nicht.
Es ist eh von Land zu Land unterschiedlich.

Wann hast du vor wieder im Beruf einzusteigen?
Geh zu städtische Vermieter die sind meist verständnisvoller als Private und auch billiger.

#blume
LG Yvonne