Liebe ohne Sex...

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von die_frustrierte 05.09.06 - 10:30 Uhr

Hallo ihr,

bin irgendwie total gefrustet.

Habe einen ganz tollen Menschen kennengelernt, der für mich mein Traummann ist, den ich nie mehr hergeben möchte... Zusammen mit meiner Tochter sind wir eine richtig kleine Familie geworden.

Nun ist es aber so, daß er nur sehr wenig bis gar keinen Sex möchte/braucht :-(

Wir haben schon öfter drüber gesprochen, daß ich nicht wie Bruder und Schwester mit ihm zusammenleben möchte. Und leider kommt der Frust immer wieder in mir hoch. Es stört mich nicht, daß wir nicht jeden Tag, jede Woche Sex haben, einmal im Monat würde mir ja genügen (wenn's nicht anders geht), dann aber möchte ich, daß er es wirklich will und nicht nur mir zuliebe macht...

Langsam nagt das ganze an meinem Selbstbewußtsein, fühle mich mehr als guter Kumpel, nicht als Frau oder Liebhaberin. Er sagt, es liegt nicht an mir, war schon immer so. Aber immer nur platonisches Miteinander?

Bin total gefrustet... Wenn ich ihn nicht so sehr lieben würde..., ich glaub, ich würde die Beziehung beenden...

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, wie seid ihr mit dem Problem umgegangen?

Gruß
die_frustrierte

Beitrag von kenndas 05.09.06 - 10:47 Uhr

willkommen im club.
ich hab das selbe problem. hab einen tollen mann, wir versehen uns super , aber sex? ab und zu nur. er sagt auch das liegt nicht an mir. er sagt das wir ja nur können wenn das kind schläft und das ist halt abends. und das er irgendwie nicht auf knopf druck kann. aber er würde sich schon dran gewöhnen. wie ich damit klar komme?
tja, nachdem ich ewig an mir gezweifelt habe , stunden geheult hab und noch viel öfter ihm damit auf die nerven gegangen bin hab ich angefangen unser zusammensein zu geniessen. das reden oder spass zusammen haben oder einfach nur in seinem arm liegen und fern gucken.wir kuscheln viel und küssen uns. ich denke einfach er braucht zeit um sich an meine lebenssituation zu gewöhnen.
ich kenn es seit jahren nicht anders das sex eben nur dann geht wenn s kind nicht da ist oder schläft. aber er konnte sein leben lang wann immer er wollte. ich geb ihm einfach zeit und mittlerweile merke ich das er sich nicht mehr unter druck gesetzt fühlt und so langsam wieder locker wird.
hat lange gedauert bis ich das verstanden habe.
du brauchst einfach nur geduld

Beitrag von die_geduldige 05.09.06 - 11:07 Uhr

Wenn du das Thema Sex vielleicht mal ruhen lassen könntest und dich auf andere Dinge in eurer Beziehung konzentriertest, dann stellt es sich im Laufe der Zeit von ganz allein ein.
Dein eigenes Verlangen danach wird nachlassen und Sex wird nicht mehr so eine große Rolle spielen.

Ich kenne es aus éigener Erfahrung und ich muss sagen, erst nachdem ICH das Thema ruhen ließ, änderte sich etwas.

So bin ICH damit umgegangen und ich habe gelernt, die Qualität meines Sexlebens mit meinem Mann zu geniessen, als die Quantität dessen vorzuziehen, um mich in meiner Liebe zu ihm bestätigt zu fühlen.

Viel Glück und Geduld wünsche ich dir.

Beitrag von ??? 05.09.06 - 11:31 Uhr

Das habe ich versucht, nachdem die Gespräche über unsere unterschiedlichen Vorstellungen über die Häufigkeit von Sex nichts gebracht haben.

Die Folge ist, dass wir nun überhaupt nicht mehr miteinander schlafen.

Beitrag von die_geduldige 05.09.06 - 11:36 Uhr

Die Frage ist doch, wie wichtig ist dir die Beziehung zu diesem Mann und welchen Stellenwert hat dabei die Sexualität.
Eine Liebesbeziehung, die ewig ohne Sexualität gestaltet wird, hat es, meines Wissens nach, nicht lange gegeben. Entweder es stellt sich im Laufe der Zeit wieder ein, oder die Beziehung endet irgendwann.
Wichtig für dich wäre zu ergründen, wie lange du denkst, damit klar zu kommen.
Ich habe dazu Jahre gebraucht und ich kann sagen, es hat sich gelohnt. Meine Liebe zu diesem Menschen hat sich nicht geändert, ganz im Gegenteil. Seine Nähe und seine Berührungen habe ich als etwas zu schätzen gelernt, was er zwar spärlich verteilt, aber wenn, dann mit Hingabe.

Beitrag von die_frustrierte 05.09.06 - 12:22 Uhr

Hallo,

das ??? war ich nicht....

Aber deine Antworten helfen mir trotzdem weiter, danke!

Ich werde und kann die Beziehung auch nicht beenden, dazu sind die Gefühle einfach zu groß. Und auch für mich zählt letztendlich die Quantität, und es freut mich, daß bei euch die Liebe im Lauf der Zeit noch gewachsen ist...

Beitrag von die_geduldige 05.09.06 - 14:19 Uhr

Schön, dass ich dir helfen konnte. Du wirst sehen, es relativiert sich und irgendwann wirst du erkennen, dass es Wichtigeres und Schöneres gibt.
Heute ist es so, dass ich oft keine Lust habe und er nun verzichten muss. Das allerdings ganz ohne Rachegefühle bzw. ihm eines auswischen zu wollen. Es ist einfach so gekommen und wir sind beide glücklich dabei.

Alle Gute für euch #blume

Beitrag von nur ne frage 05.09.06 - 11:56 Uhr

issa vielleicht Schwul und gesteht es sich nicht ein ??

Beitrag von noch_mehr?*g* 05.09.06 - 12:56 Uhr

Ich schließe mich gleich an.

Meiner ist auch so. Eher ein Egoist im Bett, aber ich glaube, das liegt auch daran, dass er irgendwie keine wirkliche Lust hat und das wegen mir macht. Hab ihm das auch ehrlich gesagt nie offen geschildert, dass ich das so nicht wirklich toll finde. (Packen, poppen, anziehen.) Aber er kann stundenlang rumliegen und sich verwöhnen lassen. Nervt mitunter auch.

Ich lerne von euch!

Beitrag von jessiewea 05.09.06 - 12:57 Uhr

Hallo!

Ich war 4 Jahre mit einen solchen Mann verheiratet. Am Anfang hatten wir jeden Tag#sex, nach 3 Monaten nur noch einmal im Monat und nach einen halben Jahr höchstens alle halbe Jahr#sex.

Ich habe damals viel mit ihm darüber geredet-es hat nix gebracht. Ich habe viele Abende geweint, weil ich es einfach nicht verstehen konnte-auch das brachte nichts. Dann habe ich erfahren, daß er mir fremdging und aufgrund dessen keine Lust hatte.

Meine Lösung war, daß ich gegangen bin. Und jetzt habe ich einen lieben Schatz, bei dem sind 2 Tage ohne#sex schon schlimm. Und ich finde es schön, daß er mich so will.

LG Jessie#stern

Beitrag von finja_nebeltau 05.09.06 - 19:30 Uhr

am anfang hatten wir auch viel sex danach 1 mal im monat wenns hoch kam. dann wieder öfters bis zu jeden 2 tag. es leigt auch viel daran, das man oder frau was anderes im kopf hat was einem beschäftigt. hört sich vielleicht seltsam an aber männer denken manchmal auch zuviel.

ich habe das so gemacht das es erstmal zuhause ruhiger wurde. entspannende abende und auch mal einen wellnes tag. dann kaufte ich mir mal extravagante dessous (einfach mal was neues ausprobieren) hatte sie unterm nachthemdchen an und binn vor seinen augen normal ins bett gegangen, darauf geachtet das ihm nicht entgeht was ich anhabe. und siehe da er hat angebissen.

vor allem ist mir in den 9 jahre aufgefallen das es ganz wichtig ist das abwechslung herrscht.

was das sexleben angeht. mal dominant mal "hilflos" verführen lassen.

aber auf alle fälle nicht ständig darüber reden. versuchs mal anders und wenns nicht sofort beim 1. mal anders klappt nicht aufgeben

Beitrag von bluefire 05.09.06 - 19:44 Uhr

ja so einen hätte ich auch gern bei meinem mann ist es auch zufall wenn er mal einmal im monat will.

Beitrag von .. 06.09.06 - 18:33 Uhr

Auch meine Schweester war in so einer Situation. Sie hatte sich dann getrennt, als sie nciht mal zur Hochzeitsnacht Sex hatten. er hat lieber Pornos usw geschaut. Waren auch nur noch wie Bruder und Schwester und verstehen sich bis heute noch gut...bloss Sex war nie drin. Trotzdem war ich auch schon in so einer Situation. Ich liebe meinem Mann abgoetig \, doch gab es eine Zeit wo ich einfach kein Sex wollte und das lag ueberhaubt nicht an ihn. Ich habe es einfach nicht so oft gebraucht. Also macht euch keine Sorgen, wenn ihr euch sicher seit, dass eure Maenner euch lieben. LG Kristina, wenn nicht veruscht sie des oefteren zu verfuehren, mit schicker Unterwaesche usw. Viel Glueck!!! Oder nackig schlafen HILFT!!!

Beitrag von enti1976 06.09.06 - 19:22 Uhr

Bei mir war nach ca. 2 nahezu sexlosen Jahren (bei 3 Jahren bezieung, das erste Jahr ging noch, da wars vielleicht 1 oder 2 mal die Woche, aber auch nie viel, auch nie im ersten Rausch...) , (wobei ich mir nach ca. 1 Jahr einen Liebhaber zugelegt habe...) dann wirklcih schluss - nicht nur aber vor allem wegen des Sex (oder eben dem Mangel daran)

Jahre danach hat er zugegeben, dass er das mit mir gerne so als "WG" weiter geführt hätte, er war nciht alleine, wenn er von der Arbeit kam, er konnte mit mir reden, ich war immer gut gelaunt (aha?!?) , hab in der Wohnung gesungen (das hat vorher und nachher auch ncoh niemanden gefreut ;-)) aber so als Frau habe ich ihn eigentlich von Anfang an zu wenig gereizt, da würde er auf andere (sehr schlanke.. :-() stehen.

tja, wenn sonst alles passt?!? - ich hatte lange skrupel - nur wegen dem Sex schluss zu machen... aber wenn ich dann dafür schon jemand anderes hab... ist doch auch das anfang vom ende (und eigentlich gefiel mir dieser Zustand nicht! - ein Mann fürs körperliche einer für die Seele)

LG Enti

Beitrag von thueringer78 06.09.06 - 22:03 Uhr

Ich und meine Frau kennen uns 5 Jahre.. sind fast 3 Jahre zusammen und hatten 9 Mal Sex..

dazu muss man sagen - wir sind zusammengekommen als ich sie (hochschwanger) von ihrem prügelnden Ex "rettete".
Und unsere Beziehung war aufgrund ihrer Vorgschichte immer recht problematisch.

Auch wenn mich der mangelnde Sex frustriert lieben wir uns sehr, und kuscheln viel. Mit Rücken streicheln, händchenhaltend einschlafen - in den Arm nehmen..

Und ich könnte gar nicht ohne sie und die Kinder. Auch wenn ich nie wieder sex bekommen würde.