ALG2 und Steuerrückzahlung

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 13:20 Uhr

Hallo, mal eine Frage, wir kriegen ergänzend ALG2 (467E). Da ich bis zur Geburt von unserem Kind gearbeitet habe, mussten wir ja eine Steuererklärung machen. Nun bekommen wir insgesamt 1065,53 Euro zurück...............

Ich war der Meinung das ich nun die 467E ALG2 zurückzahlen muss und dann geht es nächten Monat normal weiter weil ja unser Bedarf in diesem Monat als Einkommen gedeckt ist.

Nun meint die vom Amt nee, das würde aufgerechnet werden über so und so viel Monate. #heul Also haben wir defacto nichts von der Rückzahlung. Ich hätte gerne unsere Stromrechnung etc beglichen ........#kratz

Frag mich aber nun warum es nicht möglich ist, nächsten Monat fängt ein neuer Berechnungszeitraum an.

Sie meint es wäre nicht möglich,mich einen Monat abzumelden und dann den neuen Berechnungszeitraum in Anspruch zu nehmen, da ich ja dann nicht versichert wäre......Aber da ich Erziehungsgeld bekomme dachte ich bin ich versichert...#kratz

Auch wenn jetzt einige schreien,aber ich hätte gerne etwas von der Rückzahlung, denn die Rechnungen müssen wir auch begleichen und dann wäre eine hohe monatliche Belastung weg....
Und bevor hier gleich noch mehr schreien, ab November ist mein Kind in der Kita und ich gehe wieder arbeiten!

Ich habe auch schon gehört das es § xy gibt und man das Geld als normales Einkommen angerechnet bekommt und nicht komplett verechnet wird.

Kann ich mich einen Monat von ALG2 abmelden, versichert über das Erziehungsgeld sein und mich dann neu anmelden?

Gruß ELa

Beitrag von malawia 05.09.06 - 13:46 Uhr

Eine Steuerrückzahlung gilt grundsätzlich als Einkommen und wird mit den Leistungsansprüchen verrechnet. Sie darf aber nicht als einmalige Einnahme angesehen werden, sondern muss auf 12 Monate verteilt werden und wird dann monatlich angerechnet.

Kannst du auch hier nachlesen:
http://www.my-sozialberatung.de/files/HW%2011%202006-08-01.pdf
Seite 22 5.2 Einmalige Einnahmen

Du kannst dich auch nicht einfach abmelden und dann nach einem Monat wieder anmelden. Es wird dann ausgerechnet wie lange du von dem Geld leben musst, bis du dich wieder anmelden darfst.

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 13:55 Uhr

Aber wenn ich neu ALG2 beziehe und vorher ein Gehalt von 1200E hatte, wird mir vom Vormonat doch auch nichts angerechnet oder versteh ich was falsch?

Beitrag von malawia 05.09.06 - 14:18 Uhr

Du befindest dich aber schon im ALG II Bezug. Es ist was anderes, wenn man etwas vor dem ALG II Bezug bekommt, da gibts ja diverse Freibeträge. Außerdem kannst du Gehaltseinkommen nicht mit einer Steuerrückzahlung vergleichen. Eine Steuerrückzahlung ist eine einmalige Einnahme und die wird anders angerechnet als z. B. Erwerbseinkommen auf das es noch Freibeträge gibt. Eine Umgehung der Anrechnung wäre noch dazu Betrug. Und bei dir wäre es offensichtlich das es Betrug ist, wenn du dich für einen Monat abmeldest und im nächsten wieder an.

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 16:56 Uhr

Hy, also wenn das als Betrug gewertet werden würde, würde ich es nicht machen!Bin ja noch so dämlich und sag dem Amt ehrlich Bescheid.

Beitrag von manavgat 05.09.06 - 14:48 Uhr

Meiner Meinung nach steht Euch das Geld komplett zu, wenn ihr zum Zeitpunkt der Steuervorauszahlung kein ALG2 bezogen habt.

Fragst Du mal bitte Junimond, die weiß es ganz genau.

Gruß

Manavgat

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 17:28 Uhr

ZU dem Zeitpunkt waren wir beide voll berufstätig!

Mein Mann sagte eben, das uns eine andere Dame vom Amt gesagt hat, das es nur den Monat angerechnet wird, wie Einkommen. Aufgrund dessen haben wir überhaupt die Steuer gemacht........Bzw. hätte das Finanzamt sonst selber gerechnet, da sie die ja schon elektronisch von unserem AG hat...........Ich hab keine Ahnung, muss aber gestehen das ich stinkesauer bin.Es weiß wieder keiner was er da tut und an Informationen weiter gibt!

Beitrag von alizeeceline 05.09.06 - 14:51 Uhr

Dein Problem kenne ich auch. Vom letzten Jahr hatten wir ca 450 € an Steuern wiederbekommen. Und mußten auch alles komplett abgeben. Ich frage mich, warum wir überhaupt eine Steuererklärung gemacht haben? Ist doch egal, ob das Geld beim Finanzamt bleibt oder die arge bekommt. Ist doch eh alles der Staat.
Wir hatten von dem Geld gleich unsere Steuer vom Auto bezahlt, das hätten wir uns sonst nie leisten können. Ist vielleicht ein blöder Tip, aber Du kannst ja Deine Rechnungen von dem Geld bezahlen, weil Du die 1065,53 Euro über mehrere Monate quasi zurückzahlen mußt. Aber dann hast Du jeden Monat weniger Geld zur Verfügung. #gruebel Naja mußt Du wissen.

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 16:57 Uhr

Ja aber dann haben wir die ganzen nächsten Monate weniger Geld und wir sind so schon extrem knapp berechnet.u.a. wegen der Stromnachzahlung. :-(

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 17:52 Uhr

Sehr komisch,also im Web findet man echt unterschiedliches.........

Hier z.B. http://www.sozialhilfe24.de/news_anz32.html

oder

http://de.biz.yahoo.com/01092006/336/steuererstattung-alg-ii-empfaenger-gestreckt.html

#kratz#kratz#kratz

Beitrag von malawia 05.09.06 - 17:54 Uhr

Unterschiedlich deshalb weil der 1. Link von 2005 ist und der zweite ist der Aktuelle.

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 17:55 Uhr

http://www.flunk.de/webkatalog/forum-hartz-4/viewtopic.php?p=6639&highlight=



#kratz#kratz#kratz so nach dem Motto wem anders überweisen und dann bin ich raus aus der Sache?????Häääää

Beitrag von st.michael 05.09.06 - 18:03 Uhr

Wo findet man denn wirklich aktuelles und richtige Infos zu? Die bei der ARGE erzählen ja jeder was anderes.

Beitrag von malawia 05.09.06 - 18:14 Uhr

Das Problem ist, dass es nicht vernünftig geregelt ist wie es jetzt wirklich anzusehen ist. Es gibt die verschiedensten Gerichtsurteile, aber leider ist keins davon für dich persönlich gültig und die ARGE muss sich nicht dran halten. Da hilft zur Not nur selber klagen und schauen was das Gericht sagt.